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	<title>Kommentare zu: Kritik der Informationswissenschaft I + II von Willi Bredemeier</title>
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	<description>Interessantes aus Informations- und Bibliothekswesen</description>
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		<title>Von: Ben</title>
		<link>http://infobib.de/blog/2010/10/25/kritik-der-informationswissenschaft-i-ii-von-willi-bredemeier/comment-page-1/#comment-10066</link>
		<dc:creator>Ben</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Nov 2010 15:32:16 +0000</pubDate>
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		<description>Ich freue mich sehr darüber, dass sich in der Tat ein kleiner wissenschaftstheoretischer Diskurs zu entwickeln scheint, der freilich bisher mehr einzelne Schwalbe als großartiger Sommer ist. Natürlich ist es für die Fachwelt immer schön zu sehen, wie sich drei, vier Akteure die argumentativen Bälle zuprellen. Dennoch muss man bedauerlicherweise einräumen, dass es angesichts der Drastik in der Kritik Willi Bredemeiers in der Informationswissenschaft vergleichsweise ruhig blieb. Denn Wissenschaft ist doch eigentlich Kommunikation inklusive ihrer Erscheinungsform als Auseinandersetzung und die &quot;Kritik der Informationswissenschaft&quot; dabei ein Handschuh, über den, von einem Peer hingeworfen, normalerweise niemand schulterzuckend hinwegsteigen kann. 

Was Willi Bredemeier als Nebenschauplatz ansieht, ist in meinen Augen tatsächlich das Kernproblem: Dadurch dass er nicht als Wissenschaftler argumentiert, sondern als externer Beobachter, macht er es den Angesprochenen sehr leicht, seine Beanstandungen an ihrem Fach kommentarlos als nicht zu ihrem Betriebsbereich gehörig zu übergehen.
Dabei benötigt die Disziplin ganz offensichtlich mehr (selbst-/kritischen) Diskurs über sich selbst. Dies entspricht m.E. der aktiven Konstruktion des eingeforderten Bezugsrahmens. 

Als Mitherausgeber von LIBREAS möchte ich daher noch einmal darauf hinweisen, dass das Thema der kommenden Ausgabe &quot;Wissenschaftskommunikation und Wissensorganisation&quot; ganz konkret auch die sich hier niederschlagende Diskussion bzw. generell die kommunikative Praxis der (Bibliotheks- und) Informationswissenschaft thematisiert. 
Entsprechende Beiträge sowohl von den in der Debatte bislang Aktiven wie auch natürlich allen anderen informationswissenschaftlichen Akteuren sind daher ausdrücklich willkommen!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich freue mich sehr darüber, dass sich in der Tat ein kleiner wissenschaftstheoretischer Diskurs zu entwickeln scheint, der freilich bisher mehr einzelne Schwalbe als großartiger Sommer ist. Natürlich ist es für die Fachwelt immer schön zu sehen, wie sich drei, vier Akteure die argumentativen Bälle zuprellen. Dennoch muss man bedauerlicherweise einräumen, dass es angesichts der Drastik in der Kritik Willi Bredemeiers in der Informationswissenschaft vergleichsweise ruhig blieb. Denn Wissenschaft ist doch eigentlich Kommunikation inklusive ihrer Erscheinungsform als Auseinandersetzung und die &#8220;Kritik der Informationswissenschaft&#8221; dabei ein Handschuh, über den, von einem Peer hingeworfen, normalerweise niemand schulterzuckend hinwegsteigen kann. </p>
<p>Was Willi Bredemeier als Nebenschauplatz ansieht, ist in meinen Augen tatsächlich das Kernproblem: Dadurch dass er nicht als Wissenschaftler argumentiert, sondern als externer Beobachter, macht er es den Angesprochenen sehr leicht, seine Beanstandungen an ihrem Fach kommentarlos als nicht zu ihrem Betriebsbereich gehörig zu übergehen.<br />
Dabei benötigt die Disziplin ganz offensichtlich mehr (selbst-/kritischen) Diskurs über sich selbst. Dies entspricht m.E. der aktiven Konstruktion des eingeforderten Bezugsrahmens. </p>
<p>Als Mitherausgeber von LIBREAS möchte ich daher noch einmal darauf hinweisen, dass das Thema der kommenden Ausgabe &#8220;Wissenschaftskommunikation und Wissensorganisation&#8221; ganz konkret auch die sich hier niederschlagende Diskussion bzw. generell die kommunikative Praxis der (Bibliotheks- und) Informationswissenschaft thematisiert.<br />
Entsprechende Beiträge sowohl von den in der Debatte bislang Aktiven wie auch natürlich allen anderen informationswissenschaftlichen Akteuren sind daher ausdrücklich willkommen!</p>
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		<title>Von: CH</title>
		<link>http://infobib.de/blog/2010/10/25/kritik-der-informationswissenschaft-i-ii-von-willi-bredemeier/comment-page-1/#comment-10061</link>
		<dc:creator>CH</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Nov 2010 10:32:34 +0000</pubDate>
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		<description>Ich hätte gerne direkt auf auf &lt;a href=&quot;http://www.password-online.de/pushdienst-news/detail/article/password-pushdienst-15-november-2010.html&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Ihr Posting&lt;/a&gt; geantwortet, mein Kommentar wurde jedoch 2x verschluckt. Nun eben an dieser Stelle:

