Infobib

Social Media Newsrooms (oder Lounges) für Bibliotheken

23rd Juni 2010

Social Media Newsrooms (oder Lounges) für Bibliotheken

Laut Eric Kubitz sind Social Media Newsroom spätestens seit August 2009 in Deutschland angekommen. Ein Social Media Newsroom (etwas charmanter: Social Media Lounge) ist eine Webseite, auf der verschiedene Social-Media-Aktivitäten einer Person oder einer Institution aggregiert sind. Also so etwas wie ein offener Presse-Bereich. Die typischen Merkmale sind nach Wikipedia:

* Es gibt keine „Anmeldung nur für Journalisten“,
* es gibt keine Sperrfristen,
* die Informationen sind allen Multiplikatoren gleichzeitig und in vollem Umfang zugänglich,
* die Ansprechpartner (PR-Verantwortliche, aber auch Unternehmensführung) sind unkompliziert erreichbar, sei es per E-Mail, Twitter, Facebook, Telefon oder Skype.

Der Social Media Newsroom ist das „Zugangstor“ zur interaktiven und kollaborativen Medienwelt mit Weblogs, Twitter, Facebook, LinkedIn, XING, Audio-Podcasts, Flickr, Youtube, Slideshare, Scribd etc.

Besonders spannend an diesen Social Media Lounges finde ich die mögliche Innenwirkung. Für die Bibliothek der FH Hannover habe ich so etwas vor einiger Zeit mit Netvibes eingerichtet. Hieß zwar nicht Social Media Lounge, bot aber einige der oben erwähnten Funktionalitäten. Und ermöglicht seitdem auch Twitterverweigerern und Delicious-Abstinenzlern, über die Aktivitäten der Bibliothek in diesen Kanälen einigermaßen auf dem Laufenden zu bleiben.

Was ist drin?

Unterteilt ist die Lounge in momentan drei Abschnitte.

  1. “Die Bibliothek im Web”
  2. Hier findet man:

  3. “Neuerwerbungen”
  4. ist der nächste Reiter betitelt. Eben jene findet man dort auch, generiert aus den RSS-Feeds der verschiedenen Bestände und des Dokumentenservers.

  5. “Andere über die Fachhochschule Hannover”
  6. Hier sind RSS-Feeds aus verschiedenen Suchanfragen bei Google News, Google Blogsearch, Flickr (recht umständlich über eine Yahoo Pipe gelöst, die man dann aber fluffig als Netvibes-Widget einbinden kann) und Twitter versammelt.

Wenn man ein Vorbild hat, geht das einigermaßen schnell. Zumindest, wenn man nach dem Prinzip “Hauptsache funktinoniert” vorgeht. Ziemlich viel Zeit kann bei der Suche nach einem Widget vergehen, dass der Idealvorstellung entspricht.

Man kann das sicherlich professioneller angehen. Netvibes ist sehr langsam im Seitenaufbau. Dazu kommt, dass sehr viele Bibliothekswesen nicht davon begeistert sind, sobald Inhalte nicht ausschließlich auf der institutseigenen Webseite zu finden sind.

Andere Beispiele für Social Media Newsrooms

Für WordPress gibt es übrigens mindestens ein SMN-Theme. Vermutlich noch viele mehr, auch für andere CMS. Es gibt folglich elegantere Umsetzungen als die Netvibes-Lösung, jedoch kaum eine einfachere und in der Erstellung schnellere. Wer nicht monatelang auf ein OK der EDV-Abteilung warten möchte, kann sich seine Social-Media-Lounge in wenigen Schritten selbst zusammenklicken.

Die hübscheste Social-Media-Lounge hat übrigens der Eichborn-Verlag.

Von CH in Bibliothek, Web 2.0 | Tags: | 2 Comments

28th April 2010

Ein Tweet von innen

map-of-a-tweet

[Via ReadWriteWeb]

Von CH in EDV, Web 2.0 | Tags: | 1 Comment

26th April 2010

The Backchannel – Buch & Blog zu Twitter als Konferenzmedium

Auf der Inetbib-Tagung hat man sehr gut beobachten können, wie Twitter (auch, aber natürlich nicht nur bibliothekarische) Konferenzen verändert. Konferenzpublikum konnte sich schon immer beteiligen, es war aber stets damit verbunden, sich direkt exponieren zu müssen, und die Konferenzorganisation muss dies auch zulassen. Für beide Seiten ist die Partizipation nun leichter möglich. Man muss dazu nicht einmal mehr zwingend vor Ort sein.

