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Mobile Web-Apps statt nativer Apps für Smartphones

8th Juli 2010

Mobile Web-Apps statt nativer Apps für Smartphones

Chris Cameron erläutert bei ReadWriteWeb, warum es attraktiver ist, Web-Dienste zu entwickeln statt Apps für spezielle Plattformen (z.B. Android oder iOS).

The first is the simplicity of the coding itself. [...] Developers can use HTML, CSS and JavaScript to create Web apps instead of learning new languages to code native applications.

Schon die Programmierung wird für viele Bibliotheken ein KO-Kriterium sein, dass plattformspezifische Apps fast unmöglich macht.

Secondly [...], the mobile Web market is much larger than native applications markets.

Kurz: Welche Plattform auch immer, ins Web kann man auf allen. Also viele Fliegen mit einer Klappe.

The third and possibly most important reason developers should be attracted to mobile Web apps is that the Web is an open platform. Developers don’t have to spend weeks on an application only to see it rejected for increasingly strange reasons. Steve Jobs can’t censor the Web like he can the iPhone, and there is no waiting for applications to be approved.

Für mich persönlich ausschlaggebend, für Bibliotheken vielleicht nicht. Wobei es durchaus denkbar ist, dass die eine oder andere Bibliothek Inhalte anbieten könnte, die im Jobschen Sinne moralisch zweifelhaft sind.

Von CH in Bibliothek, EDV, Web 2.0 | Tags: | 2 Comments

1st Juni 2010

QR-Codes per Bookmarklet

In der aktuellen c’t (Heft 12, 2010, S. 168) findet sich eine kompakte kleine Anleitung, was man mit QR-Codes alles machen kann. Und vor allem, wie man sie erzeugt. Für mich neu: Man kann auch farbige QR-Codes generieren, solange die Helligkeitskontraste hoch genug sind.

Als Bonus gibt es ein kleines Bookmarklet (dieses hier: URL2QR), das man als Lesezeichen in den Browser ziehen packen kann. Klickt man drauf, wird via Google-Chart-Tools ein QR-Code mit der URL des aktuell geöffneten Tabs erzeugt. Allerdings nur in schwarz-weiß.

Das es auch bunter und sogar mit kleinen Design-Elementen geht, kann man z.B. hier und hier sehen. Und hier:

Dieser Code wurde mit dem Moji-Q-Generator erzeugt. Je mehr Schnickschnack man allerdings in QR-Codes packt, desto schwerer lesbar scheinen sie zu sein. Wer ein wenig Geld investieren möchte, kann sich jedoch einwandfrei lesbare QR-Schmuckstücke basteln lassen.

Von CH in EDV | Tags: | 2 Comments

26th März 2010

Gartners Prophezeiungen für Mobile Technologien

Die Listen-Großmeister der Informationstechnologie aus dem Hause Gartner versuchen die 10 wichtigsten Technologien für Mobile Devices für die nächsten 2 Jahre zu prophezeien: Gartner Outlines 10 Mobile Technologies to Watch in 2010 and 2011. Für Bibliotheken wichtig scheinen mir auf den ersten Blick “App Stores”, das “Mobile Web” oder auch “Mobile Widgets”:

Widgets are installable Web applications that use technologies such as JavaScript and HTML. Many handsets support widgets running on their home screens, where they are easily visible and accessible. Despite the lack of standards, widgets provide a convenient way to deliver simple, connected applications, especially those involving real-time data updates (such as weather forecasts, e-mail notifications, marketing, blogs and information feeds). Because widgets exploit well-understood tools and technologies, they have lower entry barriers than complex native applications, and thus can be a good first step to assess the demand for an application on a specific platform before undertaking expensive native development.

Was auch immer, sowohl Kataloge als auch Inhalte erst web- und dann auch gleich mobiltauglich zu machen, das ist das Thema der Stunde.

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19th März 2010

QR-Codes + mobil-freundliche Webseiten für die Öffentlichkeitsarbeit

Der QR-Code (QR steht für englisch: quick response = schnelle Antwort) ist ein zweidimensionaler (2D) Code, der von der japanischen Firma Denso Wave im Jahr 1994 entwickelt wurde.