Punkt 7 möchte ich noch einmal erklären. Ein informationswissenschaftliches Print-Journal entspricht m.E. nicht wirklich dem Stand der Dinge. Hätten Sie Ihre &quot;Kritiken&quot; nicht in E-LIS eingestellt, hätte ich sie mit hoher Wahrscheinlichkeit nie wahrgenommen, gelesen und beantwortet. Aus diesem Grund hatte ich meiner Replik in Infobib eine Fußnote beigefügt, die auf Lambert Hellers und Heinz Pampels &lt;a href=&quot;http://beyondthejournal.net/2010/09/08/kriterien-fur-ein-informationswissenschaftliches-journal-der-zukunft/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Kriterien für ein informationswissenschaftliches Journal der Zukunft&lt;/a&gt; verweist. 

&lt;blockquote&gt;1. Zugang: Der rechtlich und technisch barrierefreie Zugang, mitsamt Optionen der Nachnutzung, eröffnet vielfältige Möglichkeiten im Umgang mit Wissen und Information. Die informationswissenschaftliche Zeitschrift der Zukunft veröffentlicht alle Publikationen nachnutzbar im Open Access.&lt;/blockquote&gt;

Wer Diskurs möchte, muss sich der Öffentlichkeit stellen. Und so wenig wie der von Ihnen als Beispiel gewählte Tagungsband repräsentativ für die Informationswissenschaft ist, nur weil er es selbst behauptet, so wenig entspricht die Password-Leserschaft der informationswissenschaftlichen Öffentlichkeit.

Zur Zeit ist &lt;a href=&quot;http://www.libreas.eu/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Libreas&lt;/a&gt; das einzige Journal im deutschsprachigen Raum, dass den Kriterien weitgehend entspricht, siehe dazu auch das von Jakob Voss&#039; im Verlauf der Diskussion um &lt;a href=&quot;http://infobib.de/blog/2010/05/11/bibliothekarische-fachkommunikation-2010/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;bibliothekarische Fachkommunikation&lt;/a&gt; angelegte &lt;a href=&quot;https://spreadsheets.google.com/ccc?key=0Aro_DAmC_PbndFItMmpFUjVYUnljTk5FZHYzQW5yOWc&amp;hl=en#gid=0&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Spreadsheet&lt;/a&gt;. 

