15th
Juni
2010
Da ich zum wiederholten Male eine Nachfrage erhielt, wie denn die elektronischen Dissertationen in den Bibliothekskatalog der FH Hannover kommen:
- Kontaktaufnahme mit der VZG: “Wir (Bibliothek XY) würden gerne automatisiert elektronische Dissertationen in unseren Katalog übernehmen.”
- Antwort von der VZG.
- Übergabe der gewünschten Sachgruppen an die VZG.
- Die erste Lieferung erfolgt binnen kurzer Zeit.
Das war’s auch schon.
Prinzipiell steht das auch so ähnlich im GBV-Wiki. Was man konkret machen muss, um das für seinen Katalog umzusetzen, konnte ich dort leider nicht finden. Was es noch darüber hinaus für Angebote seitens der VZG gibt, ist leider auch nicht ohne weiteres zu entdecken. Wie es funktioniert, habe ich aus der TUB Hamburg-Harburg erfahren. An dieser Stelle besten Dank an die Cutting-Edge-Bibliothekswesen an der Elbe! ;o)
Von CH in Bibliothek | Tags: Bibliothek • dissertation • fachkommunikation • pica • tub hh • vzg |
11th
Juni
2010
Vor fast genau 3 Jahren habe ich hier zum ersten Mal über VuFind berichtet, Anfang 2008 dann noch mal darauf hingewiesen, wie wichtig Open-Source-Bibliothekssysteme doch als Innovationstreiber seien. Jetzt war es an der Zeit, die Gedankenspiele einmal in die Tat umzusetzen. Die TU Hamburg-Harburg ging zum 1. April mit gutem Beispiel voran und installierte VuFind. Auf einem (nur lokal zugänglichen) Testrechner habe ich dies nun auch gemacht. Erster Eindruck: so einfach wie lehrreich!
- Rechner vorbereiten. Ich habe einen uralten PC mit Ubuntu 10.4 ausgestattet. Netto-Arbeitszeit: ca. 30 Minuten.
- VuFind installieren. Dies kann man auf verschiedenen Wegen erledigen. Man kann das von Gerald Steilen gebaute inoffizielle Debian-Paket ausprobieren. Oder das Installations-Skript von der VuFind-Seite verwenden, das von Gerald ebenfalls modifiziert (Achtung, vermutlich nicht die aktuellste Version!) wurde. Wenn man Schritt 1 und 2 direkt hintereinander ausführt, ohne zwischendurch noch alles mögliche auszuprobieren, sollte die reine VuFind-Installation auch nicht länger als 1 Stunde dauern. Ich brauchte etwas länger, da ich zwischendurch über mehrere Kanäle (Twitter, Email, Telephon) großartigen Support von Gerald bekam. Vielen Dank an ihn und seine einschlägig vorbelasteten Kollegen von der VZG! Der Support war größtenteils nur notwendig, weil ich mein System vor der VuFind-Installation zum Teil kaputt konfigurierte.
- Daten einspielen. Dank Open Bibliographic Data kommt man als Bibliothekar inzwischen häufig leichter an bibliographische Daten aus anderen Bibliotheken als an die der eigenen. Für erste VuFind-Tests kann ich empfehlen: MARC records of UNC (Bibliothek der University of North Carolina). Die Daten werden problemlos importiert und sind in kleinen bekömmlichen Portionen erhältlich. Wenn man weiß, wie es geht, dauert es ca. 1-2 Minuten, solch ein Häppchen in den Solr-Index (die Suchmaschine hinter VuFind) zu kippen.
Insgesamt habe ich zwei Nachmittage benötigt, in denen ich mich diesem Projekt allerdings nur nebenbei gewidmet habe. Den Netto-Zeitaufwand würde ich mit ca. 2-3 Stunden beziffern. Dies ist aber nur eine grobe Schätzung.
