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Radio-Diskussion “Kostenlos versus Copyright”

27th November 2009

Radio-Diskussion “Kostenlos versus Copyright”

In der Sendung “Wortwechsel” (Deutschlandradio Kultur, 19.07 Uhr) wird heute über das Thema “Kostenlos versus Copyright – Welche Regeln braucht der Marktplatz Internet?” diskutiert.

Die Suchmaschine Google streitet sich mit Autoren und Verlagen. Die Schriftsteller werfen dem Unternehmen vor, Bücher ohne Erlaubnis fürs Internet zu digitalisieren. Die Verleger verlangen einen fairen Anteil an den Werbeerlösen von Suchmaschinen, Portalen und Dienste-Anbietern. Aber auch untereinander streiten Autoren und Verlage über die Zweitverwertung von Texten und Fotos. Es geht ums Urheberrecht der Kreativen und das Leistungsschutzrecht der Medienwirtschaft. Und darauf haben private wie kommerzielle Internetgemeinde nur eine Antwort: Altes Denken müsse man nicht noch gesetzlich schützen. Und die Verlage kontern, da habe sich ein Kartell im Internet gebildet.

Darüber diskutieren im “Wortwechsel”:

Konstantin Neven DuMont, Vorstand der Unternehmensgruppe M. DuMont-Schauberg;
Michael Konken, Bundesvorsitzender des Deutschen Journalisten-Verbandes;
Thomas Mosch, Geschäftsleitung des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien;
Jens Seipenbusch, Vorstandsvorsitzender der Piratenpartei Deutschland

Von NU in Bildung & Gesellschaft, Digitalisierung, Open Access, Termine | Tags: | 0 Comments

25th März 2009

Materialsammlung rund um den “Heidelberger Appell”

Update 12. Juni 2009: Auf dieser Seite werden nur die 100 aktuellsten Links angezeigt. Die vollständige Liste gibt’s bei Delicious:

Dem Heidelberger Appell und den vorhergehenden Artikeln in taz und FAZ folgten inzwischen glücklicherweise schon ein paar Appelle an den gesunden Menschenverstand. Hervorheben möchte ich hier nur die Matthias Spielkamps Essay Open Excess: Der Heidelberger Appell im Perlentaucher, Ben Kadens ausführliche Replik und natürlich Joachim Eberhardts Postings zu der Angst des Roland Reuß vor Open Access in drei Teilen (1, 2 & 3). Um den Überblick nicht zu verlieren habe ich eine kleine Materialsammlung rund um die Debatte angelegt, die unter dem Tag heidelberger_appell bei Delicious zu finden ist. Sicherlich nicht vollständig, aber vielleicht für den einen oder anderen ganz nützlich:

Von CH in Bildung & Gesellschaft, Open Access, Recht | Tags: | 27 Comments

10th Februar 2009

Pedoc: Open-Access-Server für die Pädagogik

Die Verlage Barbara Budrich, Vandenhoeck & Ruprecht und V&R unipress kooperieren mit dem Fachportal Pädagogik und stellen Publikationen für den Open-Access-Server Pedocs zur Verfügung. Bislang sind 427 Dokumente abrufbar. Der Schriftenserver wird, wie so viele im deutschsprachigen Raum, mit OPUS betrieben.

[via Börsenblatt]

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16th Januar 2009

Open Access & Verkaufszahlen

Kleine Zitatesammlung zum Thema “Wie wirkt sich Open Access auf Verkaufszahlen aus?”. Die Mehrzahl der Fundstellen verdanke ich Peter Subers Open Access News. Alles gesammelt bei Delicious. Einige der Zitate beziehen sich auf Google Book Search oder Amazons Search Inside, sind aber dennoch aufgenommen, da sie belegen, dass der durchsuchbare Volltext zu einer erhöhten Sichtbarkeit von Publikationen beiträgt.

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9th September 2008

Google will Zeitungen digitalisieren. Alle.

Google will Zeitungen digitalisieren. Wie Thomas Knüver formuliert:

Alle Zeitungen. Der Welt. In Original-Optik. Volltext durchsuchbar. Online

Auf der Teccrunch50 hat Vize-Googlerin Marissa Mayer angekündigt, wirklich alle Zeitungen dieser Welt in Originaloptik und durchsuchbar via Google News verfügbar zu machen.

Google will also mal wieder alles, und zeigt sich sehr entschlossen, dies Unterfangen erfolgreich anzugehen.

Mehr zum Thema gibt es bei Tecchrunch, im Googleblog, im Filterblog

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14th Februar 2008

Brockhaus und der Untergang des Abendlandes

Ein kurzer Zwischenruf: Nahezu überall wird gerade der Untergang des Abendlandes beklagt, weil der Brockhaus nicht mehr in der Druckausgabe erscheinen soll. Bejammert wird unter anderem, dass nun das Weltwissen nicht mehr archiviert werden kann, weil Wikipedia sich ja ständig ändert.

