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Upload-Formulare in Repositorien III

28th Juli 2010

Upload-Formulare in Repositorien III

Übersicht:

Nachdem ich den Ist-Zustand skizziert und mögliche Vorbilder vorgestellt habe, möchte ich nun einen Lösungsvorschlag für ein Open-Access-Upload-Formular machen. Es besteht aus drei Teilen.

1. Datei(en) hochladen

Wie bei Youtube & Co sollte der Upload der Datei zuerst erfolgen. Ich erhoffe mir davon eine erhöhte Motivation der AutorInnen, den Veröffentlichungsvorgang zu komplettieren. Ob dies tatsächlich der Fall ist, sollte auf jeden Fall einmal untersucht werden. Generell sollte in Zukunft ein Hauptaugenmerk bei der Weiterentwicklung von Repository-Software auf der Usability liegen. Welches Metadatenmodell unterstützt wird, interessiert AutorInnen nicht.

Hier geht’s zum Dummy1 . Achtung, diese Webseiten könnten verändert werden oder verschwinden. Die Screenshots dokumentieren den Zustand während des Verfassens dieses Postings. Das Formular funktioniert nicht. Um zum nächsten Schritt zu gelangen, bitte ganz unten auf “nächster Schritt” klicken.

2. Dokument beschreiben

Es sollten wirklich nur Daten erhoben werden, die nicht selbst durch Autopsie erhoben werden können. Ich bin dabei (exklusive Datei-Auswahl, inkl. Lizenzauswahl) auf drei Phasen mit insgesamt 12 auszufüllenden Feldern gekommen. Würde man den Upload zum Beispiel mit einem Nutzerkonto verknüpfen, entfiele zum Beispiel noch die Angabe einer Email-Adresse.

Hier geht’s zum Dummy.

3. Lizenz wählen

Dies müsste graphisch noch eleganter gelöst werden. Im letzten Schritt sollten die bibliographischen Details überprüft und geändert werden können. Wichtiger jedoch ist die rechtliche Seite der Veröffentlichung. Hier werden Nutzungsrechte vereinbart und eine Creative-Commons-Lizenz gewählt. Das Menü für letzteres ist eins zu eins von Creative-Commons.org übernommen. Schöner, also nutzerfreundlicher, kann man es kaum machen. Durch die Auswahl zweier Checkboxen kann man auch ohne umfangreiche Vorkenntnisse zwischen sechs verschiedenen Lizenzmodellen wählen.

Hier geht’s zum Dummy.

Dummy

Ich habe einen Dummy erstellt, in dem man sich den hier vorgestellten Upload-Vorgang ansehen kann. Die Links funktionieren größtenteils nicht, das CSS ist von Creative-Commons.org übernommen, optisch ist da sicherlich mehr drin.

Kritik

Es gab im Vorfeld schon eine Menge guter Kritik am Dummy. In ungeordneter Reihenfolge:

  • Lizenzmodell NC-ND ist kontraproduktiv. Warnhinweis über die Konsequenzen müsste hinzugefügt werden
  • Upload zuerst könnte AutorInnen zu der Annahme verleiten, dass ihr Part damit schon erledigt ist.
  • Hinweis auf Genehmigung studentischer Arbeiten durch Erstprüfer fehlt noch, wenn das erwünscht sein sollte.
  • Ausführlichere Maske verlinken für AutorInnen, die selbst erfassen wollen
  • Neben Datei-Upload von der Festplatte möglichst noch Verweis auf PDF im Netz (automatischer Download von dieser Stelle).
  • Feld “Quelle” ist nicht eindeutig. Die Erklärung sollte umformuliert werden.
  • Radikaler Ansatz: Bibliothek bekommt nur die Datei und die Nutzungsvereinbarung, bibliographische Angaben müssen nur ergänzt werden, wenn sie aus dem Dokument per Autopsie nicht ersichtlich sind.
  • Feld “Bemerkung” beim Datei-Upload ist überflüssig.

Und jetzt?

