Der Chronicle of Higher Education berichtet über die neue Repository-Software IR+ der University of Rochester.
The idea is to get professors and graduate students to contribute their papers and dissertations to the repository by combining it with a Web-based workspace that accomplishes lots of other stuff they need to write up that research. Stuff like creating folders, managing files, and collaborating with colleagues. Also, they get to showcase their work on customized “researcher pages.”
Wie wichtig Funktionen wie personalisierbare Seiten sind, wurde hierzublog nun schon oft genug erwähnt. Und in Rochester kann man sich nun am praktischen Beispiel ansehen. Open Access kommt nur voran, wenn die Server den Wissenschaftlern handfesten Mehrwert bieten. Repository-Entwickler, sehr Euch IR+ bitte genau an! Das Repository selbst muss diese Funktionalitäten nicht unbedingt anbieten, aber die Schnittstellen dafür müssen geschaffen und gut dokumentiert werden. Mehr zum Thema Schnittstellen (Serviceorientierte Architektur) übrigens aktuell im Jakoblog.
Eine kleine Übersicht über Publikationsdienste wie Scribdstellt Sebastian Schürmanns im DIYG vor. Für wissenschaftliche Autoren sind natürlich Open-Access-Server die erste Wahl (auch wenn sie von den vorgestellten Publikationsdiensten in Sachen Usability eine Menge lernen müssen). Da kämen dann fachliche oder institutionelle Dokumentenserver in Frage.
Introduction. The DRIVER I project drew up a detailed report of European repositories based on data gathered in a survey in which Spain’s participation was very low. This created a highly distorted image of the implementation of repositories in Spain. This study aims to analyse the current state of Spanish open-access institutional repositories and to describe their characteristics. Method. The data were gathered through a Web survey. The questionnaire was based on that used by DRIVER I: coverage; technical infrastructure and technical issues; institutional policies; services created; and stimulators and inhibitors for establishing, filling and maintaining their digital institutional repositories.
Analysis. Data were tabulated and analysed systematically according responses obtained from the questionnaire and grouped by coverage. Results. Responses were obtained from 38 of the 104 institutions contacted, which had 29 institutional repositories. This represents 78.3% of the Spanish repositories according to the BuscaRepositorios directory. Spanish repositories contained mainly full-text materials (journal articles and doctoral theses) together with metadata. The software most used was DSpace, followed by EPrints. The metadata standard most used was Dublin Core. Spanish repositories offered more usage statistics and fewer author-oriented services than the European average. The priorities for the future development of the repositories are the need for clear policies on access to scientific production based on public funding and the need for quality control indicators. Conclusions.This is the first detailed study of Spanish institutional repositories. The key stimulants for establishing, filling and maintaining were, in order of importance, the increase of visibility and citation, the interest of decision-makers, simplicity of use and search services. On the other hand the main inhibitors identified were the absence of policies, the lack of integration with other national and international systems and the lack of awareness efforts among academia.
The purpose of the Depot is to enable all academics worldwide to share in the benefits of open access exposure for their research outputs. The Depot is provided as an international facility geared to support the policies of universities and national funding agencies towards Open Access, aiding policy development in advance of a comprehensive institutional archive network.
Wer dort eine Publikation veröffentlichen will, bekommt (je nach IP-Netz) eventuell den jeweils lokal ansässigen Dokumentenserver vorgeschlagen. So sieht das aus:
5th International Conference on e-Social Science in Köln vom 24. bis 26. Juni 2009.
Themen (Auswahl):
* Case studies of e-Research, including benefits and problems in collaboration across organisational, disciplinary and geographical boundaries
* Case studies of ‘Open Access Science’, social networking and ‘Science 2.0′
* Best practice examples of social research data infrastructure, including virtual distributed databases, open access repositories, self-archiving
* Advances in tools and services for data discovery, harmonization, integration, management, annotation, curation and sharing
* Case studies of collaborative research environments, including user engagement, development and use
* User experiences of e-Research infrastructure, services and tools
* Factors influencing the adoption of e-Research, including technical standards, user engagement and outreach, training, sustainability of digital artefacts, IPR and ethics
* New methods, metrics and tools for measuring the adoption and impact of e-Research and for informing policy-making
* The evolving research infrastructure technology roadmap, including grids, cloud computing and web 2.0
Das Erkennen von Trends in der Forschung, die Identifikation von Forschungsgebieten mit einem hohem Zukunftspotential, sowie die Messung von Forschungsleistungen sind die Leitthemen der “10th International Conference on Science and Technology Indicators”.
Die quantitative Messung der Leistung und Entwicklung von Forschung und Technologie (F&T) hat international eine lange Tradition und findet breite Akzeptanz in der F&T-Politik. Eines der bekanntesten Konzepte ist der Impact Faktor von wissenschaftlichen Zeitschriften, welcher durch die Zahl der Zitierungen die Sichtbarkeit wissenschaftlicher Arbeit in der Scientific Community erfasst. “Die Anwendung und die Weiterentwicklung von ähnlichen bibliometrischen Indikatoren gehören auch zu den Aufgaben einer modernen Universitätsbibliothek”, sagt Programme Chair Juan Gorraiz von der Universität Wien.
