If people put data on web, government data, scientific data, community (?) data, whatever it is, they will be used by other people to do wonderful things.
The actual data export is from 6.12.2009. We are working on providing regular updates. The Data is provided in zipped MARCXML. We are working on providing other formats, specialy RDF.
For a Z39.50 access to the data it will be soon integrated into biblios.org. The Open Library Project will also integrate the data soon.
Mehr dazu auch in der dazugehörigen Ankündigung oder im schmissigen “Videoclip zum Download”:
Alle verfügbaren Daumen hoch, Patrick! Endlich setzt jemand die Forderung nach Open Access zu bibliographischen Daten (Open Bibliographic Data) in die Tat um. Die Pionierleistung ist geschafft, die gewählte Lizenz (CC0 und Public Domain Dedication) kann besser nicht sein. Gerüchteweise wollen einige Bibliotheken in Kürze folgen.
Und nun bin ich gespannt, was mit den Daten gemacht wird.
Der Chronicle of Higher Education berichtet über die neue Repository-Software IR+ der University of Rochester.
The idea is to get professors and graduate students to contribute their papers and dissertations to the repository by combining it with a Web-based workspace that accomplishes lots of other stuff they need to write up that research. Stuff like creating folders, managing files, and collaborating with colleagues. Also, they get to showcase their work on customized “researcher pages.”
Wie wichtig Funktionen wie personalisierbare Seiten sind, wurde hierzublog nun schon oft genug erwähnt. Und in Rochester kann man sich nun am praktischen Beispiel ansehen. Open Access kommt nur voran, wenn die Server den Wissenschaftlern handfesten Mehrwert bieten. Repository-Entwickler, sehr Euch IR+ bitte genau an! Das Repository selbst muss diese Funktionalitäten nicht unbedingt anbieten, aber die Schnittstellen dafür müssen geschaffen und gut dokumentiert werden. Mehr zum Thema Schnittstellen (Serviceorientierte Architektur) übrigens aktuell im Jakoblog.
Der Telemedicus nennt mit Bezug auf die einzurichtende Enquête-Kommission Internet und Digitale Gesellschaft verschiedene Themenfelder im Bereich Urheberrecht, die diskutiert werden müssten. Darunter unter anderem die Problematik der verwaisten Werke, die momentan praktisch jeder legalen Verwertung entzogen sind.
Gerade im Buchbereich gibt es viele Werke, die zwar grundsätzlich noch urheberrechtlich geschützt sind, bei denen sich der Urheber aber nicht oder nicht mehr auffinden lässt (sog. „verwaiste Werke”). Problematisch ist dies im Bereich der weiteren Erschließung für die breite Öffentlichkeit. Derartige Werke können nicht ohne weiteres neu aufgelegt werden, auch das Digitalisieren und die digitale Verbreitung sind ohne das Risiko einer Rechtsverletzung oft nicht möglich. Hier stellt sich die Frage, ob ein neues Verfahren eingeführt werden sollte, welches eine solche Nutzung grundsätzlich ermöglicht. Zu denken ist dabei etwa an eine treuhänderische Wahrnehmung von Rechten des Urhebers durch Verwertungsgesellschaften, sofern der Urheber nicht auffindbar ist. Eine solche Regelung würde zum Beispiel den Aufbau digitaler Kataloge deutlich vereinfachen.
Wünschenswert wäre in diesem Zusammenhang eine radikale Verkürzung der Schutzfristen. Würde man sie ausgehend vom Datum der Erstveröffentlichung berechnen, käme man sehr einfach um diese Problematik herum. Aber dies ist angesichts der politisch gewollten finanziellen Absicherung der Autoren-Enkel nicht in Sicht.
Zum Themenfeld Open Access heißt es:
Mehrfach wurde in der Vergangenheit gefordert, dass wissenschaftliche Veröffentlichungen frei zugänglich gemacht werden sollen („Open Access”). Begründet wird dies unter anderem damit, dass diese Werke meist bereits in ihrer Entstehung mit staatlichen Mitteln gefördert wurden. Eine darüber hinaus gehende Vergütung sei deshalb unverhältnismäßig und schade der freien Verbreitung von öffentlich finanzierten Forschungsergebnissen. Dem stehen einige Wissenschaftler skeptisch gegenüber. Open Access könne demnach nicht nur zu einer „Enteignung” der Urheber führen, sondern sei auch für die Wissenschaft nicht zwingend förderlich. Im Detail sind also noch viele Fragen offen. Eine qualifizierte und gründliche Debatte wäre demnach wünschenswert.
Ob hier urheberrechtlich reagiert werden kann oder muss, vermag ich nicht zu sagen. Open Access enteignet niemanden. Hier ist also viel mehr Aufklärung gefragt. Also aktive Opposition gegen Döpfner, Reuß & Co.
