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	<description>Interessantes aus Informations- und Bibliothekswesen</description>
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		<title>Unnerving libraries</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Feb 2010 16:41:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>CH</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bibliothek]]></category>
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		<description><![CDATA[
Libraries are unnerving enough &#8211; millions of ideas surrounding you, towering over you.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://xkcd.com/691/"><img src=" http://imgs.xkcd.com/comics/microsd.png" alt="XKCD - MicroSD" /></a></p>
<blockquote><p>Libraries are unnerving enough &#8211; millions of ideas surrounding you, towering over you.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		<title>iPhone vs. Second Life: 1-0</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Feb 2010 13:53:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>CH</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bibliothek]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
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		<description><![CDATA[Ende 2006 hüpften zwei Begriffe auf wie aus dem Nichts in den Mainstream. Second Life und iPhone. Während Second Life ungefähr zu dieser Zeit den einmillionsten Secondlifer feierte, kursierten am Jahresende 2006 die ersten Gerüchte um das iPhone. Wie die Relevanz der Begriffe und der dahinter stehenden Konzepte (mobiles Web, bzw. virtuelle Welten) sich entwickelt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ende 2006 hüpften zwei Begriffe auf wie aus dem Nichts in den Mainstream. Second Life und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Apple_iPhone">iPhone</a>. Während Second Life ungefähr zu dieser Zeit den einmillionsten Secondlifer feierte, kursierten am Jahresende 2006 die ersten Gerüchte um das iPhone. Wie die Relevanz der Begriffe und der dahinter stehenden Konzepte (mobiles Web, bzw. virtuelle Welten) sich entwickelt hat, kann man hervorragend bei Google Trends beobachten.<br />
<a href="http://www.google.de/trends?q=second+life%2C+iphone&#038;ctab=0&#038;geo=de&#038;geor=all&#038;date=all&#038;sort=0"><img src="http://www.google.de/trends/viz?q=second+life,+iphone&#038;date=all&#038;geo=de&#038;graph=weekly_img&#038;sort=0&#038;sa=N" alt="Google Trends: iPhone vs. Second Life" /><br />
</a></p>
<p>iPhone: rot<br />
Second Life: blau.</p>
<p>Gartner ignorierte die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hype-Zyklus">eigenen Erkenntnisse</a> und <a href="http://www.gartner.com/it/page.jsp?id=503861">prophezeite</a>:</p>
<blockquote><p>By the end of 2011, 80 percent of active Internet users (and Fortune 500 enterprises) will have a “second life”, but not necessarily in Second Life, according to Gartner, Inc. </p></blockquote>
<p>Zwar ist noch nicht Ende 2011, aber diese Prognose würde heute niemand mehr abgeben wollen. Dies bedeutet nicht, dass Gartner mit einer anderen, wesentlich neueren Prognose nicht recht haben könnte. Mitte November wurden die <a href="http://www.gartner.com/it/page.jsp?id=1230413">10 Top-Trends bis 2012 für <em>mobile devices</em></a> prophezeit.</p>
<blockquote><p>No. 2: Location-Based Services<br />
No. 3: Mobile Search<br />
No. 4: Mobile Browsing</p></blockquote>
<p>Addiert man diese drei Trends, kommen wir zum mobilen OPAC, der nicht nur gleich zeigt, wie man zum Buch kommt, sondern auch noch (falls vorhanden) einen Volltext anbietet. Ich hoffe jedoch nicht, dass die Bibliotheken, die unsinnigerweise viel Energie in Second Life gesteckt haben, nun vor dem mobilen Weg zurückschrecken. Noch sind es nur Pioniere, die dort bedient werden. Also genau die Leute, die sich vor drei Jahren auch in Second Life tummelten. Relevanz für den Alltag hatte Second Life jedoch nie, ganz im Gegensatz zu Smartphones.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>FAMI-Zweigstelle</title>
		<link>http://infobib.de/blog/2010/02/05/fami-zweigstelle/</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Feb 2010 06:21:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>SL</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bibliothek]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Kölner Stadtanzeiger berichtete über die &#8220;Azubi-Bibliothek&#8221; der Stadtbibliothek Köln. Die Zweigstelle Böcklemünd-Mengenicht wird von den angehenden Fachangestellten für Medien und Informationsdienste betreut, die auch am Konzept der Zweigstelle, die speziell auf junge Leser zugeschnitten ist, mitgearbeitet haben.
[via ksta.de &#038; netbib.de]
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Kölner Stadtanzeiger berichtete über die &#8220;Azubi-Bibliothek&#8221; der Stadtbibliothek Köln. Die Zweigstelle Böcklemünd-Mengenicht wird von den angehenden Fachangestellten für Medien und Informationsdienste betreut, die auch am Konzept der Zweigstelle, die speziell auf junge Leser zugeschnitten ist, mitgearbeitet haben.</p>
<p>[via <a href="http://www.ksta.de/html/artikel/1264185798214.shtml">ksta.de</a> &#038; <a href="http://log.netbib.de/archives/2010/02/04/fami-stadtteilbibliothek/">netbib.de</a>]</p>
]]></content:encoded>
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		<title>17%-tige Steigerung des Ausleihvolumens</title>
		<link>http://infobib.de/blog/2010/02/05/17-tige-steigerung-des-ausleihvolumens/</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Feb 2010 06:11:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>SL</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bibliothek]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung & Gesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Bibliothek der Fachhochschule Deggendorf hat ihr Ausleihvolumen im letzten Semester um 17% erhöht. Die Leiterin der Bibliothek führt dies zum Teil auf den Kauf von Mehrfachexemplaren, finanziert durch Studiengebühren zurück.