Weitere wichtige Konferenzthemen sind: Neue Anforderungen und Entwicklungen im Open Access-Publikationswesen, neue Möglichkeiten zur Erforschung der Wissenschaft, Fortschritte in der Forschung zur Knowledge Based Economy und neuartige Analysekonzepte, wie z. B. Netzwerkanalyse und Forschungslandkarten (Mapping Science).
Über 250 WissenschafterInnen, insbesondere InformationswissenschafterInnen, WissenschaftspublizistInnen sowie ForschungsmanagerInnen, DatenbankanbieterInnen, BibliothekarInnen und Policy Maker aus der ganzen Welt tauschen neueste Erkenntnisse über Entwicklung und Anwendung von Forschungs- und Technologieindikatoren aus. Neben VertreterInnen der Industrieländer nehmen auch zahlreiche ForscherInnen aus Schwellenländern an der Konferenz teil.
Die Themenpalette klingt interessant. Wer genaueres wissen möchte, dem sei das mit 49 MB reichlich schwergewichtig geratene Book of Abstracts (PDF) empfohlen.
Schon etwas älter, aber als Übersichtsarbeit immer noch interessant ist Sarah Glebes Diplomarbeit “Institutional Repositories als zukunftsorientiertes Instrument der wissenschaftlichen Kommunikation”, die nun auch online verfügbar ist.
Zusammenfassung:
Die zunehmende Finanzknappheit der öffentlichen Haushalte, die technische Entwicklung und der ständig wachsende Konkurrenzkampf in Forschung und Lehre veranlassen Universitäten und andere Institutionen dazu, über neue Kommunikationsformen nachzudenken, durch die Synergieeffekte zu erreichen sind. Weltweit führen heute unterschiedliche wissenschaftliche Einrichtungen Institutional Repositories ein bzw. nutzen sie bereits.
Diese Arbeit beschreibt Entwicklungen und Hintergründe, die die Einrichtung von Institutional Repositories betreffen. Darüber hinaus werden internationale Projekte zur Einführung von institutionellen Archiven erläutert und miteinander verglichen. Anschließend beleuchtet die Autorin dieser Arbeit Fragen im Zusammenhang mit der Veröffentlichung wissenschaftlicher Literatur, wie z.B. Open Access, Selbstarchivierung, rechtliche Probleme bzw. den Aufbau und das Management eines Institutional Repositories. Die Verfasserin der Arbeit entwickelt einen Vorschlag für einen Arbeitsablauf eines Institutional Repositories.
Spannend ist (nicht nur) der letzte Satz der Arbeit:
Die Zukunft wird zeigen, inwieweit sich übergeordnete Langzeitarchivierungsstellen für Institutional Repositories – OAI-basiert oder nicht – entwickeln werden.
Fünf Jahre, und der Satz hat an Aktualität kein bißchen verloren.
Über DOBInet gefunden, und trotz des Titels unter der angegebenen URL natürlich nicht mehr erreichbar. Aus dem Abstract:
WBb sollten im Bereich ihres Sammelauftrags Verfügbarkeit von Online-Publikationen beobachten und erforderlichenfalls Verantwortung für die Archivierung selbst übernehmen.
Das war in diesem Fall anscheinend nicht erforderlich.
Problem Nr. 2: Bibliotheken und Fachinformationszentren sind vor vielen Jahren aus der Wissenschaftslandschaft ein Stück weit ausgeklinkt worden und wurden nur noch als Serviceeinrichtungen geführt. Sie müssen wieder stärker in die Wissenschaftsorganisationen integriert werden. Und da stoßen die Wissenschaftler im Alltag auf ganz banale Probleme etwa mit unterschiedlichen Datenformaten.
Siehe auch diese Presseerklärung des MPG zur Gründung der Allianz:
Open Access hat zum Ziel, das weltweite Wissen in digitaler Form ohne finanzielle, technische oder rechtliche Barrieren zugänglich zu machen. Die Allianz will den sogenannten “Grünen Weg” des Open Access durch den Ausbau institutioneller und disziplinärer digitaler Archive und Publikationsserver (sogenannte Repositorien) stärken. Ein weiteres wichtiges Ziel ist es, den “Goldenen Weg” des Open Access fördern. Dazu gehört die Weiterentwicklung von Geschäfts- und Fördermodellen und deren gemeinschaftlicher Finanzierung. In Modellprojekten soll auf eine Umschichtung der Subskriptionskosten auf Publikationskosten hingewirkt werden.
Die Initiative hat sich auch ein Leitbild (PDF) gegeben, in denen die Schlüsselpunkte noch einmal genauer erläutert werden. Den Wissenschaftlern geht es um die Bildung von Infrastrukturen zur Schaffung und Erhaltung von Wissen. Langzeitarchivierung, Open Access, Nationallizenzen. Es ist sofort ersichtlich, dass es es hierbei überwiegend um primär bibliothekarische Handlungsfelder geht. Dieses Papier ist für das wissenschaftliche Bibliothekswesen eine eindeutige Aufforderung zur Diskussion und Einmischung.
Peter Suber hat die Initiative schon bemerkt, in Deutschland wird sie zumindest öffentlich noch nicht diskutiert.