Insgesamt fehlt es noch an einigem. Ich hoffe allerdings, dass die zugrunde liegenden Ideen deutlich werden und erkläre hiermit die Diskussion für eröffnet. Was fehlt? Noch besser: Was kann noch gestrichen werden? Ist die Reihenfolge so in Ordnung? Ich bitte um begründete Verrisse und Gegenvorschläge!


  1. Vielen Dank für Begutachtung, Tipps und Diskussion an Andrea, Christian, Danny, Edlef, Frank, Horst, Lambert, Nina, Uli, Wiebke & alle anderen, die ich schändlicherweise vergessen habe []

Von CH in Bibliothek, Open Access, Web 2.0 | Tags: | 11 Comments

28th Juli 2010

Upload-Formulare in Repositorien II

Übersicht:

Hier habe ich die Unübersichtlichkeit der klassischen Upload-Formulare in Open-Access-Repositorien zusammengefasst. Nun möchte ich darstellen, wer es besser macht. Und warum das so ist.

Youtube

Der Content-Gigant Youtube verzeichnete unlängst zwei Milliarden angesehene Videos pro Tag. Die genaue Zahl der Nutzer konnte ich nicht herausfinden. Die Schätzung von 300 Millionen Accounts konnte ich nicht verifizieren, ich halte sie aber zumindest in der Größenordnung nicht für unrealistisch. Ob es nun doppelt so viele sind oder nur 10% der 300 Millionen, ist an dieser Stelle unbedeutend. Festzustellen ist: Millionen von Usern sind in der Lage, ein Video auf Youtube zu veröffentlichen. Und das sieht folgendermaßen aus:

Datei hochladen

Dieses ist der erste Streich.

Videoinformationen und Datenschutzeinstellungen

Und der zweite folgt sogleich. Fünf Felder stehen zur Auswahl.

  1. Titel
  2. Beschreibung
  3. Tags
  4. Kategorie
  5. Datenschutz

Fertig.

Scribd

Noch radikaler geht Scribd vor. Auf der Startseite ist ein großer Upload-Button. Klickt man dort drauf, kann man sofort die zu veröffentlichende Datei auswählen. Dann folgt die Metadaten-Erfassung.

  1. Edit title
  2. Choose a category
  3. Ggf. Unterkategorie
  4. Scribble your description here

Slideshare

Auch Slideshare geht ähnlich vor. Zuerst lädt man die Datei hoch, dann füllt man folgende Felder aus:

  1. Title
  2. Description
  3. Tags
  4. Category
  5. Privacy
  6. Allow Download

Fazit

Gemeinsam ist den hier beschriebenen Upload-Vorgängen folgendes:

  1. Der Upload des Dokuments erfolgt am Anfang. Wenn die Datei einmal dem Server übergeben ist, ist die Motivation viel höher, auch noch die Erfassung vorzunehmen.1 Umgekehrt besteht überhaupt kein Problem, den Veröffentlichungsvorgang abzubrechen, wenn die Datei noch gar nicht hochgeladen wurde.
  2. Es werden nur die wichtigsten Daten erfragt. Bei einem Repository sind das immer mehr als z.B. bei Scribd. Aber der Unterschied ist so gravierend, dass man sich fragen muss, ob er nicht verkleinert werden muss.

Im nächsten Teil mache ich einen Vorschlag, wie ein Kompromiss zwischen den hier vorgestellten Diensten und den gängigen Veröffentlichungsformularen aussehen könnte.


  1. Dies ist eine These, die genauer untersucht werden muss. Vielleicht ein gutes Thema für eine Bachelor-Arbeit? []

Von CH in Bibliothek, Open Access, Web 2.0 | Tags: | 1 Comment

27th Juli 2010

Upload-Formulare in Repositorien I

Übersicht:

Die Green Road funktioniert langfristig nur, wenn sich Open-Access-Repositorien den Bedürfnissen ihrer Nutzer anpassen. Nutzer sind dabei nicht die Mitarbeiter der Bibliotheken, die den jeweiligen Server administrieren. Nutzer sind die Autoren, deren Publikationen archiviert und publiziert werden sollen.