Mehr Informationen dazu gibt es hier.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Bibliothek der <a href="http://www.fh-deggendorf.de/index.de.html">Fachhochschule Deggendorf </a>hat ihr Ausleihvolumen im letzten Semester um 17% erhöht. Die Leiterin der Bibliothek führt dies zum Teil auf den Kauf von Mehrfachexemplaren, finanziert durch Studiengebühren zurück.</p>
<p>Mehr Informationen dazu gibt es <a href="http://www.pnp.de/lokales/regionews_uebersicht.php?cid=29-26961388&#038;Ressort=&#038;Map=online-startseite-lokales-deggendorf&#038;BNR=0">hier</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Urheberrechtstage / Skillshare</title>
		<link>http://infobib.de/blog/2010/02/02/urheberrechtstage-skillshare/</link>
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		<pubDate>Tue, 02 Feb 2010 19:06:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>CH</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bibliothek]]></category>
		<category><![CDATA[konferenz]]></category>
		<category><![CDATA[skillshare]]></category>
		<category><![CDATA[urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[urheberrechtstage]]></category>
		<category><![CDATA[Wikipedia]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Rahmenterminkalender des DFB ist immer wieder umstritten wegen der terminlichen Ansetzungen zum Beispiel von Freundschaftsspielen der Nationalmannschaft. Dennoch ist er eine hervorragende Einrichtung, die Termindopplungen mit großer Zuverlässigkeit verhindert. Die Informationsszene hat solch einen Rahmenterminkalender leider nicht. Daher werden nun am ersten Juni-Wochenende (4. bis 6. Juni 2010) gleich zwei Veranstaltungen stattfinden.
Der mir bislang [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der <a href="http://www.dfb.de/index.php?id=97">Rahmenterminkalender</a> des DFB ist immer wieder umstritten wegen der terminlichen Ansetzungen zum Beispiel von Freundschaftsspielen der Nationalmannschaft. Dennoch ist er eine hervorragende Einrichtung, die Termindopplungen mit großer Zuverlässigkeit verhindert. Die Informationsszene hat solch einen Rahmenterminkalender leider nicht. Daher werden nun am ersten Juni-Wochenende (4. bis 6. Juni 2010) gleich zwei Veranstaltungen stattfinden.</p>
<p>Der mir bislang unbekannte Skillshare e.V. organisiert eine Tagung in Lüneburg rund um Wikipedia, wo ich auch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Skillshare">folgende Infos gefunden</a> habe:</p>
<blockquote><p>Skillshare ist eine offene Konferenz der deutschsprachigen Wikimedia-Community, die an einem Wochenende in Lüneburg stattfindet. Skillshare bietet den Mitarbeitern der Wikimedia-Projekte eine Plattform zum Austausch und zum Ausbau ihrer Fähigkeiten durch persönliche Kontakte, Workshops, Vorträge und Schulungen. In Kooperation mit externen Projektpartnern werden die Inhalte der Wikimedia-Projekte in Teilprojekten ausgebaut oder verbessert sowie Kenntnisse zur Wikipedia und ihrer Schwesterprojekte vermittelt.</p>
<p>An unserem Tagungsort haben die Teilnehmer alles, was sie benötigen, um Projektideen zu entwickeln, Themen zu vertiefen oder auch erste Einblicke in bisher unbekannte Bereiche der Wikimedia-Projekte zu bekommen. Erste Workshops und Schulungen sind in Vorbereitung, die Räumlichkeiten sowie die Infrastruktur für weitere Themen und Arbeitsgruppen stehen zur Verfügung.</p>
<p>Neben Veranstaltungen zu heißen Eisen wie Ethik und Artikel zu lebenden Personen und Dauerbrennern à la Urheberrecht werden der Maschinenraum rund um Bots, Scripts und Skins sowie Fotografenthemen aufgegriffen.</p></blockquote>
<p>Schirmdame ist u.a. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Edelgard_Bulmahn">Edelgard Bulmahn</a>. Die <a href="http://www.skillshare.eu/">Webseite</a> (gerade down) hält noch ausführlichere Informationen bereit.</p>
<p>Persönlich etwas spannender finde ich die zeitgleich in  Wilhelmshaven stattfindenden <a href="http://www.urheberrechtstage.de/">Urheberrechtstage</a>. Zitat: </p>
<blockquote><p>Das world wide web, eine horizontale Plattform kollaborativer Kommunikation, läßt die Grenzen zwischen &#8220;Mein&#8221; und &#8220;Dein&#8221; verschwimmen, ja hebt sie im &#8220;Unser&#8221; auf. Alle Nutzer haben und wollen Open Access, womit ursprünglich der barrierefreie Zugang zu wissenschaftlichen Fachinformationen von Wissenschaftlern für Wissenschaftler und die interessierte Öffentlichkeit gemeint ist. Heutzutage ist jeder Internet-Nutzer nicht nur ein Konsument, sondern auch potentiell Urheber und Werkvermittler in eigener Sache. &#8220;Jeder Narr&#8221; könne einen Blog oder ein Video ins Internet stellen, heißt es spöttisch-kritisch, aber ebenso viele professionelle Autoren, Musiker und Wissenschaftler publizieren auf eigene Faust und auf eigene Kosten und stellen ihr Werk über cc-Lizenzen der Öffentlichkeit zur Verfügung. Sie werden so zu Kollegen und Konkurrenten des &#8220;angestammten&#8221;, des traditionellen Medien- und Verlagswesens.</p>
<p>[...]</p>
<p>Der Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung plant in den kommenden Jahren mit dem sog. &#8220;3. Korb&#8221; eine Änderung, eine aktualisierende Anpassung des geltenden Urheberrechts an die Bedürfnisse von Urhebern, Nutzern und Werkvermittlern.</p>
<p>Das Urheberrecht muß die berechtigten Interessen und Bedürfnisse von Urhebern, Nutzern und Werkvermittlern gleichermaßen berücksichtigen. Die Urheberrechtstage wollen diesen steten Prozeß begleiten und allen Beteiligten die Möglichkeit geben, miteinander ins Gespräch zu kommen, sich und die jeweiligen Bedürfnisse, Ängste und Hoffnungen kennenzulernen, in einer freundschaftlichen Atmosphäre konstruktiv zu streiten und sich aneinander anzunähern.</p>
<p>Getreu dem Motto: &#8220;Wir reden miteinander, nicht übereinander.&#8221;</p></blockquote>
<p>Der <a href="http://www.urheberrechtstage.de/#c4p">Call for Paper</a> gilt noch bis zum 26. März. Die Deadline ist also angenehm kurz vorm Veranstaltungstermin, aktuelle Beiträge sind also nicht unmöglich. </p>
<p>[Danke an Nina für den Hinweis!]</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>The Public Domain Manifesto</title>
		<link>http://infobib.de/blog/2010/01/31/the-public-domain-manifesto/</link>
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		<pubDate>Sun, 31 Jan 2010 08:47:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>CH</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung & Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Informationswissenschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[urheberrecht]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus dem Kooptech-Blog
Das neue “Public Domain Manifesto” erinnert daran, dass Wissen verbreitet werden muss – und dass die Prinzipien der Offenheit und Freiheit gepflegt werden müssen, damit das Teilen und Fruchtbarmachen von Wissen auch klappt.
