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Thieme setzt auf Flash für eBooks

20th April 2010

Thieme setzt auf Flash für eBooks

Oliver Obst sinniert in Medinfo über die Vorläufigkeit der eBooks anhand von Thieme, die neuerdings auf Flash für nichtregistrierte User setzen:

Hier steht man mit zigtausend Euro bei dreitausend Studenten im Wort. Aus IHREN Studienbeiträgen wurden die Thieme-Bücher gekauft, IHNEN hat man versichert, dass sie PDFs bekommen würden, mit den man auch offline oder am iPhone/iPad arbeiten kann. Das soll jetzt nicht mehr möglich sein? (Der Download einzelner Seiten als PDF zählt für mich nicht als PDF-Nutzung, dazu ist es zu kompliziert und langsam – noch komplizierter als die bisherige Nutzung der in zig PDFs atomisierten Thieme-Bücher).

Atomisierte Bücher sind eine schöne Formulierung für die Unsitte, ein Buch nicht komplett zum Download anzubieten. “Wasch mich, aber mach mich nicht nass” ist auch bei anderen eBookern gern gesehen. Bei der Inetbib sprach ich darüber mit verschiedenen eBook-Anbietern. Auf die Frage, warum man ein Buch nicht komplett zum Download anbieten würde, wurde stets verneint, dass es primär um die Erhöhung der Klickraten ginge. Vielmehr seien in erster Linie die Begrenzung des Traffics der Grund und natürlich die Überlegung, dass atomisierte eBooks nicht so schnell ihren Weg in die dunklen Schlünde des Internets finden.

[via netbib]

Von CH in Bibliothek, EDV | Tags: | Comments Off

14th Dezember 2009

E-Books aus der Sesamstraße

On Tuesday, Sesame Workshop, the nonprofit organization that produces Sesame Street, launched its first e-book collection for young readers. There are currently five Sesame Street e-books are available to read online for free; the company will add more titles next month. Impelsys is the exclusive licensee/seller of Sesame Street e-book content, at www.sesamestreet.org/ebooks.

Nicht nur, aber bestimmt auch für krümelnde Nutzer. Der Begriff E-Book führt m.E. aber ein wenig in die Irre. Eine Downloadmöglichkeit für den Gebrauch auf einem E-Book-Reader konnte ich nicht finden. Es handelt sich eher um eine hübsch gestaltete Webseite.

[via Publishers Weekly]

Von CH in Bildung & Gesellschaft | Tags: | Comments Off

20th Juli 2009

Amazons Kindle mit Copyright-Problemen

Amazon hat rechtmäßig erworbene E-Books von Kindle-Lesegeräten ungefragt gelöscht und den Kaufpreis zurückerstattet.

Wie Amazon gegenüber der New York Times erklärte, seien die Bücher von einer Firma namens MobileReference in den Kindle-Store eingestellt worden, die die dazu nötigen Rechte nicht besaß.

Ironischerweise handelte es sich bei den gelöschten Werke um George Orwells “1984″ und “Animal Farm”.

Mehr Infos bei heise.de.

Von NU in Digitalisierung, Schnickschnack | Tags: | 1 Comment

23rd Januar 2008

DRM, eBooks, Wasserzeichen & das Jodeldiplom

Keep an eye on DRM, meint John Blyberg. Positiv fällt ihm auf, dass nun endlich alle großen Musikkonzerne auf DRM verzichten.

While I think this particular trend is encouraging, we ought not throw a ticker-tape parade just yet. It seems that in place of DRM, studios are opting for digital watermarks. What that means is that every music download will have, embedded in it, a unique serial number that ties that file with the original purchaser. Obviously, this carries with it some significant privacy concern.

David Kravets berichtet über Szenarien, wie diese Wasserzeichen zum Einsatz kommen könnten:

EFF’s Von Lohmann speculated that watermarks could even enable ISPs to filter out peer-to-peer traffic when they detect a copyright work in transit.

It’s no secret that the Motion Picture Association of America and the Recording Industry Association of America are working with ISPs toward the goal of network-wide piracy filters. Representatives from AT&T discussed that at the Consumer Electronics Show in Las Vegas on Tuesday.

But Von Lohmann added it’s too soon to conclude that watermarks will be put to that kind of Orwellian use.

Es ist höchst unwahrscheinlich, dass sich die Musikindustrie diese Gelegenheit entgehen lassen wird, wieder mal juristisch gegen ihre Kunden vorzugehen. In diesem Zusammenhang interessant ist jedoch, was sich für Anwendungsmöglichkeiten für staatliche Kontrollorgane bieten. “Wassergezeichnete” eBooks könnten auf dem Weg von einem Leser zum anderen verfolgt werden.

Ein anderes Thema ist die Benutzerfreundlichkeit der eBook-Reader. Durch künstliche Beschränkungen wird der Käufer gegängelt, z.B. beim Kindle. Das beinhaltet zum einen natürlich DRM, aber auch die Schaffung proprietärer Formate. Dem Kindlehacker Igor Skochinsky im Interview mit Humayun Kabir:

HK: Is there any fundamental difference between Mobipocket and Kindle formats? If so, what kind of?

Igor: The .azw format is exactly the same as Mobipocket.

Mit anderen Worten: Das azw-Format heißt azw-Format, weil man unbedingt was eigenes haben wollte. Für den Fall empfiehlt sich eigentlich das Jodeldiplom, dann erübrigt sich die Nutzerschikane.

