Beat Mattmann: Die digitale Zugänglichkeit von Archivalien: Stand der Dinge aus Praxissicht

In der Informationspraxis ist nun der vielleicht weltweit erste Call for Call for Papers und der erste Artikel mit Archivbezug erschienen.

Die digitale Zugänglichkeit von Archivalien: Stand der Dinge aus Praxissicht / Beat Mattmann

Abstract:

Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg – ein Sprichwort, das bei der Digitalisierung von Kulturgut nicht immer gilt, wie dieser Artikel zeigt. Natürlich sind die Chancen der Digitalisierung allgemein bekannt. Der Weg zur Nutzung dieser Chancen ist allerdings nicht selten steinig. Eine Digitalisierung ist weder günstig, wie dieser Artikel vorrechnet, noch rechtlich immer unproblematisch. In der Praxis zeigt sich jedoch ein kreativer Umgang mit diesen Hürden – durch effiziente Ressourcennutzung, aber auch progressive Rechtsauslegungen oder Beteiligung an Gesetzesrevisionen. Mit diesem Willen ist man also, trotz ungünstiger Rahmenbedingungen, auf einem guten Weg, auch wenn dieser Geduld erfordert.

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Festival für und über persistente Identifier: PIDapalooza

In Reykjavik wird nicht nur Fussball bestaunt, sondern auch über persistente Identifier diskutiert. Zu diesem Zweck trifft man sich dort am 9. und 10. November zum PIDapalooza-Festival:

Open identifiers deserve their own festival

Why build an open identifier infrastructure? So that anyone can use it to create cool tools and services for the research community. If you’re doing something interesting with persistent identifiers, or you want to, come to PIDapalooza and share your ideas with a crowd of like-minded innovators.

Was verändert Peer Review?

Martin Klein, Peter Broadwell, Sharon E. Farb, Todd Grappone: Comparing Published Scientific Journal Articles to Their Pre-print Versions

Abstract:

Academic publishers claim that they add value to scholarly communications by coordinating reviews and contributing and enhancing text during publication. These contributions come at a considerable cost: U.S. academic libraries paid $1.7 billion for serial subscriptions in 2008 alone. Library budgets, in contrast, are flat and not able to keep pace with serial price inflation. We have investigated the publishers‘ value proposition by conducting a comparative study of pre-print papers and their final published counterparts. This comparison had two working assumptions: 1) if the publishers‘ argument is valid, the text of a pre-print paper should vary measurably from its corresponding final published version, and 2) by applying standard similarity measures, we should be able to detect and quantify such differences. Our analysis revealed that the text contents of the scientific papers generally changed very little from their pre-print to final published versions. These findings contribute empirical indicators to discussions of the added value of commercial publishers and therefore should influence libraries‘ economic decisions regarding access to scholarly publications.

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[via @hdvsomp]

EU-FOSSA: Welche Open-Source-Software soll überprüft werden?

Heise.de:

Das EU-Projekt FOSSA ist angetreten, die Sicherheit in Open Source-Projekten zu verbessern. Mit einer aktuellen Umfrage wollen die Projekt-Manager nun Input sammeln, welches Projekt als erstes einen Code-Review bekommen soll. Die Auswahl reicht dabei von 7-zip über VLC bis hin zu Apache Tomcat. Noch bis zum 8. Juli können Interessierte abstimmen.

Weitere Informationen hier: EU-FOSSA pilot project: consultation on the choice of software for a sample code review

Kein US-Visum für IFLA-Besuch kubanischer Bibliothekarin

Die kubanische Bibliothekarin Odalys Zayas wollte die IFLA-Konferenz in Columbus, Ohio besuchen, bekommt aber kein Visum, da die USA trotz Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen mit Kuba immer noch zahlreiche Sanktionen aufrecht erhält. Mehr Informationen (englisch und spanisch) in der Mailingliste IFLA-L.

