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Interessantes aus Informations- und Bibliothekswesen

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Viola Voß weist drüben bei Netbib auf eine interessante Einsatzmöglichkeit von Smartphones in Bibliotheken hin: als Ersatz für den Bibliotheksausweis.

Offenbar verwenden Benutzer immer häufiger Apps, mit denen sich Kundenkarten- und Ausweis-Nummern auf dem Handy speichern und auf dem Display als Barcode darstellen lassen. So spart man sich zig Karten im Portemonnaie und hat im Handy immer alles dabei.

Die Idee stammt vom Swiss Army Librarian, der wiederum auf Vagabondages verweist. Mein Umsetzungsvorschlag, um Sicherheitsbedenken entgegen zu kommen:

1. Nutzer gibt Nutzerdaten in App ein, meldet sich via App im Benutzerkonto an.
2. Die App generiert aus dem Nutzerkonto heraus einen Barcode. Dies evtl. inkl. verschiedener Benutzerdaten (z.B. Name des Benutzers), die ebenfalls angezeigt werden. Dazu noch ein Bibliothekslogo oder so, damit man sieht, dass es die App ist oder zumindest eine etwas mühevoller angefertigte Fälschung.
3. Nun muss noch ein Feedback-Mechanismus stattfinden.
a) Die App sendet ein Signal an das Bibliothekssystem, dass nun ein Ausleihvorgang stattfinden soll.
b) Der Nutzer gibt eine PIN oder ein Passwort in ein Terminal ein analog zur Kartenbezahlung an der Supermarktkasse.
c) …?

Diskussion bitte in den Netbib-Kommentaren. Vielleicht meldet sich ja ein IT-Mensch zu Wort, der sich mit derartigen Sicherheitsmechanismen auskennt?

Dieser Beitrag wurde geschrieben am Montag, 28. Februar 2011 und wurde abgelegt unter "Bibliothek, EDV". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Kommentare und Pings sind zur Zeit geschlossen.

4 Kommentare

  1. Rudi Schulz:

    Die Idee finde ich sehr gut! Die Frage ist nur, ob die Bibliotheken mitmachen bzw. wie ihre Postition zum alten Ausweissystem ist!

  2. Martin Kim Dung-Pham:

    In unserer Bibliothek wird der Ausweis beim Entleihvorgang aus zweierlei Gründen entgegengenommen. Einerseits, um die Identität zu überprüfen (der Name des Nutzers steht auf dem Ausweis) und andererseits, um die Ausweisnummer über den Barcode zu erhalten.
    Zur Identität – da kann irgendein Bibausweis vorgezeigt werden, eine Überprüfung mittels Personalausweis wird nicht durchgeführt.
    Zur Ausweisnummer – wie in dem link zum Swiss Army Librarian bereits dargestellt, kann ein geeigneter Font (z.B. 3 of 9 Barcode von Matthew Welch) die Nummer einfach auf dem Display darstellen. Das Einscannen des Barcodes vom Display ist, zumindest in unserer Bib, kein Problem. Habe ich in meiner App schon mal ausprobiert und ist auch ganz witzig, ein Telefon einzuscannen.
    Das Darstellen der Ausweisnummer auf dem Display kostet vor allem die Bibliotheken nichts (passender Scanner vorausgesetzt) und diese müssten nicht einmal das alte Ausweissystem ändern. Das würde sogar NichtSmartPhoneNutzer glücklich machen!

    Die Sicherheit der ‘digitaler Barcode’ Variante wurde im Netbib log bereits angesprochen. Dort besteht der Konsens, dass so etwas genauso sicher ist, wie der aktuelle Ausweis auch – Ausweis verlieren, Telefon verlieren, wo ist da der Unterschied? TT hat bei der Netbib Diskussion eingeworfen, dass der Barcode nur dann generiert/gezeigt wird, wenn eine Überprüfung der Nutzerdaten erfolgreich durchgefuehrt werden konnte. Erst Login, dann Barcode. Die Idee ist smart.

    Die Alternative zum Barcode ist allem Anschein nach auf dem Vormarsch (wenn Finanzdienstleister Interesse zeigen, muss es ja sicher sein… dickes Grinsen). Hier werden die Kosten für die Bibliotheken allerdings weitaus hoeher angesiedelt sein. Zudem wäre ein solches System NFC ausgestatteten Devices vorbehalten. Für Barcodes reicht ein Gerät mit Display…

  3. Martin Kim Dung-Pham:

    Verzeihung, es war CH und nicht TT, die im Netbib log eine Barcodegenerierung nach erfolgreichem Login vorgeschlagen hat…

  4. Infobib » QR-Codes: weitere Anwendungsmöglichkeiten:

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