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Kategorie: Open Content

Interessantes neues interdisziplinäres Repository: Zenodo.

All research outputs from across all fields of science are welcome! ZENODO accept any file format as well as both positive and negative results. However, we do promote peer-reviewed openly accessible research, and we do curate your upload before putting it on the front-page.

Die Features klingen spannend. Unter anderem kann man direkt aus seiner Dropbox veröffentlichen. Metadatenextraktion aus Dateien ist auch geplant.

[via Peter Suber, siehe auch Archivalia]

Ist Open Access ein Aspekt ethischer Grundsätze?1

Kann nicht so wichtig sein, dieses Open Access.


  1. Bibliotheksdienst. Band 47, Heft 3-4, Seiten 231–238, DOI: 10.1515/bd-2013-0025 []

Auf Innovations-Report.de wurde auf das Global Research Council (GRC) vom 27. bis 29. Mai 2013 in Berlin aufmerksam gemacht. Dort treffen sich Forschungsförderer aus der ganzen Welt.

Im Mittelpunkt des dreitägigen Treffens steht die Verabschiedung eines gemeinsamen Papiers zu Grundsätzen Guter wissenschaftlicher Praxis sowie eines Aktionsplanes mit Vorschlägen für die abgestimmte Umsetzung des freien Zugangs (Open Access) zu wissenschaftlichen Publikationen. Beide Dokumente wurden in den vergangenen Monaten in einer Reihe von weltweiten Regionalkonferenzen und von einem international besetzten Steering Committee vorbereitet. Außerdem sollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Satzung des GRC beschließen.

Den Versuch, psychologische Studien zu reproduzieren, hatten wir hier kürzlich schon einmal. Nun wurde in der Nature eine Studie veröffentlicht, in der 53 landmark studies aus der Onkologie und Hämatologie untersucht werden. Ergebnis:

It was acknowledged from the outset that some of the data might not hold up, because papers were deliberately selected that described something completely new, such as fresh approaches to targeting cancers or alternative clinical uses for existing therapeutics. Nevertheless, scientific findings were confirmed in only 6 (11%) cases. Even knowing the limitations of preclinical research, this was a shocking result.

“Shocking” trifft es ganz gut.

Begley, C. Glenn; Ellis, Lee M. (2012): Drug development: Raise standards for preclinical cancer research. In: Nature 483 (7391), S. 531–533.

2013 30 Apr

R 3.0

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Via Heise:

Die Programmiersprache R, die als Softwareumgebung speziell für statistische Berechnungen und Graphen ausgelegt ist, ist in Version 3.0 erschienen. Zentrale Neuerung der unter dem Codenamen Masked Marvel entwickelten Sprachversion, die den ersten Versionssprung seit achteinhalb Jahren darstellt, sind die Unterstützung für 64-Bit-Integer-Werte auf allen R-Plattformen. Für R 3.0 bedeutet das insbesondere die Einführung langer Vektoren mit mehr als 231 Elementen auf 64-Bit-Systemen.

Eine Liste mit vielen Änderungen ist auf der Mailingliste R-Announce veröffentlicht worden.

Die Möglichkeit Daten von Wikidata in ihren Artikeln einzubinden haben 11 Wikipedien bereits seit einem Monat. Vorgestern kam noch die englischsprachige Wikipedia hinzu. Heute kommen alle 274 verbleibenden hinzu. Hinweise zur Nutzung finden sich im letzten Blogeintrag. Hier gibt es Antworten auf die häufigsten Fragen.

Mehr im Wikimedia-Blog.

Statistics Schweden hat jetzt eine API, die unter einer CC-BY-ähnlichen Lizenz genutzt werden darf. Kommerzielle Nutzung ist erlaubt, Derivate auch. Namensnennung bei Nicht-Derivaten ist vorgeschrieben. Weitere Infos in der FAQ.

