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PaperC im KUG

2nd März 2010

PaperC im KUG

Kürzlich traf ich mich mit Martin Fenner, Lambert Heller, Felix Hofmann und Martin Fröhlich (beide PaperC), um über dieses und jenes zu schnacken. Dabei kam auch der Vorschlag auf, eine API für Bibliothekskataloge einzurichten. Unabhängig davon wurde eine API auch von Oliver Flimm vorgeschlagen.

Die Antwort auf diesen Vorschlag:

Umgesetzt! Unsere API ist fertig, bald mehr dazu im PaperC Blog. Entwickler sind willkommen.

Im Blog finde ich zwar noch nichts, dafür hat sich Oliver Flimm aber schon ans Werk gemacht und PaperC in den KUG eingebunden. Das Ergebnis kann man sich u.a. bei diesem Prachtstück der Kataloganreicherung durch APIs ansehen.

Frage am Rande: Warum heißt es eigentlich “eine” API? “Die” Schnittstelle? Oder nicht doch eher “das” Interface? Lesen zufällig Linguisten mit?

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1st März 2010

DMOZ-Relaunch im März?

Das Open Directory Project DMOZ war mal ein unverzichtbarer Bestandteil des Webs, ein moderierter Webkatalog mit hohem Anspruch an Aktualität und Seriösität. Administratoren für spezielle Kategorien sollten dafür sorgen, dass nur geprüfte, “gute” Webseiten aufgenommen werden. Dadurch baute sich DMOZ einen sehr guten Ruf auf, der natürlich schwarze SEO-Schafe noch und nöcher anzog. Kürzlich konnte man sogar einen DMOZ-Eintrag (für 87 €!) bei Ebay ersteigern.

Dazu kommt, dass manche Kategorien schon seit Jahren nicht mehr gepflegt wurden.

Nichtsdestotrotz wird die Aufnahme einer Webseite in DMOZ nach wie vor von vielen Ranking-Tools und vielleicht sogar noch von Suchmaschinen als Qualitätsfaktor gewertet. Als Beispiel sei seitwert.de genannt.

Wie Webranking.com nun berichtet, soll (eventuell noch in diesem Monat) ein Relaunch stattfinden.

Wird ein Webkatalog wie DMOZ jedoch überhaupt noch noch benötigt? Die Verschiebung von Webkatalogen zu Suchmaschinen fand vor einigen Jahren statt. Aktuell zieht Facebook zumindest in den USA an Google in puncto generierter Traffic vorbei.

Wenn man möchte, kann man also von vier Phasen der “Webseitenfindung” ausgehen:

  1. Die persönliche Empfehlung von Webseiten durch Freunde & Bekannte in direkter Kommunikation. Motto: “Guck mal, ich bin beim Surfen auf diese Webseite gestoßen.”
  2. Nachschlagen in Webkatalogen wie z.B. Altavista.
  3. Suchen in Suchmaschinen wie Yahoo oder Google.
  4. Die persönliche Empfehlung von Webseiten über Social Networks wie Facebook & Co.

Auch wenn sich die Mechanismen geändert haben, ist die Übermittlung von Webfundstücken wieder an ihren Ursprung gelangt. Ein modernes DMOZ müsste sich diesen Gegebenheiten anpassen. Es dürfte also weder Moderatoren noch vorbestimmte Kategorien geben. Beides ist anachronistisch. Ein modernes DMOZ könnte Empfehlungen aus sozialen Netzwerken fischen und stets aktuell in Ad-hoc-Kategorien clustern. Dies entspräche auch dem erklärten Ziel des DMOZ-Projektes:

Anstatt sich dem explosiven Wachstum des Internets entgegenzustellen, stellt das Open Directory Project dem Internet die Mittel zur Verfügung sich selbst zu organisieren. Gleichzeitig mit dem Internet wächst auch die Anzahl der Internet-Bürger. Diese Bürger können jeder einen kleinen Teil des Internets ordnen und das Ergebnis der Gemeinschaft zur Verfügung stellen. Sie sortieren dabei Schlechtes und Unnützes aus und übernehmen nur qualitativ hochwertige Inhalte.

Ich bin gespannt, wie DMOZ in ein paar Wochen aussehen wird.

[via Blogs-optimieren.de]

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24th Februar 2010

Open-Source-Recommender easyrec

Die Recommender-Software easyrec ist seit sechs Tagen komplett Open Source.

