2nd
Dezember
2009
Aus Mitteln des Konjunkturprogramms II soll ab 2011 der Aufbau eines nationalen Webportals finanziert werden, welches das digitale Kulturgut von 30 000 Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen zusammenführen soll. Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) bezeichnete das Vorhaben als “eine angemessene Antwort auf Google”.
Andere Prioritäten als in der gängigen Praxis des Suchmaschinengiganten sollen Urheberrecht und Leistungsschutzrechten eingeräumt werden:
Im Unterschied zu Google werden bei der DDB die Rechte-Inhaber zuerst gefragt, und dann wird gehandelt – „dokumentiert und jederzeit nachvollziehbar“, sagte Neumann.
[via FAZ.net, Heise.de]
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14th
November
2009
Laut Pressemeldungen wurde von Google, der Autorenvereinigung Authors Guild und dem Verlegerverband AAP ein revidierter Entwurf für das Google Book Settlement vorgelegt. Demnach soll sich der Geltungsbereich der Vereinbarung auf Werke beschränken, die urheberrechtlich in den USA, Kanada, Großbritannien oder Australien registriert sind.
Mehr dazu u.a. bei ZEIT online, Börsenblatt.
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31st
Oktober
2009
Ok, OCR-Unfälle sind nichts besonderes. Dennoch: Wer sich bei Archive.org den Volltext der “ladinischen Idiome in Ladinien, Gröden Fassa, Buchenstein, Ampezzo” ansehen möchte, stößt auf folgende einleitende Bemerkung:

This is a digital copy of a book that was prcscrvod for gcncrations on library shclvcs bcforc it was carcfully scannod by Google as pari of a projcct to make the world’s books discoverablc online.
Ist das ein gröden-fassadisches Ladiner-Idiom? 1337 sp3@k? Googles Mitarbeiter neigen ja zu so etwas.
Wer noch mehr dieser carefully scanned books
sucht, findet sie natürlich auch per Google. Man bediene sich am besten einer Phrasensuche nach “prcscrvod for gcncrations”.
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21st
April
2009
Nach Marek Lieberberg möchte sich nun Bodo Kirchhoff vor den Karren des Börsenvereins spannen lassen. In den Tagesthemen durfte er bar jeder Kenntnis der Materie sein Unbehagen an der “Proletarisierung” seiner Werke durch Googles Buchsuche zum Ausdruck bringen. Das sich jeder über Wissen hermacht, wie er will
, ist offensichtlich nicht im elitären Sinne Kirchhoffs.
Ich konnte kein Werk von Kirchhoff ausfindig machen, dass über Googles Buchsuche tatsächlich vollständig verfügbar gemacht wurde. Bei allen (z.B. bei bei dieser Ausgabe des “Schundromans”) waren nur einzelne Abschnitte durchsuchbar, nicht einmal eine ganze Seite konnte ich mir anzeigen lassen. War das Kirchhoff nicht bekannt? Und ist ihm auch nicht bekannt, dass er selbst in die Proletarisierung
in erheblich größerem Umfang eingewilligt hat, als er seine Einwilligung zur Veröffentlichung einer Leseprobe auf einer für ihn eingerichteten Webseite gab? Vielleicht ist er aber auch der abwegigen Meinung, dass man die von ihm genehmigte Leseprobe schließlich nur im Gesamtkontext der Webseite aufnehmen würde.
Die Tagesthemen übernehmen übrigens unkritisch das Wort “Urheberrechtsbruch”, was für mich ganz klar einer Vorverurteilung Googles gleich kommt. Wer sich über schlechten Journalismus und ahnungslose Dichter aufregen möchte, der sollte sich den Beitrag auf der Webseite der Tagesthemen ansehen. Der betreffende Teil fängt fast exakt in Minute 26 an.
Ein Kommentar zur Sendung findet sich auch bei Archivalia.
Von CH in Bildung & Gesellschaft, Recht | Tags: bodo kirchhoff • google book search • heidelberger_appell • journalismus • tagesthemen • urheberrecht |
2nd
April
2009
Im Artikel Using Book Data Providers to Improve Services to Patrons in der neuen Code4Lib-Ausgabe beschreibt Mike Beccaria, wie er für ein Widget bibliographische Informationen über die APIs von Librarything, Open Library und Google Book Search bezieht.