Hier geht&#8217;s zum Manifest (in verschiedenen Übersetzungen), hier direkt zur Unterzeichnung.
Manifest der kulturellen Allmende &#8211; The Public Domain Manifesto
Entstanden im Rahmen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aus dem <a href="http://blog.kooptech.de/2010/01/das-public-domain-manifesto/">Kooptech-Blog</a></p>
<blockquote><p>Das neue “Public Domain Manifesto” erinnert daran, dass Wissen verbreitet werden muss – und dass die Prinzipien der Offenheit und Freiheit gepflegt werden müssen, damit das Teilen und Fruchtbarmachen von Wissen auch klappt.</p></blockquote>
<p>Hier geht&#8217;s <a href="http://www.publicdomainmanifesto.org/node/8">zum Manifest</a> (<a href="http://www.publicdomainmanifesto.org/node/9">in verschiedenen Übersetzungen</a>), hier direkt zur <a href="http://www.publicdomainmanifesto.org/node/8#sign">Unterzeichnung</a>.</p>
<h1>Manifest der kulturellen Allmende &#8211; The Public Domain Manifesto</h1>
<p>Entstanden im Rahmen des von der Europäischen Union geförderten thematischen Forschungsnetzwerks COMMUNIA.<br />
Deutsche Fassung vom 26. Januar (Übersetzung durch <strong>Christian Hufgard</strong> und <strong>Klaas Schmidt</strong>)<br />
<span id="more-3200"></span></p>
<blockquote><p>Le livre, comme livre, appartient à l&#8217;auteur, mais comme pensée, il appartient &#8211; le mot n&#8217;est pas trop vaste &#8211; au genre humain. Toutes les intelligences y ont droit. Si l&#8217;un des deux droits, le droit de l&#8217;écrivain et le droit de l’esprit humain, devait être sacrifié, ce serait, certes, le droit de l’écrivain, car l’intérêt public est notre préoccupation unique, et tous, je le déclare, doivent passer avant nous. <sup><a href="#footnote-1-3200" id="footnote-link-1-3200" title="See the footnote.">1</a></sup>
</p></blockquote>
<blockquote><p>Our markets, our democracy, our science, our tradition of free speech, and our art all depend more heavily on a Public Domain of freely available material than they do on the informational material that is covered by property rights. The Public Domain is not some gummy residue left behind when all the good stuff has been covered by property law. The Public Domain is the place we quarry the building blocks of our culture. It is, in fact, the majority of our culture.<sup><a href="#footnote-2-3200" id="footnote-link-2-3200" title="See the footnote.">2</a></sup></p></blockquote>
<h2>Einleitung</h2>
<p>Kulturelle Allmende, wie wir sie verstehen, bedeutet Reichtum an freien Informationen und Wissen. Einen Reichtum, der nicht durch Urheberrechte oder sonstige Beschränkungen, welche den Zugang oder die Verwendung erschweren, belastet ist.</p>
<p>Ein solcher Zustand von Freiheit kann durch das zeitliche Ablaufen ursprünglich bestehender Rechte begründet sein. Die Freiheit kann aber auch daher rühren, dass von Seiten der Berechtigten alle entsprechenden Rechte mit der Absicht einer Nutzung durch die Allgemeinheit freigegeben wurden. Zu guter Letzt können Informationen und Wissen auch frei sein, weil die Schöpfungshöhe für Urheberrechte oder sonstige gesetzliche Schutzrechte fehlt.</p>
<p>Kulturelle Allmende in dem hier verstandenem Sinne ist das, was die Grundlage unseres im Rahmen von Kultur und Allgemeinwissen ausgedrückten Selbstverständnisses bildet. Die kulturelle Allmende ist der Rohstoff, aus dem neues Wissen und neue Kultur entstehen. Dass dieser Rohstoff für jeden frei verfügbar ist, wann immer er möchte und so häufig er möchte, das ist die ewige Garantie der kulturellen Allmende.</p>
<p>Eine große und starke kulturelle Allmende ist deshalb Voraussetzung für eine lebendige Kultur- und Wissensgesellschaft. Sie spielt eine besondere Rolle im Bereich von Bildung, Wissenschaft, kulturellem Erbe und Informationen der öffentlichen Hand. Artikel 27 Absatz 1 der UN-Menschenrechtscharta ist schwer vorstellbar ohne das, was wir hier die kulturelle Allmende nennen:</p>
<blockquote><p>Jeder hat das Recht, am kulturellen Leben der Gesellschaft frei teilzunehmen, sich an den Künsten zu erfreuen und am wissenschaftlichen Fortschritt und dessen Errungenschaften teilzuhaben. <sup><a href="#footnote-3-3200" id="footnote-link-3-3200" title="See the footnote.">3</a></sup></p></blockquote>
<p>Die vernetzte digitale Wissensgesellschaft geht mit einem neuen Spannungsverhältnis zwischen der kulturellen Allmende und den Werkrechten einher. Um die kulturelle Allmende in diesem Umfeld zu bewahren und zu stärken, bedarf es eines übergreifenden, zeitgemäßen Verständnisses von der Natur und Aufgabe dieser Institution.<br />
Ziel dieses Manifestes ist es deshalb, unser Verständnis der kulturellen Allmende zu erläutern und die notwendigen Grundlagen und Leitlinien zur Stärkung dieser Institution am Beginn des 21. Jahrhundert herauszuarbeiten.</p>
<p>Zu diesem Zweck soll hier die Stellung der kulturellen Allmende in Bezug auf Urheberrechte und sonstige immaterielle Schutzrechte im Bereich des gewerblichen Rechtsschutzes (wie beispielsweise Patent-, Marken- oder Datenbankrechte) untersucht werden. Um das Verständnis des Textes zu erleichtern, soll im Folgenden von allen diesen Rechten unter dem gemeinsamen Oberbegriff der „Werkrechte” gesprochen werden. Alles das, was Gegenstand dieser Rechte ist, sei deshalb folgerichtig unter dem Begriff der „Werke” benannt. Als „Urheber” sind diejenigen vereint, welche sich für das Entstehen von Werken verantwortlich zeichnen.</p>
<h2>Die kulturelle Allmende im 21. Jahrhundert</h2>
