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In einem Netbib-Kommentar macht Peter Delin auf ein Interview mit Patrick Meinhardt, dem Vorsitzenden des Vereins Leben in Wilhelmsruh aufmerksam. Dort geht es (auch) um den Rückzug der Politik aus der Verantwortung für Bildung und Kultur, die mit der “Verkundung” des Bibliotheksbenutzers einhergeht. Der Verein betreibt eine Stadtteilbibliothek nach deren Schließung ehrenamtlich weiter.

Würden Sie das Modell einer ehrenamtlich betriebenen Bibliothek empfehlen?

Die Arbeit im Verein und in der Bibliothek ist eine wirklich schöne Erfahrung. Aber als Vorbild für andere Bibliotheken würde ich unser Modell nicht empfehlen. Es darf nicht sein, dass der Staat sich aus solchen Aufgaben zurückzieht. Wir sehen unsere Arbeit auch eher als ein “Warmhalten”. Wir hoffen sehr, dass wir eines Tages wieder personelle Unterstützung vom Bezirk bekommen. Dass wir jetzt von der Politik als Musterbeispiel hingestellt werden und gesagt wird: Schaut her, so geh das ja auch – das ist auf jeden Fall ein Problem.

Wahre Worte gelassen ausgesprochen. Ceterum censeo, Bildung ist Bürgerrecht.

Dieser Beitrag wurde geschrieben am Dienstag, 19. Februar 2008 und wurde abgelegt unter "Bibliothek". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Kommentare und Pings sind zur Zeit geschlossen.

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