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Nerdcore:

Wenn Ihr nicht grade unter einem Stein lebt, habt ihr mitbekommen, dass offensichtlich die chinesische Regierung eine Cyberattacke gegen Google gefahren und Google dafür die Filter abgeschaltet hat, weshalb auf google.cn nun kritische Ergebnisse zu „Tiananmen“ auftauchen.

In der Tat, die Ergebnisse sind eindeutig, auch wenn ich nicht verstehe, was die Suchmaschinen (Baidu, Google, Yahoo) mir mitteilen wollen.

  1. Interessant ist, dass mit Baidu tatsächlich überhaupt drei Ergebnisse gefunden wurden, von denen zumindest das Erste Menschenrechtsbezug hat.
  2. Kann jemand den Infotext im Screenshot von Yahoo.cn übersetzen?

Dieser Beitrag wurde geschrieben am Mittwoch, 13. Januar 2010 und wurde abgelegt unter "Bildung & Gesellschaft, Suchmaschinen". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Kommentare und Pings sind zur Zeit geschlossen.

4 Kommentare

  1. jintan:

    Yahoo.cn sagte:
    sorry, die von Ihnen gesuchten Begriffe gibt es kein Ergebnis.

    Yahoo machte schon immer in China Schweinerei:
    http://news.bbc.co.uk/2/hi/4221538.stm

    Viele Grüße,
    Jin

  2. CH:

    Danke, Jin! Sowas in der Art hatte ich mir gedacht. Und der Fall Shi Tao war mir auch noch im Gedächtnis.

    Man sollte sich jedoch davor hüten, Google nun heilig zu sprechen. Es ist zwar ein richtiger Schritt, die Netzfilter abzuschalten. Googles Motivation scheint mir jedoch noch unklar.

  3. Sebastian Wolf:

    Google droht ja schon damit, sich komplett aus dem chinesischen Markt zurückzuziehen. Da kann man es nun auch drauf ankommen lassen. Das kommunistische Regime wird dann sicherlich Konsequenzen ziehen und Google.cn sperren, wenn jetzt unzensierte Ergebnisse auftauchen (ob diese derzeit aber überhaupt aus China erreichbar sind, ist fraglich). Google kann das natürlich trefflich mit dem Slogan “Don’t be evil” begründen (wozu dann ja auch gehört, mit dem “neuen Reich des Bösen” nicht zu kooperieren). Da Baidu den chinesicshen Markt mit 70-80% Marktanteil sowieso dominiert, schätzt Google den Image-Gewinn durch den Rückzug aus dem Reich der Zensur offenbar höher ein, als die finanzielle Verluste.

  4. jintan:

    @sebastian laut vielen Meldungen in Twitter kann man jetzt nach zensierten Wörtern suchen. Hier ein Beispiel: http://images.google.cn/images?hl=zh-CN&um=1&newwindow=1&sa=1&q=%E5%A4%A9%E5%AE%89%E9%96%80%E4%BA%8B%E4%BB%B6&btnG=Google+%E6%90%9C%E7%B4%A2&start=0


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