Wer selbst einen Publikationsserver und somit auch Autoren betreut, wird diese Fragen und Hilferufe kennen:

  1. “Welche Lizenz wähle ich?”
  2. “Um Himmels Willen, muss ich das alles ausfüllen?”
  3. “Was ist SWD, warum sieht die aus wie eine Webseite von 2001 und vor allem: Was soll ich damit?”
  4. “Muss das wirklich so kompliziert sein?”

Diese und ähnliche Fragen kulminieren oft in: “Können Sie das vielleicht für mich übernehmen?”

Tobias Rütten: Labyrinth, CC-BY-SA

Die Antwort ist logisch: “Natürlich kann ich das für Sie übernehmen! Würden Sie der Bibliothek ein von Ihnen geschriebenes Buch schenken, müssten Sie es schließlich auch nicht selbst katalogisieren.”

Die Realität sieht oft anders aus. Wer sein Dokument auf dem Server und in die Bibliothekskataloge bekommen möchte, muss neuerdings selbst formal und inhaltlich erschließen.

Die in Deutschland am weitesten verbreitete Repository-Software ist meines Wissens OPUS. Das klassische Veröffentlichungsformular von OPUS enthält folgende Punkte:

Veröffentlichungsvorgang starten

Dokumentart

Über 20 verschiedene Dokumententypen stehen zur Auswahl, z.B. 22 in Hannover, 24 in Freiburg.

Lizenz

Die Auswahl der Lizenzen erfolgt per Drop-Down. Das führt dazu, dass man Creative-Commons-Lizenzen kaum ohne Vorkenntnisse auswählen kann. Wer weiß schon, was Angaben wie Creative Commons – Namensnennung, Nicht kommerziell, Weitergabe unter gleichen Bedingungen bedeuten?

BibTeX-Upload

Ein Feature, dass Experten sicher weiterhelfen kann, aber die meisten Autoren ebenso sicher verwirrt.

Beschreibungsdaten eingeben

Ich werde nun nicht jedes Feld kommentieren. Ein Blick auf die Menge der möglichen Angaben spricht für sich:

  1. Originaltitel der Arbeit
  2. Titel der Arbeit auf Englisch
  3. Verfassername (Nachname, Vorname)
  4. Sonstige beteiligte Personen (Nachname, Vorname)
  5. Urheber
  6. Sonstige beteiligte Körperschaft bzw. Institution (Sponsor, Organisator etc.)
  7. Quelle
  8. Kontrollierte Schlagwörter (Deutsch)
  9. Freie Schlagwörter (Deutsch)
  10. Freie Schlagwörter (Englisch)
  11. DDC-Sachgruppe
  12. Schriftenreihe / Sendereihe
  13. Bandnummer
  14. Kurze Inhaltszusammenfassung in der Originalsprache (max. 5000 Zeichen)
  15. Kurze Inhaltszusammenfassung in einer weiteren Sprache (max. 5000 Zeichen)
  16. Hochschule
  17. Institut
  18. Jahr der Fertigstellung
  19. Sprache
  20. ISBN
  21. Anzahl der zu übertragenden Dateien
  22. E-Mail Adresse
  23. Gültigkeitsdauer
  24. Zugriffsbeschränkung

Kontrollierte Schlagwörter, DDC, sonstige beteiligte Körperschaften? Wenn das wirklich jeder problemlos ausfüllen könnte, ohne sich eingehend damit beschäftigt zu haben, bräuchten wir keine professionelle inhaltliche Erschließung mehr. Auch eine interessante Debatte, aber weiter im Text…

Seite 3: Vorschau

Hier kann man die bibliographischen Daten kontrollieren und ggf. zurück zum Erfassungsformular springen.

Seite 4: Dateien hochladen

Nun kann man die Datei tatsächlich hochladen. Zumindest der Teil der publikationswilligen AutorInnen, die es bis hierhin geschafft haben. Nach – wenn ich mich nicht verzählt habe – 27 Feldern ist man also dort angekommen, wo man eigentlich hinwollte.

Wie kann man es besser machen?

Nicht nur bei OPUS ist die Lage derart unübersichtlich. Um nur ein anderes Beispiel zu nennen: E-Prints’ Upload-Vorgang umfasst ebenfalls vier Seiten mit etwa 20 Feldern, davon zahlreiche Pflichtfelder. Wie man es besser machen kann, zeigen verschiedene Publikationsdienste aus dem nicht-akademischen Bereich, die ich morgen vorstellen möchte.