PLoS-Artikel endlich(!) in DOAJ

Aus dem DOAJ-Blog:

Finally, after saying: “It’s coming” for almost a year, DOAJ has added the entire PLoS catalogue to DOAJ. A total of 182,500 articles were added and the harvester is set to go out and collect new articles at 5.30am every morning. The harvester collects the metadata from Europe PMC.

Hier geht’s zum erwähnten PLoS-Katalog im DOAJ. Und von da aus dann in den Findex (via GBV-DOAJ?) und von dort bald in unseren VuFind-Katalog.

Sabine Stummeyer: Open Educational Resources (OER). Aktuelle Entwicklungen und neue Herausforderungen für Bibliotheken im Zusammenhang mit dem Zugang von Flüchtlingen an deutsche Hochschulen

„Open Educational Resources (OER). Aktuelle Entwicklungen und neue Herausforderungen für Bibliotheken im Zusammenhang mit dem Zugang von Flüchtlingen an deutsche Hochschulen.“ von Sabine Stummeyer.

Open Educational Resources (OER) sind offen lizensierte und frei zugängliche Lehr- und Lernmaterialien, deren Inhalte übernommen, angepasst und unter der gleichen Lizenz weiter verbreitet werden dürfen. Sie stellen einen wichtigen Beitrag zum lebenslangen Lernen dar. In Zusammenhang mit dem wechselnden Rollenverständnis von Wissenschaftlichen Bibliotheken hin zu einem Lernort, gewinnen OER zunehmend an Bedeutung. Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Nutzung und dem Umgang von OER in Wissenschaftlichen Bibliotheken. Dargestellt an ausgewählten Beispielen im Zusammenhang mit dem Studium von Flüchtlingen an der KIRON- Universität und deren Zugang zu deutschen Hochschulen. Abschließend gibt diese Arbeit einen Ausblick auf Bereiche, aus denen Bibliotheken zukünftige Dienstleistungen für Ihre Trägereinrichtungen im Bereich der OER entwickeln können. Die Arbeit basiert auf einer Prüfungsleistung vom 14.02.2016 in der Lehrveranstaltung „Aktuelle Entwicklungen im Informationsmanagement“ unter Frau Dr. Ina Blümel.

Hier geht’s zum Volltext, auch via URN, die zur Veröffentlichung des Postings eigentlich schon freigeschaltet sein sollte. Die Publikation ist Band 3 der Schriftenreihe Digitale Bibliothek – Offene Wissenschaft von Ina Blümel und Christian Wartena.

Über die Kiron-Universität gab es übrigens im Herbst einen ganz netten Artikel auf Zeit Online.

Claudia Heitfeldt: Nutzungsformen digitaler Spiele im Kontext öffentlicher Bibliotheken

„Nutzungsformen digitaler Spiele im Kontext öffentlicher Bibliotheken – Erstellung eines Konzepts zur Verknüpfung digitaler und analoger Spielstrategien“ von Claudia Heitfeldt

Abstract:

Die Aufnahme von Computerspielen in den Bibliotheksbestand stellt viele Einrichtungen vor neue Herausforderungen, da diese Medien vermehrt nicht in physischer Form vertrieben werden. Welche grundlegenden Überlegungen kommen auf Bibliotheken und ihre Mitarbeiter zu, wenn sie Konzepte zum Einsatz digitaler Spiele erarbeiten und mit diesen Medien erfolgreich arbeiten wollen? Anhand von Best-Practice-Beispielen werden innovative Ideen aufgezeigt, die abseits eines reinen Verleihkonzepts Bibliotheken in Spiel- und Lernorte verwandeln, in denen alle Medien gleichberechtigt als Informationsträger nebeneinander eingesetzt werden. Ausgehend von der Geschichte der Computerspiele über die Beleuchtung der Zusammenhänge zwischen der Nutzung digitaler Spiele und der Steigerung von (Lern-)Kompetenzen zeigt diese Arbeit abschließend ein Konzept, wie digitale und analoge Spielstrategien verknüpft und Nutzern ein einzigartiges Spielerlebnis im Bibliotheksraum geboten werden kann.

Hier geht es zum Volltext.