[via Access to Statistics]

Adrian Pohl analysiert in seinem Blog den genehmigten DFG-Antrag “Cloudbasierte Infrastruktur für Bibliotheksdaten (CIB)” (PDF). Er selbst war am Konkurrenzantrag libOS beteiligt. Seiner Meinung nach wird eine Kernanforderung der DFG-Ausschreibung durch CIB nicht erfüllt:

Wie will der Antrag denn nun die in der DFG-Ausschreibung geforderte “Integration der nationalen Erschließungsdaten zur Schaffung einer funktional einheitlichen Katalogisierungs- und Datenplattform” umsetzen? – Gar nicht. Die Antragsteller interessieren sich augenscheinlich in erster Linie für ihre eigenen Kunden. Mir scheint als sei der primäre Zweck des Antrags, die Migration der BVB-, KOBV- und HeBIS-Verbundbibliotheken in die OCLC-/Ex-Libris-Cloud zu finanzieren.

Darüber hinaus bemängelt er die fehlende (plausible) Exit-Strategie. Bei einem Bibcamp vor einigen Jahren war genau dies ein Streitpunkt in einer Session zur “Bibliothek in der Cloud” (o.ä.): Was passiert, wenn der Cloudanbieter nicht macht, was die Kunden wollen?

Die Auslagerung kritischer Infrastrukturen an externe Dienstleister kann funktionieren, kann unter Umständen sogar sinnvoll sein. Dafür sind aber viele Kriterien zu erfüllen. Ein maßgebliches Kriterium ist für mich die Rückführbarkeit der Infrastruktur in die eigene Hand. Dazu gehören verschiedene Komponenten.

Ein einfaches Beispiel für die gut funktionierende Auslagerung an einen Dienstleister ist ein WordPress-Blog. Dies kann man bei WordPress.com hosten lassen. Verwendet man eine eigene Domain dafür, kann man mit ein wenig Knowhow (das man in diesem Fall selbst erwerben oder einkaufen kann) ein dank Open Source technisch identisches Blog auf eigenem Server hosten, die Adresse weiterverwenden und alle Daten von WordPress.com ins eigene Blog importieren.

Werden OCLC und Ex Libris dies gewährleisten? Wird den Bibliotheken die Möglichkeit gegeben, die Software so kennenzulernen, dass sie selbst damit arbeiten könnten, wenn sie denn frei verfügbar wäre?

Adrian schreibt:

Ich denke, das Thema verlangt ein bisschen mehr Aufmerksamkeit in der Fachwelt als ihm bisher zugekommen ist, weil es sich eben nicht um eine der üblichen DFG-Ausschreibungen handelt, sondern um den erklärten Versuch, “einen umfassenden Umstrukturierungsprozess mit anzustoßen und zu unterstützen”, der eine grundlegende Veränderung der Informationsinfrastruktur in Deutschland mit sich bringen kann.

Wie auch immer man zum konkreten Vorhaben steht, dieser Aussage ist auf jeden Fall zuzustimmen.

Der Startup-Liebling der BibliothekarInnen, Mendeley, wurde von Elsevier gekauft:

Elsevier’s acquisition of an innovative research management and social collaboration tool will enable the platform to further expand, giving researchers access to more content.

Die Gerüchte erweisen sich also als wahr.

Warum gleich den Account löschen? Sollte nicht erst abgewartet werden? Das Posting zur Akquisition im Mendeley-Blog sieht schließlich recht vielversprechend aus.

Gegenfrage: Wieviel Vertrauensvorschuss hat Elsevier verdient? Genau.

Update:
Wer mag, darf gerne an dieser kleinen Umfrage teilnehmen. Elsevier has bought Mendeley. What are you doing now?

In der aktuellen Nature-Ausgabe schreibt Richard Monastersky über den Wandel bibliothekarischer Tätigkeit durch Open Data:

At Johns Hopkins and many other top universities, libraries are aiming to become more active partners in the research enterprise — altering the way scientists conduct and publish their work. Libraries are looking to assist with all stages of research, by offering guidance and tools for collecting, exploring, visualizing, labelling and sharing data. “I see us moving up the food chain and being co-contributors to the creation of new knowledge,” says Sarah Thomas, the head of libraries at the University of Oxford, UK.

Ebenfalls interessant:

  1. Advocacy: How to hasten open access
  2. Licence restrictions: A fool’s errand

Und weitere Artikel und Kommentare dieser Ausgabe zu “Data Reuse”, Open Access und den Wandel des wissenschaftlichen Publizierens.


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