Umso mehr finde ich es erfreulich, dass Sie sich mit den Kritiken aus dem Kontext des Print-Journals herausbewegen und zumindest einen Teil von &quot;Password online&quot; tatsächlich &quot;online&quot; machen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hätte gerne direkt auf auf <a href="http://www.password-online.de/pushdienst-news/detail/article/password-pushdienst-15-november-2010.html">Ihr Posting</a> geantwortet, mein Kommentar wurde jedoch 2x verschluckt. Nun eben an dieser Stelle:</p>
<p>Punkt 7 möchte ich noch einmal erklären. Ein informationswissenschaftliches Print-Journal entspricht m.E. nicht wirklich dem Stand der Dinge. Hätten Sie Ihre &#8220;Kritiken&#8221; nicht in E-LIS eingestellt, hätte ich sie mit hoher Wahrscheinlichkeit nie wahrgenommen, gelesen und beantwortet. Aus diesem Grund hatte ich meiner Replik in Infobib eine Fußnote beigefügt, die auf Lambert Hellers und Heinz Pampels <a href="http://beyondthejournal.net/2010/09/08/kriterien-fur-ein-informationswissenschaftliches-journal-der-zukunft/">Kriterien für ein informationswissenschaftliches Journal der Zukunft</a> verweist. </p>
<blockquote><p>1. Zugang: Der rechtlich und technisch barrierefreie Zugang, mitsamt Optionen der Nachnutzung, eröffnet vielfältige Möglichkeiten im Umgang mit Wissen und Information. Die informationswissenschaftliche Zeitschrift der Zukunft veröffentlicht alle Publikationen nachnutzbar im Open Access.</p></blockquote>
<p>Wer Diskurs möchte, muss sich der Öffentlichkeit stellen. Und so wenig wie der von Ihnen als Beispiel gewählte Tagungsband repräsentativ für die Informationswissenschaft ist, nur weil er es selbst behauptet, so wenig entspricht die Password-Leserschaft der informationswissenschaftlichen Öffentlichkeit.</p>
<p>Zur Zeit ist <a href="http://www.libreas.eu/">Libreas</a> das einzige Journal im deutschsprachigen Raum, dass den Kriterien weitgehend entspricht, siehe dazu auch das von Jakob Voss&#8217; im Verlauf der Diskussion um <a href="http://infobib.de/blog/2010/05/11/bibliothekarische-fachkommunikation-2010/">bibliothekarische Fachkommunikation</a> angelegte <a href="https://spreadsheets.google.com/ccc?key=0Aro_DAmC_PbndFItMmpFUjVYUnljTk5FZHYzQW5yOWc&amp;hl=en#gid=0">Spreadsheet</a>. </p>
<p>Umso mehr finde ich es erfreulich, dass Sie sich mit den Kritiken aus dem Kontext des Print-Journals herausbewegen und zumindest einen Teil von &#8220;Password online&#8221; tatsächlich &#8220;online&#8221; machen.</p>
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		<title>Von: Willi Bredemeier</title>
		<link>http://infobib.de/blog/2010/10/25/kritik-der-informationswissenschaft-i-ii-von-willi-bredemeier/comment-page-1/#comment-10046</link>
		<dc:creator>Willi Bredemeier</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Nov 2010 06:02:13 +0000</pubDate>
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		<description>Nach den Kritiken von Voss, Ben Kaden und nunmehr infobib bin ich positiv überrascht, erstens, dass es überhaupt Antworten gegeben hat, und zweitens über die Inhalte der Antworten. Ursprünglich hatte ich erwartet, von der Informationswissenschaft tödliches Schweigen zu ernten. Beispielsweise habe ich über ein Jahrzehnt lang einen rationalen Diskurs in der Fachinformationspolitik eingefordert, bevor ich überhaupt eine Antwort vom seinerzeitigen Bundesministerium für Forschung und Technologie erhielt. Diese war aus meiner Sicht völlig verfehlt. Die Wissenschaftler, die sich zu einem guten Teil vom BMFT als finanziell abhängig empfanden, sagten sehr wenig zu dem wichtigsten fachinformationspolitischen Thema in jenen Jahren.

Nun, da die ersten Antworten auf meine „Kritik der Informationswissenschaft“ vorliegen, korrigiere ich mich: Ja, ich habe der Informationswissenschaft mit meinen Einschätzungen  Unrecht zugefügt. Sie ist doch kommunikationsfähig. Sie ist bereit, auf einzelne Kritikpunkte einzugehen und vielleicht sogar fähig, Einsicht zu zeigen und sich zu reformieren.

Insoweit haben wir einen weitgehenden inhaltlichen Konsens. Ich zitiere aus infobib ein Zitat: 

„Kaden schreibt: Die „Kritik der Informationswissenschaft“ ist angesichts der Unklarheit über den Status des Fachs, die gerade der Text Willi Bredemeiers offenbart, mehr als notwendig. Insofern ist er als Impuls wichtig. Selbst wenn man den Status nicht für wichtig erachtet, bleiben genug Punkte, die diskutiert werden können. Bredemeiers Verdienst ist nicht, Antworten gefunden zu haben. Doch zumindest teilweise stellt er die richtigen Fragen, oder anders: falsche Gewissheiten in Frage. Die Diskussion über Ziel und Methoden der Informationswissenschaften muss stattfinden und ich bin schon gespannt auf die weiteren Teile der „Kritik“.“

Angesichts eines solchen prinzipiellen Konsenses habe ich mich gefragt, ob ich die Einzelkritiken an den bisherigen Teilen meiner Kritik auf sich beruhen lassen oder zumindest zurückstellen sollte. So viel Anmerkung zu den neuerlichen Kritiken im Einzelnen verbunden mit wenigen allgemeinen Schlussfolgerungen sollen aber sein:

1. Kritik an mir: „Nach dem gesellschaftlichen Nutzen zu fragen und dabei die Funktion der Informationswissenschaft als „Berufsschule“ auszuklammern, scheint mir nicht redlich zu sein. Diese Funktion wird innerhalb der Studiengänge eine so bedeutende Stellung eingeräumt, dass mancherorts kaum noch etwas anderes stattfindet.“

Meine Antwort: Dem zweiten Satz stimme ich zu. Mir Unredlichkeit vorzuwerfen, weil ich mich auf Aspekte der informationswissenschaftlichen Forschung konzentriert habe, halte ich jedoch für verfehlt. So viel Spezialisierung muss in einem Beitrag erlaubt sein.

