The Post-Digital Scholar: Publishing between Open Access, Piracy, and the Public Sphere

Vom 12. bis 14.11.2014 findet in Lüneburg die Konferenz „The Post-Digital Scholar: Publishing between Open Access, Piracy, and the Public Sphere“ statt. Im Fokus steht die Zukunft des wissenschaftlichen Publizierens: Wie verändert die Digitalisierung und die lauter werdende Forderung nach Open Access die Publikationspraxis? Hat die wissenschaftliche Monographie eine Zukunft? Welche neuen Öffentlichkeiten entstehen? Wie können Verlage diese neuen Herausforderungen lösen?

Drei Tage lang treffen sich Verleger, Wissenschaftler, Autoren, Programmierer, Designer, Künstler, Hacker und weitere Experten der Branche, um auf der englischsprachigen Konferenz des Hybrid Publishing Labs über die neusten internationalen Entwicklungen im Verlagswesen zu sprechen.

Näheres zur Konferenz und den Sprechern finden Sie im angehängten Programm oder unter www.postdigitalscholar.org. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist unter http://www.eventbrite.de/e/post-digital-scholar-conference-tickets-12164806263 möglich. Konferenzsprache ist Englisch.

Und jetzt alle: Wikidata Sprachverlinkung

Denny Vrandečić hat anlässlich des zweiten Wikidata-Geburtstages ein von Google entwickeltes Tool vorgestellt, das mittels Crowdsourcing helfen soll, fehlende Verknüpfungen zwischen Wikipedia-Artikeln in verschiedenen Sprachen herzustellen. Mehr Infos gibt es in seiner Mail. Wer einen Wikimedia-Account hat (und wer von den hier regelmäßig Mitlesenden hat das nicht?), dem empfehle ich direkt einen Besuch auf der Homepage des namenlosen Werkzeugs.

Wikidata-Language-Link-Tool

Kurzbeschreibung: Man sucht zwei Sprachen aus, die man einigermaßen beherrscht. Dann werden zwei Artikel angezeigt, die aufgrund verschiedener Heuristiken als einander zugehörig vermutet werden. Diese Bewertung bestätigt man oder eben nicht. Weiter geht’s.

Interims-Layout für Infobib

Sicherheit geht vor. Und da der alte Infobib-Server in letzter Zeit Ziel zahlreicher Attacken wurde, stand ein Umzug an. Hier gibt es derweil ein Interims-Layout, das in den wichtigsten Punkten angepasst wurde. Der wichtigste Punkt überhaupt war natürlich das altgewohnte “Gelodere”, das auch hier wieder im Header zu bewundern ist:infobibheader Ansonsten wird es hier in den nächsten Tagen, Wochen oder Monaten irgendwann einmal ein neues und etwas besser angepasstes Design geben. Solange muss das hier erst einmal reichen. Einen Blick auf das alte Infobib kann man übrigens hier werfen:

Infobib_bis_Oktober_2014

Leistungsschutzrecht: Gebeutelte Verleger "beugen sich Druck Googles"

Im Februar schrieb ich zu der optimistischen Äußerung des Madsack-Geschäftsführers Düffer, dass er nicht davon ausgehe, dass Madsack-Artikel aus dem Google-Index entfernt würden. Ich war nicht seiner Meinung und habe Recht behalten.

Das Verhalten von Google war anhand internationaler Beispiele glasklar vorhersehbar. Und nun schreibt die eigens zur Durchsetzung der aus dem Leistungsschutzrecht entstandenen Forderungen gegründete VG Media in einer Pressemitteilung (PDF), die wenig überzeugend so tut, als sei sie überrascht:

Google lehnt „Waffenruhe“ ab -Presseverlage beugen sich Druck Googles und lassen VG Media Gratiseinwilligung für Rechtenutzung erteilen

Es ist wirklich unglaublich. Da bedient sich eine medienmächtige Lobbygruppe der CDU/FDP-Bundesregierung als Auftragsgesetzgeber. Schwarzgelb liest der Lobbygruppe gegen jeden gesunden Menschenverstand jeden Wunsch von den Lippen und verabschiedet ein Gesetz, über das der Kartellamts-Chef sagt: Es gibt niemanden, der behauptet, es sei gut formuliert. Dazu wird Google als Trittbrettfahrer gebrandmarkt, der von der kostbaren Arbeit der armen Presseverleger profitiert. Nun sagt Google, dass sie diese Ausbeutung nicht weiter betreiben möchten. Und was ist? Die Presseverlage fangen an zu jammern und reden vom “Druck Googles”, der sie zum Einlenken zwingt. Herrje.

Ich bin gespannt, wie die VG Media diese ganze Geschichte noch abstruser gestalten wird. Sie wird es schaffen, da bin ich zuversichtlich.

[via fefe]

TTP-Kapitel zum Schutz von "Intellectual Property" auf Wikileaks

Via Heise.de:

Wikileaks hat einen neuen Entwurf des Kapitels zum Schutz immaterieller Güter des Handelsabkommens Trans-Pacific Partnership (TPP) enthüllt. Die USA wollen demnach beim Urheber- und Patentrecht die Daumenschraube anziehen.