Eine Vermutung, zwei Anmerkungen zu diesem Thema:

  1. Die Benutzung des Brockhaus oder anderer Printlexika in den meisten Redaktionen wird in etwas so stark ausfallen, wie in vielen Bibliotheken. Das bedeutet im Klartext, dass ab und an mal jemand Staub wischen muss.
  2. Künftige Historikergenerationen werden nur dann in Heulen und Zähneklappern verfallen müssen, wenn es heutigen Historikern, Archivaren und Bibliothekaren nicht gelingt, die Downloadanleitung der Wikipedia zu verstehen und umzusetzen.
  3. Der Brockhaus ist kein Heiligtum, und nicht alles, was dort enthalten ist, ist richtig oder besser formuliert als in der Wikipedia.

Diese ideologische Grundsatzdebatte Brockhaus, bzw. Britannica vs. Wikipedia ist zunehmend lächerlich. Es geht vielen anscheinend nicht um die Inhalte, sondern um Nostalgie. Dies mag ein Gesichtspunkt sein, unter der man das langsame Schwinden der gedruckten Lexika bedauern kann. Aber dann sollte es auch so formuliert und nicht mit Halbwissen à la “Fluch der Flüchtigkeit” verbrämt sein.

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25th November 2007

“Den Büchern eine Bühne”

Unabhängige Verlage in der Schweiz gründen die gemeinsame Plattform Swiss Independent Publishers (SWIPS). Zurzeit gehören schon 22 Verlage dazu. Den Lesern, Buchhändlern und Bibliothekaren soll damit das „Bücher-Schlaraffenland“, das sich hinter den Türen der unabhängigen Verlage befindet, näher gebracht werden. Das Gründungsfest findet heute im Theater Neumarkt in Zürich statt.

(via NZZ vom 21. Nov., S.46, leider nicht online)

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14th Oktober 2007

Buchhandel am Ende?

Hasnain Kazim schreibt bei Spiegel Online über die Konkurrenz für kleine Buchläden durch Ketten wie Thalia und Weltbild:

Buchhandel im Umbruch: Nicht die Internet-Kaufhäuser bedrohen die kleinen Geschäfte, sondern die großen Ketten. Manche Händler warnen vor einer Konzentration des Marktes wie in Großbritannien. Haben die kleinen Buchläden noch eine Chance?

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28th August 2007

Open Access in Fachverlagen

“Open Access in Fachverlagen noch kein Thema”, meint das Börsenblatt, und biegt sich die Zahlen einer Umfrage der Deutschen Fachpresse, wie Mathias Schindler in einem Kommentar ganz richtig anmerkt, etwas zurecht. Zwar haben anscheinend erst 7,5 Prozent der befragten Fachverlage geäußert, dass Open Access bereits jetzt unmittelbare Auswirkungen auf ihre Umsätze und Geschäftsmodelle hat. Die restlichen Zahlen in der Kurzmeldung lauten:

  • 72,5%: Open Access kann Kernaufgaben des Publizierens wie lesergerechte Aufbereitung von Inhalten und deren qualitative Bewertung nicht ersetzen
  • 67,5%: Verlegerischen Kerndisziplinen müssen auch in die digitale Welt übertragen werden

Der oben erwähnte Mathias Schindler meint dazu:

Anders lesen kann man die Zusammenfassung der Umfrageergebnisse auch so:

“Für zwei Drittel der antwortenden Verlage (67,5%) ist Open Access ein Thema. Nur 27,5% der Verlage gehen davon aus, daß OS keine Auswirkungen auf das eigene Geschäftsmodell hat.”

Hier geht’s zur Zusammenfassung der Ergebnisse, in denen auch schon die nächste Blitzumfrage zum Thema DRM angekündigt wird.

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27th August 2007

Dumont-Schütte prophezeit Googles Tod

Verleger Christian DuMont-Schütte interessiert sich für die SZ und wirft steile Thesen über die Zukunft von gigantischen Online-Imperien in den Raum. Auf die Frage, ob der Markt in der digitalen Welt noch nicht verteilt sei, antwortet er:

Keineswegs. An meinem fünfzigsten Geburtstag im Frühjahr habe ich die These aufgestellt: In zehn Jahren ist Google tot. Ich habe in der Tat die Hoffnung, dass das, was sich jetzt im Markt befindet, übermorgen nicht mehr existiert. Die ersten Anzeichen dafür sehen Sie schon: die Ebay-Euphorie ist vorbei. Der Lebenszyklus der Internet-Ideen ist sowohl technisch wie inhaltlich ganz anders als bei herkömmlichen Unternehmen in der Old Economy. Dieser Nachteil hat den Vorteil, dass der Markt mit neuen Ideen immer wieder neu erobert werden kann.

Dass sich Google im Gegensatz zu Ebay ständig weiterentwickelt und expandiert, sollte man bei solch einer gewagten Aussage nicht außer acht lassen. Google ist zum Beispiel gerade jetzt längst nicht dasselbe Unternehmen wie vor wenigen Jahren. Zwar ist nicht alles Gold, was googled, aber es ist nicht zu leugnen, dass einige der Google-Produkte (-Maps oder -Mail) bedeutende Marktanteile erreichen konnten.

Interview bei FAZ.net: „In zehn Jahren ist Google tot“

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