Benötigt werden für die Installation auf einem eigenen Server:

  • Java 5 SE [1] or later
  • Application Server Tomcat 6.0 [2] or later recommended or see other Application Servers
  • Database Server MySQL 5.1 [3] or later

Man kann den Dienst jedoch auch über eine API ausprobieren. Wer hat Zugriff auf einen Katalog und traut sich, das mal einzubauen? Mich würde doch sehr interessieren, ob die Ergebnisse so viel schlechter als die von Bibtip sind. Bibtip ist ein Projekt, dass zwar aus öffentlichen Mitteln finanziert wurde, aber dennoch sogar für öffentliche Einrichtungen kostenpflichtig ist. Kostenpflichtig für Hosting und Support würde ich ja noch verstehen. Wie auch immer: Easyrec wird z.B. beim Film-Shop Flimmit genutzt. Interessiert man sich z.B. für Plattfuss am Nil, wird sofort weitere Unterhaltungsware der schlagkräftigen Art angeboten (“Sie könnten auch an folgenden Produkten interessiert sein”).

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10th Februar 2010

Google Buzz

Googles neuestes Heilsversprechen, Google Buzz im Werbevideo:

Mehr Infos bei Heise und vor allem in diesem dazugehörigen Foren-Posting von paedubucher. Für mich kommt es schon deswegen nicht in Frage:

google_buzz

Ich entscheide gerne selbst, mit wem ich in welchem Medium Kontakt aufnehme. Ich habe irgendwann jemandem eine Mail geschrieben, und schon stehe ich mit ihm oder ihr in “Buzz”-Kontakt? So etwas als Default-Einstellung anzubieten ist absurd.

Mehr Kritik gibt es hier und hier und (naja) hier und hier und …

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5th Februar 2010

iPhone vs. Second Life: 1-0

Ende 2006 hüpften zwei Begriffe auf wie aus dem Nichts in den Mainstream. Second Life und iPhone. Während Second Life ungefähr zu dieser Zeit den einmillionsten Secondlifer feierte, kursierten am Jahresende 2006 die ersten Gerüchte um das iPhone. Wie die Relevanz der Begriffe und der dahinter stehenden Konzepte (mobiles Web, bzw. virtuelle Welten) sich entwickelt hat, kann man hervorragend bei Google Trends beobachten.
Google Trends: iPhone vs. Second Life

iPhone: rot
Second Life: blau.

Gartner ignorierte die eigenen Erkenntnisse und prophezeite:

By the end of 2011, 80 percent of active Internet users (and Fortune 500 enterprises) will have a “second life”, but not necessarily in Second Life, according to Gartner, Inc.

Zwar ist noch nicht Ende 2011, aber diese Prognose würde heute niemand mehr abgeben wollen. Dies bedeutet nicht, dass Gartner mit einer anderen, wesentlich neueren Prognose nicht recht haben könnte. Mitte November wurden die 10 Top-Trends bis 2012 für mobile devices prophezeit.

No. 2: Location-Based Services
No. 3: Mobile Search
No. 4: Mobile Browsing

Addiert man diese drei Trends, kommen wir zum mobilen OPAC, der nicht nur gleich zeigt, wie man zum Buch kommt, sondern auch noch (falls vorhanden) einen Volltext anbietet. Ich hoffe jedoch nicht, dass die Bibliotheken, die unsinnigerweise viel Energie in Second Life gesteckt haben, nun vor dem mobilen Weg zurückschrecken. Noch sind es nur Pioniere, die dort bedient werden. Also genau die Leute, die sich vor drei Jahren auch in Second Life tummelten. Relevanz für den Alltag hatte Second Life jedoch nie, ganz im Gegensatz zu Smartphones.

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28th Januar 2010

Repository-Software IR+

Logo IR+Der Chronicle of Higher Education berichtet über die neue Repository-Software IR+ der University of Rochester.

The idea is to get professors and graduate students to contribute their papers and dissertations to the repository by combining it with a Web-based workspace that accomplishes lots of other stuff they need to write up that research. Stuff like creating folders, managing files, and collaborating with colleagues. Also, they get to showcase their work on customized “researcher pages.”

Wie wichtig Funktionen wie personalisierbare Seiten sind, wurde hierzublog nun schon oft genug erwähnt. Und in Rochester kann man sich nun am praktischen Beispiel ansehen. Open Access kommt nur voran, wenn die Server den Wissenschaftlern handfesten Mehrwert bieten. Repository-Entwickler, sehr Euch IR+ bitte genau an! Das Repository selbst muss diese Funktionalitäten nicht unbedingt anbieten, aber die Schnittstellen dafür müssen geschaffen und gut dokumentiert werden. Mehr zum Thema Schnittstellen (Serviceorientierte Architektur) übrigens aktuell im Jakoblog.

