Infobib

Interessantes aus Informations- und Bibliothekswesen

Du durchsuchst gerade das Archiv der Kategorie ‘Suchmaschinen’.

Kategorie: Suchmaschinen

2012 5 Mai

Wikipedia-Schuhe

Abgelegt unter: Suchmaschinen | RSS 2.0 | TB | Tags: , , | Kommentare geschlossen

Lumen Bigott entwirft “Social Media Shoes”. Darunter versteht sie Sneaker im Farbschema und teils mit dem Logo einer bekannten Webseite. Zum Beispiel Wikipedia.

[via @frischkopp, via buzzfeed]

Vor ein paar Tagen habe ich DuckDuckGo vorgeschlagen, ein !bang für Plan3t.info einzurichten. Kurze Zeit später erreichte mich folgende Mail:

!plan3t is now live on DuckDuckGo!

Nun kann man mit Hilfe des !bangs !plan3t aus Duckduckgo direkt in Plan3t.info suchen. Zum Beispiel führt folgende Eingabe “!plan3t bestandaufbau” …

… direkt zur Ergebnisliste in Plan3t.info:

Es gibt noch viele weitere !bangs, z.B.:

  • !latex und !tex
  • !wp (WordPress)
  • !wde (Wikipedia DE)
  • Academic: !academic !ads !arxiv !buej !cfp !citeul !collegeconfidential !dlss !duc !jstor !legal !mendeley !novoseek !scholar (!gsc) !searchworks !sep !ted !tsr
  • !pubmed !wolframalpha
  • !yacy

Und viele, viele andere. Base fehlt übrigens noch.

Teil der Operation Frühjahrsputz, in deren Verlauf angefangene und nie beendete Postings einfach so veröffentlicht werden.

http://sites.google.com/site/urd2comparison/home

Teil der Operation Frühjahrsputz, in deren Verlauf angefangene und nie beendete Postings einfach so veröffentlicht werden. Die hier erwähnten Beispiele funktionieren teils nicht mehr, da Google das Pluszeichen nun anderweitig verwendet.

Alle reden über Google+, dabei ist Google- mindestens ebenso spektakulär. Und von der Bedeutung für die Google-Nutzer zum jetzigen Zeitpunkt als wesentlich gravierender einzuschätzen. Gemeint ist damit die schleichende Verschlechterung der Suchmaschine, die Google einst auszeichnete.

1. Exakte Suche

Suche ich nach Informationen zum Markt in der französischen Gemeinde Schwoben, ist mir Google keine Hilfe. Gebe ich “markt schwoben” in den Suchschlitz, wird nach “markt schwaben” gesucht. Nicht das, was ich wollte.

Nun wird mir – wie im Screenshot ersichtlich – angeboten, nach “markt schwoben” zu suchen. Wie gelesen, so geklickt. Was passiert?

Immerhin die drei der ersten zehn Treffer enthalten die gewünschten Suchbegriffe. Bei den restlichen sieben werden ähnliche Begriffe wie “Schwoba” oder wieder “Schwaben” in die Ergebnisse gemischt.

Eine exakte Suche in Google ist nur noch möglich, wenn man entweder die Phrasensuche (in Anführungszeichen) verwendet oder ein Plus-Zeichen vor den gewünschten Begriff setzt. Mit “+markt +schwoben” erhält man tatsächlich Seiten, in denen beide Begriffe auftauchen.

Die Electronic Frontier Foundation beschreibt, wie man sein Suchprotokoll bei Google löschen kann. Und warum man das noch heute, vor dem 1. März 2012 tun möchte.

1. https://www.google.com/history aufrufen
2. Einloggen.
3. “Ganzes Webprotokoll entfernen”
4. Dann sollte da stehen: “Ihr Suchprotokoll ist derzeit leer.”

Mehr dazu auch bei Wired.

Google Scholar hat “Inclusion Guidelines for Webmasters” veröffentlicht. Wer sein Repository ordentlich in Google Scholar gelistet haben möchte, hat sich an Googles “Standards” zu halten. Konkret heißt es:

If you’re a university repository, we recommend that you use the latest version of Eprints (eprints.org), Digital Commons (digitalcommons.bepress.com), or DSpace (dspace.org) software to host your papers. If you use a less common hosting product or service, or an older version of these, please read the rest of this document and make sure that your website meets our technical guidelines.

Liebe Bibliothekswesen, tragt bitte in alle künftigen Anforderungskataloge für Softwareanschaffungen unbedingt ein, ob die Software Google behagen würde!