<p>Zur der kulturellen Allmende im Sinne dieses Manifests gehören alle kulturellen Güter, die ohne die Beachtung von entsprechenden Werkrechten bedingungslos benutzt werden können. Neben den Werken, die schon aus gesetzlichen Gründen in den benannten Bereich fallen, sollen nach der hier angenommenen Definition auch die vielen Werke gehören, bei denen die Urheber durch entsprechende Kennzeichnung so umfassend wie ihnen möglich auf alle Rechte verzichtet haben. Schließlich werden wir für die Zwecke dieses Textes dem Begriff der kulturellen Allmende auch diejenigen Werke zuordnen, welche aufgrund von gesetzlichen Ausnahmen und Beschränkungen dem Nutzer trotz bestehender Rechte zugänglich sind.</p>
<p>Alle diese Quellen ermöglichen einen weitreichend freien Zugriff auf das, was die Kultur unserer Gesellschaft ausmacht. Sie sind deshalb von hoher Bedeutung. Es gehört zu den vornehmsten Zielen, diese Quellen aufrechtzuerhalten und zu stärken. Jeder soll grundsätzlich frei aus dem schöpfen dürfen, was Gegenstand unseres gemeinsamen Wissens und unserer Kultur ist.</p>
<h3>Kulturelle Allmende im eigentlichen Sinne</h3>
<p>Alles das, was an gemeinsamen Wissen, Kultur und sonstigen Ressourcen schon aufgrund Gesetzes frei von Werkrechten ist, macht den Kernbestand der kulturellen Allmende aus.</p>
<p>Dabei lassen sich zwei verschiedene Gattungen unterscheiden:</p>
<ul>
<li>Werke, bei denen die Rechte der Urheber erloschen sind. Werkrechte sind Rechte, die den Rechteinhabern auf Zeit verliehen werden. Gleichzeitig mit dem Erlöschen dieser Rechte verlieren die gesetzlichen Werknutzungsbeschränkungen ihre Wirkung. In manchen Ländern verbleiben jedoch selbst dann noch Urheberpersönlichkeitsrechte.</li>
<li>Werke, bei denen von Anbeginn die Voraussetzungen für einen gesetzlichen Schutz nicht erfüllt sind. Werkrechtefreiheit liegt vor, wenn einem Werk die erforderliche Schöpfungshöhe fehlt. Trotz einer gewissen Originalität kann Werken jedoch auch dann ein Schutz versagt sein, wenn sie per Gesetz kategorisch von diesem ausgeschlossen sind, wie etwa bloße Daten, Tatsachen, Ideen, amtliche Werke oder sich selbst bedingende Beschreibungen von Abläufen, Verfahren, Konzepten, Prinzipien oder Entdeckungen. Ein Schutz besteht in diesen Fällen nicht, weil die entsprechende Werke zu wichtig für das Funktionieren unserer Gesellschaften sind.
</li>
</ul>
<p>Die kulturelle Allmende im eigentlichen Sinne stellt ein historisch gewachsenes Gleichgewicht in der Abwägung zwischen den gesetzlich verkörperten Interessen der Urheber und der Allgemeinheit dar. Sie ist Grundlage für die kulturelle Erinnerung und Wissensbasis unserer Gesellschaft. Seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts sieht sie sich jedoch sowohl Eingriffen durch die Verlängerung der Werkrechteschutzdauer als auch Eingriffen durch die Einführung zusätzlicher, werkrechteähnlicher Regelungen ausgesetzt.</p>
<h3>Die kulturelle Allmende im weiteren Sinne</h3>
<p>Rund um den beschriebenen strukturellen Kern der kulturellen Allmende gibt es zusätzliche Quellen freier Werke. Der Zugang zu den Werken dieses Ursprungs gründet in einer besonderen Freiheit, die den für eine aktive Kultur- und Wissensgesellschaft lebensnotwendigen Lebensraum schafft. Sie stellt den Vorrang bestimmter gesellschaftlicher Bedürfnisse sicher und schafft die Voraussetzungen dafür, dass Urheber aus freien Stücken über die rechtlichen Belange ihrer Werke bestimmen können. </p>
<p>In manchen Fällen hängt der Zugang zu diesen Quellen  allerdings entweder von der Form der Nutzung oder der Zugehörigkeit zu besonderen Nutzergruppen ab:</p>
<ul>
<li>Werke, die von ihren Urhebern zur freien Verfügung gestellt werden. Es ist Urhebern möglich, ihre gesetzlich gewährten Schutzrechte weitgehend dadurch aufzuheben, dass sie der Allgemeinheit das Recht auf freie Nutzung ihres Werkes in jedweder Form einräumen. In manchen Staaten ist sogar möglich, als Urheber auf sämtliche Rechte zu verzichten und das Werk so schon zu Lebzeiten in den Bereich des strukturellen Kerns der kulturellen Allmende zu überführen. Als Beispiel für eine Definition der freien Nutzung sei hier auf
<ul>
<li>die Free Software Definition unter <a href="http://www.gnu.org/philosphy/free-sw.html">http://www.gnu.org/philosphy/free-sw.html</a>,</li>
<li>die Definition of free cultural works unter <a href="http://freedomdefined.org/Definition">http://freedomdefined.org/Definition</a> </li>
<li>und die Open Knowledge Definition unter <a href="http://opendefinition.org/1.0/Deutsch">http://opendefinition.org/1.0/Deutsch</a> verwiesen.</li>
</ul>
</li>
<li>Ausnahmen und Beschränkungen zu Werkrechten. Es gibt eine begrenzte Anzahl von Umständen, unter denen ein Nutzer gegenüber den üblicherweise bestehenden Werkrechten in seinem Sinne bevorrechtigt ist. Diese Vorrechte stellen bis zu einem gewissen Grad Zugang zu unserer gemeinsamen Kultur- und Wissensbasis sicher und nehmen so eine wichtige soziale Aufgabe wahr. Das Bestehen der Vorrechte ist von wesentlicher Bedeutung für die kulturelle Allmende.</li>
</ul>
<p>Die derzeitige Reichweite der kulturellen Allmende im engen und weiteren Sinne begünstigt Innovationen und kulturelle Teilhabe. Deshalb ist es so wichtig, sie zum Wohle der gesamten Gesellschaft in allen ihren Ausprägungen zu bewahren und ihre Schlüsselrolle auch im Zeitalter rapider technologischer und sozialer Veränderungen aufrechtzuerhalten.</p>
<h2>Generelle Prinzipien</h2>
<p>Bei der Bewahrung der kulturellen Allmende ist es wichtig, eine Reihe von grundlegenden Prinzipien zu beachten. Das Verständnis dieser Prinzipien ist notwendig, um die sinnvolle Funktion der kulturellen Allmende im zunehmend technologischen Umfeld der vernetzten Wissensgesellschaft sicherzustellen. </p>
