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Archiv: physik

Die Zahl der wissenschaftlichen Publikationen steigt von Jahr zu Jahr. Papercore will Wissenschaftlern helfen, dies zu bewältigen und den Wissenschaftlern Zusammenfassungen von Artikeln bieten:

Papercore collects summaries of scientific papers, in particular in physics, where this database is optimized to. Note that a summary is not just an abstract: A summary should contain the core information of a paper, including a little introduction, basic definitions, outline of methods and key results of a paper, such that a specialist in the field does not have to look into the paper anymore, basically. The rule of thumb is that a summary should be 1/10 of the length of the corresponding paper, the compression factor is automatically computed by Papercore for each summary.

Das sieht dann beispielsweise so aus. Nach Registrierung darf jedeR eigene Zusammenfassungen hochladen.

[via Zugang zum Wissen]

Matin Durrani fasst in PhysicsWorld die Studie “Collaborative Yet Independent” zusammen, die sich mit dem Informations-, Kommunikations- und Kollaborationsverhalten von Physikern befasst. Zu Blogs & Co heißt es:

Few physical scientists use blogs, Twitter, Open Notebook Science, social networks, public wikis or other “public-facing” technologies to share research information, the report finds, although some particle physicists and astrophysicists use internal, private wikis. Most physical scientists view these services as “distractions” from their communications with key colleagues – the only exception being researchers involved in “citizen-science” projects such as Galaxy Zoo, which rely on close collaboration with members of the public. Indeed, three-quarters of particle physicists still use e-mail lists to find new information.

In der Zusammenfassung (PDF) werden verschiedene Empfehlungen gegeben. Unter anderem:

For resources available only via institutional subscriptions, remote access arrangements need to be either improved or better communicated to researchers.

Auch interessant: Annotationswerkzeuge zum Beispiel für PDF-Dateien werden als unbefriedigend empfunden. Lesenswert, und das nicht nur für Physiker!

[via Confessions of a Science Librarian]

Der frischgebackene Nobelpreisträger Dan Shechtman hatte Probleme, seine preisgekrönte Erkenntnis zu publizieren:

Eine erstes Paper wurde – offiziell wegen mangelnder Relevanz für die Wissenschaft – zunächst zurückgewiesen. Erst 1984 gelang es Shechtman gemeinsam mit drei Kollegen einen Aufsatz in den renommierten Physical Review Letters zu platzieren. Von einem Interviewer Anfang 2010 nach der Lehre aus diesen Erfahrungen gefragt, antwortete Shechtman: “Wenn Du ein Wissenschaftler bist, der an seine Ergebnisse glaubt, dann musst Du auch dafür kämpfen.” Das hat sich nun offenbar gelohnt.

[Via Heise]

Creative-Commons-Blog:

The evolution of scholarly communication in the field, recently embodied by the SCOAP3 initiative, has reached an important milestone with the publication of the first results of the LHC experiments under a Creative Common license. These have appeared in the European Physical Journal (Springer) doi:10.1140/epjc/s10052-009-1227-4 (CC BY-NC); Journal of High Energy Physics (SISSA), doi:10.1007/JHEP02(2010)041 (CC BY-NC); Physics Letters (Elsevier), doi:10.1016/j.physletb.2010.03.064 (CC BY); and Physical Review Letters (APS), doi:10.1103/PhysRevLett.105.022002 (CC BY).

CERN will mit offenem Peer Review das Open-Access-Modell beflügeln

Forschungseinrichtungen auf dem Gebiet der Teilchenphysik und internationale Bibliotheken wollen die Qualität von Fachartikeln, die gemäß dem Open-Access-Prinzip kostenlos übers Internet veröffentlicht werden, verbessern. Sie haben daher ein Konsortium ins Leben gerufen, um eine gemeinsame Begutachtung der in Eigenregie publizierten Texte im wissenschaftsüblichen Peer-Review-Verfahren zu ermöglichen. Seinen Sitz hat das Sponsoring Consortium for Open Access Publishing in Particle Physics (SCOAP3) am Genfer CERN, einem der weltweit führenden Institute im Bereich der Nuklearforschung und Geburtsstätte des World Wide Web. Kernidee der Vereinigung ist es, die Kosten für das Gegenlesen und Kommentieren der Beiträge durch andere Forscher aus dem gleichen Fachgebiet gemeinsam zu schultern.

Deutscher Teilnehmer des Konsortiums ist unter anderem die TIB.

The Genius and Marilyn
Wie die BBC berichtet, tritt Stephen Hawking nächstes Jahr von seinem Posten als Lucasian Professor of Mathematics zurück. Die Stelle wird neu ausgeschrieben. Die Stellenausschreibung ist wesentlich kürzer als die für die durchschnittliche FAMI-Stelle:

Applications are invited from persons working on mathematics applied to the physical world, with strong preference for the broad area of theoretical physics.

Der Posten macht sich bestimmt hervorragend im Lebenslauf. Also: auf, auf, liebe theoretischen Physiker!

[via Nature-Blog]


Stellenausschreibung: Lucasian Professor in Cambridge von CH steht unter einer Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland Lizenz. blogoscoop
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