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Interessantes aus Informations- und Bibliothekswesen

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Archiv: baden-württemberg

Im Koalitionsvertrag der Grün-Roten Koalition in Baden-Württemberg (PDF) sind zwei erfreuliche Abschnitte zu finden. Der Erste beschäftigt sich mit “Leistungsfähiger Informationsinfrastruktur und Open Access” (S. 14):

Der Zugang zu Datenbanken und E-Journals sowie die Nachhaltigkeit und Nachnutzung wissenschaftlicher Daten wird neben der Geräteausstattung ein immer wichtigerer Faktor für Forschungsund Innovationsprozesse. Wir werden deshalb verstärkt in die Informationsversorgung investieren.

Gleichzeitig wollen wir größtmögliche Transparenz und allgemeine Zugänglichkeit zu wissenschaftlichen Daten herstellen. Dazu werden wir gemeinsam mit den Hochschulen und Universitätsbibliotheken des Landes eine Open-Access-Strategie entwickeln. Dabei prüfen wir, wie das Prinzip umgesetzt werden kann, alle öffentlich geförderten und alle durch das Land beauftragten Forschungsergebnisse kostenfrei der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Möglichkeit der Hochschulen zur Forschung im Auftrag Dritter darf dadurch nicht beeinträchtigt werden.

Weiterhin wird erhöhte Transparenz bei militärisch relevanter Forschung gefordert.

Der Zweite Abschnitt beschäftigt sich mit “Transparenz des Regierungshandelns im Netz” (S. 79):

Wir stehen für eine offene Gesellschaft und eine transparente Verwaltung. Die bisherigen Aktivitäten Baden-Württembergs im Bereich e-Government und digitaler Demokratie werden wir ausbauen. Dabei werden wir insbesondere auch auf die Barrierefreiheit aller öffentlichen Angebote achten, und darauf, dass Teilhabe am öffentlichen Leben auch ohne Netzzugang möglich bleibt. Zu den großen Chancen digitaler Netze gehört die Möglichkeit, die Grundlagen des Regierungshandelns transparent und zugänglich zu machen.

In einem umfassenden Informationsfreiheitsgesetz werden wir gesetzliche Regelungen treffen, damit Bürgerinnen und Bürger unter Beachtung des Datenschutzes grundsätzlich freien Zugang zu den bei den öffentlichen Verwaltungen vorhandenen Informationen haben. Wir werden unser Regierungshandeln daran orientieren, die zugrunde liegenden Daten und Dokumente weitestmöglich öffentlich zugänglich zu machen. Hier orientieren wir uns am Grundsatz „Open Data“.

Drei Bibliotheken in Baden-Württemberg (Konstanz, Mannheim, Tübingen) gehen in dieser Hinsicht mit gutem Beispiel voran. Sie haben ihre Katalogdaten unter CC0 veröffentlicht. Die UB Mannheim bietet Linked Open Data (zum SPARQL-Endpoint) wie kürzlich schon hier erwähnt.

Zukünftige Steuerzahler (sogenannte High Potentials) plädieren für den sinnvollen Umgang mit Steuergeldern. Sie wollen, dass es u.a. in Bibliotheken investiert wird.

Den Rotstift ausgerechnet bei den Bibliotheken oder Tutorien anzusetzen, ist für Maisch eher kontraproduktiv. “Da läuft doch schon jetzt alles auf Sparflamme.” Auch im Internet-Zeitalter seien beileibe noch nicht alle Fachbücher im Netz.

Mehr darüber bei Heise.

2009 9 Jul

Beste Bibliotheken im Südwesten

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Wie weltonline berichtet gibt es die besten wissenschaftlichen Bibliotheken Deutschlands in Baden-Württemberg, die Daten bezieht der Artikel aus dem BIX.

Wie man dem Newsletter der Württembergischen Landesbibliothek entnehmen kann, wird dort ab dem 9. Mai eine Jahresbenutzungsgebühr von 30 Euro erhoben.

bitte beachten Sie, dass nach der Verkündigung im Gesetzblatt Baden-Württemberg, voraussichtlich mit Wirkung zum 9. Mai 2009, eine novellierte Bibliotheksgebührenverordnung in Kraft treten wird.
Neu ist die Einführung einer Benutzungsgebühr für die Landesbibliotheken (§ 2 n.F).

30 Euro! Vermutlich möchte die Landesregierung der Schweinegrippe ungesunden Lesewuth entschlossen entgegentreten.

Sehr geehrter Ministerpräsident Günther Oettinger: können Sie mir sagen, wo der Sinn dieser Maßnahme liegt? Als Volkswirt sollten Sie eigentlich wissen, dass man an dieser Stelle nicht unbedingt kürzen sollte. Betriebswirtschaftlich sind Benutzungsgebühren übrigens auch nicht immer ein Erfolgsmodell, wie unter anderem das Beispiel Schaffhausen belegt.

Notiz zum Stellenwert des Themas Bibliotheken in Baden-Württemberg: Von dort kam zu meiner Umfrage zu Landesbibliotheksgesetzen außer einer nichtssagenden Antwort der FDP keine Reaktion.

[via Netbib]


Auch Landesregierung Baden-Württemberg gegen ungesunde Lesewuth! von CH steht unter einer Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland Lizenz. blogoscoop
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