30th
Dezember
2006
Die Deutschen Zentralbibliothek für Medizin startet eine Infokampagne in Sachen Urheberrechtsnovelle:
In großer Sorge wegen der Einschränkung bzw. des Verbots dieses Services durch die vorgesehene aktuelle Urheberrechtsanpassung fragt die Bibliothek derzeit bei einer anfallenden Email-Auslieferung ihre Kunden an: „Möchten Sie zukünftig 30 Euro für die elektronische Lieferung eines Zeitschriftenartikels zahlen? Diese Gefahr ist Realität!“.
Quelle: Medinfo. Lesen und nachmachen!
Von CH in Bibliothek, Recht | Tags: öffentlichkeitsarbeit • bibliothekspolitik • urheberrecht |
29th
Dezember
2006
Der “Suchmaschinenspezialist” veröffentlichte per OpenPR eine kleine Zusammenstellung der Funde, die man macht, wenn man in Suchmaschinen nach Suchmaschinen sucht.
Alltheweb.com und Altavista.de platzieren beide den Anbieter Suchen.de auf der heiß begehrten Poleposition im Rennen um die Gunst des Suchenden. Kein Kunststück, sondern Overture besorgt hier die Suchtricks. Folgen wir doch einmal der Suchspur. Was findet nun Suchen.de bei seiner „Websuche“ mit dem Begriff „Suchmaschine“? Antwort: Blinde-Kuh.de. Das passt doch.
Zum Artikel.
Von CH in Suchmaschinen | Tags: seo |
29th
Dezember
2006
Laut heute.de hat Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) Änderungen am Urheberrecht in Aussicht gestellt.
“Aber ich sage ganz klar: Unser Gesetzentwurf war schon ein ausgewogener Entwurf, der die verschiedenen Interessen berücksichtigt. So einfach wird es nicht sein, an den Stellschrauben zu drehen”, sagte Zypries. “Man muss versuchen, einen fairen Mittelweg zu finden.”
Die “verschiedenen Interessen” der Filmindustrie, der Musikindustrie…
[via Netzpolitik]
Von CH in Recht | Tags: urheberrecht |
28th
Dezember
2006
Golem.de berichtet über einen Artikel von Peter Gutmann von der Universität von Auckland (Neuseeland).
Die für Bibliotheken, Archive und auch Firmen relevante Passage aus einem Microsoft-Dokument (Zitat nach Golem.de, Microsoft scheint das Dokument aus dem Netz genommen zu haben):
Die geschützte Umgebung in Windows Vista wird, nach Verstreichen einer angemessenen Warn- und Wartefrist, jeden Treiber blockieren, der Premium-Inhalte nicht ausreichend schützt [...] Wenn ein- und derselbe Treiber für alle Chips eines Herstellers eingesetzt wird, dann könnte die Blockade des Treibers dazu führen, dass alle Produkte eines Herstellers einen neuen Treiber benötigen.
Was das für Krankenhäuser, Notrufzentralen und andere sicherheitsrelevante Bereiche bedeutet, ist klar. Für Bibliotheken bedeutet es erstmal nur Mehraufwand. Wirklich kritisch ist – gerade für Digitalisierungsunternehmungen – folgende Passage:
Ein anderes, gravierendes Problem sieht Gutmann in der automatischen Verschlechterung von Bildinformationen, falls Premium-Inhalte verarbeitet werden. Die Spezifikation von Vista sieht vor, dass die Darstellungsqualität von digitalen Bildern automatisch verringert wird, sobald eine Komponente des Systems geschützte Inhalte, zum Beispiel Musik, verarbeitet.
Ein Digitalisierer hört nebenbei ein bißchen Musik aus dem Rechner, und – schwupps – sind die in den letzten Tagen digitalisierten Bilder nur noch in einer schlechteren Qualität vorhanden. Man darf gespannt sein, wie die Hersteller von Digitalisierungssoftware darauf reagieren. Folgt der große Umschwung gen Linux/Mac?
Von CH in Digitalisierung | Tags: datenschutz • Digitalisierung • drm • idiotie • langzeitarchivierung • vista • Web 2.0 • windows |
28th
Dezember
2006
Jimmy Wales, Wikipedia-Mitbegründer, will schon im ersten Quartal einen neuen Herausforderer für Google präsentieren:
Wikiasari.