<h3>Prinzipien der kulturellen Allmende im engeren Sinne:</h3>
<ol>
<li>Die kulturelle Allmende ist die Regel, Werkrechteschutz die Ausnahme. Weil der Schutz von Werkrechten nur für Werke mit einer gewissen Schöpfungshöhe  gewährt wird, bleibt der größte Teil der täglich weltweit erzeugten Daten, Informationen und Ideen automatisch frei und bereichert die kulturelle Allmende. Deren Umfang vergrößert sich daneben zusätzlich jedes Jahr durch das Freiwerden von Werken, deren Werkrechteschutz nach Ende des gesetzlichen Zeitraumes ausläuft. Sowohl die Bewahrung von kreativitätshonorierenden Mindeststandards für die Gewährung von Werkrechteschutz als auch eine maßvolle Werkrechteschutzdauer tragen dazu bei, dass der Zugang zu unserer gemeinsamen Kultur- und Wissensbasis für alle sichergestellt ist.</li>
<li>Werkrechteschutz soll nur so lange dauern, wie es im Rahmen eines Kompromisses zwischen den Interessen der Urheber und der Gesellschaft an unbeschränkter Teilhabe an Kultur und Wissen notwendig ist. Es gibt weder aus der Perspektive der Urheber noch aus historischen, ökonomischen, sozialen oder sonstigen Gründen ein triftiges Argument für eine ausgreifend lange Werkrechteschutzdauer. So legitim es ist, dass Urheber die Früchte ihrer intellektuellen Arbeit ernten, so illegitim ist es, die gesellschaftliche Teilhabe auch nach übermäßig langer Zeit noch zu erschweren.</li>
<li>Was zur kulturellen Allmende gehört, muss kulturelle Allmende bleiben. Es darf nicht sein, dass ursprünglich frei gewordene Werke wieder dadurch unfrei werden, dass ein ausschließlicher Anspruch auf technische Reproduktion dieser Werke erhoben wird. Dasselbe gilt, wenn technische Maßnahmen zur Beschränkung des Zugangs zu solchen technischen Reproduktionen ergriffen werden.</li>
<li>Der rechtmäßige Nutzer einer Digitalkopie eines Werks aus der kulturellen Allmende soll frei sein, die Kopie in seinem Sinne zu verwenden. Der Umstand, dass ein Werk zur kulturellen Allmende gehört, bedeutet nicht notwendigerweise dass es der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden muss. Jedem Eigentümer eines solchen Werkstücks ist es unbenommen, anderen den Zugang zu verwehren. Ist jedoch entsprechender Zugang gewährt worden, sollte es keine gesetzliche Beschränkungen im Hinblick auf die Nutzung digitaler Kopien des Werks geben.</li>
<li>Die Umgehung der durch die kulturelle Allmende gewährter Freiheiten mit Hilfe vertraglicher oder technischer Maßnahmen darf nicht zulässig sein. Werke der kulturellen Allmende dürfen nach Wahl verwendet, bearbeitet und vervielfältigt werden. Es darf nicht zulässig sein, diese Rechte durch vertragliche oder technische Konstruktionen zu beschränken. Das gilt im Bezug auf Werkrechte auch für die durch gesetzlichen Ausnahmen und Beschränkungen gewährten Freiheiten.</li>
</ol>
<h3>Prinzipien der kulturellen Allmende im weiteren Sinne:</h3>
<ol>
<li>Das freiwillige Verzichten auf Werkrechte ist eine legitime Ausübung dieser Rechte. Viele Urheber haben kein Interesse daran, ihre Werkrechte voll auszureizen. Manche möchten sogar vollständig auf alle Rechte am Werk verzichten. Unter der Voraussetzung, dass diese Handlungen freiwillig geschehen, soll die teilweise oder vollständige Freigabe als eine legitime Ausübung der Werkrechte des Urhebers akzeptiert und nicht durch Gesetz oder Konstruktionen wie das Urheberpersönlichkeitsrecht behindert werden.</li>
<li>Ausnahmen und Beschränkungen der Werkrechte müssen im Hinblick auf eine effektive Gewährleistung der maßvollen Abwägung zwischen den Interessen von Urhebern und der Allgemeinheit stetig im Blick behalten werden. Sie sind die Voraussetzung für Nutzervorrechte und eröffnen Spielraum im System der Werkrechte. In einer Zeit schnelllebiger gesellschaftlicher und technologischer Veränderungen ist es notwendig, unter Berücksichtigung der legitimen Urheberinteressen die Fähigkeit der Vorrechte  zur allgemeinen Erschließung unserer Kultur- und Wissensbasis fortwährend zu überprüfen. Die Ausnahmen und Beschränkungen sollten in diesem Sinne als evolutionäre Regelungen verstanden werden, deren regelmäßige Adaption an neue Verhältnisse im allgemeinen Interesse liegt.</li>
</ol>
<p>Neben den vorgenannten grundsätzlichen Erwägungen ist es notwendig, eine Reihe von weiteren Angelegenheiten unmittelbar anzusprechen. Die folgenden Empfehlungen zielen darauf ab, den Bestand der kulturellen Allmende zu schützen und das zukünftige Funktionieren in einer sinnvollen Weise sicherzustellen. Die Empfehlungen beziehen sich grundsätzlich auf das gesamte thematische Spektrum von Werkrechten; besonders relevant sind sie indes für den Bereich der Bildung, wissenschaftlichen Forschung sowie des kulturellen Erbes.</p>
<h2>Empfehlungen</h2>
<ol>
<li>Die Dauer des Schutzes von Werkrechten sollte verkürzt werden. Ein bedingungsloser, zeitlich unverhältnismäßig langer, gegebenenfalls sogar postmortaler Schutz von Werkrechten wirkt sich in einem hohen Maße nachteilig auf die Zugangsmöglichkeiten zur gemeinsamen Kultur- und Wissensbasis unserer Gesellschaft aus. Eine übermäßig lange Schutzdauer vergrößert zudem die Wahrscheinlichkeit so genannter verwaister Werke, bei denen noch während der Laufzeit Urheber beziehungsweise Erben nicht mehr erreicht werden können und somit trotz eingestellter wirtschaftlicher Auswertung des Werkes eine Übernahme in die kulturelle Allmende scheitert. Aus diesem Grunde sollte für neue Werke künftig eine angemessenere Schutzdauer gelten, die ab einem bestimmten Zeitpunkt zudem an formelle Bedingungen geknüpft ist.</li>
