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OCLC stampft OAIster ein. Was tun?

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22nd September 2009

OCLC stampft OAIster ein. Was tun?

Von: CH | Kategorie(n): Open Access | Tags: , , , , , | Druckversion |

Klaus Graf machte kürzlich darauf aufmerksam, was OCLC mit OAIster vorhat. Verständlicherweise brach ein Sturm der Entrüstung los. Nun beantwortet Roy Tennant zumindest einige der aufgetretenen Fragen. Ein paar der spannendsten Punkte:

Starting in October, the records will be freely discoverable along with all the other content in WorldCat.org. However, it will not be possible to limit a search to OAIster records alone.

[...]

Contributors of OAIster records can receive free access to the OAIster aggregation in FirstSearch by request. Contributors were recently contacted to offer them such access and many have already responded that they would like to have such access.

Only data providers that request that we not harvest their records will be removed from the aggregation. We feel strongly that one of the main benefits of OAIster has been the aggregation of records from the vast majority of repositories worldwide. Therefore, unless a repository denies us permission to harvest their records, we will seek to include them.

[...]

We are exploring options for machine access. Z39.50 access to OAIster is available to FirstSearch subscribers now, and we are considering whether additional options should be supported. The University of Michigan did not offer an OAI-PMH or Web Services interface, although they did offer an rsync option. Learning the needs of the community will help inform what we do in this area.

Eine höchst unbefriedigende Situation. Es spricht meines Erachtens nichts dagegen, dass der OAIster in irgendwelche OCLC-Produkte eingebunden wird, aber der OAIster oder ein adäquater Nachfolger sollte unbedingt erhalten bleiben. Ist das OCLCs verfrühter Beitrag zur Open-Access-Week?

Im Posting erklärt Tennant noch, wie kompliziert es sei, Metadaten per OAI-PMH zu harvesten. Vielleicht wäre es ja eine Aufgabe für einen oder mehrere Bibliotheksverbünde, eine Schnittstelle zur Verfügung zu stellen, auf die andere Suchdienste aufbauen könnten. Konkret könnte das so aussehen, dass ein Server alle greifbaren Daten aggregiert, normalisiert und zum Beispiel per SRU (nur als Beispiel) durchsuchbar macht oder auch als komplettes Datenpaket zum Download anbietet. Das wäre wirklich ein Fortschritt für die Open-Access-Bewegung. Und der Ausfall einer Suchoberfläche kein Problem mehr, da ruckzuck eine weitere aufgebaut werden könnte.

Erst die Kontroverse über die OCLC-Policy, nun dies. Das Fazit kann nur sein, OCLC nicht mehr Verantwortung und Daten in die Hand zu geben, als unbedingt notwendig ist.

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Bisher 2 Kommentare oder Trackbacks zu “OCLC stampft OAIster ein. Was tun?”

  1. 1 Sebastian Wolf am September 24th, 2009:

    Wir (UB Bielefeld) bieten ja mit BASE (http://www.base-search.net) einen ähnlichen Dienst wie OAIster an. Derzeit sind ca. 1370 Quellen im Index (gut 200 mehr als in OAIster) und wir werden auch weiterhin BASE kontinuierlich ausbauen. Eine HTTP-Schnittstelle für externe Anbieter gibt es ebenfalls – sie wird derzeit u.a. von Metager, KVK und der DigiBib genutzt.

  2. 2 CH am September 25th, 2009:

    Das OAIster-Problem besteht jedoch auch mit Base. Die halbe akademische Welt ist abhängig von einem einzigen Anbieter. Wenn Base von heute auf morgen die Nutzungsbedingungen ändert oder gar ganz zumachen muss wird eine Nachnutzung vermutlich nicht so einfach möglich sein, oder?

    Wer Base kopieren möchte, braucht FAST. Ich habe auf die Schnelle keinen Preis herausfinden können. Ich gehe jedoch davon aus, dass kleinere Institutionen vermutlich nicht in der Lage sind, einen Base-Nachfolger zu finanzieren.

    Um das klarzustellen: Ich gehe nicht davon aus, dass Base nächstes Jahr eingestellt wird. Da dies aber durchaus möglich ist, sollten brauchbare Alternativen zumindest angedacht werden. Siehe dazu hier meine Überlegung zum Thema OA-Suche mit YaCy.

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