Da die Installation nicht öffentlich zugänglich ist, kann ich an dieser Stelle nur einen Screenshot einfügen:

Lokale Testinstallation von VuFind an der FH Hannover
VuFind in der Praxis:
VuFind ist auch für IT-Laien einfach zu installieren und es bietet Funktionen, auf die man bei den momentan großflächig eingesetzten OPAC-Produkten vermutlich noch Jahre warten muss. Als Beispiele seien Permalinks für Katalogisate genannt. Und wer eine mobiltaugliche Fassung seines Katalogs wünscht, geht einfach in die Konfigurationsdatei, und schaltet den entsprechenden Parameter ein. Das war’s.
Ich prophezeie VuFind (und anderen freien Katalog-Oberflächen) einen baldigen Durchbruch in Deutschland. Es wird Zeit, dass das Bibliothekswesen in Deutschland seine wichtigsten Werkzeuge selbst in die Hand nimmt.
Von CH in Bibliothek, EDV, Open Source | Tags: aleph • beluga • bibliothek20 • katalog • kug • Open Source • oss4lib • pica • vufind • vzg |
19th
Dezember
2009
Die Iowa City Public Library hat ihren Katalog für Smartphones aufbereitet.
• searching for Library materials
• seeing an item’s cover and reading a summary
• placing a hold for pickup at the location of your choice
• finding ICPL hours, location and phone numbers
Gerade gestern wurde der Wunsch nach einem mobil zugänglichen Katalog auch an die Bibliothek der FH Hannover herangetragen. Die ersten Versuche, dies über eine SRU-Abfrage mit SRUClient zu realisieren, war erst einmal nicht sonderlich überzeugend.
Werte LeserInnen, welche PICA-Bibliothek hat schon einen mobil zugänglichen Katalog? Ich habe keine ausfindig machen können.
Von CH in Bibliothek | Tags: mobilecomputing • pica • smartphone • sru |
23rd
Juli
2009
Zwei Jahre gibt es nun PICA::Record, schreibt Jakob Voss. Und da die jakoblogliche Kommentarfunktion momentan nicht so will, kommentiere ich von hier:
Sicher gibt es schönere Programmiersprachen als Perl, aber wenn schon mehr Personen im Bibliotheksumfeld programmieren (oder zumindest skripten) lernen – was unbedingt notwendig ist – könnte Perl die richtige Wahl sein, da sich mit PICA::Record bereits nach kurzer Zeit praxistaugliche Ergebnisse erzielen lassen.
Das schreit doch geradezu nach einem Workshop/Crashkurs “Perl für Bibliothekswesen”!
Von CH in Bibliothek | Tags: 1337 • informatik • perl • pica |
30th
Januar
2009
Im aktuellen Bibliotheksdienst (43 (2009), H. 1, S. 20-38), beschreiben Ulrich Hahn und Matthias Schulze, wie der Katalog der UB der Helmut-Schmidt-Universität mit allerlei Nützlichkeiten aufgebohrt wurde. Zuerst wären da:
Im Artikel wird gut deutlich, mit welch geringem Aufwand sich ein Mehrwert für Biblioteksnutzer schaffen lässt. Aber, ohne jemandem die Geschäftsgrundlage zu mißgönnen: Für Lagepläne im OPAC braucht man meines Erachtens keine Firma engagieren. Die Integration von verlinkten Standorten funktioniert zumindest in PICA-OPACs, wie man im Katalog der TUB HH sehen kann. Und wie man mit einfachen (und kostenlosen) Mittel Lagepläne erstellt, beschreibt Tobias Zeumer.
Auch bei Bibtip handelt es sich um eine kommerzielle Dienstleistung, die, obwohl es sich um ein DFG-Projekt zur dauerhaften Verbesserung der Informationsinfrastruktur wissenschaftlicher Bibliotheken in Deutschland.
handelt, entgegen einer DFG-Empfehlung (PDF) nicht im Quelltext verfügbar ist.
Mit meinen Einwänden möchte ich diesen Dienste auf keinen Fall die Praxistauglichkeit absprechen.
Im Artikel geht’s weiter mit der Einbindung von Daten und Coverbildern über die API der Google-Buchsuche. Dies wird zu Recht als “klassisches Mashup” bezeichnet. Für die Zukunft werden unter anderem zusätzliche Erweiterungen des Katalogs und der Einsatz von Videocasts versprochen. Dem Schlußsatz kann ich mich nur anschließen: “Wir denken aber, dass unser Katalog durchaus ein klein wenig besser geworden ist.”
