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Interessantes aus Informations- und Bibliothekswesen

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Archiv: facebook

Google1 schafft RSS-Alerts ab, berichtet Jürgen auf Netbib. Was soll’s, Google? Wer braucht schon freie, offene und etablierte Standards, wenn man statt dessen – ja, was eigentlich? Marco Ament (Instapaper) hat sich dem Thema ausführlich gewidmet und zitiert zum Thema Niedergang der Schnittstellen:

But [Facebook] did grow. And grow. And grow. And suddenly the AOL business model didn’t seem so crazy anymore. It seemed ahead of its time.

Once Facebook had proven that it was possible to be the one-stop-shop for your user’s every need, that became the model to emulate. Startups stopped seeing themselves as just one part of a bigger web. Now they wanted to be the only service that their users would ever need… just like Facebook.

Seen from that perspective, the open flow of information via APIs — allowing data to flow porously between services — no longer seemed like such a good idea.

Wie sorgte AOL damals für Hohn und Spott! Niemand will eine Gated Community, wenn man doch das ganze Web haben könnte! Nun ist es das Businessmodell, mit dem man Investoren und Kunden glücklich machen kann.2

Sowohl Aments Posting als auch das hier zitierte von Jeremy Keith sind zur Lektüre empfohlen.


  1. Wird’s Zeit für eine eigene Kategorie mit Googles abgeschafften Diensten? []
  2. Und Geheimdienste, aber das ist ein anderes Thema. []

Martin Kramer (Krefelder Mediothek) schreibt in seinem Blog etwas ausführlicher, warum er den wichtigsten, geilsten und erfüllensten Job der Welt hat: “Sag mal, machst Du das freiwillig….oder warum wir Bibliotheken brauchen!”

2012 18 Okt

Wenn Facebook in den 90ern entstanden wäre..

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2012 19 Jul

Blog statt Facebook

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“Auf Facebook kann man alles machen, was Facebook gefällt.” (Stabenau, 2012)

Jürgen Plieninger macht in Netbib nicht nur auf die Bibliojobs-Debatte aufmerksam, sondern erwähnt auch Kurrently als geeignetes Werkzeug, die Debattenbeiträge zu verfolgen.

Sucht man dort nach dem Begriff Bibliojobs, erhält man Ergebnisse aus Facebook und Twitter. In Facebook wird aber entweder nicht über das Thema diskutiert, oder es wird in Kurrently nicht alles angezeigt. Falls hier jemand mitliest, der seinen Account noch nicht gelöscht hat, wäre ich für Erkenntnisse aus einem kleinen Versuch dankbar.

Teil der Operation Frühjahrsputz, in deren Verlauf angefangene und nie beendete Postings einfach so veröffentlicht werden. Dieses Posting finde ich aus bloghistorischer Sicht besonders interessant. Ich lag übrigens mächtig daneben mit meiner Prognose.

Mit meiner Trend-Ansage für 2010 lag ich einigermaßen richtig. Linked (Open) Data ist wirklich ein Dauerthema geworden. Immer noch auf dem aufsteigenden Ast, aber inzwischen im bibliothekarischen Bewusstsein verankert. Auch beim anderen prophezeiten Trend, mobile Bibliotheksanwendungen, ist noch Luft nach oben. Thema waren sie jedoch auch jeden Fall. Daher wage ich es, auch für das nächste Jahr eine Prognose abzugeben.

Trend Nr. 1 für 2011 werden Peer-to-Peer-Anwendungen (P2P) verschiedenster Art sein. Verschiedene Vorgänge der jüngeren Vergangenheit haben auch Laien drastisch vorgeführt, wie fragil digitale Kommunikation ist. In Ägypten wurde das Netz kurzerhand abgeschaltet

Zentral Dezentral
Twitter Identi.ca
Facebook Diaspora
Google Yacy

http://webzwonull.ishp.de/allgemein/amazon-facebook-twitter-und-das-hausrecht-in-der-cloud/

http://annalist.noblogs.org/post/2011/01/08/us-justiz-holt-die-netze-ein/

http://derstandard.at/1289609196058/P2P-DNS-Pirate-Bay-Gruender-unterstuetzt-alternatives-Domain-Name-System

P2P-DNS

PS: Der erste Monat des Jahres ist schon wieder herum, und dieses Posting harrte immer noch der Fertigstellung. Daher ist es nun in nicht so ausführlicher Form wie ursprünglich geplant.

Einer Studie von Comscore (im Wall Street Journal wiedergegeben) zufolge fällt die monatliche Nutzungszeit von Google+ pro User deutlich geringer aus als die z.B. von Facebook. PC-User verbrachten zwischen September 2011 und Januar 2012 etwa drei Minuten pro Monat in Google+. Facebook kommt dagegen auf sechs bis sieben Stunden. Venturebeat tritt noch einmal mit der Behauptung nach, dass sogar “social networking pariah MySpace” auf eine durchschnittliche Nutzungszeit von 8 Minuten pro Monat käme.

Gegenüber Venturebeat hat Google auch geäußert, worum es bei Google+ eigentlich geht:

The reality that Google+ is much more than a destination site makes it exceedingly hard for any third-party research firm to monitor or measure its performance. Google thinks about the service not as a site but as a deepening of its relationship to billions of existing users who are already committed to Google’s services like Search, YouTube, Android, etc. By this measure, engagement is already enormous.