Eine kleine Übersicht über Publikationsdienste wie Scribdstellt Sebastian Schürmanns im DIYG vor. Für wissenschaftliche Autoren sind natürlich Open-Access-Server die erste Wahl (auch wenn sie von den vorgestellten Publikationsdiensten in Sachen Usability eine Menge lernen müssen). Da kämen dann fachliche oder institutionelle Dokumentenserver in Frage.
Das europäische Bibliotheksnetzwerk NEEO – Network of European Economists Online geht mit dem weltweit umfassendsten Open-Access-Portal für wirtschaftswissenschaftliche Forschungsartikel online. Der neue Service umfasst zahlreiche Volltexte, Forschungsprimärdaten sowie vollständige Publikationslisten führender Wirtschaftsforscherinnen und -forscher.
Nachdem Peter Suber seine Bloggertätigkeit für Open Access News schon beträchtlich zurückgefahren hat, wird nun auch Gavin Baker aussteigen. Eine Alternative sieht Suber im OA Tracking Project. Schon ob der fehlenden Kommentare Subers kann OATP schwerlich ein Ersatz für OAN sein.
Im Juni 2009 forderte ich die Öffnung der Open-Access-Szene und schlug die Einrichtung von Projektblogs vor. Die RSS-Feeds könnte man bündeln und in irgendeiner Form verfügbar machen.
Nun ist es soweit, eine Yahoo-Pipe sorgt nun dafür, dass man zumindest einen gewissen Teil der Open-Access-relevanten Blogs auf einen Blick beobachten kann.
Die Pipe funktioniert folgendermaßen:
In einem Google-Doc werden die Feeds gesammelt, die für die Pipe relevant sind. Ich habe mich dafür entschieden, weil man solch ein Dokument kooperativ erstellen kann. Das heißt, die Auswahl der Feeds ist nicht abhängig von der Pflege der Pipe. Außerdem kann man Google-Spreadsheets auch als .csv anzeigen lassen. Das erleichtert die Weiterverarbeitung mit der Pipe enorm.
Die Feeds werden, wie schon erwähnt, als .csv-Datei in die Pipe eingelesen und aggregiert.
Der aggregierte Feed wird nach verschiedenen Begriffen durchsucht. Motto: Falls Open-Access-relevanter Begriff enthalten, dann ab ins Töpfchen; else: Kröpfchen.
Verbesserungsvorschläge werden gerne angenommen, Rumgemecker ignoriert. Das Ganze ist nicht perfekt, eben perpetual beta. Aber es ist brauchbar. Wer Blogs vermisst, möge sie hier in den Kommentaren oder per Email an info (at) openaccess-germany.de vorschlagen!
Netzpolitik.org macht auf die angekündigte Enquête-Kommission “Internet und digitale Gesellschaft” aufmerksam. Mitglieder werden je 13 Sachverständige und 13 Mitglieder des Bundestages sein:
5x CDU
3x SPD
2x FDP
2x Linke
1x Grüne
Es sind verschiedene Themen angekündigt. Eine Auswahl:
Stärkung des Bewusstseins für den Wert geistigen Eigentums
Maßnahmen zur digitalen Sicherung des kulturellen Erbes und seiner Nutzung
Förderung der Medienkompetenz, Medienerziehung in Schule, Hochschule sowie Aus- und Weiterbildung
Internationale Zusammenarbeit in Forschung und Wissenschaft
Strategien zur Überwindung der digitalen Spaltung (Digital Divide)
Initiativen zum freien Zugang zu den Ergebnissen staatlich finanzierter Forschung (Open Access)
Weiterentwicklung und Definition offener Standards und Normen
Weiterentwicklung der staatlichen Dienstleistungen (eGovernment)
Strategien für einen freien Zugang zu staatlichen Informationen (Open Data)
Auswahl und Hervorhebungen von mir, die komplette Liste entnehme man bitte dem Netzpolitik-Posting.
Springer-Chef Matthias Döpfner will “abstruse Fantasien von spätideologisch verirrten Web-Kommunisten” verhindern. Und zwar geht es, wie kann es anders sein, um Open Access. Um es kurz zu machen: Döpfner hat zwar eine Meinung, aber leider keine Ahnung. Er geht davon aus, dass Open Access bedeutet, seine Qualitätsblätter kostenlos im Internet für alle verfügbar zu machen. Kurioserweise beklagt er auf N24.de auch nachlassende journalistische Qualität: “Viele verlassen sich bei ihren Recherchen vor allem auf Google und Wikipedia”.
Ach Herr Döpfner. Wenn Sie sich wenigstens auf Wikipedia oder Google verlassen hätten und nicht nur auf eigene Mutmaßungen, worum es sich bei Open Access denn wohl handeln kann, könnte ich Ihre Einwände vielleicht Ernst nehmen. So allerdings sind sie nichts weiter als abstruse Fantasien eines spätideologisch verirrten Print-Monarchisten.