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Interessantes aus Informations- und Bibliothekswesen

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Archiv: offenheit

If you’re a psychologist, the news has to make you a little nervous, beginnt ein Artikel im Chronicle of Higher Education. Besonders PsychologInnen, die 2008 in einem der Journals “Psychological Science”, “Journal of Personality and Social Psychology” oder im “Journal of Experimental Psychology: Learning, Memory, and Cognition” veröffentlicht haben. Denn deren Werk wird vom Reproducibility Project unter die Lupe genommen, genauer gesagt: reproduziert.

Wer helfen möchte, kann sich beteiligen:

The Reproducibility Project is open to anyone who is interested in the reproducibility of psychological science or in participating in a large-scale, open science project. Contributors receive authorship on project reports (see Executive Summary for details). Ways to contribute include:

  • Conducting or helping with a replication study
  • Helping with statistical analyses or power / sample size calculations
  • Reviewing and contributing to replication protocols or reports
  • Coding published studies (extracting hypotheses, sample characteristics, and requirements for replication)
  • Programming tasks such as creating stimulus presentation scripts or automated data processing

If you’d like to get involved, fill out our new contributor survey and we’ll get in touch with you about opportunities that are a match for your skills and resources. We welcome contributions from students and citizen scientists as well as researchers and scientific professionals. If you have any questions, feel free to contact our volunteer coordinator at reproducibilityproject@gmail.com.

Voraussetzung für Reproduzierbarkeit sind neben sauber dokumentierten Versuchen auch die Verfügbarkeit der Mittel zur Reproduktion.

  • Open Access: Wer den Artikel nicht lesen kann, kann Versuche auch nicht reproduzieren
  • Open Data: Wer die Rohdaten nicht hat, auch nicht.
  • Open Source: Wo Software eingesetzt wird, sollte diese frei verfügbar sein. Zum Beispiel Octave statt MatLab (aktuell € 500 für die Basisversion, wenn ich die Preistabelle richtig verstehe) oder R statt SPSS (wirklich über € 2000?). Darunter fallen dann auch die konkreten Skripte und Modelle.

Ergo (natürlich verkürzt): Reproduzierbarkeit = Open Access + Open Data + Open Source

Der eventuell bevorstehende Verkauf von Mendeley an Elsevier wird vielerorts diskutiert. Ein paar Links:

Zotero positioniert sich derweil ganz offen als freie Alternative:

Uli Herb weist auf einen Techcrunch-Artikel hin, nach Mendeley kurz davor steht, ein Übernahmeangebot in the region of $100 million von Elsevier anzunehmen. Kleingeld für Elsevier, eine Menge Geld für ein Startup.

Die Mendeley-Community ist bislang recht ruhig. Im Mendeley-Feedback-Forum sind für die Aufforderung, Mendeley bitte nicht an Elsevier zu verkaufen, noch nicht sehr viele Votes zu sehen.

Lambert Heller im Blog der TIB/UB Hannover:

An der TIB Hannover nimmt 2013 ein neues Team seine Arbeit auf, das Open Science Lab. Hier sollen neuartige Webanwendungen für ForscherInnen in enger Abstimmung mit überregionalen Benutzer-Communities erprobt und (weiter-)entwickelt werden. Alle Ergebnisse sollen schnell öffentlich zugänglich gemacht werden, auch dann, wenn es sich um vorläufige oder experimentelle Anwendungen handelt. Das Lab strebt vielfältige Kooperationen mit anderen Interessierten (einzelnen Softwareentwicklern, Verlagen, Bibliotheken etc.) an und will Drittmittel für neue Entwicklungen einwerben.

Untersucht werden sollen u.a. der Umgang mit publizierten Rohdaten oder alternative Publikationsarten. Die Ergebnisse sollen konsequenterweise unter freien Lizenzen veröffentlicht werden.

Jan Brennenstuhl bloggt über die Lizenzpolitik der Deutschen Digitalen Bibliothek.

PS: Dieses Posting war in ähnlicher Form am 18.12. eigentlich schon veröffentlicht, ist aber aus mir schleierhaften Gründen verschwunden.