<li>Jedwede Änderung des Schutzbereichs von Werkrechten muss die Auswirkungen auf die kulturelle Allmende mit in Betracht ziehen. Änderungen der Schutzdauer werkrechtlicher Bestimmungen dürfen sich nicht rückwirkend auf Werke beziehen, deren Schutzdauer bereits läuft. Die Werkrechte sind eine zeitlich befristete Ausnahme vom Grundsatz der freien Allgemeinverfügbarkeit unserer gemeinsamen Kultur- und Wissensbasis. Auf Kosten der Allgemeinheit ist zu Gunsten einer kleinen Gruppe von Rechtsinhabern die Schutzdauer im 20. Jahrhundert mehrmals verlängert worden. Als Folge dessen ist die Erreichbarkeit eines Großteils nicht nur unserer neuesten, sondern auch neueren Kultur hinter werkrechtlichen Bestimmungen und technischen Einschränkungen verschlossen. Es ist zu gewährleisten, dass sich diese Umstände nicht noch weiter verschlechtern. Vielmehr sollte es künftig das Ziel sein, die Bedingungen in Richtung eines wieder ausgewogeneren Verhältnisses zwischen den Interessen der Verwerter und der Allgemeinheit zurückzuentwickeln.</li>
<li>Gehört ein Werk nach Ablauf der Schutzdauer aufgrund der Bestimmungen seines Ursprungslandes zur kulturellen Allmende, so sollte dies automatisch auch für jeden anderen Staat der Welt gelten. Wenn ein Werk in seinem Ursprungsland keinen Rechtsschutz beanspruchen kann, weil es entweder nicht die erforderliche Schöpfungshöhe aufweist oder die Schutzdauer überschritten hat, sollte es weder für den Urheber noch sonst jemanden möglich sein, Werkrechte in einem anderen Staat beanspruchen zu können, selbst wenn dort grundsätzlich andere Bedingungen gälten.</li>
<li>Jeder Versuch, Werke der kulturellen Allmende zu unterschlagen, muss rechtliche Konsequenzen haben. Um die Vollständigkeit der kulturellen Allmende zu schützen und ihre Nutzer vor unrichtigen oder betrügerischen Ansprüchen zu bewahren, muss jeder bewusste Versuch der Inanspruchnahme ausschließlicher Rechte an einem Werk der kulturellen Allmende für ungesetzlich erklärt werden.</li>
<li>Niemand darf ausschließliche Werkrechte an einem Werk der kreativen Allmende erlangen. Die kreative Allmende ist entscheidend für das Gleichgewicht der Gesamtheit aller Werkrechte. Dieses Gleichgewicht darf nicht durch Versuche zur Erlangung oder Wiederherstellung  von ausschließlichen Rechten beeinträchtigt werden.</li>
<li>Es muss einen effektiven Weg geben, verwaiste oder im regulären Handel dauerhaft vergriffene Werke zur freien Verwendung der Gesellschaft verfügbar zu machen. Die Ausweitung von Schutzbereich und Schutzdauer der Werkrechte hat eine große Menge von Werken zur Folge, die weder irgendwelchen Verfügungsberechtigten noch der kulturellen Allmende zuzurechnen sind. Da von diesem Zustand sowohl Urheber beziehungsweise deren Erben als auch die Allgemeinheit nicht profitieren, sollte ein Weg geschaffen werden, der die freie Weiterverwendung zugunsten der Gemeinschaft ermöglicht.</li>
<li>Kulturinstitutionen sollten es als eine besondere Aufgabe ansehen, Werke der kulturellen Allmende auszuweisen und zu erhalten. Seit Jahrhunderten ist es Auftrag gemeinnütziger Einrichtungen, unsere Kultur- und Wissensbasis zu erhalten. Als Teil dieser Aufgabe sollten sie durch Kennzeichnungs- und Konservierungsmaßnahmen sicherstellen, dass Werke der kulturellen Allmende für die gesamte Gesellschaft frei verfügbar sind.</li>
<li>Das freiwillige Einräumen von Nutzungsrechten oder gar die vollumfängliche Rechtsentäußerung zu Gunsten der kulturellen Allmende darf nicht durch gesetzliche Bestimmungen behindert werden. Beide Handlungen sollten legitime Ausübung der einem Urheber zukommenden Werkrechte sein. Sie sind von hoher Bedeutung für den Zugang der Gesellschaft zu ihren Kultur- und Wissensgütern und sollten aus Respekt vor den Wünschen einer Vielzahl von Urhebern ermöglicht werden.</li>
<li>Unter der Voraussetzung einer Fortentwicklung der Kompensationsmechanismen für Urheber muss private, nicht-kommerzielle Nutzung geschützter Werke grundsätzlich möglich sein. Dabei gilt aber: So wichtig der Zugang jedes einzelnen zur nicht-kommerziellen Nutzung von allen veröffentlichten Werken ist, so wichtig ist es gleichzeitig auch, die Position der Urheber bei jeder Veränderung von Werkrechten zu Gunsten der Werknutzer mit in Betracht zu ziehen.</li>
</ol>
<br /><ol class="footnotes"><li id="footnote-1-3200">Victor Hugo, 1878: « Discours d&#8217;ouverture du Congrès littéraire international de 1878 ».  [<a href="#footnote-link-1-3200">&#8617;</a>]</li><li id="footnote-2-3200">James Boyle, 2008: “The Public Domain”, p. 40f.  [<a href="#footnote-link-2-3200">&#8617;</a>]</li><li id="footnote-3-3200"> Artikel 27 Abs. 1, Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (Resolution 217 A (III) der UN-Generalversammlung vom 10. Dez. 1948)   [<a href="#footnote-link-3-3200">&#8617;</a>]</li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>Freie bibliographische Daten vom CERN</title>
		<link>http://infobib.de/blog/2010/01/29/freie-bibliographische-daten-vom-cern/</link>
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		<pubDate>Fri, 29 Jan 2010 14:41:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>CH</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bibliothek]]></category>
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		<description><![CDATA[Die CERN-Bibliothek hat ihre bibliographischen Daten zum Download zur Verfügung gestellt. 
