21st
Juni
2010
Call for Papers für das 12. ISI (Internationale Symposium für Informationswissenschaft) an der Uni Hildesheim unter dem Motto “Information und Wissen: global, sozial und frei?”
Beiträge sind insbesondere zu folgenden Themenschwerpunkten gewünscht
* E-Learning, E-Science
* E-Society, E-Culture, E-Commerce
* Globalisierung von Informationsprozessen
* Information Retrieval
* Informationsinfrastruktur und ihre Weiterentwicklung (u. a. Forschungsdaten, virtuelle Forschungsumgebungen)
* Informationsmanagement und Wissensmanagement
* Informationsverhalten (information behavior) und Informationskompetenz (information literacy)
* Internationalisierung von Information und Wissen
* Mensch-Maschine-Interaktion, Usability, Mobility
* Multimedia, Multimodalität, Multilingualität
* Open Access, Open Education, Open Innovation
* Qualitätsmanagement und Evaluation
* Social Web, Collaborative Media
* Visualisierung
Neben den genannten Themenschwerpunkten können auch andere Arbeiten zur Informationswissenschaft und angrenzenden Disziplinen eingereicht werden. Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch.
Deadline ist der 25. Oktober 2010. Und hier gibt es weitere Informationen, Kontaktdaten, etc.
Von CH in Informationswissenschaft, Open Content | Tags: cfp • freies-wissen • informationsfreiheit • Informationswissenschaft • isi • isi2011 • konferenz |
22nd
März
2010
Die Bundestagsfraktion der Grünen begrüßt die Veröffentlichung bibliographischer Daten unter CC0-Lizenz.
Gerade in Zeiten, in denen Werke und Daten oftmals unter rein finanziellen Gesichtspunkten betrachtet werden, ist die Freigabe von solchen öffentlichen Beständen ein Gebot der Stunde. Die Bereitstellung von Daten, deren Erstellung erst durch öffentliche Mittel ermöglicht wurde, darf sich künftig jedoch nicht bloß auf Bibliotheken beschränken. Während es uns andere Länder vormachen und ihre staatlichen Daten-Bestände für die Öffentlichkeit nutzbar machen, gibt es in Deutschland noch erheblichen Nachholbedarf. Der nun eingeschlagene Weg für mehr Transparenz und Partizipation muss daher konsequent fortgesetzt werden.
Wer sich für diese Themen wie z.B. Open Data, Transparenz oder Informationsfreiheit interessiert, dem sei das Open-Data-Network empfohlen, in dessen Blog ich kürzlich einen Gastbeitrag veröffentlichen durfte.
Das Network richtet am 17. und 18. April, also leider parallel zur Inetbib-Tagung einen (eigentlich: zwei) Open-Data-Hackday(s) aus:
Mit dem Opendata Hackday “Apps 4 Democracy” wollen wir einen Beitrag dazu leisten Daten aus Politik und Verwaltung öffentlich zugänglich zu machen.
Der Ideenwettbewerb ist eröffnet: Wer hat die besten Ideen für Webseiten / Apps / Visualisierungen / Mashups um die Daten der öffentlichen Verwaltung zugänglich zu machen und so dazu beizutragen Verwaltung und Regierung offen, transparent und bürgernah zu gestalten?
Auch Datenprovider sind gerne gesehen!
Von CH in Bibliothek | Tags: 1337 • bundestag • e-government • grüne • hacker • inetbib2010 • informationsfreiheit • niedersachsen • open data • unkonferenz |
14th
Januar
2010
Netzpolitik.org macht auf die angekündigte Enquête-Kommission “Internet und digitale Gesellschaft” aufmerksam. Mitglieder werden je 13 Sachverständige und 13 Mitglieder des Bundestages sein:
- 5x CDU
- 3x SPD
- 2x FDP
- 2x Linke
- 1x Grüne
Es sind verschiedene Themen angekündigt. Eine Auswahl:
- Stärkung des Bewusstseins für den Wert geistigen Eigentums
- Maßnahmen zur digitalen Sicherung des kulturellen Erbes und seiner Nutzung
- Förderung der Medienkompetenz, Medienerziehung in Schule, Hochschule sowie Aus- und Weiterbildung
- Internationale Zusammenarbeit in Forschung und Wissenschaft
- Strategien zur Überwindung der digitalen Spaltung (Digital Divide)
- Initiativen zum freien Zugang zu den Ergebnissen staatlich finanzierter Forschung (Open Access)
- Weiterentwicklung und Definition offener Standards und Normen
- Weiterentwicklung der staatlichen Dienstleistungen (eGovernment)
- Strategien für einen freien Zugang zu staatlichen Informationen (Open Data)
Auswahl und Hervorhebungen von mir, die komplette Liste entnehme man bitte dem Netzpolitik-Posting.
