3rd
Dezember
2009
Heise: OLG Frankfurt schränkt Nutzerrechte in Bibliotheken ein. Nun sollen nicht einmal mehr Ausdrucke von eingescannten Werken möglich sein.
Worin genau unterscheidet sich ein Ausdruck eines eingescannten Werkes von einer Kopie? Auch bei modernen Kopierern wird das Original zuerst eingescannt und dann ausgedruckt. Im Heise-Forum schreibt mukenukem:
Oh, da weiß ich was. Man platziert neben dem Leseplatz einen Fotokopierer, auf den man dann den Monitor drauflegt.
Die Idee ist nicht neu.
Mehr dazu unter anderem bei Archivalia oder Netethics. Die digitale, ausdruckbare Kopie der Urteilsbegründung (PDF) findet sich beim Börsenverein. Sie wurde eingescannt und steht auch außerhalb speziell vorgesehener Leseplätze in Bibliotheken zur Verfügung.
Update: Nun gibt es auch einen Kommentar von Eric Steinhauer zum Urteil.
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2nd
Dezember
2009
Aus Mitteln des Konjunkturprogramms II soll ab 2011 der Aufbau eines nationalen Webportals finanziert werden, welches das digitale Kulturgut von 30 000 Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen zusammenführen soll. Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) bezeichnete das Vorhaben als “eine angemessene Antwort auf Google”.
Andere Prioritäten als in der gängigen Praxis des Suchmaschinengiganten sollen Urheberrecht und Leistungsschutzrechten eingeräumt werden:
Im Unterschied zu Google werden bei der DDB die Rechte-Inhaber zuerst gefragt, und dann wird gehandelt – „dokumentiert und jederzeit nachvollziehbar“, sagte Neumann.
[via FAZ.net, Heise.de]
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27th
November
2009
In der Sendung “Wortwechsel” (Deutschlandradio Kultur, 19.07 Uhr) wird heute über das Thema “Kostenlos versus Copyright – Welche Regeln braucht der Marktplatz Internet?” diskutiert.
Die Suchmaschine Google streitet sich mit Autoren und Verlagen. Die Schriftsteller werfen dem Unternehmen vor, Bücher ohne Erlaubnis fürs Internet zu digitalisieren. Die Verleger verlangen einen fairen Anteil an den Werbeerlösen von Suchmaschinen, Portalen und Dienste-Anbietern. Aber auch untereinander streiten Autoren und Verlage über die Zweitverwertung von Texten und Fotos. Es geht ums Urheberrecht der Kreativen und das Leistungsschutzrecht der Medienwirtschaft. Und darauf haben private wie kommerzielle Internetgemeinde nur eine Antwort: Altes Denken müsse man nicht noch gesetzlich schützen. Und die Verlage kontern, da habe sich ein Kartell im Internet gebildet.
Darüber diskutieren im “Wortwechsel”:
Konstantin Neven DuMont, Vorstand der Unternehmensgruppe M. DuMont-Schauberg;
Michael Konken, Bundesvorsitzender des Deutschen Journalisten-Verbandes;
Thomas Mosch, Geschäftsleitung des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien;
Jens Seipenbusch, Vorstandsvorsitzender der Piratenpartei Deutschland
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14th
November
2009
Laut Pressemeldungen wurde von Google, der Autorenvereinigung Authors Guild und dem Verlegerverband AAP ein revidierter Entwurf für das Google Book Settlement vorgelegt. Demnach soll sich der Geltungsbereich der Vereinbarung auf Werke beschränken, die urheberrechtlich in den USA, Kanada, Großbritannien oder Australien registriert sind.
Mehr dazu u.a. bei ZEIT online, Börsenblatt.
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31st
Oktober
2009
Ok, OCR-Unfälle sind nichts besonderes. Dennoch: Wer sich bei Archive.org den Volltext der “ladinischen Idiome in Ladinien, Gröden Fassa, Buchenstein, Ampezzo” ansehen möchte, stößt auf folgende einleitende Bemerkung:

This is a digital copy of a book that was prcscrvod for gcncrations on library shclvcs bcforc it was carcfully scannod by Google as pari of a projcct to make the world’s books discoverablc online.
Ist das ein gröden-fassadisches Ladiner-Idiom? 1337 sp3@k? Googles Mitarbeiter neigen ja zu so etwas.
Wer noch mehr dieser carefully scanned books
sucht, findet sie natürlich auch per Google. Man bediene sich am besten einer Phrasensuche nach “prcscrvod for gcncrations”.
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18th
September
2009
Aufzeichnungen von der GBV-Verbundkonferenz sind im Lecture2Go-Portal der Uni Hamburg verfügbar. Eine Aufzeichnung möchte ich herausheben (ohne alle gesehen zu haben):
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21st
August
2009
Das Bildarchiv Foto der Philipps-Universität Marburg digitalisiert und erschließt mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) europäische Bildnisse von Fürsten, Geistlichen und Gelehrten aus der Zeit zwischen 1450 und 1850.
Die ersten 130 000 Bilder des „Digitalen Porträtindex druckgraphischer Bildnisse der Frühen Neuzeit“ sollen Mitte 2010 zugänglich sein.
Mehr dazu hier.
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20th
August
2009
Die französische Nationalbibliothek verhandelt mit Google über eine Digitalisierung ihrer Bestände. Frankreich habe „nichts gegen die Idee“, Google einen Teil seiner Bücher anzuvertrauen, sagte die für digitale Wirtschaft zuständige Staatssekretärin, Nathalie Kosciusko-Morizet. Großbritannien und Spanien arbeiten schon seit längerer Zeit mit Google zusammen.
[via handelsblatt.com]
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20th
August
2009
Thomas Knüwer legt auf handelsblatt.com seinen eher positiven Standpunkt zum Google-Buchprojekt dar.
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13th
August
2009
Die NZZ philosophiert heute unter dem Titel “Bücher in der Wolke” über Googles angeblichen neuesten Streich:
Das Programm “Edition”, das kostenpflichtigen Zugriff auf E-Books bieten soll. Allerdings sollen hier – anders als bei anderen bekannten Lesegeräten – keine Dateien mehr heruntergeladen werden, sondern nur ein Zugang zum Google-Server gewährt werden.
Die Sammlung, unsere Bibliothek, verbleibt bei Google im Netz.
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