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Warum Semantik (für Bibliotheken)?

7th Dezember 2009

Warum Semantik (für Bibliotheken)?

In den Folien fragt Stefan Gradmann, ob dieses Thema auf einer Fachtagung für innovative Bibliothekare nicht obsolet sei und beantwortet dies mit nein. Die Präsentation breitet ein paar Argumente aus, warum sich auch Bibliotheken mit dem Semantic Web auseinander setzen müssen.

Die Aufzählung kann natürlich nicht komplett sein, aber ein Grund fehlte mir dann doch. Und zwar ist der Grund, dass zumindest für öffentlich finanzierte Bibliotheken der Nutzer (und meist gleich Finanzierer in Personalunion) ein Recht darauf hat, die von Bibliotheken in seinem Auftrag und mit seinen Mitteln erstellten Informationen in bester Form zugänglich zu machen. Und die seit ca. 10 Jahren in ihren Grundfunktionen nicht weiterentwickelten OPACs sind mit Sicherheit nicht die “beste Form”. Ein freier Zugriff auf maschinen- und menschenlesbare bibliothekarische Daten ist eigentlich schon lange eine Pflichtaufgabe für Bibliotheken.

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2nd November 2009

Flickr und Open Library verlinken

Adrian Pohl beschreibt in seinem Blog Übertext, wie man Katalogisate in der Open Library mit Bildern in Flickr verknüpfen kann. Konkret wurde ein “machine tag” auf Flickr angelegt, der dieses Bild mit diesem Katalogisat verbindet. Einstweilen nur in eine Richtung. Aber:

Ist es nicht schön, was man alles Tolles machen kann, wenn man nur eindeutige IDs und darauf aufbauende stabile URLs hat…

Sag ich doch.

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27th Oktober 2009

Permalinks für Katalogisate

In der Mailingliste NGC4LIB wird gerade eifrig darüber gestritten, in welcher Form Kataloge im Netz präsent sein sollten. Ausgangspunkt war eine Diskussion über das Semantic Web, aber schnell ist die Debatte zum Kernpunkt gekommen: Bislang sind Bibliotheken nicht einmal im “normalen” Web angekommen.

Tim Spalding fasst das Problem folgendermaßen zusammen:

1. Vendors don’t make linkable systems, mostly because libraries don’t
force them to.
2. OCLC maintains that libraries should stay off the web, and rely on
WorldCat to serve as their front-end to the world.

The result:

1. Libraries are almost NEVER in search results.
2. WorldCat is seldom visited. For example, WorldCat has HALF the
traffic of LibraryThing. It even has less traffic than Dogster.com,
the social network for people who REALLY love their dogs.

Spalding ist uneingeschränkt zuzustimmen. Man bedenke: OPAC steht für Online Public Access Catalogue. Der Gedanke war also ursprünglich, den Katalog online für den öffentlichen Zugang zur Verfügung zu stellen. Der Katalog an sich ist auch öffentlich zugänglich. Nun ist es an der Zeit, auch die Katalogisate öffentlich zugänglich zu machen. Was brauchen wir dazu? Suchmaschinentaugliche Permalinks auf Katalogisate.

Einen ersten Schritt in diese Richtung hat die VZG getan, als sie kürzlich sogenannte Zitierlinks in den GVK einbanden.

Beispiel: http://gso.gbv.de/xslt/DB=2.1/PPNSET?PPN=595545807

Dabei gibt es jedoch (abgesehen von der Benennung der Funktion, hinter der ich eigentlich eher die bibliographischen Daten in maschinenlesbarer Form vermutet hätte) zwei Probleme.

  1. PPNs sind nicht dauerhaft, sie können sich ändern oder gelöscht werden. Dann ändert sich auch der Zitierlink, was ihn insgesamt untauglich macht. Denn: Cool URIs don’t change. Vielleicht wäre es sinnvoll, eine übergreifende ID wie die Erstkatalogisierungs-ID (EKI) für diesen Zweck einzusetzen.
  2. Der Link entspricht nicht dem, was man sieht, wenn man aus einer Recherche dorthin gelangt. Das heißt, man muss den Zitier-Link extra anklicken. Dies problematisch z.B. beim Einsatz von Bookmarkingplugins. Ist die Session beendet, ist zum Beispiel dieser Link hier nicht mehr gültig.

Ändern könnte man dies, indem man das Vorgehen der OpenLibrary übernimmt. Sucht man dort nach “The Mahabharata” von Jean-Claude Carrière, findet man unter anderem folgenden Titel:

http://openlibrary.org/b/OL9587696M/The_Mahabharata

Dieser Link besteht aus dem Basis-Link für die OpenLibrary + alphanumerische ID + Titelstichwort. Der Titel ist für die Funktion des Links irrelevant. Ruft man die selbe ID mit einem anderen Titel auf, kommt man trotzdem zum gewünschten Titel:
http://openlibrary.org/b/OL9587696M/Harry_Potter_and_the_catalogue_of_death

Bestimmt sind auch andere technische Umsetzungen denkbar. Wichtig ist nur, dass durch dieses nur scheinbar unwichtige Detail unsere Kataloge endlich im Web ankommen. Überlegungen zur Umsetzung bestehen, jetzt kommt es darauf an, sie so schnell wie möglich umzusetzen.

