Vor drei Jahren war es eine Sensation, als im Goethe-Institut in Nordkoreas Hauptstadt Pjöngjang ein Lesesaal eröffnet und damit die Auslage westlicher Medien geduldet wurde. Nun wurde der neugewonnenen Freiheit ein jähes Ende gesetzt:
Vor einigen Wochen entfernte der nordkoreanische Partner des Goethe-Instituts, die Koreanisch-Deutsche Freundschaftsgesellschaft, alle Zeitungen und Zeitschriften aus dem Lesesaal. Offiziell rechtfertigt Pjöngjang das Vorgehen damit, dass der Bestand an wissenschaftlichen und technischen Publikationen erweitert werden solle.
Naheliegend ist jedoch, dass die kritische Berichterstattung in deutschen Medien der nordkoreanischen Führung missfiel. Nun wird von deutscher Seite über die Schließung des Lesesaals nachgedacht:
“Ich sehe keinen Grund, warum wir das Angebot an Büchern und Medien in dem Lesesaal einschränken sollten”, erklärte der Bundestagsabgeordnete und Leiter der deutschen Delegation, Hartmut Koschyk (CSU), am Mittwoch. Noch hofft man, dass Pjöngjang einlenkt.
Nachrichten für öffentliche Bibliotheken in NRW ist ein neues Biblioblog, dessen Inhalt sich selbst erklären sollte. Wie man dem ersten Posting (“Hello World”) entnehmen kann, wurde es vom Dezernat 49 Öffentliche Bibliotheken der Bezirksregierung Düsseldorf auf vielfachen Wunsch [...] als Ergänzung zum monatlichen Newsletter eingerichtet. Das stimmt optimistisch, was den wachsenden Bekanntheits- und Verbreitungsgrad von Blogs in Bibliotheken anbetrifft.
Die Universitätsbibliothek Frankfurt am Main digitalisiert derzeit in einem DFG-geförderten Projekt ihre Judaica-Sammlung, da der schlechte Zustand vieler Bände keine Ausleihe mehr erlaubt.
Die “Virtuelle Judaica-Sammlung Frankfurt” soll in vier Jahren vollständig erfasst sein und dann
mit der Deutschen Nationalbibliothek und mit Wikipedia vernetzt werden.
Die Bücherhallen Hamburg und die Stadtbücherei Würzburg haben seit heute einen neuen Online-Service. Bei der sogenannten Onleihe, können registrierte Bibliotheksnutzer über das Internet verschiedene e-Medien herunterladen und eine Woche lang nutzen.
Die Nutzer sind dadurch nicht mehr an die Öffnungszeiten gebunden, so soll laut Hella Schwemer-Martienßen, Direktorin der Bücherhallen Hamburg dem Online-Händler amazon, mit einem Angebot ohne Kaufzwang etwas entgegen gesetzt werden.
Momentan stehen rund 10.000 digitale Medien, wie zum Beispiel Hörbücher, E-Books, Musik und Zeitschriften, zur Verfügung.
Weitere Bibliotheken, die an diesem europaweit einzigartigen Angebot teilnehmen werden, sind die Stadtbibliotheken in Köln und in München.
Auf den Seiten der Bücherhallen Hamburg gibt es eine virtuelle Tour durch die “Virtuelle Bücherhalle”.
Unglaubliches gibt es mal wieder bei Google zu berichten.
Street View ist ein neues Feature für Google Maps, mit dem sich 3D-Panoramas in sehr hoher Qualität anzeigen lassen. Man kann bis an Gesichter und Nummernschilder heranzoomen. Es ist also nur eine Frage der Zeit, wann die ersten Promis gesichtet werden oder Ehen zerbrechen, weil er/sie in flagranti abgelichtet wurde. Ebenso zwangsläufig wird es zu Klagen von unfreiwillig portraitierten kommen.
Deutsche Städte sind bislang nicht enthalten, auch ist die Nutzung des Dienstes momentan nur möglich, wenn man gl=us an den URL anhängt.
Seit letzter Woche ist das Slavistik-Portal, welches die zentrale Anlaufstelle für slavistikbezogene Fachinformationsangebote im Internet ist, online.
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziert den Auf- und Ausbau der Virtuellen Fachbibliothek Slavistik; angesiedelt ist diese in der Staatsbibliothek zu Berlin, wo bereits die Virtuellen Fachbibliotheken Recht und Ost- und Südostasien CrossAsia gepflegt werden. – Der weitere Ausbau des Slavistik-Portals wird in enger Kooperationspartnerschaft mit der Virtuellen Fachbibliothek Osteuropa (ViFaOst) und weiteren Partnern im In- und Ausland vorangetrieben.
Das Portal u.a. bietet einen Slavistik Guide zu fachrelevanten Internetthemen, einen Neuerwerbungsdienst und außerdem eine Metasuche in fachrelevanten Datenbanken.
Blogging and RSS : a librarian’s guide / Michael P. Sauers. – Medford, N.J : Information Today, 2006. – 272 S. : Ill., graph Darst.
ISBN: 1-573-87268-7
Inhaltsverzeichnis:
An introduction to blogs
The library blogosphere. Part 1, The blogs
The library blogosphere. Part 2, The bloggers
Creating a blog
An introduction to RSS
Using an aggregator
Feeds for librarians
Creating feeds
Im ersten Kapitel erklärt Sauers Blogs im Allgemeinen, geht in Kapitel 2 und 3 dann auf die bekanntesten, ausschließlich US-amerikanischen Biblioblogs ein, um dann in Kapitel 4 zu erläutern, wie man selbst einen Blog einrichtet. Das alles ist – ebenso wie die folgenden Kapitel, deren Inhalt sich über die Titel selbst erklärt – als Einführung für Bibliothekare gedacht, die sich mit diesen Themen bisher kaum oder gar nicht auseinandergesetzt haben. Ein nettes Buch, das allerdings keine neuen Ideen mitbringt. Das Verdienst Sauers liegt eher darin, eine allgemeinverständliche Zusammenfassung des Themas geschrieben zu haben.