Open-Access-Petition: Wissenschaft und Forschung – Kostenloser Erwerb wissenschaftlicher Publikationen
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Lars Fischer (vermutlich der hier?) hat eine E-Petition eröffnet: Wissenschaft und Forschung – Kostenloser Erwerb wissenschaftlicher Publikationen
Text der Petition
Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass wissenschaftliche Publikationen, die aus öffentlich geförderter Forschung hervorgehen, allen Bürgern kostenfrei zugänglich sein müssen. Institutionen, die staatliche Forschungsgelder autonom verwalten, soll der Bundestag auffordern, entsprechende Vorschriften zu erlassen und die technischen Voraussetzungen zu schaffen.
Begründung
Die öffentliche Hand fördert Forschung und Entwicklung nach Angaben des Bundesministeriums für Bildung und Forschung jährlich mit etwa 12 Milliarden Euro. Die Ergebnisse dieser Forschung jedoch werden überwiegend in kostenpflichtigen Zeitschriften publiziert. Es ist nicht angemessen, dass der Steuerzahler für die von ihm finanzierten Forschungsergebnisse erneut bezahlen muss.
Wegen der hohen Kosten und der Vielzahl wissenschaftlicher Zeitschriften sind Forschungsergebnisse nur in wenigen Bibliotheken einsehbar. Den meisten Bürgern ist der Zugang zu der von ihnen finanzierten Wissenschaft dadurch nicht nur erschwert, sondern de facto ganz verschlossen.
Den Bürger von der Wissenschaft auszusperren ist nicht nur schädlich, sondern auch unnötig. Andere Länder haben vergleichbare Vorhaben bereits umgesetzt. Die US-Amerikanische Behörde National Institutes of Health (NIH) verlangt, dass alle von ihr finanzierten Publikationen binnen 12 Monaten an einem zentralen Ort öffentlich zugänglich sind. Die grundsätzliche Struktur des wissenschaftlichen Publikationswesen verändert sich hierdurch nicht.
Bitte mitzeichnen! Es gilt ein Signal zu setzen, dass nicht nur anonyme und obskure Wissenschaftsorganisationen Open Access fordern, wie es die Damen und Herren rund um den Heidelberger Appell immer wieder fälschlich behaupten.


Du vermutest schon richtig. ;-) Ich werde mich auch noch in meinem Blog dazu äußern, ich bin momentan allerdings auf der Wissenswerte.
posted on November 10th, 2009 at 0:46 Uhr
Besten Dank und viel Spaß in Bremen!
posted on November 10th, 2009 at 20:00 Uhr
Wie wäre es wenn ihr bei euch in der Bibliothek dafür Werbung macht, wie ich in Inetbib vorgeschlagen habe? Vielleicht gibt es auch hier Mittel für einen Flyer.
posted on November 12th, 2009 at 15:39 Uhr
Das ist eine gute Idee. ;o)
posted on November 12th, 2009 at 16:58 Uhr
Wie viele Wissenschaftler gibt es in Deutschland? Alleine Max-Planck und Fraunhofer! Da muss doch noch viel mehr bei herumkommen. Bitte, liebe Bibliothekarinnen und Bibliothekare in diesen Gesellschaften, traut Euch aus Euren Büros und informiert die Wissenschaftler, was da zur Zeichnung bereit steht!
posted on November 12th, 2009 at 22:15 Uhr
Die Bibliotheken haben die Petition schon wahrgenommen. Nur werden sie in den meisten Faellen gar keine Unterschriftenlisten auslegen duerfen. Welcher Traeger erlaubt denn eindeutig politische Aktionen in der Bibliothek? Das ist meistens aus dem guten Grund untersagt, weil man sonst auch eher zweifelhafte politische Aktionen erlauben muesste, zB von rechtsextremen Gruppierungen.
posted on November 16th, 2009 at 22:42 Uhr
Richtiger Kommentar zum falschen Artikel, verzeihung…
posted on November 16th, 2009 at 22:45 Uhr