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Optimisc: Michael Schaarwächter bloggt

24th Juni 2008

Optimisc: Michael Schaarwächter bloggt

Wieder mal ein neues bibliothekarisches Blog: Optimisc. Autor ist Michael Schaarwächter (alias ‘Mr Inetbib’). Schon seit April schreibt er von Bibliothekarischem, Technischem und anderen schönen Dingen.

Natürlich ist der Optimisc schon im LIS Wiki und in der Biblioblogsuche

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11th April 2008

Inetbib 2008: eUniversity & Archivierung

Friedrich Hesse von der Universität Tübingen über „Dynamik bildungsrelevanter Informationsumwelten“
Paradigmen der Lernforschung: Auswendiglernen, Operantes Konditionieren (Verhaltensselektion), Beobachtungslernen, Modelllernen, Kognitive Wende. Ulrik Neisser führt von der Lern- zur Wissenspsychologie.

Wissensressourcen: Wissen ist nicht nur im Kopf vorhanden, sondern auch extern. Ist das dann Wissen oder Information?

Eric Hilgendorf: Anforderungen virtueller Studiengänge an Bibliotheken- am Beispiel der Jurisprudenz.
Hinter dem Wortschwall von Politik und Presse zum E-Learning verbergen sich ernstzunehmende Enwicklungen, die jedoch nicht mit ökonomischen Erwägungen verquickt werden sollten. Stichwort: Personaleinsparung durch computergestützte Lehre.

-> uniwikität – Kooperation mit Aserbaidschan

Reinhard Altenhöner: „Zwischen Vision und Alltag“ Über den neuen Sammelauftrag.

Ständiger Wandel der Formate, Migration und Emulation
Aufbau einer Harvesting-Infrastruktur, um sowohl Push- als auch Pullszenarien anbieten zu können.
Aufbau eines generischen Import-Verfahrens für Objekte und Metadaten.

Spannend: Die DNB möchte sich in Zukunft an der Entwicklung von Webstandards beteiligen. Eine Ankündigung, die Erwartungen weckt.

BSB & Google:
Ziel: Ca. 1000 Exemplare pro Tag. Workflowdatenbank. Bemerkungen, warum nicht gescannt werden konnte. GoogleZEND (ZEND)

Alles in Worldcat!

Vorsichtige Schätzung: Erste Ergebnisse ca. Ende Juli/Anfang August im Netz, Zuerst muss der Workflow wirklich perfekt funktionieren.

Die BSB möchet ausdrückllich verhindern, dass urheberechtsfreies Material frei verfügbar wird. Die BSB möchte offensichtlich ihre „Marktführerschaft“ im Altbestand durch künstliche Verknappung gemeinfreier Inhalte behalten.

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10th April 2008

Inetbib 2008: Bibliothekar 2.0

Bibliothek 2.0: Upgrade vom Bibliothekar zum Bibliothekar 2.0

Lambert Heller referiert über den Wandel der beruflichen Erfordernisse. Beschleunigung, neue Medien, Techniken, lebenslanges Lernen.

Patrick Danowski: “Bisher sind wir Wegweiser zu guten Informationen, jetzt können wir auch Wegweiser zu guten Diensten sein.”

Tugenden der BibliothekarInnen 2.0; Neugierde, offen für Veränderungen, Neues auszuprobieren, selbst mit neuer Technik vertraut werden.

Kleine Anmerkung am Rande: Patrick betont zu Recht, dass es notwendig und sinnvoll ist, einfach mal etwas auszuprobieren, ohne gleich zu wissen, wofür etwas denn gut sein könnte. Der berufliche Alltag lässt das leider nur sehr eingeschränkt zu.

Er berichtet von einem Aprilscherz, bei dem ein US-amerikanischer Bibliotheksleiter verkündete, die Katalogisierung werde geschlossen, es gibt jetzt statt des Kataloges ein Wiki, in dem die Nutzer die bibliographischen Daten selbst eintragen. Ich hoffe, das spricht sich bei der Bertelsmann-Fraktion des deutschen Bibliothekswesens nicht herum. Der oder die eine oder andere Bibliotheksleiter könnte auf die Idee kommen, so sei doch noch ein bißchen Personal zu sparen.

