16th
November
2009
Anette Schavan im Deutschlandfunk:
… jetzt geht es darum, in der Tat die Bildungsdebatte nicht nur theoretisch zu führen, sondern dafür zu sorgen, dass zum Beispiel keine Schule mehr ohne eigene Bibliothek ist. Eine Bibliothek gehört mitten in die Schule. Und wo es nicht mitten in der Schule ist, muss der Weg zur Bibliothek außerhalb der Schule kurz sein. Und es muss Regelmäßigkeit hineinkommen, also nicht nur das spektakuläre Projekt, sondern in der Bibliothek arbeiten können, Bücher ausleihen, Vorlesen auch in der Klasse als Teil des schulischen Alltags.
Da möchte sich jemand an seinen Taten messen lassen. Wer dem Bibliotheksalltag inklusive aufwändiger Leseförderung finanzieren will, muss Personal finanzieren. Umsichtig weist Schavan darauf hin, dass Bibliotheken von den unterschiedlichsten Trägern unterhalten werden. Ob das ein Hinweis ist, dass sie selbst kein Geld in die Hand nehmen wird? Föderalismus kann ja so bequem sein. Frau Schavan, überraschen Sie mich bitte!
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6th
Januar
2009
Die uncoolen BibliotekarInnen machen auf ein Weblog aufmerksam, dass den Umzug der Fachbereichsbibliotheken Informationswissenschaften und Sozialarbeit in Potsdam diskutiert und dokumentiert. Wirklich ein Musterbeispiel für den sinnvollen Einsatz von Social Software in Bibliotheken
, wie schon aus der regen Anteilnahme der Nutzer in den Kommentaren ersichtlich ist.
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10th
November
2008
Die Smart Bitches zitieren eine namentlich nicht genannte Zeitung aus Philadelphia, die über die Finanzkrise und daraus resultierende Löcher in den Kommunalkassen der USA berichtet. Die Folge sind Bibliotheksschließungen und Kürzungen der Öffnungszeiten.
Cutting 220 jobs throughout the city government, approximately one third of those layoffs will come from the library staff.
Unbedingt die Kommentare lesen!
Nebenbei bemerkt: Erst kürzlich las ich irgendwo (Hinweise, wo das gewesen sein könnte, werden dankbar angenommen), dass sich Finanzkrisen tendenziell eher gut auf die Bibliotheken auswirken würden. Das bezog sich dann wohl nur auf die Ausleihzahlen, nicht unbedingt auf die Ausstattung.
[via LISNews]
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26th
März
2008
Die junge Welt im Artikel Rock’n’ Sachverstand über Bibliotheken im Bericht Bestandsaufnahme des kulturellen Lebens in Deutschland (PDF, Drucksache 16/7000 des Deutschen Bundestags) der Enquetekommission »Kultur in Deutschland« des Bundestags mit insgesamt 465 Handlungsempfehlungen:
Die ausreichende Versorgung mit Bibliotheken in der DDR soll noch erwähnt werden, weil im Bericht vermerkt ist, daß ihre Zahl von 1999 bis 2005 um fast ein Fünftel geschrumpft ist. Einer Handlungsempfehlung ist zuzustimmen: »Öffentliche Bibliotheken sollen keine freiwillige Aufgabe sein, sondern eine Pflichtaufgabe werden.«
Mehr zum Thema findet sich stets aktuell in Eric Steinhauers Blog Bibliotheksrecht (in dem die Kommentare leider immer noch geschlossen sind).
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27th
Februar
2008
Deutliche Worte von Wissenschaftsminister Dr. Thomas Goppel: In einem Bericht an den Hochschulausschuss des bayerischen Landtags nimmt er Stellung zur Situation der wissenschaftlichen Bibliotheken und warnt vor „einer chronischen Unterversorgung“.
So steht es zumindest im Nordbayerischen Kurier. Der Bericht selbst dient als interne Beratungsgrundlage für die Abgeordneten
, wie mir vom Büro des Ausschusses sehr zügig mitgeteilt wurde, und kann daher nicht eingesehen werden. Aber Bayern gilt hierzublog eh nicht als besonders auskunftsfreudig.
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25th
Januar
2008
Am morgigen Samstag rufen die Betroffenenvertretung Helmholtzplatz und der Jederzeit Musik e.V. zu einer Protestaktion gegen die Schließung der Berliner Stadtteilbibliothek im Eliashof auf.
Interessierte sollen Regale und Bücher mitbringen, die dann vor der geschlossenen Bibliothek platziert werden. Die Anwohner wollen so demonstrieren, dass im Kiez etwas fehle: ein Platz für Bücher und Musik.
Plakat zur Aktion
[via taz]
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19th
Februar
2007
Die linke Zeitung über die Bibliothekspolitik der Linkspartei/PDS in Berlin:
Wenn dann auch noch die „unentgeltliche Nutzung der Bibliotheken” als spektakulärer Erfolg der regierungsbeteiligten Linkspartei.PDS in Berlin hingestellt wird, gleichzeitig aber verschwiegen wird, dass die Berliner Bibliotheken vom rot-roten Senat reihenweise geschlossen werden, entlarvt sich das eigene Politikverständnis als pure Verhöhnung der Wählerschaften – und ganz passend dazu heißt es in der „Dessauer Erklärung” über die Berliner Regierunsbeteiligung abschließend: „Es zeigt sich: Politisches Engagement und Konzentration auf die zentralen sozialen Fragen zahlt sich unter allen Konstellationen für die Menschen aus…; dies ist auch der Maßstab für Entscheidungen für oder gegen Regierungsbeteiligungen. Deswegen begrüßen wir es, dass die rot-rote Koalition in Berlin fortgesetzt werden kann.”
Berlin ist auf Bibliothekssterben.de sehr oft gelistet.
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3rd
Februar
2007
Laut Marl Aktuell will die Marler SPD die Stadtbibliothek aus finanziellen Gründen schließen. Gebetsmühlenhaft sei an dieser Stelle daran erinnert, dass sich Stadtbibliotheken auch für die Wirtschaft lohnen.
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