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Interessantes aus Informations- und Bibliothekswesen

Via Heise.de:

Wikileaks hat einen neuen Entwurf des Kapitels zum Schutz immaterieller Güter des Handelsabkommens Trans-Pacific Partnership (TPP) enthüllt. Die USA wollen demnach beim Urheber- und Patentrecht die Daumenschraube anziehen.

Hier geht es zum Dokument auf Wikileaks. Wer vor dem Original-Dokument zurückschreckt, sollte auf jeden Fall den Heise-Artikel lesen, in dem ein paar Kern- und Schreckensszenarien kurz erläutert werden. Wer meint, dass Schutzfristen für Werke noch bis in die vierte Generation nach dem Tod der Urheber gelten sollten, der kann die TTP nur gut finden. Schließlich würde niemand mehr ein Buch schreiben, wenn man nicht wüsste, dass die Ururenkel noch bis 100 Jahre nach dem eigenen Tod davon profitieren können. Bzw. die Rechteinhaber, also z.B. Bertelsmann oder Disney.

Achtung:

  1. TTP = Trans-Pacific Partnership = Transpazifische strategische wirtschaftliche Partnerschaft
  2. TTIP = Transatlantic Trade and Investment Partnership = Transatlantisches Freihandelsabkommen

Adrian Pohl und ich haben den ersten Entwurf einer Übersetzung der Open Definition 2.0 ins Deutsche erstellt. Der Entwurf befindet sich in einem Etherpad und ist zur Kommentierung und Verbesserung freigegeben. Bitte beteiligt Euch, da diese Definition hoffentlich für ein paar Jahre eine wichtige Referenz der Diskussion, was “open” wirklich bedeutet, sein könnte.

Das Dokument folgt diesem Aufbau:

Überschrift englisch / Überschrift deutsch
Englisches Original.
Deutsche Übersetzung

Also zum Beispiel:

1. Open Works / Offene Werke
The work must be available under an open license (as defined in Section 2). Any additional terms accompanying the work (such as a terms of use, or patents held by the licensor) must not contradict the terms of the license.
Ein Werk ist offen, wenn die Art und Weise seiner Verbreitung den folgenden Anforderungen entspricht:

Die Übersetzung soll sich möglichst dicht ans Original halten. Es gibt vielleicht Schwächen in der Definition. Diese zu beheben, darf aber nicht Aufgabe der Übersetzung sein.

Einige Stellen, bei denen wir eine präzise Übersetzung ins Deutsche nicht finden konnten, haben wir unter dem Dokument aufgelistet. Wer teilnehmen möchte, folge bitte diesen Beispielen! Bei Fehlern und Verbesserungsvorschlägen bitte die Originalzeile mit Abschnitts- und Zeilenangabe unter diesen Abschnitt kopieren, fett markieren und mit Name/Namenskürzel/Pseudonym signieren. Danke!

Die doppelten Leerzeichen nehmen wir noch raus, die müssen nicht gesondert kommentiert werden. Das ist eine nervige Etherpad-Eigenheit…

Hier geht es zum Etherpad: https://pad.okfn.org/p/OpenDefinitionde

Für die Kommentierung möchten wir eine Woche vorschlagen, also bis zum 27. Oktober 2014.

Markus Trapp schreibt in seinem Blog über die Präsentation der Weltbrand-App der SUB Hamburg.

Weltbrand 1914 – App der Stabi Hamburg zum 1. Weltkrieg from Markus Trapp

Die Folien sehen schon einmal chic aus. Wer hat die App schon ausprobiert?

Für einige Suchbegriffe bietet Google neuerdings(?) eine Site-Search innerhalb der Trefferliste an. Beispiele für solche Suchbegriffe sind hsh, repec oder arxiv.

Gebe ich dort einen Begriff ein, wird die Suche um den Suchparameter für die jeweilige Domain ergänzt, also z.B. auf jean tirole site:repec.org.

Aufgrund massiven Spam-Aufkommens und ebenso massiver Unlust meinerseits, jeden Tag 20 Kommentare manuell zu löschen, die durch diverse Spam-Abwehrmaßnahmen durchgerutscht sind, sind Kommentare pro Artikel bis auf Weiteres nur noch 30 Tage geöffnet. Wenn ein Kommentar in dieser Zeit abgesetzt wird, verlängert sich der Kommentierungszeitraum automatisch.

Gibt es eigentlich ein Spammer-Äquivalent zum Buchfluch?