Von CH in Bibliothek | Tags: | 3 Comments

4th Januar 2008

Auch Sony BMG nun ohne DRM

Gestern habe ich noch darüber genörgelt, und heute kündigt BMG einen Kurswechsel in Sachen DRM an. Wie Heise berichtet, wird auch Sony BMG in Zukunft MP3-Dateien ohne Nutzergängelung (a.k.a. DRM) verkaufen.

Diese Entwicklung lässt mich zwei Fragen stellen.

  1. Wie lange werden nun die E-Book-Verkäufer und -Verleiher brauchen, um ebenfalls zu der Einsicht zu gelangen, dass man als Firma nie gewinnt, wenn man seinen Kunden generell misstraut und gegen sie arbeitet und entwickelt?
  2. Werden mir nun alle Wünsche binnen Tagesfrist erfüllt? Nur zur Sicherheit: Einmal Weltfrieden und kosmische Harmonie, bitte!

Von CH in EDV | Tags: | 1 Comment

3rd Januar 2008

Prognose für 2008: Medienkonzerne werden verlieren

Andreas Göldi versucht sich in Prophezeiungen für das Jahr 2008. Unter anderem prognostiziert er, dass traditionelle Medienkonzerne zu den großen Verlierern gehören werden:

Sorry, aber weder die Musik-, noch die Film-, noch die Zeitungs-, noch die Fernsehbranche haben 2007 irgendeinen Hinweis darauf gegeben, dass sie digitale Medien verstehen und eine brauchbare Strategie für den Umgang mit diesem Phänomen haben.

Auch wenn er sie nicht erwähnt, trifft diese Feststellung auch auf die Verlagsbranche zu. Einzelne Verlage – bezeichnenderweise oft im Bereich der IT-Literatur – versuchen sich zwar in innovativen Marketing- und Vermarktungsstrategien, aber das uralte Thema E-Books wird immer noch künstlich am Durchbruch gehindert. Stichwort: DRM. Es ist wirklich erstaunlich, wie beratungsresistent die Branche in diesem Punkt ist. Es ist ebenso erstaunlich, wieviele Bibliotheken trotz der offensichtlichen Mängel diverser Projekte Verträge abschließen, die nur einem Teil ihrer Nutzerschaft überhaupt etwas bringen können.

Die Verlagsbranche scheint auch nicht aus den Fehlern der Musikbranche lernen zu wollen. Immerhin ist dort allmählich so etwas wie Einsicht zu vermuten. Wie der Kleinreport gestern berichtete, hat nämlich auch Warner Music inzwischen umdenken müssen und bietet nun DRM-freie MP3s via Amazon an. Heise stellt dazu fest: Unter den Major-Labels ist nun Sony BMG das einzige Unternehmen, das seine Musik ausschließlich per DRM geschützt vertreibt.

Vielleicht findet dort erst ein Umdenken statt, wenn BMG nicht mehr zu Bertelsmann gehört?

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4th Dezember 2007

Advents-E-Books von Entwickler-Press

Falls es sich noch nicht rumgesprochen hat: Entwickler-Press hat einen Adventskalender mit E-Books. Heute gibt es “Das Google Web Toolkit” von Ralph Steyer. DRM-frei!

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20th August 2007

DRM vs. Mobipocket

Der Ebook-Dienstleister Mobipocket kommt anscheinend mit seinem DRM-Server nicht klar und ist deswegen seit Tagen nicht erreichbar. Hintergründe liefert Jayson Billington in einem Kommentar zu einem Posting von JK on the run:
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13th August 2007

Studie über Verlage: “Herausforderung Media 3.0″

“Herausforderung Media 3.0″ (PDF) ist eine Studie von Deloitte Deutschland benannt, die sich mit den Verlagsstrategien bezüglich digitaler Inhalte kümmert.

[via Wortgefecht]

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7th August 2007

Google und die bleichen Bibliothekare

David Hesse schreibt in der ein kleines Artikelchen über Googles Digitalisierungen, bemüht ein paar wirklich abgegriffene Klischees (Hinterher eilen bleiche Bibliothekare…) und streift einige wenige Aspekte des Themas, die eigentlich eine genauere Betrachtung verdienen würden:

Warum sich Google die weltgrösste digitale Bibliothek zusammenscannt, weiss niemand so genau. Der Bücherverantwortliche im Londoner Google-Sitz findet die Frage müssig und schwärmt von der Demokratisierung des Weltwissens: «Wir sorgen dafür, dass Studenten in Afrika umsonst Bücher aus Lausanne lesen können», sagt er. Wie viel sich die Firma dies kosten lässt und was sie sich ertraglich davon verspricht, wird nicht verraten.

Da Google nicht eben das Rote Kreuz ist, erntet die Geheimniskrämerei viel Kritik. Wer garantiert dem Verschwörungstheoretiker, dass ihm nicht die Bücher des bestzahlenden Verlags zuerst serviert werden? Dass in China oder Russland nicht unliebsame Autoren herausgefiltert werden? Dass nicht Teile des Weltwissens gelöscht werden, wenn sie einem Gesetzgeber nicht mehr gefallen? Google hält sich an nationale Bücherverbote, so dass etwa in den USA eine Google-Buchsuche nach Hitlers «Mein Kampf» erfolglos bleibt.

Auch der letzte Satz des Artikels ist mehr als ein kurzes Nachdenken wert:

Während alle um die Wette scannen, interessiert sich die Leserschaft kaum für digitale Bibliotheken.

Von CH in Bibliothek, Digitalisierung, Suchmaschinen | Tags: | Comments Off

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