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15th August 2008

Parallaxte Austragungsorte der Olympischen Spiele

Es ist mir wirklich schleierhaft, warum Freebase Parallax nicht allerorten gefeiert wird. Auf Knol haben sich alle gestürzt, als wäre es die größte Innovation seit der Erfindung des Buchdrucks, und hier interessiert sich fast niemand? Liegt’s daran, dass es nicht Google drüber steht?

Man schaue sich nur mal diese Karte an! Drei Minuten herumklicken, und schon kann hat man eine Liste der Olympiaaustragungsorte, deren Standortmarkierungen die Anzahl der Teilnehmer visualisieren. Auch hier möchte ich zum Anklicker der Kreise ermutigen.

Gibt es sowas schon seit Jahren, und ich habe nichts davon mitbekommen? Sicher, Parallax ist noch beta, es sind noch zu wenig Daten vorhanden, die Server sind offensichtlich auch ziemlich überlastet. Dennoch: ein unglaubliches Angebot! Also, nichts wie hin, ausprobieren und begeistert darüber berichten!

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14th August 2008

Freebase Parallax

Wow! ReadWriteWeb macht auf FreeBase Parallax aufmerksam. Dies nur eine neue Oberfläche für Freebase zu nennen, ist eine glatte Untertreibung!


Freebase Parallax: A new way to browse and explore data from David Huynh on Vimeo.

Unbedingt ansehen! Mit Parallax ist es mit ein paar Klicks möglich, die verschiedensten Dinge herauszufinden und zu visualisieren. Wer eine Zeitleiste von Ballett-Komponisten braucht:

Zeitaufwand: ca. 3 Minuten. Die Einfärbung nach Wirkstätten gibt’s flott dazu. Und ich möchte ausdrücklich dazu auffordern, auf den Namen eines Komponisten zu klicken. Beeindruckend. Ich bin geneigt zu sagen: das Beeindruckendste, was ich seit langem im Netz gesehen habe! Die Maps funktionierten gerade nicht, sonst hätte ich hier eine Karte mit allen akademischen Bibliotheken der USA eingeblendet, die brutalistisch gebaut wurden.

Wo muss ich unterschreiben, um Freebase auf Deutsch zu bekommen? ;o)

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17th Mai 2008

Bibcamp: Yovisto

Neues von Yovisto beim Bibcamp:

Anwendungsbeispiel: db-thueringen.de

Vieles hat sich geändert, z.B. lässt sich Yovisto jetzt auch einbinden. Ich find’s gerade nicht, aber das wird hier demnächst noch eingefügt.

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18th Februar 2008

11 Dinge über das Semantische Netz

Bernard Lunn schreibt über 11 Things To Know About Semantic Web. Ein fast wahllos herausgegriffener Punkt:

If you have a firm grasp of the theoretical underpinnings of the semantic web, things like RDF, tuples, Sparql and OWL that make my brain hurt, you will be able to charge a fat premium in consulting fees for a while, as not many people really understand this stuff. But make hay while the sun shines, as some entrepreneur will surely figure out how to abstract this stuff and make it accessible for the masses.

Na, hoffentlich.

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21st November 2007

Semantic-Web-Software der FU Berlin

Auf einer Webseite der FU Berlin sind zahlreiche Projekte versammelt, die sich mit dem semantischen Netz befassen. Neben zahlreichen Open-Source-Anwendungen (mit dem Schwerpunkt RDF) sind dort u.a. zu finden:

DBPedia:

dbpedia.org is a community effort to extract structured information from Wikipedia and to make this information available on the Web. dbpedia allows you to ask sophisticated queries against Wikipedia and to link other datasets on the Web to Wikipedia data.

RDF Book Mashup:

The RDF book mashup demonstrates how Web 2.0 data sources like Amazon, Google or Yahoo can be integrated into the Semantic Web. The RDF book mashup makes information about books, their authors, reviews, and online bookstores available on the Semantic Web. This information can be used by RDF tools and you can link to it from your own Semantic Web data. Altogether the book mashup published around a billion RDF triples on the Semantic Web (rough estimate).

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20th Juni 2007

Planet Mikroformate

Mikroformate-Symbol

Mikroformate sind laut Wikipedia Markup-Formate zur semantischen Annotation von HTML oder XHTML. Mikroformat-Annotationen können leicht aus Webseiten extrahiert werden und machen weiteren Programmen (etwa Suchmaschinen) die Bedeutung des Seiteninhalts verständlich.

Sie dienen also (ähnlich wie RDFa) der semantischen Auszeichnungen von Webseiteninhalten, und werden in näherer Zukunft mit Sicherheit (oder eher: hoffentlich?) auch im bibliothekarischen Bereich an Wichtigkeit gewinnen. Denkbar wäre zum Beispiel die OPAC-Implementierung der bisher noch nicht realisierten Book- oder Citationformate und natürlich die hcalendar-Auszeichnung von Bibliotheksveranstaltungen.
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22nd Mai 2007

Kartierte Bibliothekskonferenzen

Das Science Library Pad stellt eine neue Anwendung für Mikroformate aus den Google Experimental Labs am Beispiel von Bibliothekskonferenzen vor.

Ansicht 1: Google Maps
Ansicht 2: Zeitleiste

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