2. Kritik an mir: „Das vielfach behauptete Kompetenzgefälle zwischen Wissenschaft und Praxis besteht in der Informationswissenschaft kaum. Bredemeier beschreibt dann, dass das Gefälle kaum existiert. Wer behauptet es denn?“

Meine Antwort: Wenn dieses Kompetenzgefälle nicht als selbstverständlich vorausgesetzt würde, warum ergreifen dann in dem von mir als Bezugspublikation herangezogenen Reader nur die Hochschulforscher das Wort? Andererseits freue ich mich, dass das Kompetenzgefälle auch in den Augen anderer nicht zu existieren scheint, selbst wenn sie nur Worte, nicht Taten als diskussionswert erachten.

3. Kritik an mir: infobib kritisiert meinen Satz „Sollte es dennoch in mindestens einem Fall zu einer nachhaltigen Bereicherung in Wissenschaft und Praxis gekommen sein, so sind diese ein Geheimnis geblieben“ und weist sodann auf das Beispiel als Open-Access-Projekte hin.

Meine Anwort: infobib hat recht. Meine Formulierung war polemisch überspitzt und insoweit falsch. Ich möchte meine Kritik an einer insgesamt gesehen mangelnden und teilweise völlig fehlenden Praxisorientierung der informationswissenschaftlichen Forschung demnächst differenzieren.

4. Lob für mich: „Sehr richtig ist Bredemeiers Kritik zur Einteilung der Arbeiten in Sonderkategorien wie „Doktoranden-Vorträge“ oder „Studentenpräsentationen“. Nicht, dass es für Tagungen und Reader keine schlechtere Lösung hätte geben können. Diese hätte darin bestanden, dass man Doktoranden und Studenten überhaupt keine Chance zu einem Auftritt in Konstanz mit anschließender Veröffentlichung gegeben hätte. Wie kann der gelungene Kompromiss zwischen Nachwuchsförderung und hohem wissenschaftlichen Anspruch einer Tagung aussehen?“

Meine Antwort: Ich freue mich, dass meine in der Tat erboste Beanstandung einer Errichtung einer Klassengesellschaft auf einer wissenschaftlichen Tagung auf fruchtbaren Boden gefallen ist. Ich vermute, dass sich gelungene Lösungen ergeben, sobald nicht nur eine kleine Minderheit sieht, dass an den Hochschulen ein Spannungsfeld zwischen bürokratisch-hierarchischen Strukturen (für die Abwicklung von Verwaltungsangelegenheiten) und prinzipiell egalitärer Erkenntnisgewinnung (also für das eigentlich wissenschaftliche Arbeiten) zu konstituieren ist. Mein gegenwärtiger Eindruck ist, dass die organisationsstrukturell an den Hochschulen Privilegierten bisher nicht auf den Gedanken gekommen sind, man könne ein solches Spannungsfeld aufbauen. Da mag ein Hinweis auf ihre persönliche Interessenlage erlaubt sein.

5. Kritik an mir: „Kritisiert wird die Nennung der Mitglieder des Programmkomitees inkl. Titel. Besser als eine Auflistung von Titeln wäre die Angabe wissenschaftlicher Thesen gewesen, die die Mitglieder des Programmkomitees vertreten. … Wie soll das aussehen? „Lisa Lustig vertritt These A und B mit der Einschränkung, dass…? …“ 

Meine Antwort: Ich habe mich über die Titelsucht an den Hochschulen lustig gemacht, da sie letztlich ständestaatliche und hierarchieorientierte Vorstellungen zum Ausdruck bringen und der prinzipiell egalitären Erkenntnisgewinnung im Wege stehen. Dabei dachte ich, der obige Vorschlag sei als Satire erkennbar. Da das nicht der Fall war, bitte ich um Entschuldigung.

6. Kritik an mir: Ich habe die ungeheuerliche Größe des Programmkomitees kritisiert sowie seine extreme Konzentration auf den Hochschulbereich. infobib schreibt dazu unter anderem: „Ist das verwunderlich? Woher sollen die Angehörigen des Komitees denn sonst kommen?“

Meine Antwort: Diese Merkmale des Programmkomitees bleiben kritikwürdig, wenn sie Indizien dafür sind, dass sich die Informationswissenschaft trotz eines fehlenden Kompetenzgefälles zur Praxis von externen Anregungen abschottet (am Referenzreader belegt) und wenn die Informationswissenschaften entgegen den Anforderungen der Wissenschaftstheorie vorwiegend eine Konsens- und nicht eine Kritikgemeinschaft ist. Beide Thesen erhalte ich aufrecht. Nach meinen Eindrücken leben nicht wenige informationswissenschaftliche Institute in einer „Splendid Isolation“, indem sie ihren eigenen isolierten Interessen folgen, statt sich um aufeinander aufbauende Erkenntnisse oder nur einen gemeinsamen Bezugsrahmen zu bemühen. Wenn dem so ist, lässt sich die ungeheure Größe des Programmkomitees und die extreme Abschottung von externen Anregungen sehr wohl als Institutionalisierung eines aus erkenntnistheoretischer Sicht illegitimen Nichtangriffspaktes unter Professoren deuten.