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25th Januar 2010

Scribd und alternative Publikationsdienste

Eine kleine Übersicht über Publikationsdienste wie Scribd stellt Sebastian Schürmanns im DIYG vor. Für wissenschaftliche Autoren sind natürlich Open-Access-Server die erste Wahl (auch wenn sie von den vorgestellten Publikationsdiensten in Sachen Usability eine Menge lernen müssen). Da kämen dann fachliche oder institutionelle Dokumentenserver in Frage.

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8th Januar 2010

iPhone-Application von Librarything: Local Books

Im Librarything-Blog beschreibt Tim Spalding eine iPhone-App, mit der Bibliotheken, Buchläden und andere verbuchte Orte gesucht und gefunden werden können. “Local Books” kann:

* Search for venues (bookstores and libraries) as well as events near your current location using the iPhone’s built-in location features.
* Search for venues and events at any location or by name.
* Venues can be sorted by distance, name, or type.
* Venues are color coded, following the maps on LibraryThing Local (colors correspond to the colors used on maps in LibraryThing Local).
* Each venue has a detail page with a map. Tap it to jump to the iPhone Maps application.
* Venues often sport a description, clickable website and phone number links, events, and a photo.
* You can favorite locations and events, and there’s a “Favorites” list where you can find them.(1)

Wer seine Bibliothek dort verzeichnet wissen will, muss sie einfach in Librarything Local eintragen.

Die Bezeichnung ist nicht sehr glücklich gewählt. “Local Book Places” wäre eventuell angebrachter.

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7th Januar 2010

Wikio-Blog-Ranking

Blog-Rankings befriedigen drei Bedürfnisse. Erstens bedienen Sie das Bedürfnis nach Listen (Vgl. Hornby, 1995). Zweitens bieten sie eine Möglichkeit, auf Neues gestoßen zu werden. Und drittens schmeicheln sie die Eitelkeit der Blogbetreiber. Womit wir bei Wikio wären.

  1. Wikio hat Blogrankings für verschiedene Kategorien.
  2. Wenn man eine Kategorie gefunden hat, für die man sich interessiert, stößt man schnell auf Neues. Serendipity.
  3. Infobib ist auf Platz 11 bei den Wissenschaftsblogs. ;o)

Wenn so ein Ranking auch sonst nicht viel bis gar nichts aussagt: Punkt 2 ist für mich schon Grund genug, ab und an mal in verschiedene Rankings zu sehen.

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8th Dezember 2009

Australien regiert 2.0

Die australische Government 2.0 Taskforce ruft zum Mitmachen auf:

Here is the draft Government 2.0 Taskforce report Engage: Getting on with Government 2.0. The Taskforce is seeking your comments and input before finalising the report to go to Government.

Der Report (PDF) beschreibt eindrücklich, worum es in der gesamten Open-Government-Data geht:

  • Easy to find re-useable public information is, at heart, an invitation to the wider community to engage innovate and create new public value with public sector information (PSI), which often sits underused or simply ignored in government agencies and data banks. As we have seen during our work, as people engage, possibilities – foreseeable and otherwise – are unlocked through the invention, creativity and hard work of citizens, business and community organisations. The government’s job is to liberate much more of its information as a key national asset.
  • Public agencies and professional public servants are also invited to engage more energetically with the tools and capabilities of ‘collaborative web’ or Web 2.0. Everything, from enabling data to be re-used, to forming and participating in online communities in their areas of interest will help build a public service that is smarter, more responsive, more strategic and personally rewarding.
  • Public agencies and their public servants increasingly associate good practice with deeper engagement with those outside the public service. As the new Australian Public Service Commission (APSC) guidelines make clear, Web 2.0 tools like blogs and wikis now provide unprecedented opportunities to take this much further.
    In the transition from traditional consultation towards true community collaboration engaging the community and the public service alike is key. In this more open, connected and instinctively adaptive and innovative process, the motivation, interest and skills of all involved contributes to it success.
  • Engagement between those in and outside the public service is constrained by the need for public servants to continue to be professional and apolitical. Creating the culture and practices that can seize the new opportunities but yet stay true to enduring public service values will not be easy.
  • Dass zur offenen Teilhabe schon an der Ausgestaltung der Richtlinien aufgerufen wird, kann man als klares Statement sehen: Australien meint es ernst. Open Government (Data) ist ganz offensichtlich das Thema der Stunde.

    [via David Weinberger]

    Von CH in Bildung & Gesellschaft, Open Content, Web 2.0 | Tags: | 0 Comments

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