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Warum Vista nicht in Bibliotheken und Archiven eingesetzt werden darf

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28th Dezember 2006

Warum Vista nicht in Bibliotheken und Archiven eingesetzt werden darf

Golem.de berichtet über einen Artikel von Peter Gutmann von der Universität von Auckland (Neuseeland).

Die für Bibliotheken, Archive und auch Firmen relevante Passage aus einem Microsoft-Dokument (Zitat nach Golem.de, Microsoft scheint das Dokument aus dem Netz genommen zu haben):

Die geschützte Umgebung in Windows Vista wird, nach Verstreichen einer angemessenen Warn- und Wartefrist, jeden Treiber blockieren, der Premium-Inhalte nicht ausreichend schützt [...] Wenn ein- und derselbe Treiber für alle Chips eines Herstellers eingesetzt wird, dann könnte die Blockade des Treibers dazu führen, dass alle Produkte eines Herstellers einen neuen Treiber benötigen.

Was das für Krankenhäuser, Notrufzentralen und andere sicherheitsrelevante Bereiche bedeutet, ist klar. Für Bibliotheken bedeutet es erstmal nur Mehraufwand. Wirklich kritisch ist – gerade für Digitalisierungsunternehmungen – folgende Passage:

Ein anderes, gravierendes Problem sieht Gutmann in der automatischen Verschlechterung von Bildinformationen, falls Premium-Inhalte verarbeitet werden. Die Spezifikation von Vista sieht vor, dass die Darstellungsqualität von digitalen Bildern automatisch verringert wird, sobald eine Komponente des Systems geschützte Inhalte, zum Beispiel Musik, verarbeitet.

Ein Digitalisierer hört nebenbei ein bißchen Musik aus dem Rechner, und – schwupps – sind die in den letzten Tagen digitalisierten Bilder nur noch in einer schlechteren Qualität vorhanden. Man darf gespannt sein, wie die Hersteller von Digitalisierungssoftware darauf reagieren. Folgt der große Umschwung gen Linux/Mac?

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Bisher 7 Kommentare oder Trackbacks zu “Warum Vista nicht in Bibliotheken und Archiven eingesetzt werden darf”

  1. 1 g hartmann am Dezember 29th, 2006:

    das sich die digitalisierer dazu äußern, halte ich für fragwürdig. und wie wahrscheinlich ist es auch, dass sich die bibliotheks-edv-abteilungen auf linux-desktoprechner einlassen. von den mitarbeitern mal ganz zu schweigen.

    man sieht doch in birmingham, was passiert, wenn bibliotheken linux nutzen wollen. oder gibt es in deutschland eine einzige bibliothek, in der linux auf mitarbeiter- oder recherche-pcs zu finden ist?

  2. 2 Sandra am Dezember 29th, 2006:

    Ja, diese Bibliotheken gibt es, in Augsburg in der Unibib.

    Und in verschiedenen Büros habe ich ebenfdalls scjhon Linux-Rechner gesehen. Natürlich nur in den nicht-bibliothekarischen Abteilungen, also in der EDV. Die Bibliothekssoftware macht sich ja trauriger- & merkwürdigerweise komplett abhängig von den Sperenzchen aus Redmond.

  3. 3 holms am Januar 2nd, 2007:

    In Chemnitz laufen sowohl in der Uni-Bibliothek als auch in der Stadtbibliothek die Recherche-PCs für die Leser unter Linux.

  4. 4 Macsico am Januar 2nd, 2007:

    Außerdem im Einsatz (gewesen?, war schon länger nichtmehr dort) in der Universitätsbiliothek Frankfurt am Main, Eingangsbereich mit den Katalogen.

    Sieht sehr nach Linux aus, wegen des seltsamen Mauszeigers und andere Windows-unytpischer Oberflächenelemente.

  5. 5 O. Flimm am Januar 16th, 2007:

    An der Universitaets- und Stadtbibliothek Koeln (USB Koeln) laufen seit vielen Jahren saemtliche 97 Nutzer-Internetsarbeitsplaetze unter Linux. Darueber hinaus wurde im letzten Jahr mit der Umstellung der Mitarbeiter-Arbeitsplaetze (Codename: MUB = Mitarbeiterarbeitsplatz UB) auf Linux begonnen. Derzeit ist mit 127 Rechnern der ueberwiegende Anteil an Arbeitsplaetzen auf Linux umgestellt. Dennoch werden wir auch weiterhin einige wenige Windows-Arbeitsplatzrechner betreiben. Sowohl die linux-basierten Nutzer- wie auch Mitarbeiter-Arbeitsplaetze werden vollautomatisch ueber das Netz installiert. Als Infrastruktur fuer die linux-basierten Mitarbeiter-Arbeitsplaetze verwenden wir Kerberos, OpenAFS, OpenLDAP, Samba und CUPS, die Arbeitsplaetze selbst verwenden KDE und haben verschiedene native Linux-Applikationen ala OpenOffice, Firefox usw. installiert. Als Distribution wird hier Debian eingesetzt. Die benoetigten Windows-Anwendungen sind auf Citrix-Servern installiert, die ueber KDE-Icons ala Single-Signon ohne Passwortnachfrage aufgerufen werden koennen. Damit wird hier eine Integration von Windows- und Linux-Anwendungen am (Linux)Arbeitsplatz erreicht und gleichzeitig eine windows- und linuxseitige weitgehende Zentralisierung vollzogen.

  6. 6 Infobib » Blogarchiv » Release von Windows Vista noch in dieser Woche am Januar 17th, 2007:

    [...] Mehr dazu bei Heise.de. Und hier geht es zu ein paar Gründen, warum man Vista nicht einsetzen sollte. [...]

  7. 7 jovelstefan am Januar 17th, 2007:

    In Münsters ULB sind die Recherche-PCs IIRC auch mit Linux bestückt…

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