The actual data export is from 6.12.2009. We are working on providing regular updates. The Data is provided in zipped MARCXML. We are working on providing other formats, specialy RDF.
For a Z39.50 access to the data it will be soon integrated into biblios.org. The [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die CERN-Bibliothek hat ihre <a href="http://gs-service-bookdata.web.cern.ch/gs-service-bookdata/">bibliographischen Daten zum Download</a> zur Verfügung gestellt. </p>
<blockquote><p>The actual data export is from 6.12.2009. We are working on providing regular updates. The Data is provided in zipped MARCXML. We are working on providing other formats, specialy RDF.</p>
<p>For a Z39.50 access to the data it will be soon integrated into biblios.org. The Open Library Project will also integrate the data soon. </p></blockquote>
<p>Mehr dazu auch in der dazugehörigen <a href="http://gs-service-bookdata.web.cern.ch/gs-service-bookdata/announcement.html">Ankündigung</a> oder im schmissigen &#8220;Videoclip zum Download&#8221;:</p>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/-CSmieTXbsk&#038;color1=0x2b405b&#038;color2=0x6b8ab6&#038;hl=en_US&#038;feature=player_embedded&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowScriptAccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/-CSmieTXbsk&#038;color1=0x2b405b&#038;color2=0x6b8ab6&#038;hl=en_US&#038;feature=player_embedded&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" allowScriptAccess="always" width="425" height="344"></embed></object></p>
<p>Alle verfügbaren Daumen hoch, Patrick! Endlich setzt jemand die Forderung nach Open Access zu bibliographischen Daten (Open Bibliographic Data) in die Tat um. Die Pionierleistung ist geschafft, die gewählte Lizenz (<a href="http://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/">CC0</a> und <a href="http://www.opendatacommons.org/licenses/pddl/">Public Domain Dedication</a>) kann besser nicht sein. Gerüchteweise wollen einige Bibliotheken in Kürze folgen.</p>
<p>Und nun bin ich gespannt, was mit den Daten gemacht wird. </p>
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		<title>Repository-Software IR+</title>
		<link>http://infobib.de/blog/2010/01/28/repository-software-ir/</link>
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		<pubDate>Thu, 28 Jan 2010 17:20:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>CH</dc:creator>
				<category><![CDATA[Open Access]]></category>
		<category><![CDATA[Open Source]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
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		<category><![CDATA[dokumentenserver]]></category>
		<category><![CDATA[ir+]]></category>
		<category><![CDATA[repository]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Chronicle of Higher Education berichtet über die neue  Repository-Software IR+ der University of Rochester. 
The idea is to get professors and graduate students to contribute their papers and dissertations to the repository by combining it with a Web-based workspace that accomplishes lots of other stuff they need to write up that research. Stuff [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://code.google.com/p/irplus/"><img src="http://infobib.de/wp/wp-content/uploads/infobib/2010/01/logo_irplus.jpg" alt="Logo IR+" title="Logo IR+" width="32" height="55" class="alignleft size-full wp-image-3213" /></a>Der Chronicle of Higher Education <a href="http://chronicle.com/blogPost/As-Open-Access-Chatter-Grow/20807/">berichtet</a> über die neue  Repository-Software <a href="http://code.google.com/p/irplus/">IR+</a> der University of Rochester. </p>
<blockquote><p>The idea is to get professors and graduate students to contribute their papers and dissertations to the repository by combining it with a Web-based workspace that accomplishes lots of other stuff they need to write up that research. Stuff like creating folders, managing files, and collaborating with colleagues. Also, they get to showcase their work on customized “researcher pages.”</p></blockquote>
<p>Wie wichtig Funktionen wie personalisierbare Seiten sind, wurde hierzublog nun schon oft genug erwähnt. Und in Rochester kann man sich nun am <a href="https://urresearch.rochester.edu/viewResearcherPage.action?researcherId=40">praktischen Beispiel</a> ansehen. Open Access kommt nur voran, wenn die Server den Wissenschaftlern handfesten Mehrwert bieten. Repository-Entwickler, sehr Euch IR+ bitte genau an! Das Repository selbst muss diese Funktionalitäten nicht unbedingt anbieten, aber die Schnittstellen dafür müssen geschaffen und gut dokumentiert werden. Mehr zum Thema Schnittstellen (Serviceorientierte Architektur) übrigens <a href="http://jakoblog.de/2010/01/27/bibliothekskataloge-fur-mobile-endgerate/">aktuell im Jakoblog</a>.</p>
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		<title>Helfer für Haiti gesucht</title>
		<link>http://infobib.de/blog/2010/01/27/helfer-fur-haiti-gesucht/</link>
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		<pubDate>Wed, 27 Jan 2010 15:55:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>CH</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausland]]></category>
		<category><![CDATA[Bibliothek]]></category>
		<category><![CDATA[buchrestaurierung]]></category>
		<category><![CDATA[erdbeben]]></category>
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		<category><![CDATA[kulturgut]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch die Bibliotheken in Haiti haben unter dem Erdbeben gelitten. 