7. Entwicklungspotenziale für mich: infobib hofft, „das aus Password ein Journal wird, dass die Informationswissenschaft nicht nur diskutiert, sondern auch selbst dem Stand der Forschung entspricht.“

Meine Antwort: Das verstehe ich nicht. Soll ich jedem News ein Literaturverzeichnis zuordnen oder vor jeder Veröffentlichung eine Peer Review durchführen? Falle ich selbst der Titulariensucht anheim und schmücke ich mich besser mit meinen tatsächlichen oder mit meinen erfundenen Titeln? Das allerdings, das sei vorsichtshalber gesagt, war Satire.

8. Meine allgemeine Kritik an den bisherigen Kritiken. Sowohl an Ben Kaden als auch an infobib vermisse ich Perspektive. Auf meine zentralen Kritikpunkte gehen sie außerhalb der allgemeinen Aussage, die Informationswissenschaft müsse als solche diskutiert werden, nicht ein. Warum doktern sie auf Nebenschauplätzen und der Indizienebene herum, statt auf meine Hauptthese einzugehen?

Ben Kaden tummelt sich auf einem Nebenschauplatz, indem er meine Position als externer Kritiker der Informationswissenschaft aufs Korn nimmt. Ich habe beispielsweise am Bezugsreader eine derart extreme Abschottung der Hochschulforschung von externen Anregungen nachgewiesen, dass ich glaubte, meine Kritik als Externer an der insitutionalisierten Informationswissenschaft begründen zu müssen. Ich könnte mich aber auch Teilen der Hochschulforschung zugesellen und mich als Interner in jener Gruppe sehen, die an neuen und relevanten Erkenntnissen interessiert ist. Meine inhaltliche Kritik würde sich dadurch in keiner Weise verändern.

An infobib beanstande ich, dass es auf der Indizienebene bleibt, meine zentralen Thesen hingegen, die von den Indizien belegt werden, außen vor lässt. Dabei ließe sich beispielsweise die extreme Abschottung der Informationswissenschaft von externen Anregungen bei weitem nicht nur an dem einen beinahe zufällig ausgewählten Reader festmachen. 

Eine meiner zentralen Thesen lautet, dass sich die Informationswissenschaft nicht um die Anweisungen der Wissenschaftstheorie kümmert. Warum entwirft sie nicht, um teilweise in der Sprache des Kritischen Rationalismus zu sprechen, kühne Thesen, widerlegt sie in harten Tests und konstituiert sich als Kritikgemeinschaft statt als Konsensverein, um auf wissenschaftlichen Tagungen die bürokratisch-hierarchische Organisationsstruktur der Hochschulen widerzuspiegeln, Inhabern minderer Positionen an Hochschulen ebenso mindere Positionen auf Tagungen zuzuweisen und alle anderen de facto von der Tagung auszuschließen? Dazu hätte ich gern mehr von infobib gehört.