Von CH in Bibliothek, Open Access, Web 2.0 | Tags: | 5 Comments

28th Januar 2010

Repository-Software IR+

Logo IR+Der Chronicle of Higher Education berichtet über die neue Repository-Software IR+ der University of Rochester.

The idea is to get professors and graduate students to contribute their papers and dissertations to the repository by combining it with a Web-based workspace that accomplishes lots of other stuff they need to write up that research. Stuff like creating folders, managing files, and collaborating with colleagues. Also, they get to showcase their work on customized “researcher pages.”

Wie wichtig Funktionen wie personalisierbare Seiten sind, wurde hierzublog nun schon oft genug erwähnt. Und in Rochester kann man sich nun am praktischen Beispiel ansehen. Open Access kommt nur voran, wenn die Server den Wissenschaftlern handfesten Mehrwert bieten. Repository-Entwickler, sehr Euch IR+ bitte genau an! Das Repository selbst muss diese Funktionalitäten nicht unbedingt anbieten, aber die Schnittstellen dafür müssen geschaffen und gut dokumentiert werden. Mehr zum Thema Schnittstellen (Serviceorientierte Architektur) übrigens aktuell im Jakoblog.

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25th Januar 2010

Scribd und alternative Publikationsdienste

Eine kleine Übersicht über Publikationsdienste wie Scribd stellt Sebastian Schürmanns im DIYG vor. Für wissenschaftliche Autoren sind natürlich Open-Access-Server die erste Wahl (auch wenn sie von den vorgestellten Publikationsdiensten in Sachen Usability eine Menge lernen müssen). Da kämen dann fachliche oder institutionelle Dokumentenserver in Frage.

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13th Dezember 2009

Institutionelle Repositorien in Spanien

The situation of open access institutional repositories in Spain: 2009 report von Remedios Melero, Ernest Abadal, Francisca Abad und Josep Manel Rodríguez-Gairín.

Introduction. The DRIVER I project drew up a detailed report of European repositories based on data gathered in a survey in which Spain’s participation was very low. This created a highly distorted image of the implementation of repositories in Spain. This study aims to analyse the current state of Spanish open-access institutional repositories and to describe their characteristics.
Method. The data were gathered through a Web survey. The questionnaire was based on that used by DRIVER I: coverage; technical infrastructure and technical issues; institutional policies; services created; and stimulators and inhibitors for establishing, filling and maintaining their digital institutional repositories.
Analysis. Data were tabulated and analysed systematically according responses obtained from the questionnaire and grouped by coverage.
Results. Responses were obtained from 38 of the 104 institutions contacted, which had 29 institutional repositories. This represents 78.3% of the Spanish repositories according to the BuscaRepositorios directory. Spanish repositories contained mainly full-text materials (journal articles and doctoral theses) together with metadata. The software most used was DSpace, followed by EPrints. The metadata standard most used was Dublin Core. Spanish repositories offered more usage statistics and fewer author-oriented services than the European average. The priorities for the future development of the repositories are the need for clear policies on access to scientific production based on public funding and the need for quality control indicators.
Conclusions.This is the first detailed study of Spanish institutional repositories. The key stimulants for establishing, filling and maintaining were, in order of importance, the increase of visibility and citation, the interest of decision-makers, simplicity of use and search services. On the other hand the main inhibitors identified were the absence of policies, the lack of integration with other national and international systems and the lack of awareness efforts among academia.

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16th Oktober 2009

Welchen OA-Server hätten Sie gerne?

Eine hübsche kleine Service-Leistung liefert The Depot, ein Open-Access-Repository an der University of Edinburgh. Zum Depot:

The purpose of the Depot is to enable all academics worldwide to share in the benefits of open access exposure for their research outputs. The Depot is provided as an international facility geared to support the policies of universities and national funding agencies towards Open Access, aiding policy development in advance of a comprehensive institutional archive network.