[via un petit cabanon]
Der BIB hat dazu nun einen Brief der Association of National Committees of the Blue Shield (ANCBS) veröffentlicht, in dem Freiwillige zur Mitarbeit bei der Wiederherstellung der Bibliotheken auf Haiti aufgerufen werden:
The Association of National Committees of the Blue Shield (ANCBS) wants [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch die Bibliotheken in Haiti haben unter dem Erdbeben gelitten. </p>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/CNjy8BNllWc&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/CNjy8BNllWc&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/3Z-5TiEtiC8&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/3Z-5TiEtiC8&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
<p>[via <a href="http://affinitiz.com/space/unpetitcabanon/content/une-des-plus-riches-bibliotheques-haitiennes-detruite_0919BFBE-9455-F491-9773-39F54230E663">un petit cabanon</a>]</p>
<p>Der BIB hat dazu nun einen Brief der <a href="http://www.ancbs.org/">Association of National Committees of the Blue Shield</a> (ANCBS) <a href="http://www.bib-info.de/verband/der-bib-und-die-welt/ifla/aktuell-haiti.html">veröffentlicht</a>, in dem Freiwillige zur Mitarbeit bei der Wiederherstellung der Bibliotheken auf Haiti aufgerufen werden:</p>
<blockquote><p>The Association of National Committees of the Blue Shield (ANCBS) wants to help the people of Haiti.</p>
<p>The earthquake in Haiti of 12th January has caused an enormous devastation. The amount of people that lost their lives is beyond imagination. At the moment basic humanitarian aid and the rebuilding of a functioning infrastructure is crucial.</p>
<p>However, as soon as the situation in Haiti has become more stable, Blue Shield wants to help to enable experts from all over the world to support their Haitian colleagues in assessing the damage to the cultural heritage and therefore to the identity of their country. Subsequently, Blue Shield wants to support recovery, restoration and repair measures necessary to rebuild libraries, archives, museums, monuments and sites.<br />
An important task of ANCBS is to coordinate information. ANCBS needs to know who and where the experts are. ANCBS therefore calls upon archivists, restorers, curators, librarians, architects and other experts to register online as a volunteer.</p>
<p>ANCBS wants to be able to bring experts in contact with those organizations that will send missions to Haiti, and make sure that volunteers will be informed about the situation in Haiti.</p>
<p>Please join Blue Shield to help your Haitian colleagues.</p>
<p>You may find the application form via: <a href="http://haiti2010.blueshield-international.org/">http://haiti2010.blueshield-international.org/</a></p>
<p>The statement of Blue Shield on the Haitian earthquake.</p>
<p>The actions of Blue Shield can also be followed on <a href="http://www.facebook.com/group.php?v=info&#038;gid=247281734340">Facebook</a>  and <a href="http://twitter.com/blueshieldcoop">Twitter</a></p>
<p>Please feel free to spread this message!</p>
<p>On behalf of ANCBS,<br />
Karl von Habsburg, President</p></blockquote>
<p>Weitere Infos gibt es <a href="http://www.bib-info.de/verband/der-bib-und-die-welt/ifla/aktuell-haiti.html">vom BIB</a>.</p>
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		<item>
		<title>SuMa-Awards 2010</title>
		<link>http://infobib.de/blog/2010/01/27/suma-awards-2010/</link>
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		<pubDate>Wed, 27 Jan 2010 15:28:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>CH</dc:creator>
				<category><![CDATA[Suchmaschinen]]></category>
		<category><![CDATA[preis]]></category>
		<category><![CDATA[suma ev]]></category>
		<category><![CDATA[wettbewerb]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch 2010 wird der SuMa-Award auf&#8217;s Neue vergeben.
Mit einem Marktanteil von über 90% hat ein einziger Anbieter in Deutschland das Quasi-Monopol auf den Zugang zu den Informationen im Internet. Welche Nutzerdaten erfasst und für welche Zwecke diese verwendet werden lässt sich nicht nachvollziehen. Von einem freien, pluralistischen und demokratischen Zugang zum Wissen im Netz kann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch 2010 wird der <a href="http://www.suma-awards.de/">SuMa-Award</a> auf&#8217;s Neue vergeben.</p>
<blockquote><p>Mit einem Marktanteil von über 90% hat ein einziger Anbieter in Deutschland das Quasi-Monopol auf den Zugang zu den Informationen im Internet. Welche Nutzerdaten erfasst und für welche Zwecke diese verwendet werden lässt sich nicht nachvollziehen. Von einem freien, pluralistischen und demokratischen Zugang zum Wissen im Netz kann schon lange nicht mehr die Rede sein.</p>
<p>Mit den SuMa Awards wollen wir ein deutliches Zeichen gegen diese Entwicklung setzten und zugleich für Aufklärung sorgen. Der SuMa-eV spricht zusammen mit dem Bundesverband Deutscher Internet-Portale (BDIP) all diejenigen an, die sich mit dem Einfluss digitaler Informationen auf unsere Gesellschaft konstruktiv auseinandersetzen, sei es künstlerisch, wissenschaftlich, journalistisch, pädagogisch, technisch, im familiären Alltag oder auf jede beliebige andere Art und Weise.</p>
<p>Unser Ziel ist es, die Bedeutung der Informationserschließung für die zukünftige Entwicklung unserer Gesellschaft in das Bewusstsein und den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken.</p>
<p>Die Verleihung der SuMa Awards unterliegt keiner thematischen Einschränkung. Eingereichte Arbeiten können ihre Botschaft beispielsweise in künstlerischer, wissenschaftlicher, programmierter, literarischer, juristischer oder medialer Form ausdrücken &#8211; aufklärend, provokativ, veranschaulichend etc. Beispiele und Inspiration finden Sie unter unseren bisherigen Preisträgern sowie in unserer Projektgalerie.</p>
<p>Jede/r kann sich beteiligen: Reichen Sie Ihre Vorschläge einfach per E-Mail an <a href="mailto://awards@suma-ev.de">awards@suma-ev.de</a> ein.</p></blockquote>
<p>Jeder SuMa-Award ist mit 2000-3000 Euro dotiert. Einsendeschluß ist der 30.6.2010. Auf den SuMa-Seiten gibt es weitere <a href="http://www.suma-awards.de/details.html">Informationen zur Teilnahme</a>.</p>
]]></content:encoded>
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