Man könnte antworten:

If you’re a search engine giant and you want to monetarize the scientific work of other people, we recommend that you use the latest version of any open harvesting protocol, for example OAI-PMH to collect the metadata of our papers. If you try to establish your own rules, have fun with your customers who wonder about crappy metadata.

Kann doch nicht so schwer sein…

Twister schreibt auf Telepolis über die Tücken der ALG-II-Software. Die Datenschutz-Aspekte möge man dort nachlesen. Für das hiesige Publikum interessant ist jedoch dies:

Die technische Umsetzung von ALG II zeigte von Anfang an Tücken. Mal wurde bei kurzen Kontonummern einfach die Kontonummer mit Nullen ergänzt, die hintenangestellt wurden, mal konnten bei einer Suchabfrage nicht mehr als 100 Ergebnisse angezeigt werden. Letzteres kommentierte die BA mit der stets erheiternden Angabe, dass mehr Ergebnisse auf eine Suchanfrage keiner Software der Welt möglich wäre.

Kommt das dabei heraus, wenn die IT jedes Ansinnen der Nicht-IT mit “das ist technisch nicht möglich” abwimmelt? Glauben die Leute das irgendwann? Kennen die Leute zum Beispie Google nicht? Oder Bibliothekskataloge? Oder haben sie dort nur noch nie über die ersten 10 Treffer hinausgeblickt und -klickt?

Danny Sullivan hat auf Searchengineland.com eindrucksvoll dargelegt, welchen Einfluss Google+ auf die Suchergebnisse hat. Und wie relevant es für Unternehmen wird, künftig auf Google+ vertreten zu sein. Eric Schmidt behauptet allerdings etwas anderes:

Did he [Eric Schmidt, Anm. des Verf.] think Google was favoring itself too much with the suggestions of Google Plus?

“No.”

Da bleibt nur noch, sich MG Siegler anzuschließen:

How on Earth is Google going to avoid antitrust inquiries with their new Search+ features announced today? If Facebook, Twitter, etc, have any decent presence in DC, the ball began rolling a few hours ago.

Die juristische Aufarbeitung der Browserkriege könnte hier einen Nachfolger finden.

Update: Ich sehe gerade, dass mit “Social Network Wars” bereits ein Name gefunden ist.

2011 7 Dez

DDC in BASE

Abgelegt unter: Bibliothek,Suchmaschinen | RSS 2.0 | TB | Tags: , , , | 1 Kommentar

BASE setzt auf ein automatisches Verfahren zur Dokumentenklassifikation nach der Dewey-Dezimalklassifikation (DDC):

Es sei nicht verschwiegen, dass das automatische Klassifikationsverfahren nicht perfekt ist, da es auf der statistischen Analyse der Dokumenttexte basiert. Da die Wissenschaftssprache sehr komplex ist und sich zudem ständig verändert, kann es auch zu Fehlklassifikationen kommen.

In der Klassifikation stöbern kann man über die VuFind-eigene Browsing-Funktion.

Im zweiteiligen Posting “Bibliothekare entdecken bisher unbekannten Vordenker des deutschen Naturschutzes” (1: Naturschutzteil, 2: Bibliotheksteil) erklärt Gerhard Hachmann, wie er in Zusammenarbeit mit seinem Kollegen Rainer Koch die bisher als Begründer des deutschen Naturschutzes geltenden Ernst Rudorff, Wilhelm Wetekamp und Hugo Conwentz vom Sockel stieß und Philipp Leopold Martin emporhob.

Kein einziger deutscher Historiker kannte bisher Martins überragende Bedeutung für den deutschen Naturschutz.

Im bibliothekarischen Teil wird der methodische Weg beschrieben. Soviel sei hier erwähnt: Googles nGram-Viewer spielte eine herausragende Rolle. Weiteres in den oben verlinkten Postings!

Ich zitiere meinen eigenen Kommentar: Diese beiden Postings sind eine schöne Demonstration, was sich mit Daten (und Digitalisaten) alles anstellen lässt, wenn man sie mal genauer unter die Lupe nimmt. Eine Perle der Biblioblogosphäre!


Bibliothekare entdecken bisher unbekannten Vordenker des deutschen Naturschutzes von CH steht unter einer Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland Lizenz. blogoscoop
Infobib läuft unter Wordpress.3.0.5 | Theme: angepasst nach : Gabis Wordpress-Templates | Creative Commons Lizenzvertrag 25 Verweise - 0.314 Sekunden.