Via ReadWriteWeb bin ich nun auf Cliff Atkinsons Blog und Buch “The Backchannel” zu eben diesem Phänomen aufmerksam geworden.

Probekapitel und Inhaltsverzeichnis erwecken den Eindruck, als könnte dieses Buch eine Pflichtlektüre für Konferenzveranstalter werden.

Chapter 1 tells the story of the impact the backchannel can have on a presentation, and the new dynamics it introduces.

Chapter 2 explains how you can join a Twitter backchannel, and Chapters 3 and 4 describe the rewards and risks of doing so.

Chapter 5 explains what you can do to start getting ready for a backchannel, Chapter 6 helps you make your ideas more Twitter-friendly, and Chapter 7 offers specific things you can do to engage the backchannel in conversation.

Chapter 8 takes you through some scenarios so you can practice getting real-time feedback from the backchannel, and Chapter 9 describes how you can learn from the example of people who handle the backchannel well.

Zu den in Kapitel 3 und 4 beschriebenen Risiken gehört auch die Ablenkung vom Podiumsgeschehen, die von manchen kritisch, von anderen sicherlich auch als Chance gesehen wird.

Ich habe das Buch noch nicht gelesen, erhoffe mir aber eine hilfreiche Diskussion, wie schon zum Thema “negative Kritik via Twitter während des Vortrags” am Beispiel von Danah Boyd.

Nebenbei bemerkt:Twitterwall-Spam wird übrigens hoffentlich ein Randphänomen bleiben. Auf der Webciety während der Cebit hat man gesehen, dass man sich damit als Marke keinen Gefallen tut.

Von CH in Bibliothek, Bildung & Gesellschaft, Informationskompetenz, Web 2.0 | Tags: | Comments Off

21st April 2010

Social-Media-Abteilungen in Bibliotheken?

Benötigen Bibliotheken Social-Media-Abteilungen? Notwendig ist auf jeden Fall Expertise und Erfahrung. Ob man diese jedoch in einer einzigen Abteilung (zum Beispiel im Umfeld der Öffentlichkeitsarbeit) bündeln sollte, ist nicht einfach zu entscheiden. Dafür spricht, dass in einer Social-Media-Abteilung Routine im Umgang mit Twitter & Co der Normalfall wäre. Dagegen spricht m.E. aber mehr.

Alan Wolk hat sich bei Social Media Today ein paar Gedanken zu eben dieser Frage gemacht. Zwar geht es bei ihm um Unternehmen, aber die Schlußfolgerungen lassen sich teils ohne Reibungsverluste übertragen, zum Beispiel zur Ressourcenfrage:

Many brands don’t have the resources (e.g. time and money) necessary to properly maintain so much as a Facebook page (let alone an entire social media program) and you don’t need to be a “guru” to know that having a Facebook page that gets updated once every three months is a lot worse than not having one at all.

Ob konventionelle Verkündigungsmedien (Flyer, etc.) oder Social Media: es geht um Inhalte, um Kommunikation. Wenn ein hauptamtlicher Bibliothekstwitterer beschäftigt wird, muss dieser nicht zwangsläufig der ideale Kandidat sein, um eingehende Fragen zu beantworten oder die Kommunikation mit Nutzern zu führen.

Um ein bibliothekarisches Firmenbeispiel zu erwähnen: der Twitter-Account von Citavi funktioniert ziemlich gut, weil dort jemand twittert, der an Fachdiskussionen teilnehmen kann. Auf eine Anfrage, wer denn dort schreibt, wurde geantwortet: Primär Support – auch auf direkte Kundenanfragen – und Entwicklung. So soll es sein! Wer soll denn auch sonst Fragen zur Entwicklung und zur Benutzung beantworten? Die Marketingabteilung wäre dazu nur in der Lage, wenn ein enger Kontakt zu den jeweiligen Abteilungen bestünde.

In großen Organisationen muss die Öffentlichkeitsarbeit wahrscheinlich von der PR-Abteilung übernommen werden. In kleineren Organisationen halte ich den direkten Draht zwischen Öffentlichkeit und Fachpersonal jedoch für die gelungenere Variante.

