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Archiv: david weinberger

Teil der Operation Frühjahrsputz, in deren Verlauf angefangene und nie beendete Postings einfach so veröffentlicht werden. Eigentlich wollte ich ausführlich begründen, warum das Buch so lesenswert ist. Das mache ich jetzt nicht mehr. Ich werfe das Stöckchen auch niemandem zu. Wer es aufheben möchte, soll das natürlich dennoch gerne machen!

Vor kurzem fragte ich:

Was mich zu der Frage bringt, ob Blogstöckchen schon so sehr außer Mode sind, dass man eine Vintage-Retro-Renaissance-Auflage mit der Frage starten kann, welche drei Bücher der letzten fünf Jahre für den LIS-Bereich persönlich am besten/wichtigsten gefunden wurden. Kann man?

Die Reaktion war einstimmig positiv. Ich erweitere die Auswahl allerdings auf Zeitschriftenartikel, Blogpostings und so weiter. Gleichzeitig reduziere ich die Anzahl auf ein einziges Werk. Mein Favorit, der mir nach nicht allzu langem Überlegen eingefallen ist:

Weinberger, David: Das Ende der Schublade : die Macht der neuen digitalen Unordnung. München: Hanser.

Dieses Buch sollte jeder lesen, der in irgendeiner Art und Weise mit Ordnungssystemen zu tun hat. Bibliothekswesen auf jeden Fall. Und auch jedem, der einfach gerne gut geschriebene Sachbücher liest, kann ich es ans Herz legen.

Anne Christensen macht auf Plan3t.info auf Shelflife (hatten wir hier schon einmal) aufmerksam. Dabei handelt es sich um einen pfiffigen Versuch, den Mehrwert des Stöberns am Regal in die digitale Welt zu übertragen.

Am meisten beeindruckt bin ich davon, dass die Farbe der Buchrücken die Relevanz der jeweiligen Titel abbildet, und zwar auf Grundlage von lokalen Ausleihdaten sowie der Verwendung der Titel in Kursen und Seminaren der Universität. “Community Relevance” heißt dieser Faktor, den das clevere Entwicklungsteam einführt und damit bestehende interessante Vorschläge zur Integration von Popularitätsdaten in Ranking-Algorithmen aufgreift.

Mehr dazu im Video:

Tutorial from Harvard Library Innovation Lab on Vimeo.

Und natürlich (auch weiterführende Links) in Annes Posting auf Plan3t.info.

David Weinberger stellt in seinem Blog zwei seiner Projekte vor, ShelfLife und LibraryCloud:

Upon the announcement of the beta sprint in May, we partnered up with folks at thirteen other institutions…an amazing group of people. Our small team at Harvard , with generous internal support, built ShelfLife and LibraryCloud on top of the integrated catalogs of five libraries, public and university, with a combined count of almost 15 million items, plus circulation data. We also pulled in some choice items from the Web, including metadata about every TED talk, open courseware, and Wikipedia pages about books. (Finding all or even most of the Wikipedia pages about books required real ingenuity on the part of our team, and was a fun project that we’re in the process of writing up.)

The metadata about those items goes into LibraryCloud, which collects and openly publishes that metadata via APIs and as linked open data. We’re proposing LibraryCloud to DPLA as a metadata server for the data DPLA collects, so that people can write library analytics programs, integrate library item information into other sites and apps, build recommendation and navigation systems, etc. We see this as an important way what libraries know can become fully a part of the Web ecosystem.

ShelfLife baut auf verschiedenen Annahmen auf. Unter anderem: Libraries are social systems. Library items are social objects. A library navigation system should be social as well.

Einen Prototypen gibt es auch. Mehr Infos in seinem Blog.


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