9. Versuch eines zusätzlichen Fazits: Sind wir uns demnach in folgenden Punkten einig?

•	An den Hochschulen ist ein Spannungsfeld zwischen bürokratisch-hierarchischen  Strukturen und prinzipiell egalitärer Erkenntnisgewinnung zu konstitutieren.
•	Ein Nichtangriffspakt unter Hochschullehrern und ein damit einhergehender Verzicht auf Kritik untereinander widerspricht den Anforderungen der Wissenschaftstheorie.
•	Wann macht sich die Informationswissenschaft daran, einen gemeinsamen Bezugsrahmen zu entwerfen, zu einander aufbauenden Erkenntnissen zu kommen und Ergebnisse zu liefern, die für die Praxis nützlich sind?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nach den Kritiken von Voss, Ben Kaden und nunmehr infobib bin ich positiv überrascht, erstens, dass es überhaupt Antworten gegeben hat, und zweitens über die Inhalte der Antworten. Ursprünglich hatte ich erwartet, von der Informationswissenschaft tödliches Schweigen zu ernten. Beispielsweise habe ich über ein Jahrzehnt lang einen rationalen Diskurs in der Fachinformationspolitik eingefordert, bevor ich überhaupt eine Antwort vom seinerzeitigen Bundesministerium für Forschung und Technologie erhielt. Diese war aus meiner Sicht völlig verfehlt. Die Wissenschaftler, die sich zu einem guten Teil vom BMFT als finanziell abhängig empfanden, sagten sehr wenig zu dem wichtigsten fachinformationspolitischen Thema in jenen Jahren.</p>
<p>Nun, da die ersten Antworten auf meine „Kritik der Informationswissenschaft“ vorliegen, korrigiere ich mich: Ja, ich habe der Informationswissenschaft mit meinen Einschätzungen  Unrecht zugefügt. Sie ist doch kommunikationsfähig. Sie ist bereit, auf einzelne Kritikpunkte einzugehen und vielleicht sogar fähig, Einsicht zu zeigen und sich zu reformieren.</p>
<p>Insoweit haben wir einen weitgehenden inhaltlichen Konsens. Ich zitiere aus infobib ein Zitat: </p>
<p>„Kaden schreibt: Die „Kritik der Informationswissenschaft“ ist angesichts der Unklarheit über den Status des Fachs, die gerade der Text Willi Bredemeiers offenbart, mehr als notwendig. Insofern ist er als Impuls wichtig. Selbst wenn man den Status nicht für wichtig erachtet, bleiben genug Punkte, die diskutiert werden können. Bredemeiers Verdienst ist nicht, Antworten gefunden zu haben. Doch zumindest teilweise stellt er die richtigen Fragen, oder anders: falsche Gewissheiten in Frage. Die Diskussion über Ziel und Methoden der Informationswissenschaften muss stattfinden und ich bin schon gespannt auf die weiteren Teile der „Kritik“.“</p>
<p>Angesichts eines solchen prinzipiellen Konsenses habe ich mich gefragt, ob ich die Einzelkritiken an den bisherigen Teilen meiner Kritik auf sich beruhen lassen oder zumindest zurückstellen sollte. So viel Anmerkung zu den neuerlichen Kritiken im Einzelnen verbunden mit wenigen allgemeinen Schlussfolgerungen sollen aber sein:</p>
<p>1. Kritik an mir: „Nach dem gesellschaftlichen Nutzen zu fragen und dabei die Funktion der Informationswissenschaft als „Berufsschule“ auszuklammern, scheint mir nicht redlich zu sein. Diese Funktion wird innerhalb der Studiengänge eine so bedeutende Stellung eingeräumt, dass mancherorts kaum noch etwas anderes stattfindet.“</p>
<p>Meine Antwort: Dem zweiten Satz stimme ich zu. Mir Unredlichkeit vorzuwerfen, weil ich mich auf Aspekte der informationswissenschaftlichen Forschung konzentriert habe, halte ich jedoch für verfehlt. So viel Spezialisierung muss in einem Beitrag erlaubt sein.</p>
<p>2. Kritik an mir: „Das vielfach behauptete Kompetenzgefälle zwischen Wissenschaft und Praxis besteht in der Informationswissenschaft kaum. Bredemeier beschreibt dann, dass das Gefälle kaum existiert. Wer behauptet es denn?“</p>
<p>Meine Antwort: Wenn dieses Kompetenzgefälle nicht als selbstverständlich vorausgesetzt würde, warum ergreifen dann in dem von mir als Bezugspublikation herangezogenen Reader nur die Hochschulforscher das Wort? Andererseits freue ich mich, dass das Kompetenzgefälle auch in den Augen anderer nicht zu existieren scheint, selbst wenn sie nur Worte, nicht Taten als diskussionswert erachten.</p>
<p>3. Kritik an mir: infobib kritisiert meinen Satz „Sollte es dennoch in mindestens einem Fall zu einer nachhaltigen Bereicherung in Wissenschaft und Praxis gekommen sein, so sind diese ein Geheimnis geblieben“ und weist sodann auf das Beispiel als Open-Access-Projekte hin.</p>
