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Inetbib 2008: Firmenvorträge

10th April 2008

Inetbib 2008: Firmenvorträge

Ute Rusnak vom FIZ Karlsruhe stellt eSciDoc und KnowEsis vor.

eSciDoc: Alle Schritte des wissenschaftlichen Forschungsprozesses sollen in einem System abgebildet werden. Ideenfindung, Datensammlung, Auswertung, Ergebnisdokumentation, Publikation (institutional repository). Softwarebasis ist Fedora Repository und Lucene.

KnowEsis ist eSciDoc-Anbieter. Partner sind u.a. VZG und MPG.

Norbert Weinberger (OCLC Deutschland) berichtet über Social-Network-Services im Worldcat. Blog an die Benutzer, RSS, Widgets etc.

Neues Konzept: identitätsübersichten (Autoren und virtuelle Personen). In der Folie verlinkt er eine solche Identität.

2.0-Tools scheinen für verstärkte Nutzung zu sorgen.

Abschließend stellt er die Worldcat-API vor und verweist auf die auch hier schon erwähnte Studie Sharing, Privacy und Trust in our Networked World.

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10th April 2008

Inetbib 2008: Bibliothekar 2.0

Bibliothek 2.0: Upgrade vom Bibliothekar zum Bibliothekar 2.0

Lambert Heller referiert über den Wandel der beruflichen Erfordernisse. Beschleunigung, neue Medien, Techniken, lebenslanges Lernen.

Patrick Danowski: “Bisher sind wir Wegweiser zu guten Informationen, jetzt können wir auch Wegweiser zu guten Diensten sein.”

Tugenden der BibliothekarInnen 2.0; Neugierde, offen für Veränderungen, Neues auszuprobieren, selbst mit neuer Technik vertraut werden.

Kleine Anmerkung am Rande: Patrick betont zu Recht, dass es notwendig und sinnvoll ist, einfach mal etwas auszuprobieren, ohne gleich zu wissen, wofür etwas denn gut sein könnte. Der berufliche Alltag lässt das leider nur sehr eingeschränkt zu.

Er berichtet von einem Aprilscherz, bei dem ein US-amerikanischer Bibliotheksleiter verkündete, die Katalogisierung werde geschlossen, es gibt jetzt statt des Kataloges ein Wiki, in dem die Nutzer die bibliographischen Daten selbst eintragen. Ich hoffe, das spricht sich bei der Bertelsmann-Fraktion des deutschen Bibliothekswesens nicht herum. Der oder die eine oder andere Bibliotheksleiter könnte auf die Idee kommen, so sei doch noch ein bißchen Personal zu sparen.

Lambert Heller ruft zur Partizipation auf. Kurzform: Bloggt, Kollegen! Abonniert RSS-Feeds! Nutzt Social-Bookmarking-Dienste!

Siehe auch Edlefs neues Lernen-2.0-Blog.

Immerhin wurde um mich herum eifrig mitgeschrieben. Mal sehen, ob die Biblioblogosphäre bald explodiert, ;o)

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10th April 2008

Inetbib 2008: Motivation von Wikipedia-Autoren

Joachim Schroer versucht, die Motivation von Wikipedia-Autoren zu beschreiben. Zuerst gibt er einen groben Überblick über die Qualität von Wikipedia-Artikeln im allgemeinen (Wikipedia vs. Brockhaus, Britannica etc.).

Artikel mit vielen Autoren haben durchschnittlich eine höhere Qualität, ein Anteil von 50% anonymer Autoren ist unproblematisch.

90% der Inhalte stammen von 10% der Autoren. Vandalismus wird häufig (ca. 40% des erkannten Vandalismus?) vom ersten Leser korrigiert.

Vorstellung trust coloring demo und stabile Version.

Zur Motivation von Wikipedia-Autoren: Drei Klassen für freiwilliges Engagement (Klandermans 1997, 2004).
Norm-orientierte Motive, Kosten und Nutzen, kollektive Motive.
Vierte Klasse zeichnet sich ab: Identifikation mit der Bewegung.

Arbeitspsychologisch: Job characteristics model (Hackman & Oldman, 1974, 1980)

Über die Hälfte der befragten, stark engagierten Autoren ist in Vollzeit (43%) oder Teilzeit (10%) berufstätig.

Mit zunehmendem Engagement steigt die Zufriedenheit der Wikipedianutzer, allerdings nur bis zu einem gewissen Punkt. Ein Phänomen, das bekannt ist. Frustrierte Ex-Vielautoren gibt es ja so einige.

Interessanter Vortrag. Die Motivation zum Engagement in freien WIssensgemeinschaften ist prinzipiell auch ein Thema, mit dem sich Bibliotheken beschäftigen müssen, besonders wenn es nutzergenerierte Inhalte (Katalog-Tagging, Rezensionen etc.) geht.

Von CH in Bibliothek | Tags: | 5 Comments

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