So ist es in Wikipedia zu lesen. Ein QR-Code ist sozusagen eine Art quadratischer Barcode, mit dem verschiedene Informationen transportiert werden können, zum Beispiel Texte oder Webadressen.

Wenn man diesen QR-Code photographiert, wird man beispielsweise auf eine kleine mobilfreundliche Infoseite geleitet, über die man sich für eine Citavi-Schulung anmelden kann. Die mobilfreundliche Webseite ist alles andere als perfekt. Aber sie sollte ausreichend sein, um die wesentlichen Informationen auch auf dem Smartphone lesbar anzuzeigen und eine problemlose Anmeldung zu ermöglichen.

QR-Codes kann man beispielsweise mit dem QR-Code Generator von Kaywa erstellen. Wer kein Smartphone hat, um die Codes zu testen, der kann das mit einer Webcam auch mit der Freeware bcWebcam erledigen. Komfortabel ist das nicht besonders, aber es funktioniert.

Die mobil-freundliche Webseite wurde ebenfalls größtenteils mittels eines Generators erstellt: mit dem Mobile Site Generator v1.0 von Chad Haefele. Wenn man die Webseite generiert hat, kippt man sie einfach in einen Ordner zusammen mit dem iUi-Framework und die ganze Mobilfreundlichkeit ergibt sich von allein.

Und wozu braucht man jetzt diesen QR-Code? Um ihn zum Beispiel auf Flyern und Broschüren anzubringen, wie im folgenden Beispiel:

Literaturverwaltung Mit Citavi_QR

Ganz rechts unten ist der QR-Code angebracht. Wer ihn als solchen erkennt und auch etwas damit anfangen kann, kann ihn einscannen und die mobile Webseite besuchen. Wer sich nicht davon angesprochen fühlt, wird ihn höchstwahrscheinlich einfach übergehen. Der ganze Spaß ist, wenn man einmal weiß, wie es geht, sehr schnell umgesetzt. So schnell, dass ich hiermit endlich mal wieder einen Beitrag zur vor Urzeiten begonnenen Reihe “Klein, aber oho!” hinzufüge.

Besten Dank an alle ehrenamtlichen Mobilwebseitentester und nochmal speziell an Edlef für den Austausch zu QR-Codes!

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12th Februar 2010

EKIs schon aktiv?

Während einer Bastelstunde an einem mobilen Katalog für Hannover (Achtung: funktioniert absolut noch nicht so, wie es mal sein soll. Mehr darüber bei Jakob Voss, von dem ich das Skript auch übernahm.) stöberte ich mal wieder ein wenig in den Katalogisaten im GVK.

Langer Rede, kurzer Sinn: Es gibt nicht nur ein paar Beispiel-EKIs (Erstkatalogisierungs-IDs) wie z.B. diese hier. Eine schnelle Recherche ergab:

Suche nach Treffermenge
eki gbv? 6.019.523
eki dnb? 402.497
eki bvb? 29.030
eki bsz? 21.727

Ich konnte bislang allerdings nur im GVK nach EKIs suchen. Beim Stand der Umsetzung in Sachen EKI hat sich also leider noch nichts wesentliches getan.

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5th Februar 2010

iPhone vs. Second Life: 1-0

Ende 2006 hüpften zwei Begriffe auf wie aus dem Nichts in den Mainstream. Second Life und iPhone. Während Second Life ungefähr zu dieser Zeit den einmillionsten Secondlifer feierte, kursierten am Jahresende 2006 die ersten Gerüchte um das iPhone. Wie die Relevanz der Begriffe und der dahinter stehenden Konzepte (mobiles Web, bzw. virtuelle Welten) sich entwickelt hat, kann man hervorragend bei Google Trends beobachten.
Google Trends: iPhone vs. Second Life

iPhone: rot
Second Life: blau.

Gartner ignorierte die eigenen Erkenntnisse und prophezeite:

By the end of 2011, 80 percent of active Internet users (and Fortune 500 enterprises) will have a “second life”, but not necessarily in Second Life, according to Gartner, Inc.