<p>Meine Anwort: infobib hat recht. Meine Formulierung war polemisch überspitzt und insoweit falsch. Ich möchte meine Kritik an einer insgesamt gesehen mangelnden und teilweise völlig fehlenden Praxisorientierung der informationswissenschaftlichen Forschung demnächst differenzieren.</p>
<p>4. Lob für mich: „Sehr richtig ist Bredemeiers Kritik zur Einteilung der Arbeiten in Sonderkategorien wie „Doktoranden-Vorträge“ oder „Studentenpräsentationen“. Nicht, dass es für Tagungen und Reader keine schlechtere Lösung hätte geben können. Diese hätte darin bestanden, dass man Doktoranden und Studenten überhaupt keine Chance zu einem Auftritt in Konstanz mit anschließender Veröffentlichung gegeben hätte. Wie kann der gelungene Kompromiss zwischen Nachwuchsförderung und hohem wissenschaftlichen Anspruch einer Tagung aussehen?“</p>
<p>Meine Antwort: Ich freue mich, dass meine in der Tat erboste Beanstandung einer Errichtung einer Klassengesellschaft auf einer wissenschaftlichen Tagung auf fruchtbaren Boden gefallen ist. Ich vermute, dass sich gelungene Lösungen ergeben, sobald nicht nur eine kleine Minderheit sieht, dass an den Hochschulen ein Spannungsfeld zwischen bürokratisch-hierarchischen Strukturen (für die Abwicklung von Verwaltungsangelegenheiten) und prinzipiell egalitärer Erkenntnisgewinnung (also für das eigentlich wissenschaftliche Arbeiten) zu konstituieren ist. Mein gegenwärtiger Eindruck ist, dass die organisationsstrukturell an den Hochschulen Privilegierten bisher nicht auf den Gedanken gekommen sind, man könne ein solches Spannungsfeld aufbauen. Da mag ein Hinweis auf ihre persönliche Interessenlage erlaubt sein.</p>
<p>5. Kritik an mir: „Kritisiert wird die Nennung der Mitglieder des Programmkomitees inkl. Titel. Besser als eine Auflistung von Titeln wäre die Angabe wissenschaftlicher Thesen gewesen, die die Mitglieder des Programmkomitees vertreten. … Wie soll das aussehen? „Lisa Lustig vertritt These A und B mit der Einschränkung, dass…? …“ </p>
<p>Meine Antwort: Ich habe mich über die Titelsucht an den Hochschulen lustig gemacht, da sie letztlich ständestaatliche und hierarchieorientierte Vorstellungen zum Ausdruck bringen und der prinzipiell egalitären Erkenntnisgewinnung im Wege stehen. Dabei dachte ich, der obige Vorschlag sei als Satire erkennbar. Da das nicht der Fall war, bitte ich um Entschuldigung.</p>
<p>6. Kritik an mir: Ich habe die ungeheuerliche Größe des Programmkomitees kritisiert sowie seine extreme Konzentration auf den Hochschulbereich. infobib schreibt dazu unter anderem: „Ist das verwunderlich? Woher sollen die Angehörigen des Komitees denn sonst kommen?“</p>
<p>Meine Antwort: Diese Merkmale des Programmkomitees bleiben kritikwürdig, wenn sie Indizien dafür sind, dass sich die Informationswissenschaft trotz eines fehlenden Kompetenzgefälles zur Praxis von externen Anregungen abschottet (am Referenzreader belegt) und wenn die Informationswissenschaften entgegen den Anforderungen der Wissenschaftstheorie vorwiegend eine Konsens- und nicht eine Kritikgemeinschaft ist. Beide Thesen erhalte ich aufrecht. Nach meinen Eindrücken leben nicht wenige informationswissenschaftliche Institute in einer „Splendid Isolation“, indem sie ihren eigenen isolierten Interessen folgen, statt sich um aufeinander aufbauende Erkenntnisse oder nur einen gemeinsamen Bezugsrahmen zu bemühen. Wenn dem so ist, lässt sich die ungeheure Größe des Programmkomitees und die extreme Abschottung von externen Anregungen sehr wohl als Institutionalisierung eines aus erkenntnistheoretischer Sicht illegitimen Nichtangriffspaktes unter Professoren deuten.</p>
<p>7. Entwicklungspotenziale für mich: infobib hofft, „das aus Password ein Journal wird, dass die Informationswissenschaft nicht nur diskutiert, sondern auch selbst dem Stand der Forschung entspricht.“</p>
<p>Meine Antwort: Das verstehe ich nicht. Soll ich jedem News ein Literaturverzeichnis zuordnen oder vor jeder Veröffentlichung eine Peer Review durchführen? Falle ich selbst der Titulariensucht anheim und schmücke ich mich besser mit meinen tatsächlichen oder mit meinen erfundenen Titeln? Das allerdings, das sei vorsichtshalber gesagt, war Satire.</p>
<p>8. Meine allgemeine Kritik an den bisherigen Kritiken. Sowohl an Ben Kaden als auch an infobib vermisse ich Perspektive. Auf meine zentralen Kritikpunkte gehen sie außerhalb der allgemeinen Aussage, die Informationswissenschaft müsse als solche diskutiert werden, nicht ein. Warum doktern sie auf Nebenschauplätzen und der Indizienebene herum, statt auf meine Hauptthese einzugehen?</p>
