Matthias Döpfner über Open Access
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Springer-Chef Matthias Döpfner will “abstruse Fantasien von spätideologisch verirrten Web-Kommunisten” verhindern. Und zwar geht es, wie kann es anders sein, um Open Access. Um es kurz zu machen: Döpfner hat zwar eine Meinung, aber leider keine Ahnung. Er geht davon aus, dass Open Access bedeutet, seine Qualitätsblätter kostenlos im Internet für alle verfügbar zu machen. Kurioserweise beklagt er auf N24.de auch nachlassende journalistische Qualität: “Viele verlassen sich bei ihren Recherchen vor allem auf Google und Wikipedia”.
Ach Herr Döpfner. Wenn Sie sich wenigstens auf Wikipedia oder Google verlassen hätten und nicht nur auf eigene Mutmaßungen, worum es sich bei Open Access denn wohl handeln kann, könnte ich Ihre Einwände vielleicht Ernst nehmen. So allerdings sind sie nichts weiter als abstruse Fantasien eines spätideologisch verirrten Print-Monarchisten.

Wie lustig. Hat tatsächlich jemand irgendwann gefordert Bild und Welt müssten unbedingt gratis im Web stehen? Ist doch schön wenn er das gesamte Springer-Angebot wegsperrt. Die Öffentlichkeit hat kaum spürbaren inhaltlichen Verlust + er hat seinen Seelenfrieden.
posted on Dezember 16th, 2009 at 18:31 Uhr
Du spätideologisch verirrter Web-Kommunist, du! Klingt nicht schlecht ;-)
posted on Dezember 16th, 2009 at 23:19 Uhr
Ja, formulieren kann er, der Döpfner. Aber sich so zu einem Thema zu äußern, wo man sich ganz offensichtlich nicht auskennt, das ist doch peinlich. Besonders in seiner Position.
posted on Dezember 17th, 2009 at 0:34 Uhr
@Carsten: Was spätideologisch bedeutet, weiß ich allerdings nicht. Klingt aber gut.
posted on Dezember 17th, 2009 at 8:33 Uhr
Mehr, als dass es gut klingt, wollte ich auch wirklich
nichtzum Ausdruck bringen
posted on Dezember 17th, 2009 at 8:37 Uhr