Von CH in Bibliothek | Tags: bundestag • e-government • informationsfreiheit • medienkompetenz • netzpolitik • Open Access • opendata • standards |
6th
Januar
2010
Wikileaks braucht Geld und streikt:
To concentrate on raising the funds necessary to keep us alive into 2010, we have very reluctantly suspended all other operations, until Jan 6.
Statt des Wikis findet man unter der Adresse wikileaks.de zur Zeit nur einen Spendenaufruf. Einer der Wikileaks-Verantwortlichen beschreibt in einem Interview, warum Wikileaks so wichtig ist und wo genau der Schuh drückt.
Spendenmöglichkeiten sind direkt auf der verlinkten Wikileaks-Seite zu finden.
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19th
Juni
2009
WordPress hat in Kooperation mit Firefox meinen sehr ausführlichen Artikel über die Schaffung der Zensurinfrastruktur durch CDU und SPD leider verschluckt. Egal, drüben bei Netzpolitik oder im Handelsblatt-Blog gibt’s sowieso so viel zum Thema, dass man gar nicht mehr aufhören kann, sich aufzuregen. Also fasse ich mich kurz: Willkommen, Deutschland, in diesem feinen Klub:

Eine Frage möchte ich nun noch wieder aufgreifen, noch bevor in Karlsruhe hoffentlich wieder für rechtsstaatliche Verhältnisse gesorgt wird. Hat der Code of Ethics praktische Auswirkungen? Im Code of Ethics ist zu lesen:
Wir setzen uns für die freie Meinungsbildung und für den freien Fluss von Informationen ein sowie für die Existenz von Bibliotheken und Informationseinrichtungen als Garanten des ungehinderten Zugangs zu Informationsressourcen aller Art in unserer demokratischen Gesellschaft. Eine Zensur von Inhalten lehnen wir ab.
Wie haben die Verbände ihrer Ablehnung Ausdruck verliehen? Recherchiert habe ich auf den Webseiten der Organisationen, in Inetbib und in ihren Twitter-Accounts, soweit sie mir bekannt waren . Vertreten sind im Bibliothek und Information Deutschland (BID):
Was steckt hinter diesem Engagement? Trgägheit, Unsicherheit, Ignoranz, Desinteresse? Sind die Verantwortlichen der Verbände eventuell sogar der Meinung, das es schon seine Richtigkeit hätte mit den Internetsperren?
Fest steht meines Erachtens: Das bibliothekarische Selbstbewusstsein in Deutschland
ist ein sehr zartes Pflänzchen in der Arena der Political Players
. Wenn es nun auch in der Debatte um den Heidelberger Appell nicht gegossen wird, ist es noch bevor es zur ersten Blüte gelangen konnte, tot.
Von CH in Bildung & Gesellschaft, Recht | Tags: informationsfreiheit • netzpolitik • zensur • zensursula |
5th
Mai
2009
Franziska Heine hat dankenswerterweise eine Petition gegen die unglaublich kurzsichtige und populistische Attacke auf die Grundrechte von Ursula von der Leyen (a.k.a. Zensursula) eingereicht.
Text der Petition
Wir fordern, daß der Deutsche Bundestag die Änderung des Telemediengesetzes nach dem Gesetzentwurf des Bundeskabinetts vom 22.4.09 ablehnt. Wir halten das geplante Vorgehen, Internetseiten vom BKA indizieren & von den Providern sperren zu lassen, für undurchsichtig & unkontrollierbar, da die “Sperrlisten” weder einsehbar sind noch genau festgelegt ist, nach welchen Kriterien Webseiten auf die Liste gesetzt werden. Wir sehen darin eine Gefährdung des Grundrechtes auf Informationsfreiheit.
Begründung
Das vornehmliche Ziel – Kinder zu schützen und sowohl ihren Mißbrauch, als auch die Verbreitung von Kinderpornografie, zu verhindern stellen wir dabei absolut nicht in Frage – im Gegenteil, es ist in unser aller Interesse. Dass die im Vorhaben vorgesehenen Maßnahmen dafür denkbar ungeeignet sind, wurde an vielen Stellen offengelegt und von Experten aus den unterschiedlichsten Bereichen mehrfach bestätigt. Eine Sperrung von Internetseiten hat so gut wie keinen nachweisbaren Einfluß auf die körperliche und seelische Unversehrtheit mißbrauchter Kinder.