<p>Ben Kaden tummelt sich auf einem Nebenschauplatz, indem er meine Position als externer Kritiker der Informationswissenschaft aufs Korn nimmt. Ich habe beispielsweise am Bezugsreader eine derart extreme Abschottung der Hochschulforschung von externen Anregungen nachgewiesen, dass ich glaubte, meine Kritik als Externer an der insitutionalisierten Informationswissenschaft begründen zu müssen. Ich könnte mich aber auch Teilen der Hochschulforschung zugesellen und mich als Interner in jener Gruppe sehen, die an neuen und relevanten Erkenntnissen interessiert ist. Meine inhaltliche Kritik würde sich dadurch in keiner Weise verändern.</p>
<p>An infobib beanstande ich, dass es auf der Indizienebene bleibt, meine zentralen Thesen hingegen, die von den Indizien belegt werden, außen vor lässt. Dabei ließe sich beispielsweise die extreme Abschottung der Informationswissenschaft von externen Anregungen bei weitem nicht nur an dem einen beinahe zufällig ausgewählten Reader festmachen. </p>
<p>Eine meiner zentralen Thesen lautet, dass sich die Informationswissenschaft nicht um die Anweisungen der Wissenschaftstheorie kümmert. Warum entwirft sie nicht, um teilweise in der Sprache des Kritischen Rationalismus zu sprechen, kühne Thesen, widerlegt sie in harten Tests und konstituiert sich als Kritikgemeinschaft statt als Konsensverein, um auf wissenschaftlichen Tagungen die bürokratisch-hierarchische Organisationsstruktur der Hochschulen widerzuspiegeln, Inhabern minderer Positionen an Hochschulen ebenso mindere Positionen auf Tagungen zuzuweisen und alle anderen de facto von der Tagung auszuschließen? Dazu hätte ich gern mehr von infobib gehört.</p>
<p>9. Versuch eines zusätzlichen Fazits: Sind wir uns demnach in folgenden Punkten einig?</p>
<p>•	An den Hochschulen ist ein Spannungsfeld zwischen bürokratisch-hierarchischen  Strukturen und prinzipiell egalitärer Erkenntnisgewinnung zu konstitutieren.<br />
•	Ein Nichtangriffspakt unter Hochschullehrern und ein damit einhergehender Verzicht auf Kritik untereinander widerspricht den Anforderungen der Wissenschaftstheorie.<br />
•	Wann macht sich die Informationswissenschaft daran, einen gemeinsamen Bezugsrahmen zu entwerfen, zu einander aufbauenden Erkenntnissen zu kommen und Ergebnisse zu liefern, die für die Praxis nützlich sind?</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: CH</title>
		<link>http://infobib.de/blog/2010/10/25/kritik-der-informationswissenschaft-i-ii-von-willi-bredemeier/comment-page-1/#comment-9838</link>
		<dc:creator>CH</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Oct 2010 14:36:37 +0000</pubDate>
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		<description>Mir ging es auch nur darum, eine Richtung aufzuzeigen. Es gibt im übrigen sicherlich auch positive Beispiele der Kooperation zwischen Wirtschaft und Wissenschaft auch auf inhaltlicher Ebene. Im Board der DGI-Tagung halte ich sie jedoch für potentiell problematisch.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Mir ging es auch nur darum, eine Richtung aufzuzeigen. Es gibt im übrigen sicherlich auch positive Beispiele der Kooperation zwischen Wirtschaft und Wissenschaft auch auf inhaltlicher Ebene. Im Board der DGI-Tagung halte ich sie jedoch für potentiell problematisch.</p>
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	<item>
		<title>Von: Elisabeth Wunsow</title>
		<link>http://infobib.de/blog/2010/10/25/kritik-der-informationswissenschaft-i-ii-von-willi-bredemeier/comment-page-1/#comment-9837</link>
		<dc:creator>Elisabeth Wunsow</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Oct 2010 14:21:17 +0000</pubDate>
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		<description>Der Vergleich mit dem Pharma-Bereich erscheint mir übertrieben. Derartige Gefahr bestehen nur, wenn wirklich große Summen im Spiel sind. Und das ist in der Informationswirtschaft und -wissenschaft normalerweise nicht der Fall. Dass die Beteiligung der Wirtschaft im Komitee zu einem &quot;Geschmäckle&quot; führen würde ist allerdings richtig.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Der Vergleich mit dem Pharma-Bereich erscheint mir übertrieben. Derartige Gefahr bestehen nur, wenn wirklich große Summen im Spiel sind. Und das ist in der Informationswirtschaft und -wissenschaft normalerweise nicht der Fall. Dass die Beteiligung der Wirtschaft im Komitee zu einem &#8220;Geschmäckle&#8221; führen würde ist allerdings richtig.</p>
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