Ich entscheide gerne selbst, mit wem ich in welchem Medium Kontakt aufnehme. Ich habe irgendwann jemandem eine Mail geschrieben, und schon stehe ich mit ihm oder ihr in “Buzz”-Kontakt? So etwas als Default-Einstellung anzubieten ist absurd.
Mehr Kritik gibt es hier und hier und (naja) hier und hier und …
„Vor kurzem hatten wir eine Position zu besetzen, in der Kenntnis und Nutzung von sozialen Medien ein Ausschlusskriterium war“, sagt Georg Bachmaier, als „Talent & Acquisition Lead“ bei Microsoft zuständig für Neueinstellungen. Zu den ausgeschriebenen Aufgaben gehörte die Erarbeitung von Marketingplänen für die Zielgruppe Hochschulen, Kommunikationsstrategien inklusive. „Wenn sich ein Bewerber auf diese Stelle mit den sozialen Netzwerken nicht auskennt, hat er keine Chance“, sagt Bachmaier.
Marketingstrategien mit der Zielgruppe Hochschulen sehen die Kernkompetenz “soziale Netzwerke” für die Projektmitglieder zwingend vor. Was das für die hochschulinterne Öffentlichkeitsarbeit bedeutet, sollte klar sein.
Wer sich mit Micro-Blogging beschäftigt, mag sich für folgenden Artikel interessieren:
Murphy, Joe (2008) Better Practices From the Field: Micro-Blogging for Science & Technology Libraries. Science & Technology Libraries 28(4).
Mir bleibt der Sinn der Angelegenheit zumindest für Bibliotheken nach wie vor schleierhaft. Eine mir bislang bekannte Anwendung im Bibliothekskontext ist die Einsatz von Twitter für Neuerwerbungslisteb: http://twitter.com/FHB_Bibliothek. Wobei ich keinen Vorteil zu herkömmlichen RSS-Feeds wie z.B. diesem hier sehe.
Mit dem Begriff Micropublishing (oder Micro-Blogging) bezeichnet man das Veröffentlichen sehr kurzer Mitteilungen wie es zum Beispiel bei Twitter der Fall ist. Oft handelt es sich dabei um eine Art SMS an die interessierte Weltöffentlichkeit.
Gruppen, Projekte, Unternehmen und Institutionen müssen genauso wie andere erst herausfinden, wen und was genau sie mit Micropublishing erreichen können.
Aha, dankeschön! Passend dazu schreibt auch der Webworkblogger Oliver Ueberholz: Alle sind sie im Twitter Wahn, aber viele wissen nicht so recht wozu.. Er selbst ist da schon etwas weiter und bietet eine Menge Anwendungsmöglichkeiten, von denen ein paar beispielhaft erwähnt und in den Bibliothekskontext gestellt seien. Der Einfachheit halber gehe ich im Folgenden von Twitter als Standardapplikation aus. Read the rest of this entry »