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Bibliotheken oder Google – Studie der ZBW

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19th Mai 2008

Bibliotheken oder Google – Studie der ZBW

Im Auftrag der ZBW Kiel hat die Agentur HS&P eine noch unveröffentlichte Studie erstellt. Laut aktueller c’t ergibt sich dabei ein für Bibliotheken wenig schmeichelhaftes Bild. Gefragt wurde: Mit welchen Internetseiten suchen Sie nach wissenschaftlicher Literatur?

Die Reihenfolge der Antworten:

  1. Google
  2. Bibliothekskataloge
  3. Wikipedia
  4. Uni-Homepage
  5. Online-Dienste der Bibliotheken (?)
  6. KVK
  7. EZB
  8. Amazon
  9. ZDB
  10. Google Scholar
  11. Fachspezifische Portale

Eine spannende Frage ist nun die Bekanntheit der Virtuellen Fachbibliotheken, was auch auf dem Bibcamp eifrig diskutiert wurde. Markus Trapp hatte dazu noch erwähnt, dass er mittels Cibera-Blog erfolgreich zusätzliche Aufmerksamkeit auf seine ViFa lenken konnte.

Wie auch immer: Es ist zweifellos falsch, den zweiten Platz der OPACs als beruhigend zu empfinden. Also heißt es, von der “Konkurrenz” zu lernen und die besten Ideen schamlos zu kopieren.

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Bisher 3 Kommentare oder Trackbacks zu “Bibliotheken oder Google – Studie der ZBW”

  1. 1 jge am Mai 19th, 2008:

    Hhm, habe auch gerade den c’t-Artikel gelesen (“Forscher mögen Google”, c’t 11/2008). Interessant daran auch, dass Google Scholar noch nicht so bekannt ist. Und interessant auch die Prozentzahlen, denn der Abstand zwischen Google und Bibliotheken ist schon nicht ganz klein: 82% der Befragten benutzen Google über 10 mal pro Monat für die Suche nach wissenschaftlicher Literatur, aber nur 53% der Befragten die Bibliothekskataloge. Immerhin ist der Anteil “kenne ich nicht” bei Google genauso groß wie beim Bibliothekskatalog. Und die Zahl derjenigen, die den OPAC 5-10mal pro Monat nutzen, ist erheblich größer als diejenige der Leute, die Google 5-10mal pro Monat nutzen (immer für die Suche nach wissenschaftlicher Literatur, versteht sich).
    Anders ausgedrückt: Der Bekanntheitsgrad für Google und OPACs ist gleich groß. Die Nutzerzahlen sind auch gleich groß. Aber Google wird von seinen Nutzern häufiger genutzt als der OPAC von seinen.

    Der Kurzartikel ist nicht ganz leicht zu verstehen. So wird z.B. auch auf der Infografik ein Extra-Balken gezeigt für “Online-Dienste der Bibliotheken” (wird von ca. 25% mehr als 10mal im Monat genutzt), aber überdies der KVK (ca. 22%), die EZB (ca. 22%) und die ZDB (ca. 19%). Und die “fachspezifischen Portale” liegen bei unter 10%, Google Scholar nur wenig davor. Vascoda kommt gar nicht vor, und offenbar benutzen Wissenschaftler keine andere Suchmaschine als Google für die Suche nach Literatur?
    Na, wir warten mal auf die offizielle Interpretation und die Präsentation der Daten.

    Hey, ich sehe gerade, dass ich im “live traffic feed” angezeigt werde. Nette Spielerei. Und wozu ist die gut? Sind das nicht personenbezogene Daten, die man nicht einfach so weitergeben darf?

  2. 2 CH am Mai 19th, 2008:

    Ich bin auch gespannt, ob die Studie mehr Aussagekraft besitzt als die Kurzmeldung. Besonders die Definition der “Online-Dienste der Bibliotheken” ist doch sehr vage. Auch die Bedingungen, unter denen die Daten erhoben wurden, sollten noch genauer untersucht werden.

    Zu Feedjit: Ich finde es längst nicht so fragwürdig wie Google Analytics, das ja fast überall genutzt wird. Das Privacy-Statement findet sich hier, man kann sich selbst auch individuell ausklinken (einfach links unten auf “Options” klicken und “Ignore my browser” auswählen).

    Als ich diese Funktion ankündigte, schrieb ich schon, dass ich sie auf Wunsch gerne wieder entferne. Soll ich?

  3. 3 Markus am Mai 19th, 2008:

    Auf die komplette Studie bin ich ebenso gespannt. Und ansonsten bleibt es dabei, dass die Bibliotheken (und auch die Universitäten!) gut daran tun, mit ihren Angeboten dort hinzugehen, wo die Nutzerinnen und Nutzer sind, und nicht bloß zu warten, bis diese zu ihnen kommen.

    Und zu deiner Nachfrage in Sachen Anzeige “Live Traffic”: Mich stört sie nicht, ich beachte sie aber auch so gut wie nie.

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