Lambert Heller ruft zur Partizipation auf. Kurzform: Bloggt, Kollegen! Abonniert RSS-Feeds! Nutzt Social-Bookmarking-Dienste!

Siehe auch Edlefs neues Lernen-2.0-Blog.

Immerhin wurde um mich herum eifrig mitgeschrieben. Mal sehen, ob die Biblioblogosphäre bald explodiert, ;o)

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10th April 2008

Inetbib 2008: Motivation von Wikipedia-Autoren

Joachim Schroer versucht, die Motivation von Wikipedia-Autoren zu beschreiben. Zuerst gibt er einen groben Überblick über die Qualität von Wikipedia-Artikeln im allgemeinen (Wikipedia vs. Brockhaus, Britannica etc.).

Artikel mit vielen Autoren haben durchschnittlich eine höhere Qualität, ein Anteil von 50% anonymer Autoren ist unproblematisch.

90% der Inhalte stammen von 10% der Autoren. Vandalismus wird häufig (ca. 40% des erkannten Vandalismus?) vom ersten Leser korrigiert.

Vorstellung trust coloring demo und stabile Version.

Zur Motivation von Wikipedia-Autoren: Drei Klassen für freiwilliges Engagement (Klandermans 1997, 2004).
Norm-orientierte Motive, Kosten und Nutzen, kollektive Motive.
Vierte Klasse zeichnet sich ab: Identifikation mit der Bewegung.

Arbeitspsychologisch: Job characteristics model (Hackman & Oldman, 1974, 1980)

Über die Hälfte der befragten, stark engagierten Autoren ist in Vollzeit (43%) oder Teilzeit (10%) berufstätig.

Mit zunehmendem Engagement steigt die Zufriedenheit der Wikipedianutzer, allerdings nur bis zu einem gewissen Punkt. Ein Phänomen, das bekannt ist. Frustrierte Ex-Vielautoren gibt es ja so einige.

Interessanter Vortrag. Die Motivation zum Engagement in freien WIssensgemeinschaften ist prinzipiell auch ein Thema, mit dem sich Bibliotheken beschäftigen müssen, besonders wenn es nutzergenerierte Inhalte (Katalog-Tagging, Rezensionen etc.) geht.

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9th April 2008

Inetbib 2008: Jin Tan – Second Life & Bibliotheken

Virtuelle Identität braucht zur Kommunikation die Dimension der Räumlichkeit. 2L ist digitale Face-2-Face-Kommunikation.

Spannende Diskussion pro und kontra Bibliotheken in 2L. Bücherhalle Hamburg bald in 2L vertreten. Tenor der Diskussion: Verschlechterung der Benutzbarkeit gegenüber der “konventionellen” Benutzeroberfläche. Benutzerkommentar: Ist 2L ein adäquater Schlauch für unseren Wein? Ähnlich sinnvoll wie Kohlfahrt 2.0.

Keine neuen Argumente. Pro war eigentlich nur das “Argument”, dass es innovativ ist und die Bibliotheken das deswegen auch machen müssten.

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9th April 2008

Inetbib 2008: Urheberrecht

“Spinn ich oder die anderen?” – Das Gute am neuen Urheberrecht und das Häßliche am neuen Subito-Rahmenvertrag zum Kopienversand.

Von Dr. Harald Müller, Bibliothek des Max-Planck-Instituts für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht.

Dieser Vortrag ist unmöglich in Kürze wiederzugeben. Herr Müller, dies ist ein öffentlicher Aufruf, die Folien mit Tonspur zu versehen ins Netz zu stellen!