Um die Petition zur öffentlichen Beratung in den Petitionsausschuss zu bringen, werden bis zum 16. Juni 2009 insgesamt 50.000 Unterzeichner benötigt. Also: Weitersagen!!
Weitere Infos:
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7th
Februar
2009
Vor kurzem gab’s bei Netbib schon mal eine kleine Meldung zum Medina-Report. Nun gibt’s ein paar Details dazu von Gavin Baker und im Wiki von La Quadrature Du Web. Die offizielle Version des Dokumentes gibt es hier.
Besonders kritisch wird (unter anderem von Bernard Lang) folgender Punkt gesehen:
24. Wishes the scientific community and researchers to enter into voluntary licence-issuing schemes with publishers in order to improve access to works for purposes of teaching and research; however, takes particular note of the value of learned journals, which play a key role in the peer review process of validating the results of academic research, and the financial viability of which is dependent on paid subscriptions;
Zu Bibliotheken und Archiven im Procedure File:
The Green Paper focuses on the exceptions to copyright which are most relevant for the dissemination of knowledge, namely:
1)The exception for the benefit of libraries and archives: two core issues have arisen: the production of digital copies of materials held in the libraries’ collections and the electronic delivery of these copies to users. Under the current legal framework, libraries or archives do not enjoy a blanket exception from the right of reproduction. Reproductions are only allowed in specific cases, which arguably would cover certain acts necessary for the preservation of works contained in the libraries’ catalogues. On the other hand, the library exception and national rules implementing it are not always clear.
Main questions:
* Should the exception for libraries and archives remain unchanged because publishers themselves will develop online access to their catalogues?
* In order to increase access to works, should publicly accessible libraries, educational establishments, museums and archives enter into licensing schemes with the publishers?
* Should the scope of the exception for publicly accessible libraries, educational establishments, museums and archives be clarified with respect to: format shifting; the number of copies that can be made under the exception; the scanning of entire collections held by libraries?
* Is a further Community statutory instrument required to deal with the problem of orphan works, which goes beyond the Commission Recommendation 2006/585/EC?
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5th
September
2008
Sarah Palin ist von US-Republikaner John McCain zur Kandidatin für die Vizepräsidentschaft der USA ernannt worden. Nun möchte man ja wissen, wer da demnächst die halbe Welt vizeregieren könnte, und stößt dabei auf folgenden Begebenheit (aus der der NY Times):
Shortly after becoming mayor, former city officials and Wasilla residents said, Ms. Palin approached the town librarian about the possibility of banning some books, though she never followed through and it was unclear which books or passages were in question.
Anne Kilkenny, a Democrat who said she attended every City Council meeting in Ms. Palin’s first year in office, said Ms. Palin brought up the idea of banning some books at one meeting. “They were somehow morally or socially objectionable to her,” Ms. Kilkenny said.
The librarian, Mary Ellen Emmons, pledged to “resist all efforts at censorship,” Ms. Kilkenny recalled. Ms. Palin fired Ms. Emmons shortly after taking office but changed course after residents made a strong show of support. Ms. Emmons, who left her job and Wasilla a couple of years later, declined to comment for this article.
In 1996, Ms. Palin suggested to the local paper, The Frontiersman, that the conversations about banning books were “rhetorical.”
Dagegen war Bikinigate ja noch durchaus amüsant.
Von CH in Ausland, Bibliothek, Bildung & Gesellschaft | Tags: informationsfreiheit • politik • USA • zensur |
4th
Juli
2008
Die britische Regierung schreibt einen Wettbewerb aus, in dem nach Mashup-Ideen für Regierungsdaten gesucht wird: Show us a better way! Bis zu £20.000 werden für die Umsetzung ausgelobt.
We are offering up to £20,000 to take your ideas forward with a development team. That may be time with a designer to create a professional mockup that can be pitched to organisations, or some programmer time to create a working prototype. The best idea overall will win a symbolic trophy trawled from our archives.
Solange es nicht um personenbezogene oder sonstwie sensible Daten geht: großartig! Als Beispiele dienen unter anderem “Rate my prison” oder “Fix my street”.
Diesmal geht also nicht (wie in Großbritannien anscheinend üblich) um versehentlich, sondern tatsächlich um absichtliches Freisetzen von Informationen.
[via Golem]
Von CH in Open Access, Web 2.0 | Tags: e-government • großbritannien • informationsfreiheit • mashup • wettbewerb |
5th
Mai
2008
Staatswissen ist Bürgerwissen!
Öffentlich geförderte Informationen müssen den Bürgern unter offenen Lizenzen bereitgestellt werden.
Amen.
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