Read the rest of this entry »
Von CH in Suchmaschinen | |
28th
Dezember
2006
2.0 wohin man sieht. Nun auch die Bibliothekare. Stephen Abram versucht sich m Sirsi Newsletter an einer Definition des Librarian 2.0. Zitat:
First and foremost, Librarian 2.0 understands his or her users at a deep level – not just as pointers and clickers. Librarian 2.0 understands end users deeply in terms of their goals and aspirations, workflows, social and content needs, and more. Librarian 2.0 is where the user is, when the user is there.
Hier wird kein Librarian 2.0 beschrieben, das sollte eigentlich der/die durchschnittliche BibliothekarIn sein.
[via Bibliotan]
Von CH in Bibliothek | Tags: 2.0 |
28th
Dezember
2006

Das Ende des Mozartjahres bringt noch eine bislang unbekannte Komposition von Wolfgang Amadeus Mozart ans Tageslicht. Wie Drehpunkt Kultur berichtet, handelt es sich dabei um ein 91 Takte umfassendes Klavierstück mit dem Titel “Allegro di Wolfgango Mozart”, das dieser mutmaßlich im Kindesalter komponierte.
Gefunden wurde das unbekannte Werk von Ernst Hintermaier (Leiter des Erzbischöflichen Konsistorialarchivs (hoffnungslos veraltete Homepage)) in einer vor kurzem erworbenen Handschrift. Enthalten war dort unter anderem auch ein bislang unbekanntes Werk von Johann Michael Haydn.
Von CH in Allgemein | Tags: kulturgut • mozart • musik • Schnickschnack |
28th
Dezember
2006
2 Jahre nach dem Brand in der Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar sind ca. 8300 der 50.000 zerstörten Bücher wieder beschafft worden. Laut der Bibliothekarin Katja Lorenz stammt ungefähr die Hälfte davon aus Schenkungen, die restlichen Bände wurden bei Antiquariaten, Auktionen oder im Internet erstanden. Bisher wurden für den Ersatz der Bücher ca. 1 Million Euro ausgegeben.
Die Klassikstiftung Weimar rechnet damit, dass in ca. 30 Jahren 70% der völlig zerstörten Bücher ersetzt werden können. Für die Restaurierung der 67.000 beschädigten Bücher werden rund 20 Jahre benötigt.
[via mdr.de]
Von SL in Bibliothek | Tags: Anna-Amalia-Bibliothek • Brand • Restaurierung |
28th
Dezember
2006
Für diejenigen, die eine Beschäftigung mit dem Thema Barrierefreiheit bisher nicht für wichtig hielten: In der ZDF-Mediathek findet sich ein kleines, ursprünglich anscheinend auf 3-Sat ausgestrahltes Filmchen über Barrierefreiheit.
Von CH in Allgemein | Tags: barrierefreiheit • Webdesign |
27th
Dezember
2006
Oliver Flimm stellt in Inetbib zwei neue Funktionen des Kölner UniversitätsGesamtkatalog (KUG) vor:
1. Recommender-Funktion
Durch statistische Auswertungen des Ausleihverhaltens im Bestand der USB sowie des Nutzungsverhaltens im KUG Recherche-Portal werden zu einem gegebenen Titel nutzer- bzw. sessionspezifische Überschneidungsmengen mit anderen ausgeliehenen/-gewählten Titeln bestimmt.
2. Popularitaets-Funktionen
Durch aehnliche Auswertungen wird die Popularitaet einzelner Titel
bestimmt. Auf dieser Grundlage werden im KUG nun Top 20 Auswertungen
der meist aufgerufenen Titel fuer alle Kataloge (separat) angeboten
(ueber Recherche->Top 20 oder dem Icon ‘Top 20′ in der
Einzeltrefferanzeige).
Näheres auf der Seite “Der Kölner UniversitätsGesamtkatalog (KUG) – Einsatz und technischer Aufbau“.
Die KUG-Funktionen sind realisiert mit der Open-Source-Software OpenBib. Mehr über OpenBib unter anderem hier und hier.
Von CH in Bibliothek, Open Source | Tags: Web 2.0 |