At Paul Smith’s College, I recently implemented a “New Books” display using open APIs and an image scroller. In this article I’ll give a brief overview of Google Book Search, OpenLibrary and Worldcat, explain how I created this New Books Widget using book cover data, and provide readers with some practical and simple code to show how to collect this data. This article will be of interest to anyone who wants to read about a brief overview of current state of free book data service providers. Additionally, beginner programmers will likely find the examples at the end of the article helpful when getting started with projects of their own.
Sein Widget beschreibt er folgendermaßen:
Python software that reads a text file containing ISBN numbers and uses them to query Open Library and Google Book Search for book information from the respective libraries and adds them to a MYSQL database. Also downloads and processes book thumbnail covers.
Eine interessante Ergänzung zur Kollektion ähnlicher Widgets im Code4Lib-Wiki, die bei der Weiterentwicklung des Open Book Widgets sicherlich Einfluß haben wird.
Von CH in Bibliothek, Open Source, Web 2.0 | Tags: api • bibliothek20 • google book search • librarything • open-library • openbook widget • python |
25th
März
2009
Update 12. Juni 2009: Auf dieser Seite werden nur die 100 aktuellsten Links angezeigt. Die vollständige Liste gibt’s bei Delicious:
Dem Heidelberger Appell und den vorhergehenden Artikeln in taz und FAZ folgten inzwischen glücklicherweise schon ein paar Appelle an den gesunden Menschenverstand. Hervorheben möchte ich hier nur die Matthias Spielkamps Essay Open Excess: Der Heidelberger Appell im Perlentaucher, Ben Kadens ausführliche Replik und natürlich Joachim Eberhardts Postings zu der Angst des Roland Reuß vor Open Access in drei Teilen (1, 2 & 3). Um den Überblick nicht zu verlieren habe ich eine kleine Materialsammlung rund um die Debatte angelegt, die unter dem Tag heidelberger_appell bei Delicious zu finden ist. Sicherlich nicht vollständig, aber vielleicht für den einen oder anderen ganz nützlich:
Von CH in Bildung & Gesellschaft, Open Access, Recht | Tags: google book search • heidelberger_appell • Open Access • urheberrecht • verlage |
23rd
September
2008
Google hat eine neue Embed-Funktion für die Google-Buchsuche angekündigt. Damit kann man – sofern vorhanden – den Scan samt Suchfunktion und noch einigen anderen Spielereien in eine andere Homepage oder ein Blog einbinden.
Der dazu benötigte Code lässt sich mit dem Preview-Wizard erzeugen. Benutzerfreundlich ist das nicht, aber immerhin funktioniert es. Und die UoC-Library hat es sogar schon (testweise?) in den Katalog eingebunden. Für deutsche Bibliotheken kommt das im Normalfall noch nicht in Frage, da einfach noch nicht ausreichend Material zur Verfügung steht.
[via ReadWriteWeb]
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9th
Juni
2008
Tim Spalding schreibt im Thingology-Blog des öfteren über interessante Mashups- und APIs rund um das Buch. Unter anderen natürlich auch über die GBS API, mit der man unter anderem Buchcover in Kataloge holen kann. Bzw. könnte, wenn man dürfte. Mehr darüber bei Thingology.
Von CH in Recht, Web 2.0 | Tags: api • buchcover • google book search • librarything • tim-spalding |
23rd
Oktober
2007
In ihrer gestrigen Ausgabe berichtete die New York Times über Konkurrenten zu Googles Book Search Projekt.
Das Boston Library Consortium lehnte kürzlich Googles Offerte ab und entschied sich für die Zusammenarbeit mit “Open Content Alliance“.
Libraries that agree to work with Google must agree to a set of terms, which include making the material unavailable to other commercial search services. Microsoft places a similar restriction on the books it converts to electronic form. The Open Content Alliance, by contrast, is making the material available to any search service.
Katie Hafners Artikel “Libraries Shun Deals to Place Books on Web” ist hier nachzulesen.
Auch Heise berichtet über das Thema.
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