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Interessantes aus Informations- und Bibliothekswesen

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Kategorie: Informationswissenschaft

Teil der Operation Frühjahrsputz 2013, in deren Verlauf angefangene und nie beendete Postings einfach so veröffentlicht werden.

Paper books in a digital era: How conservative publishers and authors almost killed off books in university social science

For more than 15 years, books available only in paper form have fought a losing battle with digitally-available articles in academic journals – the publishing equivalent of horse cavalry repeatedly charging barbed wire defences with machine guns. As their usefulness and effectiveness waned, so the intellectual status of books in the social sciences declined strongly.

Jakob Nielsen’s Alertbox vom 2. März enthielt wenig überraschendes, aber dennoch interessantes über Intranet Social Features.

2013 30 Apr

R 3.0

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Via Heise:

Die Programmiersprache R, die als Softwareumgebung speziell für statistische Berechnungen und Graphen ausgelegt ist, ist in Version 3.0 erschienen. Zentrale Neuerung der unter dem Codenamen Masked Marvel entwickelten Sprachversion, die den ersten Versionssprung seit achteinhalb Jahren darstellt, sind die Unterstützung für 64-Bit-Integer-Werte auf allen R-Plattformen. Für R 3.0 bedeutet das insbesondere die Einführung langer Vektoren mit mehr als 231 Elementen auf 64-Bit-Systemen.

Eine Liste mit vielen Änderungen ist auf der Mailingliste R-Announce veröffentlicht worden.

Plum Analytics schreibt sich “Measuring Research Impact” auf die Fahne. Es handelt sich also um ein YAAP (Yet Another Altmetrics Project), hinter dem mit Andrea Michalek und Mike Buschman zwei Primo-Köpfe (Update: siehe Kommentar) Summon-Köpfe stecken.

Plum Analytics tracks more than 20 different types of artifacts, including journal articles, books, videos, presentations, conference proceedings, datasets, source code, cases, and more.

Eine vollständige Liste bekommt man hier, die üblichen Datenquellen (Twitter, Dryad, Figshare, Slideshare, Github, PLoS, Mendeley, WorldCat, etc.) werden abgeschöpft. Nach einer Registrierung kann man sich die Beta-Version mit einigen Testprofilen ansehen.

Heute per Mail hereingekommen:

SciGit is finally launching! You can get started at http://www.scigit.com. The client software currently only runs on Windows, but the website can be used by everybody.

Was SciGit ist, habe ich hier schon einmal kurz angerissen.

In der aktuellen Nature-Ausgabe schreibt Richard Monastersky über den Wandel bibliothekarischer Tätigkeit durch Open Data:

At Johns Hopkins and many other top universities, libraries are aiming to become more active partners in the research enterprise — altering the way scientists conduct and publish their work. Libraries are looking to assist with all stages of research, by offering guidance and tools for collecting, exploring, visualizing, labelling and sharing data. “I see us moving up the food chain and being co-contributors to the creation of new knowledge,” says Sarah Thomas, the head of libraries at the University of Oxford, UK.

Ebenfalls interessant:

  1. Advocacy: How to hasten open access
  2. Licence restrictions: A fool’s errand

Und weitere Artikel und Kommentare dieser Ausgabe zu “Data Reuse”, Open Access und den Wandel des wissenschaftlichen Publizierens.

Wikidata ist zur Zeit vermutlich das spannendste Wikimediaprojekt. Umso schöner, dass es offensichtlich nicht nur eine Kopfgeburt ist, sondern von den aktiven Nutzern sehr gut angenommen wird. Im Wikimediablog sind nun erste Zahlen zur Nutzung zu lesen:

Vor einem Monat wurden Aussagen in Wikidata verfügbar gemacht. Inzwischen sind zu mehr als 660.000 Objekten auch Aussagen hinzugefügt worden, was im Endergebnis mehr als 1,4 Millionen Aussagen bedeutet. Das Objekt mit den meisten Aussagen ist das Objekt “Vereinte Nationen (Q1065)“, welches alle Mitgliedsstaaten auflistet. Das Wachstum der Aussagenmenge ist großartig und übertrifft unsere Erwartungen.