Hier geht es zum Dokument auf Wikileaks. Wer vor dem Original-Dokument zurückschreckt, sollte auf jeden Fall den Heise-Artikel lesen, in dem ein paar Kern- und Schreckensszenarien kurz erläutert werden. Wer meint, dass Schutzfristen für Werke noch bis in die vierte Generation nach dem Tod der Urheber gelten sollten, der kann die TTP nur gut finden. Schließlich würde niemand mehr ein Buch schreiben, wenn man nicht wüsste, dass die Ururenkel noch bis 100 Jahre nach dem eigenen Tod davon profitieren können. Bzw. die Rechteinhaber, also z.B. Bertelsmann oder Disney.

Achtung:

  1. TTP = Trans-Pacific Partnership = Transpazifische strategische wirtschaftliche Partnerschaft
  2. TTIP = Transatlantic Trade and Investment Partnership = Transatlantisches Freihandelsabkommen

RFC: Deutsche Übersetzung der Open Definition 2.0

Adrian Pohl und ich haben den ersten Entwurf einer Übersetzung der Open Definition 2.0 ins Deutsche erstellt. Der Entwurf befindet sich in einem Etherpad und ist zur Kommentierung und Verbesserung freigegeben. Bitte beteiligt Euch, da diese Definition hoffentlich für ein paar Jahre eine wichtige Referenz der Diskussion, was “open” wirklich bedeutet, sein könnte.

Das Dokument folgt diesem Aufbau:

Überschrift englisch / Überschrift deutsch
Englisches Original.
Deutsche Übersetzung

Also zum Beispiel:

1. Open Works / Offene Werke
The work must be available under an open license (as defined in Section 2). Any additional terms accompanying the work (such as a terms of use, or patents held by the licensor) must not contradict the terms of the license.
Ein Werk ist offen, wenn die Art und Weise seiner Verbreitung den folgenden Anforderungen entspricht:

Die Übersetzung soll sich möglichst dicht ans Original halten. Es gibt vielleicht Schwächen in der Definition. Diese zu beheben, darf aber nicht Aufgabe der Übersetzung sein.

Einige Stellen, bei denen wir eine präzise Übersetzung ins Deutsche nicht finden konnten, haben wir unter dem Dokument aufgelistet. Wer teilnehmen möchte, folge bitte diesen Beispielen! Bei Fehlern und Verbesserungsvorschlägen bitte die Originalzeile mit Abschnitts- und Zeilenangabe unter diesen Abschnitt kopieren, fett markieren und mit Name/Namenskürzel/Pseudonym signieren. Danke!

Die doppelten Leerzeichen nehmen wir noch raus, die müssen nicht gesondert kommentiert werden. Das ist eine nervige Etherpad-Eigenheit…

Hier geht es zum Etherpad: https://pad.okfn.org/p/OpenDefinitionde

Für die Kommentierung möchten wir eine Woche vorschlagen, also bis zum 27. Oktober 2014.

RFC: Deutsche Übersetzung der Open Definition 2.0

Adrian Pohl und ich haben den ersten Entwurf einer Übersetzung der Open Definition 2.0 ins Deutsche erstellt. Der Entwurf befindet sich in einem Etherpad und ist zur Kommentierung und Verbesserung freigegeben. Bitte beteiligt Euch, da diese Definition hoffentlich für ein paar Jahre eine wichtige Referenz der Diskussion, was “open” wirklich bedeutet, sein könnte.

Das Dokument folgt diesem Aufbau:

Überschrift englisch / Überschrift deutsch
Englisches Original.
Deutsche Übersetzung

Also zum Beispiel:

1. Open Works / Offene Werke
The work must be available under an open license (as defined in Section 2). Any additional terms accompanying the work (such as a terms of use, or patents held by the licensor) must not contradict the terms of the license.
Ein Werk ist offen, wenn die Art und Weise seiner Verbreitung den folgenden Anforderungen entspricht:

Die Übersetzung soll sich möglichst dicht ans Original halten. Es gibt vielleicht Schwächen in der Definition. Diese zu beheben, darf aber nicht Aufgabe der Übersetzung sein.

Einige Stellen, bei denen wir eine präzise Übersetzung ins Deutsche nicht finden konnten, haben wir unter dem Dokument aufgelistet. Wer teilnehmen möchte, folge bitte diesen Beispielen! Bei Fehlern und Verbesserungsvorschlägen bitte die Originalzeile mit Abschnitts- und Zeilenangabe unter diesen Abschnitt kopieren, fett markieren und mit Name/Namenskürzel/Pseudonym signieren. Danke!

Die doppelten Leerzeichen nehmen wir noch raus, die müssen nicht gesondert kommentiert werden. Das ist eine nervige Etherpad-Eigenheit…

Hier geht es zum Etherpad: https://pad.okfn.org/p/OpenDefinitionde

Für die Kommentierung möchten wir eine Woche vorschlagen, also bis zum 27. Oktober 2014.