Free Technology for teachers stellt Anwendungsmöglichkeiten verschiedener kostenloser Webtechnologien und -dienste in der Lehre vor. Unter anderem geht es dabei auch das aktuell zumindest in den Medien omnipräsente Google Street View. “Create maps to tell a story” lautet der Ratschlag:
Maps are obviously useful for Social Studies teachers, but did you know that you can also use multimedia maps to tell a story? Google Maps and Google Earth can both be used to create a multimedia story.
Werden solche oder andere Dienste schon in der “teaching library” eingesetzt? Wie? In der Materialiendatenbank Informationskompetenz konnte ich nichts derartiges finden. Durch fehlende Lizenzvermerke wäre die Weiternutzung der dort veröffentlichten Dokumente allerdings ohnehin nicht gewährleistet.
Springer bringt ein Mashup an den Start, das den geographischen Ursprung von wissenschaftlichen Publikationen visualisieren soll: Authormapper.com.
Laut Selbstauskunft soll Authormapper folgenden Zwecken dienen:
* Explore patterns in scientific research
* Identify new and historic literature trends
* Discover wider relationships
* Locate other experts in your field
Sucht man z.B. nach “climate peat”, bekommt man neben einem Diagramm, dass die Textproduktion zu diesen Begriffen ab 1935 visualisiert, folgende Karte:
Auf der Karte sind nun Institutionen verzeichnet, deren Wissenschaftler an den gesuchten Artikeln mitgeschrieben haben. Scrollt man nach Potsdam, landet man so z.B. bei einem Aufsatz, der am Potsdam Institut für Klimafolgenforschung geschrieben wurde. Ein nett gemachtes Mashup, dessen praktischer Nutzen eher begrenzt ist. Bei der Suche nach Spezialisten zu einem Thema in einer bestimmten Region kann Authormapper jedoch tatsächlich nützlich sein.
An animation showing edits to the OpenStreetMap.org project during 2008. OpenStreetMap is a wiki-style map of the world and this animation displays a white flash each time a way is entered or updated. Some edits are a result of a physical local survey by a contributor with a GPS unit and taking notes, other edits are done remotely using aerial photography or out-of-copyright maps, and some are bulk imports of official data.
Spiegel.online berichtet über einen “Monumentalen Bildband”, einen Atlas über den Dreißigjährigen Krieg.
Braun bringt zwischen 1572 und 1618 Ansichten von insgesamt 564 Städten heraus. In sechs Bänden zeigt und kommentiert er europäische Metropolen von Paris bis Moskau – und nimmt sogar Pläne aus Nordafrika, Indien und dem südamerikanischen Kontinent auf, der nicht einmal hundert Jahre zuvor entdeckt worden war.
Mehr Informationen zum Werk im Artikel auf Spiegel.online.
Stefan H. machte mich auf HGIS Germany aufmerksam.
HGIS Germany ist ein historisch-geographisches Informationssystem, das auf Flächenbasis aufgebaut ist und die Entwicklung der Mitgliedstaaten des Deutschen Bundes (bzw. des Norddeutschen Bundes/Deutschen Reiches) von 1820 bis 1914 abbildet. Es verbindet damit Informationen zu Raum und Zeit in einem Informationssystem. [...] Den geographischen Daten sind historische Informationen, wie etwa Bevölkerungszahlen, Wirtschaftsdaten, dynastische Verbindungen oder auch multimediale Staatenbeschreibungen, zugeordnet.
Dieses hübsche Projekt zeigt sehr schön auf, wie man historische Daten visualisieren kann. Und nun sich mir die Frage: Könnte man so etwas nicht auch mit Freebase hinbekommen? Durch Freebase Parallax bieten sich dem geübten Herumklicker schon etliche Visualisierungsmöglichkeiten. Auch wenn ich es spontan nicht hinbekommen habe: Ich sehe es als nicht unmöglich an, die Zeitleiste mit den Map-Funktionen zu kombinieren. Wenn das jetzt tatsächlich noch nicht gehen sollte, kann man eine solche Funktion sicherlich implementieren.
So schnell werden wir das jedoch nicht herausfinden können. Denn:
Eine Nachnutzung der erstellten Datenbanken ist also offensichtlich nicht vorgesehen. Immerhin kann HGIS auch so z.B. für schulische Zwecke verwendet werden.
Wer etwas genauer wissen möchte, wer mit wem in Verbindung steht, sollte Chris Harrison besuchen. Seine Internet Maps beschreibt er
The Dimes Project provides several excellent data sets that describe the structure of the Internet. Using their most recent city edges data (Feb 2007), I created a set of visualizations that display how cities across the globe are interconnected (by router configuration and not physical backbone). In total, there are 89,344 connections.
Hübsche Bilder, die man leider nicht ohne ausdrücklich Genehmigung verwenden darf.
Over half (53%) of the value of all royalty and license fees paid in 2002 were received in one territory: the United States. Large proportions of these fees were also received in Japan and the United Kingdom.
These fees are the payments made by someone who wants to use an idea, invention or artistic creation that legally belongs to someone else. To receive these fees a copyright or patent is needed, which may remain active for years after the initial invention. Thus of the US$44 billion received as royalty and license fees in the United States in 2002, much will be revenue from work that was completed prior to that year.
MrSID image_width = for /home/www/data/gmd/gmd3/g3200/g3200/ct000725C.sid
Ich würde ja gerne die Washingtoner Kollegen kontaktieren, aber eine dermaßen überladene Ask-A-Librarian-Seite mit unzähligen von Pflichtfeldern ermuntert nicht gerade dazu. Man hat den Eindruck, die Librarians wollen gar nicht geasked werden. Das aber nur am Rande…