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Archiv: returnoninvestment

TIB/UB Hannover, CC: BY-SA von Manfred Nowak

CC: BY-SA von Manfred Nowak


Die niedersächsische Wissenschaftsministerin Johanna Wanka zeigt sich beeindruckt vom volkswirtschaftlichen Nutzen der TIB /UB Hannover. Wie einer Pressemitteilung der Bibliothek zu entnehmen ist:

Aus jedem Euro öffentlicher Finanzierung generiert die TIB 3,80 Euro Mehrwert. Damit schafft sie für ihre Kunden einen 3,8 Mal höheren Nutzen als sie kostet. Aus 23 Millionen Euro jährlicher Förderung erwirtschaftet die TIB 87 Millionen Euro für die deutsche Wissenschaftsgesellschaft.

Errechnet wurde der Wert mit Hilfe der Contingent-Valuation-Methode. Die vollständige Studie ist als PDF verfügbar.

Update am 26. November: Ich wurde gerade aus der TIB informiert, dass die Studie nur die TIB betrifft, nicht den die /UB Hannover. Obwohl nur die TIB untersucht wurde, halte ich den Rest der TIB/UB Hannover dennoch für wertvoll und belasse es daher bei der bisherigen Überschrift.

Die ALA in einer Presseerklärung:

The American Library Association (ALA) is asking Congress for $100 million in stimulus funding to aid the nation’s working families during the current economic crisis. Aid is sought to stem the bleeding of critical library services that help Americans with job searches, small business development, financial literacy and other essential assistance in hard economic times.

Es wird an dieser Stelle selbstverständlich noch einmal auf den hohen Return on Investment des Bibliothekswesens aufmerksam gemacht:

Investments in libraries often yield high dividends for communities. Studies show economic returns from salaries and wages paid to staff, construction costs, employment services and library purchases. A recent Pennsylvania study points out that for every dollar invested in the public library, the community receives a return of $5.50. A similar report from Florida shows a $6.54 return on investment.

[via Librarian in Black]


David Rothman hat eine Sammlung von Tools zur Berechnung des Bibliothekswerts verlinkt. Genauer gesagt handelt es sich um Berechnungen, die dem Bibliotheksbenutzer zeigen, wieviel Geld er durch die Benutzung einer Bibliothek spart.

Verwendet man den user calculator des Library Research Service, erhält man durch simple Eingabe weniger Benutzungskennziffern, wieviele Geld man pro eingesetztem Steuerdollar gespart hat. Schon bei einer einzigen entliehenen Monographie ist man bei einem Return on Investment von 493%. Klingt natürlich beeindruckend. Ist aber weder neu, noch hilfreich.

In den letzten Jahren ist es Mode geworden, die Kapitalrendite verschiedenster Einrichtungen zu berechnen.Zum Beispiel von Banken, Krankenhäusern, Schulen und natürlich auch Bibliotheken. Besonders hip ist es, in diesem Zusammenhang von Return on Investment zu sprechen.

Doch auch CEO-Sprech kann schlecht verbergen, dass dies ein Ansatz ist, den jeder auch nur nur halbwegs sozial(politisch) denkende Bibliothekar ablehnen muss. Bibliotheken sind kein renditeorientiertes Staatsunternehmen, sie sind eine Kultur- und Bildungseinrichtung. Als solche muss sie sich natürlich auch rechtfertigen, aber ob das über Instrumente der Betriebswirtschaft laufen sollte, ist anzuzweifeln.


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