Oh SpammerInnen, wenn Du hierhin setzt Deinen Werbemüll, sei es für Edeluhren, Potenzmittel, günstige Kredite oder eine unverzichtbare App, so werden Dich die Geister Digitalias in Deinen Träumen quälen!

Wo ich schon dabei bin: Nein, ich möchte keine Artikel auf Infobib veröffentlichen, die mit tollen Links auf irgendwelche Produkte garniert sind, liebe PR-Agenturen. Wirklich nicht. Weder gegen “wertvolle Backlinks”, noch gegen Bezahlung. Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit.

Auf Abgeordnetenwatch habe ich den Vorsitzenden des niedersächsischen Ausschusses für Wissenschaft und Kultur Matthias Möhle (SPD) gefragt, wie es denn mit der im Koalitionsvertrag versprochenen Open-Access-Strategie aussieht. Die Fragen:

1. Gibt es schon einen Entwurf einer Open-Access-Strategie für Niedersachsen, und wo kann man ihn einsehen?

2. Falls es noch keinen Entwurf gibt: Wie ist die Erarbeitung und Diskussion eines solchen Entwurfes geplant? Wird es öffentliche Diskussionen dazu geben?

3. Gibt es im Ausschuss ein gemeinsames Verständnis, dass Open Access auch “Re-Use” beinhalten muss?

Möhle leitete die Antwort ans Ministerium weiter, das mit Auszügen aus dem Hochschulentwicklungsvertrag und den Leitlinien zur Hochschulentwicklung antwortete.

Der Ausschuss hat sich bislang noch nicht mit der Open-Access-Strategie beschäftigt, es sind also in absehbarer Zukunft keine konkreten Schritte zu erwarten. Und was die rot-grüne Landesregierung genau unter Open Access versteht, ist anscheinend noch nicht klar.

Im letzten Dezember beschrieb ich hier, wie man (als GBV-Bibliothek) die an der TIB/UB Hannover gesammelten und elektronisch frei zugänglichen Forschungsberichte in den eigenen Bibliothekskatalog übernehmen kann. Dieses Verfahren wurde bislang – soviel ich weiß – von der FH Erfurt und der TULB Jena adaptiert. Und dadurch bieten wir unseren Nutzern Zugriff auf folgende Publikationen:

Bei beiden Berichten ist der frischgebackene Nobelpreisträger Stefan W. Hell beteiligt gewesen. Und diese Publikationen, für deren “Erwerb” wir keinen Cent zahlen mussten, sind nun willkommene Steilvorlage für bibliothekarische Öffentlichkeitsarbeit, die sich in gewohnter Weise trittbrettfahrend an das aktuelle Tagesgeschehen anhängt.

Zu Archivzwecken möchte ich hier die Visualisierung einer Nutzerstatistik veröffentlichen, die ich vor einigen Jahren erstellt habe, und die sich beim Cheflektor dieses Blogs nach wie vor großer Beliebtheit erfreut.

Ich weiß leider nicht mehr, was ich ursprünglich vorhatte und wie es zu diesem wunderschönen Visualisierungsunfall gekommen ist.

Eine der schwierigsten Hürden in der Citizen Science ist die Aktivierung freiwilliger Helferinnen und Helfer. Im hier vorgestellten Fall wird das den Initiatoren von Zooniverse (siehe auch hier im Blog) nicht besonder schwer gefallen sein. Denn es geht darum, Pinguine zu zählen.

Viel mehr muss man gar nicht sagen. Auf geht’s zur Penguin Watch!

PS: Im Open Science Radio ging es übrigens auch schon 2x um Zooniverse.

Aus einer Pressemitteilung der NPG zu Nature Communications:

Nature Communications is to become the first Nature-branded open access only journal.

Standardlizenz wird CC BY 4.0, aber auch andere CC-Lizenzen werden verfügbar sein. In der Mitteilung wird auch auf einen “kleinen, aber signifikanten” Vorteil hinsichtlich der Zitationshäufigkeit von OA-Publikationen hingewiesen:

A report by the Research Information Network recently found that there is a significant benefit for article views and downloads, as well as a small but significant citation benefit to publishing open access in Nature Communications.


Nature Communications bald nur noch Open Access von CH steht unter einer Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland Lizenz. blogoscoop
Infobib läuft unter Wordpress.3.0.5 | Theme: angepasst nach : Gabis Wordpress-Templates | Creative Commons Lizenzvertrag 22 Verweise - 0.298 Sekunden.