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9th April 2008

Inetbib 2008: Webbasierte Literaturverwaltung

Von Dr. Thomas Stöber und Astrid Teichert, Universitätsbibliothek Augsburg

Typologie:
Geschlossene Systeme wie Citavi, Endnote (Einzelplatzbenutzung)
Halboffene Systeme: EndNote Web, RefWorks (begrenzte Freigaben)
Offene Systeme: Bibsonomy, Connotea (offener Benutzungskreis, Prinzipien des social bookmarking) „informationelle Gemeinschaftsbibliographien“ (Lambert Heller)

Anwendungsszenarien:

  • Freigaben mit Lesezugriff (read only)
  • Literaturlisten
  • Schriftenverzeichnisse
  • thematische Bibliographien
  • geschlossene Datensammlungen (für begrenzten Nutzerkreis)
  • aktive und passive Nutzung
  • offene Datensammlungen

Perspektiven:
Offene Wissenschaft: Ist es im Interesse von Wissenschaftlern, ihre Tätigkeit öffentlich zu machen?
Sind die offenen Dienste wirklich eine Alternative zu konventionellen Literaturverwaltungen?
Künftige Konvergenz: Endnote geht ins Netz, Citavi auch, RefWorks dagegen auch als Offlineversion.

Patrick Danowski macht noch auf scholarz.net aufmerksam?

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9th April 2008

Inetbib 2008: Block 2 – Bibliothek aktuell

RFID-Technologie in der Münchner Stadtbibliothek: Selbstverbuchung – Mediensicherung – Benutzerausweis – Aktivitäten von Dr. Eva Schubert, Münchener Stadtbibliothek.

In Stichworten:
Dank geeigneter baulicher Maßnahmen erweiterte Öffnungszeiten, gesundheitliche Entlastung der Mitarbeiter (Handscanner), Imagegewinn, mehr Diskretion (?).

Sicherheitsphilosophie: Teilweise ungesicherter Freihandbestand muss in Kauf genommen werden, Buchbeschädigungen wird unter Berücksichtigung ökonomischer Aspekte nur noch eingeschränkt verfolgt.

Die Mitarbeiter stehen nicht mehr hinter dem “Thekenbollwerk” (sic!), sondern bewegen sich frei.

Die Referentin suggeriert einen Zusammenhang zwischen einer Zunahme der Benutzung durch die Einführung von RFID. Klingt fragwürdig.

“Kunden helfen Kunden”. Es wird also eine bibliothekarische Dienstleistung an den Nutzer “outgesourced”.

Probleme:

  • Metallschicht von Datenträgern. Alte CDs mit dicker Metallschicht und neue mit großer Kapazität können nicht gesichert werden.
  • Medienkoffer
  • Unterschiedliche Reichweite der Lesegeräte
  • 2D-Gates
  • Kosten

Kein Wort zur Mitarbeiterzufriedenheit.

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9th April 2008

Inetbib 2008: Evolution des Internets

Eröffnungsvortrag: Zur Evolution der Internetdienste von Prof. Dr. Phuoc Tran-Gia Prof. Dr. Phuoc Tran-Gia (Universität Würzburg).

Tran-Gia berichtet über die Grenzen des internet protocol, über Skalierungsprobleme und den “drohenden Kollaps” des Internets. Er prognostiziert eine evolutionäre Weiterentwicklung des Internets, da ein Neuanfang nach tabula rasa ohne alten Ballast zwar wünschenswert, aber nicht durchsetzbar ist.

Trends in Schlagworten: Multi network services, Edge based Intelligence & Platforms, Service Discovery Engine.

Die Entwicklung geht so schnell, dass meine Vorstellung nicht reicht, um Dinge vorauszusagen.

P2P sorgt für ca. zwei Drittel der Netzauslastung.

Kleine Zwischenbemerkung: Neben mir wird eifrig getwittert.

P2P, besonders BitTorrent ist jetzt schon unverzichtbar für die Verteilung großer Datenmengen, Beispiel neue Linuxversionen.

Anwendungen entstehen am Netzrand

Quality of service: Wie schnell finde ich ein Buch im Katalog? Messbare Qualität.
Quality of experience: Wie zufrieden bin ich mit einer Dienstleistung? Subjektive Empfindung.

Höhere Dienstgüte durch granulare Dienste.

Sehr guter Einführungsvortrag!

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7th April 2008

Tipps für Konferenzblogger

Passend zur Inetbib 2008: “Tips for conference bloggers” als 6-seitiges PDF oder als 3-seitiges Kleinformat (ebenfalls PDF).

Via Lunch over IP, und ebenda gibt es noch weitere Links zum Thema.

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