2012 30 Jul

Sechs Missverständnisse über Open Source

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Dave Kelly und Cody van de Mark haben sechs Missverständnisse über Open Source Software ausführlich erläutert:

Misconception: Free means there is no monetary cost
Misconception: Open source is free development
Misconception: Open source means poor quality
Misconception: Open source has no support
Misconception: Open source is bad for business
Misconception: Open source does not generate business revenue

Nicht besonders originell und den meisten sicherlich längst klar. Für alle anderen, aber auch zur Auffrischung: Leseempfehlung!

Die Regierungen von 46 Ländern haben sich am Dienstag in New York auf Initiative der USA und Brasiliens offiziell zur Open Government Partnership (OGP) zusammengeschlossen. Ziel der Vereinigung ist es, die Schlagworte Offenheit, Transparenz, Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft sowie der Wirtschaft mit Leben zu erfüllen. Außerdem wollen sie das Handeln der Exekutive überprüfbar machen. “Wir wollen das große Ideal der Demokratie voranbringen”, erklärte der brasilianische Staatsminister und Haushaltskontrolleur Jorge Hage beim Start des Bündnisses am Rande der UN-Generalversammlung im Google-Büro in Manhattan. Dabei sei es möglich, dank dem technologischen Fortschritt mehr Elemente der direkten Demokratie einzusetzen.

Deutschland ist nicht dabei. Mehr bei Heise.

2011 19 Sep

Crowdsourcing: Die Motivation muss stimmen

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Erfolgreiches Crowdsourcing bedarf einer konkreten Frage- oder Aufgabenstellung, die “machbar” erscheint. Und das passende Publikum. Zwei Crowdsourcingprojekte (beides Übersetzungen, beide im Etherpad) aus der letzten Zeit, die sehr effektiv fertiggestellt wurden:

Für die erste Übersetzung rief ich via Twitter um Unterstützung. Als niemand reagierte, bat ich u.a. @netzpolitik darum, die Anfrage zu verteilen. Ergebnis: insgesamt acht Retweets und eine fast vollständige Übersetzung.

Die Übersetzung der neuen Fassung der Open Knowledge Definition verlief ein wenig anders. Ulrich Herb fragte mich, ob ich an einer Übersetzung mitarbeiten möchte, da die erste Fassung von mir übersetzt wurde. Gemeinsam haben wir einen Rohentwurf veröffentlicht und um Hilfe gebeten.

Die Reaktion kam prompt, zahlreich und trat sehr kompetent und engagiert auf. Im Gegensatz zur Realnamensdebatte war die Open Definition für die von Uli und mir Erreichten offensichtlich relevant.

Wer sich als beteiligt outen möchte, darf dies gerne in den Kommentaren tun! Vielen Dank allen HelferInnen!

Update: Posting zur Übersetzung auf Scinoptica.com.

Nicht nur scheint LOD also aus rationalen und Effizienzgründen die bessere Wahl zum Aufbau zukünftiger Informationsinfrastrukturen zu sein. Auch könnte es der Bibliothekswelt dabei helfen, relevant zu bleiben und nicht durch andere Organisationen verdrängt zu werden.

Jakob Voß hat am Wochenende darauf hingewiesen, dass Wikimedia überlegt, ein Projekt “Bibliographisch-archivalische Datenbank” anzugehen, in dem eine offene bibliographisch-archivalische Datenbank angelegt werden soll zur Nachnutzung durch die verschiedenen Wikimedia-Projekte aber auch durch andere Akteure wie Wissenschaftler oder Google Books.

Wenn bibliothekarische Organisationen nicht eine wichtige Rolle dabei übernehmen, bibliographische Daten im großen Stil offen, strukturiert und leicht nachnutzbar zur Verfügung stellen, werden es schließlich andere tun…

[via Übertext]


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Infobib läuft unter Wordpress.3.0.5 | Theme: angepasst nach : Gabis Wordpress-Templates | Creative Commons Lizenzvertrag 25 Verweise - 0.603 Sekunden.