Wer dort eine Publikation veröffentlichen will, bekommt (je nach IP-Netz) eventuell den jeweils lokal ansässigen Dokumentenserver vorgeschlagen. So sieht das aus:

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30th Januar 2009

Call for Papers: 5th International Conference on e-Social Science

5th International Conference on e-Social Science in Köln vom 24. bis 26. Juni 2009.

Themen (Auswahl):

* Case studies of e-Research, including benefits and problems in collaboration across organisational, disciplinary and geographical boundaries
* Case studies of ‘Open Access Science’, social networking and ‘Science 2.0′
* Best practice examples of social research data infrastructure, including virtual distributed databases, open access repositories, self-archiving
* Advances in tools and services for data discovery, harmonization, integration, management, annotation, curation and sharing
* Case studies of collaborative research environments, including user engagement, development and use
* User experiences of e-Research infrastructure, services and tools
* Factors influencing the adoption of e-Research, including technical standards, user engagement and outreach, training, sustainability of digital artefacts, IPR and ethics
* New methods, metrics and tools for measuring the adoption and impact of e-Research and for informing policy-making
* The evolving research infrastructure technology roadmap, including grids, cloud computing and web 2.0

Deadlines und weitere Infos und gibt es hier.

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14th November 2008

E-LIS mit E-Prints 3.0

E-LIS – the open archive for Library and Information Science wird vom 17. bis zum 21. November nicht zur Verfügung stehen, da ein Upgrade der Repository-Software E-Prints ansteht. Unter den Features von E-prints 3.0 wird u.a. aufgelistet:

  • Time saving deposits
  • Import data from other repositories and services
  • Autocomplete-as-you-type for fast data entry

Gerade Verbesserungen für Autoren sind dringend notwendig gewesen. Wie das ungefähr aussehen wird, kann man auf dem Demo-Server ausprobieren.

Die Nachricht ging über verschiedene Mailinglisten, aber auf der E-Lis-Seite selbst kann ich keinen Hinweis entdecken.

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17th September 2008

10th International Conference on Science and Technology Indicators

Morgen beginnt die 10th International Conference on Science and Technology Indicators in Wien.

Das Erkennen von Trends in der Forschung, die Identifikation von Forschungsgebieten mit einem hohem Zukunftspotential, sowie die Messung von Forschungsleistungen sind die Leitthemen der “10th International Conference on Science and Technology Indicators”.

Die quantitative Messung der Leistung und Entwicklung von Forschung und Technologie (F&T) hat international eine lange Tradition und findet breite Akzeptanz in der F&T-Politik. Eines der bekanntesten Konzepte ist der Impact Faktor von wissenschaftlichen Zeitschriften, welcher durch die Zahl der Zitierungen die Sichtbarkeit wissenschaftlicher Arbeit in der Scientific Community erfasst. “Die Anwendung und die Weiterentwicklung von ähnlichen bibliometrischen Indikatoren gehören auch zu den Aufgaben einer modernen Universitätsbibliothek”, sagt Programme Chair Juan Gorraiz von der Universität Wien.

Weitere wichtige Konferenzthemen sind: Neue Anforderungen und Entwicklungen im Open Access-Publikationswesen, neue Möglichkeiten zur Erforschung der Wissenschaft, Fortschritte in der Forschung zur Knowledge Based Economy und neuartige Analysekonzepte, wie z. B. Netzwerkanalyse und Forschungslandkarten (Mapping Science).

Über 250 WissenschafterInnen, insbesondere InformationswissenschafterInnen, WissenschaftspublizistInnen sowie ForschungsmanagerInnen, DatenbankanbieterInnen, BibliothekarInnen und Policy Maker aus der ganzen Welt tauschen neueste Erkenntnisse über Entwicklung und Anwendung von Forschungs- und Technologieindikatoren aus. Neben VertreterInnen der Industrieländer nehmen auch zahlreiche ForscherInnen aus Schwellenländern an der Konferenz teil.

Die Themenpalette klingt interessant. Wer genaueres wissen möchte, dem sei das mit 49 MB reichlich schwergewichtig geratene Book of Abstracts (PDF) empfohlen.

[via IDW-Online]

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