Zwar ist noch nicht Ende 2011, aber diese Prognose würde heute niemand mehr abgeben wollen. Dies bedeutet nicht, dass Gartner mit einer anderen, wesentlich neueren Prognose nicht recht haben könnte. Mitte November wurden die 10 Top-Trends bis 2012 für mobile devices prophezeit.

No. 2: Location-Based Services
No. 3: Mobile Search
No. 4: Mobile Browsing

Addiert man diese drei Trends, kommen wir zum mobilen OPAC, der nicht nur gleich zeigt, wie man zum Buch kommt, sondern auch noch (falls vorhanden) einen Volltext anbietet. Ich hoffe jedoch nicht, dass die Bibliotheken, die unsinnigerweise viel Energie in Second Life gesteckt haben, nun vor dem mobilen Weg zurückschrecken. Noch sind es nur Pioniere, die dort bedient werden. Also genau die Leute, die sich vor drei Jahren auch in Second Life tummelten. Relevanz für den Alltag hatte Second Life jedoch nie, ganz im Gegensatz zu Smartphones.

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8th Januar 2010

iPhone-Application von Librarything: Local Books

Im Librarything-Blog beschreibt Tim Spalding eine iPhone-App, mit der Bibliotheken, Buchläden und andere verbuchte Orte gesucht und gefunden werden können. “Local Books” kann:

* Search for venues (bookstores and libraries) as well as events near your current location using the iPhone’s built-in location features.
* Search for venues and events at any location or by name.
* Venues can be sorted by distance, name, or type.
* Venues are color coded, following the maps on LibraryThing Local (colors correspond to the colors used on maps in LibraryThing Local).
* Each venue has a detail page with a map. Tap it to jump to the iPhone Maps application.
* Venues often sport a description, clickable website and phone number links, events, and a photo.
* You can favorite locations and events, and there’s a “Favorites” list where you can find them.(1)

Wer seine Bibliothek dort verzeichnet wissen will, muss sie einfach in Librarything Local eintragen.

Die Bezeichnung ist nicht sehr glücklich gewählt. “Local Book Places” wäre eventuell angebrachter.

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6th Januar 2010

Trend Nr. 1 für 2010: Mobile Bibliotheksanwendungen

Mobile Anwendungen für Bibliotheken werden vermutlich das heißeste Thema dieses Jahres. Beispiel gefällig?

RedLaser is an iPhone app ($1.99) that allows the user to scan barcoded items and compare product prices using the Google Product Search.

Now, the WorldCat.org Blog reports that you can scan barcoded books and get back location information (who holds the book) using the WorldCat database.

Und brandheiß flatterte via Netbib dieses wirklich beeindruckende kleine Filmchen herein:

Ich schließe mich der Frage an:

Wo sind denn die deutschen Angebote?

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19th Dezember 2009

Mobiler Katalog der Iowa City Public Library

Die Iowa City Public Library hat ihren Katalog für Smartphones aufbereitet.

• searching for Library materials
• seeing an item’s cover and reading a summary
• placing a hold for pickup at the location of your choice
• finding ICPL hours, location and phone numbers

Gerade gestern wurde der Wunsch nach einem mobil zugänglichen Katalog auch an die Bibliothek der FH Hannover herangetragen. Die ersten Versuche, dies über eine SRU-Abfrage mit SRUClient zu realisieren, war erst einmal nicht sonderlich überzeugend.

Werte LeserInnen, welche PICA-Bibliothek hat schon einen mobil zugänglichen Katalog? Ich habe keine ausfindig machen können.

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18th Dezember 2009

Infobib ist nun mobil!

Man regt höflich die Entfernung eines Plugins an. Was geschieht? Man weckt Erwartungen. Aber wie das im Bibliothekswesen so üblich ist: Innovationen erledigen wir um Vorübergehen. Wer also auch unterwegs nicht auf Infobib verzichten kann, kann es nun dank WP Mobile Pack auch komfortabler nutzen.

Sieht zumindest auf den mir von Edlef geschickten Screenshots so aus.

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