Es geht Google also nicht um die Beziehungen der Nutzer untereinander, sondern um Googles Beziehung zu den Nutzern. Das ist wenigstens eine klare Aussage.

Nicht nur in Hamburg sagt man Tschüss.

Danny Sullivan hat auf Searchengineland.com eindrucksvoll dargelegt, welchen Einfluss Google+ auf die Suchergebnisse hat. Und wie relevant es für Unternehmen wird, künftig auf Google+ vertreten zu sein. Eric Schmidt behauptet allerdings etwas anderes:

Did he [Eric Schmidt, Anm. des Verf.] think Google was favoring itself too much with the suggestions of Google Plus?

“No.”

Da bleibt nur noch, sich MG Siegler anzuschließen:

How on Earth is Google going to avoid antitrust inquiries with their new Search+ features announced today? If Facebook, Twitter, etc, have any decent presence in DC, the ball began rolling a few hours ago.

Die juristische Aufarbeitung der Browserkriege könnte hier einen Nachfolger finden.

Update: Ich sehe gerade, dass mit “Social Network Wars” bereits ein Name gefunden ist.

2011 11 Jul

Ravelry: Strick-Community

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Farhad Manjoo schrieb vor einigen Tagen für Slate einen interessanten Artikel (“A Tight-Knit Community”) über das auf die Strick-Community spezialisierte Social Network Ravelry.

The best social network you’ve (probably) never heard of is one-five-hundredth the size of Facebook. It has no video chat feature, it doesn’t let you check in to your favorite restaurant, and there are no games. The company that runs it has just four employees, one of whom is responsible for programming the entire operation. It has never taken any venture capital money and has no plans to go public. Despite these apparent shortcomings, the site’s members absolutely adore it.

Dass die strickende Gemeinde auch im Web sehr gut miteinander verknüpft, verwoben, verstrickt ist, war schon in der Kartographierung der deutschsprachigen Blogosphäre von John Kelly und Jan Schmidt klar geworden.

2011 29 Jun

Google wird social

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Im Februar 2010 wurde vielerorts die Frage gestellt, ob Google den Twitter-Killer an den Start gebracht hat. Gemeint war Google Buzz. Ein Jahr später wird nicht Twitter gemeuchelt, nun ist Facebook dran. Googles neuester (und lang erwarteter) Clou heißt Google+. Die einfache Erweiterung des Markennamens um ein Pluszeichen deutet wohl daraufhin, wie wichtig Google dieses Feature ist. Das Zeichen einfach wieder zu entfernen, wenn der Dienst – wie so viele Google-Dienste – floppt, wäre ein drastisches Symbol des Scheiterns für Googles Social-Web-Strategie.

Das Konzept steht auf drei Säulen.

Circles:

Man teilt normalerweise verschiedene Dinge mit verschiedenen Leuten. Aber es sollte nicht in Stress ausarten, das Richtige mit den richtigen Personen zu teilen. Mit Circles können Sie ganz einfach einen Kreis für Ihre engsten Freunde, die Fußballkumpel oder Ihre Tanzgruppe anlegen, einen anderen für Ihre Familie und einen eigenen nur für Ihren Chef – genau wie im richtigen Leben.

Hangouts:

Wenn man beim Ausgehen zufällig auf Freunde trifft, ist das oft der Anfang eines unvergesslichen Abends. Mit Hangouts wird so ein unverhofftes Treffen erstmals ins Web verlegt. Lassen Sie Ihre Freunde wissen, dass Sie im Hangout sind, und lassen Sie sich überrraschen, wer vorbeischaut. Noch nicht ganz so gut wie Beamen, aber fast!

Sparks:

Hat Ihr Großvater auch früher Artikel aus der Zeitung ausgeschnitten und sie Ihnen geschickt? Sparks macht etwas Ähnliches: Es sucht nach Videos und Artikeln, die Ihnen gefallen könnten, sodass Sie immer etwas zum Anschauen, Lesen oder Teilen haben.

Google hat aus dem Buzz-Debakel gelernt. Hatte man dort auf eine Opt-Out-Klausel gesetzt und viele Daten ohne explizite Einwillung der Nutzer veröffentlicht, möchte man es nun anders angehen. Im Googlewatchblog ist zum Datenschutz zu lesen:

Google hat übrigens auf den Datenschutz geachtet und schreibt in der Ankündigung: Es ist uns bewusst, dass Google+ ein neuartiges Projekt ist, das einen anderen Schwerpunkt erfordert: eure Person. Deswegen geben wir euch differenziertere Optionen, privat zu bleiben oder Dinge öffentlich zu machen, mehr Auswahlmöglichkeiten im Hinblick auf eure Daten und eure Kontakte und mehr Gelegenheiten, uns zu sagen, ob wir das auch gut machen.

Ein Video zu Google+ gibt’s natürlich auch:

Scheitert Google+? Wetten werden angenommen. Ich lehne mich aus dem Fenster: das Projekt wird jetzt von zwei Dritteln der Social-Media-Irgendwasse gehyped, und in einem Jahr spricht niemand mehr darüber.


Google wird social von CH steht unter einer Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland Lizenz. blogoscoop
Infobib läuft unter Wordpress.3.0.5 | Theme: angepasst nach : Gabis Wordpress-Templates | Creative Commons Lizenzvertrag 25 Verweise - 0.423 Sekunden.