Von CH in Bibliothek | Tags: api • bibliothek20 • bibmap • bibtip • DFG • hsu hamburg • katalog • opc • pica • tub hh |
17th
Mai
2008
Jakob präsentiert Tipps und Kniffe, Daten aus PICA-DBs zu ziehen.
In URL:
PRS=PP
PRS=PP%7F
IKT=1066 Suche in allen
IKT=4 Suche im Titel
gso.gbv.de/sru/DB2.92/
Von CH in Bibliothek | Tags: api • hacker • metadaten • pica • sru • xml |
17th
April
2008
Die neue Version des Google-Bots nutzt nun auch HTML-Forms, um auf bislang verborgene Inhalte zuzugreifen. Im Google-Webmaster-Blog wird das so beschrieben:
In the past few months we have been exploring some HTML forms to try to discover new web pages and URLs that we otherwise couldn’t find and index for users who search on Google. Specifically, when we encounter a
Ein kleiner Blick: Die PICA-Kataloge nutzen das Form-Element, Aleph ebenso. Andere Systeme habe ich jetzt nicht geprüft, aber für die Mehrheit ist anzunehmen: Die Google-Bots werden in Kürze für eine drastische Erhöhung des Traffics sorgen. Zumal andere Suchmaschinen sicherlich nachziehen werden. Allerdings:
Only a small number of particularly useful sites receive this treatment, and our crawl agent, the ever-friendly Googlebot, always adheres to robots.txt, nofollow, and noindex directives.
Die Bibliotheken sollten also endlich für permanente URLs in ihren Katalogen sorgen. Damit wird der Kataloginhalt wirklich nutzbar und auch durch Suchmaschinen zugänglich gemacht.
Von CH in Bibliothek, Suchmaschinen | Tags: aleph • ex-libris • google • opac • pica • robots.txt |
21st
Februar
2008
Andy Guess macht sich Gedanken über die Beziehung zwischen Bibliotheken und Bibliothekssystemherstellern.
Read the rest of this entry »
Von CH in Bibliothek, Open Source | Tags: beluga • bibliothekssysteme • ex-libris • kug • offenheit • opac • pica • sisis • vufind • xopac |
30th
Juli
2007
Via OSS4Lib wurde der neue Open-Source-OPAC VuFind präsentiert. Es ist auch eine Demoversion verfügbar.

Ein Suchergebnis sieht zum Beispiel so aus:

Das Tagging hat leider noch nicht funktioniert, ansonsten scheint es eine sowohl schnelle als auch moderne OPAC-Alternative zu sein. VuFind soll in näherer Zukunft mit allen möglichen Bibliothekssystemen funktionieren, es wurde programmiert als ILS agnostic
, wie es in der Dokumentation (PDF) heißt. Um an ein beliebiges ILS anzudocken, braucht es einen nur Treiber:
A driver, or a single php class file, must exist for the ILS of your choice. Within
the web/services/Search directory there is a directory named Drivers. The Drivers
directory contains the drivers for connecting to the appropriate ILS backend. To use an
existing driver, you must edit the config.ini file found in the web/conf directory. If there
is not a driver for your ILS, you can develop your own by creating a php class that
implements the driver interface found in the Interface.php file.
Zum Thema:
Roy Tennant (OCLC) im Libraryjournal: VuFind Rocks the House
Update
Hatte ich leider übersehen:
Patrick Danowski: Neuer OPAC 2.0
Von CH in Bibliothek, Open Source | Tags: 2.0 • aleph • bibliothekssystem • horizon • opac • oss4lib • pica • vufind |
16th
April
2007
Dave Pattern stellt die Auswertung seiner Umfrage in sechs Teilen online: 1, 2, 3, 4, 5 und 6. Immerhin zwei Teilnehmer von 729 haben sich als Deutsche zu erkennen gegeben.
Von CH in Bibliothek | Tags: 2.0 • ex-libris • horizon • oclc • opac • pica • rome • sirsidynix • umfrage |