Bisher haben wir mehr als 22 Millionen Links zu Wikipedia Artikeln. Es gibt etwas 24 bis 25 Millionen Wikipedia-Artikel, was also bedeutet, dass wir bereits mehr als 90% aller Links in Wikidata haben. Angenommen die Bots arbeiten weiterhin so effizient wie bisher, sollten alle Links in einem oder zwei Monaten übertragen sein. Danach ist es zu erwarten, dass das Wachstum in der Anzahl der Objekte erheblich zurückgeht.

Es sind aber auch schon über zwei Millionen manuelle Edits durchgeführt worden.

Wer sich unter Wikidata nichts vorstellen kann, sollte sich einfach ein paar Beispieldatensätze ansehen (zum Beispiel Ranganathan, Academic Library, Nordhorn oder Harry Potter and the Philosopher’s Stone) oder auch Lydia Pintschers Vortrag zu Wikidata ansehen.

Nicht nur diverse Hochschulen, auch die American Psychological Association (APA) setzt nun auf VIVO. Die Installation inklusive eingepflegter Daten (bisher ca. 7900 Personen etwas über 6000 Publikationen) sind unter vivo.apa.org zu finden. Interessant an diesem Projekt ist unter anderem, dass nicht nur der Jetzt-Zustand abgebildet werden soll, sondern die ganze APA-Historie (z.B. auch inzwischen verstorbene Mitglieder).

Eingebettet ist das Vorhaben in das sogenannte “Publish Trust Project” (bzw. “Publish Trust Framework”).

  • Create strong semantic provenance for authorship
  • Disambiguate authors and their works
  • Produce Uniform Resource Identifiers (URIs) for author attributes
  • Make Resource Description Framework (RDF) payloads for URI delivery within a secure network
  • Create strong online peer circles for journal communities
  • Offer tools and best practices to support publishers of peer-reviewed works as the best source for two-factor assertions of authorship of scientific writing

Dieses Video mit einer fiktiven Fallstudie erklärt, worum es in dem Projekt geht:

Nick Veenstra gab in der Mailingliste vivo-imp-issues bekannt, dass das UKB (13 UBs und die Koninklijke Bibliotheek) in den Niederlanden ein nationales VIVO-Projekt aufbauen wird.

2013 8 Feb

10 Regeln für persistente URIs

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Phil Archer hat eine Studie zur Gestaltung von URIs veröffentlicht. Praktischerweise gibt er eine knackige Zusammenfassung in Form von 10 Regeln, die es zu beachten gilt:

Follow the pattern
e.g. http://{domain}/{type}/{concept}/{reference}
Avoid stating ownership
e.g. http://education.data.gov.uk/ministryofeducation/id/school/123456
Re-use existing identifiers
e.g. http://education.data.gov.uk/id/school/123457
Avoid version numbers
e.g. http://education.data.gov.uk/doc/school/v01/123456
Link multiple representations
e.g. http://data.example.org/doc/foo/bar.rdf
e.g. http://data.example.org/doc/foo/bar.html
Avoid using auto-increment
e.g. http://education.data.gov.uk/id/school/123456
e.g. http://education.data.gov.uk/id/school/123457
Implement 303 redirects for real-world objects
e.g. http://www.example.com/id/alice_brown
e.g. http://www.example.com/doc/alice_brown
Avoid query strings
e.g. http://education.data.gov.uk/doc/school?id=123456
Use a dedicated service
i.e. independent of the data originator
Avoid file extensions

http://education.data.gov.uk/doc/schools/123456.csv

Die Erläuterungen zu den einzelnen Thesen sind unbedingt zu lesen, und zwar in der “Study on Persistent URIs with identification of best practices and recommendations on the topic for the Member States and the European Commission”.


10 Regeln für persistente URIs von CH steht unter einer Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland Lizenz. blogoscoop
Infobib läuft unter Wordpress.3.0.5 | Theme: angepasst nach : Gabis Wordpress-Templates | Creative Commons Lizenzvertrag 23 Verweise - 0.316 Sekunden.