Von CH in Bibliothek, Web 2.0 | Tags: | 4 Comments

9th Oktober 2009

Twitter bald auch auf Deutsch

Für manche ist es bislang ein Hindernis, dass Twitter nur auf Englisch oder Japanisch zur Verfügung steht. Doch bald ist es damit vorbei. Twitter wird demnächst unter anderem auch auf Deutsch, Französisch, Italienisch und Spanisch verfügbar sein.

[via ReadWriteWeb]

Von CH in Web 2.0 | Tags: | 2 Comments

21st August 2009

Twitter in Bibliotheken

Einleitungspräsentation zu einer kleinen internen Fortbildung:

Der Schwerpunkt lag auf der praktischen Nutzung, in den Folien ist natürlich längst nicht alles enthalten, was das Thema hergibt. Spannend wäre, wie alofro ganz richtig meinte, eine Untersuchung, wie die Bibliothekstwittereien aufgenommen werden. Die zahlreichen Twitter-Analyse-Tools werden sicherlich dazu führen, dass dies in den einschlägigen Blogs von Zeit zu Zeit gemacht werden wird. Noch ist es meines Erachtens dafür noch zu früh.

Einige Bibliotheken haben aber schon einen Schlussstrich gezogen und ihren Twitter-Account gelöscht. Oder nur umbenannt? Zumindest einige im LISWiki aufgeführte Accounts (z.B. @FHBibDo, in der Präsentation noch zitiert) sind zur Zeit nicht auffindbar.

Von CH in Bibliothek, Web 2.0 | Tags: | 1 Comment

27th Juli 2009

Konferenztwittern

Was schon bei den letzten bibliothekarischen Tagungen mehr als deutlich wurde, gibt’s nun noch einmal schriftlich: Study Reveals High Levels of Twitter Use at Conferences.

Wer also etwas nicht bekannt geben möchte, sollte es auf Konferenzen gar nicht erst erwähnen. Was am Pult gesagt wird, verlässt den Saal mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit. Hoffentlich führt das zu mehr Kommunikation auch außerhalb von Veranstaltungen und nicht dazu, dass man nun auch bei Vorträgen nichts handfestes mehr erfährt.

Von CH in Bibliothek | Tags: | Comments Off

17th Juli 2009

Twittern

Twittern wird ja momentan viel diskutiert. Was bringt einem das twittern oder ist es reine Zeitverschwendung? Sollten Bibliotheken Twitter nutzen usw. Regina Schlager hat einige interessante Beiträge und Quellen zur aktuellen Diskussionen verlinkt.

[via inetbib]

Von SL in Bibliothek, Bildung & Gesellschaft | Tags: | 1 Comment

13th Juli 2009

Tweets & Co. als Kommentare zu Blogpostings einbinden?

Bei ReadWriteWeb wird der Tod des Blogkommentars ausgerufen. Blogkommentare führen auf den meisten Blogs eh ein recht kümmerliches Leben. Hier auf Infobib haben wir bei 1,477 Postings zum jetzigen Zeitpunkt genau 1,156 Kommentare erhalten. Wenn man bedenkt, dass Infobib jeden Tag etliche hundert “Visits” hat, ist das keine sehr hohe Quote.

Im ReadWriteWeb wird davon ausgegangen, dass Twitter und Co. die Kommentare in Zukunft ersetzen werden. Wenn es denn so ist: sollten Blogs darauf reagieren und automatisiert auf Tweets und Friendfeeds verweisen, in denen auf ein Blogposting verlinkt wird? Falls ja: Gibt es schon ein Plugin, dass dies kann? Ich habe auf den ersten Blick leider nichts gefunden. Vielleicht könnte man so etwas mit BackTweet erzeugen?

Update: Einbindung eines Backtype-Widgets


Hier werden Tweets gezählt, in denen dieses Posting auftaucht. Wenn man auf das Twitter-Icon klickt, bekommt man die einzelnen Tweets angezeigt.

Von CH in Web 2.0 | Tags: | 2 Comments

25th Mai 2009

UB Dortmund twittert

Die UB Dortmund twittert: http://twitter.com/unibib

[via Ute Engelkenmeier]

PS: Die UB Bochum hat auch vor ein paar Tagen losgelegt: http://twitter.com/ubbochum

Von CH in Bibliothek, Web 2.0 | Tags: | Comments Off

Ähnliche Artikel

  • Kategorien

  • Archiv: