Wieder ein neuer Mozart-Fund, diesmal in Nantes. Dazu die Presseerklärung der Internationalen Stiftung Mozarteum Salzburg:
Bei dem Skizzenblatt aus der Sammlung Labouchère der Bibliothèque municipale Nantes handelt es sich um ein einseitig beschriebenes, am oberen Rand beschnittenes Blatt. Es enthält eine 15taktige Melodieskizze für den Beginn eines Credo in D-Dur; dem Credo geht eine vollständig ausgeführte Verlaufskizze von 32 Takten für einen Vokalsatz in d-Moll voran, bei dem es sich offenbar um das Kyrie der von Mozart geplanten Messe handelt. Auf Grund des Handschriftenbefundes dürfte die Entstehung in die Zeit um 1787 fallen. Das neu entdeckte Skizzenblatt, das einen Echtheitsvermerk des bekannten Autographensammlers Aloys Fuchs aus dem Jahr 1839 aufweist, ist ein wichtiges Dokument für Mozarts Auseinandersetzung mit der Kirchenmusik in seiner Wiener Zeit im Vorfeld seiner Bewerbung als Substitut des Kapellmeisters am Stephansdom im Frühjahr 1791. Warum Mozart das Werk nicht ausgearbeitet hat, ist unbekannt. Nur selten werden gänzlich unbekannte Notenhandschriften Mozarts aufgefunden. Im Einvernehmen mit der Bibliothek wird das Blatt im Jahr 2009 im Rahmen des Bandes X/31/4 Nachträge (herauszugeben von Ulrich Konrad) in Faksimile und Übertragung ediert werden
Wer der französischen Sprache mächtig ist, kann sich auch direkt bei der Bibliothek informieren.
[via Yahoo News]


