Validierung und Reasoning von SKOS mit Skosify

Protege und die mitgelieferten Reasoner befolgen von Haus aus keine SKOS-Regeln, z.B. kann in einer SKOS-Datei aus skos:broader nicht automatisch die inverse Beziehung skos:narrower geschlussfolgert werden. 1)  Außerdem funktioniert Protege bei mir auf dem Arbeits-PC unter Windows 8.1 zur Zeit insgesamt eher unzuverlässig. Wer dies aber benötigt, kann Skosify von Osma Suominen, Jakob Voß, Dan Michael  O. Heggø und  Sini Pessala einsetzen, dessen Einsatzgebiet mit “validate and improve SKOS vocabularies” benannt wird. Man kann Skosify selbst installieren, es gibt aber auch eine online zugängliche Demo-Version (max. 20 MB Dateigröße), die für meine Zwecke bisher völlig ausreichte.

Skosify in Aktion
Skosify in Aktion

Aus demselben Stall stammt auch Skosmos, das hier in Kürze noch einmal Erwähnung finden wird.

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Linked Open Citation Database (LOC-DB) Workshop am 7. November 2017

Der eintägige Workshop findet am 7. November 2017 im Schloss Mannheim (Fuchs-Petrolub-Saal O138) statt und ist für die Teilnehmer kostenfrei. Der Workshop wird überwiegend in deutscher Sprache durchgeführt, einzelne Vorträge sind in Englisch.

[…]

Zur Anmeldung schicken Sie bitte eine kurze E-Mail bis zum 27. Oktober 2017 unter Angabe Ihrer Kontaktdaten an locdb[at]mail.uni-mannheim.de.

Hier geht’s zum Programm (PDF). Ich kann leider nicht selbst teilnehmen, eine Kollegin wird allerdings hinfahren. Da das Thema “freie und offene Metriken” hoffentlich relevanter wird, kann ich allen am Thema Open Science und/oder Bibliometrie Interessierten die Teilnahme wirklich nur dringend empfehlen.

Linked Data oder Semantic Web?

Tom Heath schreibt zu der Frage “What is the relationship between Linked Data and the Semantic Web?” in der Linked-Data-FAQ:

Opinions on this topic do differ somewhat, however a widely held view is that the Semantic Web is made up of Linked Data; i.e. the Semantic Web is the whole, while Linked Data is the parts. Tim Berners-Lee, inventor of the Web and the person credited with coining the terms Semantic Web and Linked Data has frequently described Linked Data as “the Semantic Web done right”, e.g. in these slides.


Das W3C hat natürlich auch eine Definition des Terms Linked Data, auch in Beziehung zum Semantic Web.

Rückblick auf die SWIB 2016

Achte internationale Konferenz “Semantic Web in Libraries” erfolgreich abgeschlossen – Konferenzvideos und –folien jetzt online

Über 170 Teilnehmer/innen aus sechs Kontinenten nahmen vom 28. bis 30. November an der SWIB16 in Bonn teil – Keynote Speaker aus den USA und stark nachgefragte Workshops der Pre-Conference

Kiel/Hamburg/Köln, den 16. Januar 2017. Die achte internationale Konferenz „Semantic Web in Libraries“ brachte 172 Teilnehmer/innen aus 27 Ländern zusammen. Die Highlights der Tagung vom 28. bis 30. November 2016 waren die Keynotes von Ivan Herman, World Wide Web Consortium (W3C), über die Aufhebung der Trennung von Online- und Offline- Dokumenten sowie Andromeda Yelton über Community Building in Open-Source-Projekten.

Über 170 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus sechs Kontinenten, rund 700 Tweets und zahlreiche Zugeschaltete per Livestream – so die Teilnahmebilanz der internationalen Konferenz Semantic Web in Libraries 2016. Sechs früh ausgebuchte Workshops und 16 Präsentationen vor Ort beleuchteten Linked Open Data in allen Facetten.

Blicken Sie mit uns zurück auf die SWIB16 – Semantic Web in Libraries!

Zum Programm mit Links zu Folien und Konferenzvideos: http://swib.org/swib16/programme.html

Zu den Referent/inn/en: http://swib.org/swib16/speakers

Zur interaktiven Grafik der 27 Herkunftsländer der Gäste: http://swib.org/swib16/SWIB16%20participants%20by%20country.html.

Zu den Pressebildern: http://swib.org/swib16/impressions.html

Zum Youtube Channel der SWIB: https://www.youtube.com/channel/UCfLnEmKaWqtR_4V1CNeK6rQ/videos?flow=grid&sort=dd&view=0

Zur Pressemitteilung. Ich war nicht anwesend, habe aber den Stream verfolgt. Eins meiner Highlights ist dieser Vortrag von Christina Harlow.

VIVO-KDSF-Integration

Um den Kerndatensatz Forschung (KDSF) in VIVO nutzen zu können, muss zwar noch mehr gemacht werden. Die Anpassung des KDSF-Datenmodells an die VIVO-Ontologie ist jedoch eine notwendige Voraussetzung. Mit dem ersten Entwurf, der nun auf Github veröffentlicht wurde, sind wir jetzt einen Schritt in diese Richtung gegangen. Es ist noch einiges zu tun, wie man den (nicht vollständigen) Issues entnehmen kann. Wenn etwas auffällt: Bitte ergänzen!

Internet Archive betreibt purl.org

Persistente URIs sind ein zentrales Problem bei der Veröffentlichung von Ontologien in Linked-Data-Kontexten. Der meistgenutzte Dienst war bislang purl.org. Purl steht für Persistent Uniform Resource Locator. Der Dienst wurde von OCLC betrieben und existiert schon seit 1995. In letzter Zeit war es aber nicht möglich, neue Accounts anzulegen. Es gab daher Überlegungen, einen Alternativdienst aufzubauen: w3id.org. 1) Vgl. Permanent identifiers and vocabulary publication: purl.org and w3id 

W3id.org baut dabei auf Github auf. Dies hat den Vorteil, dass die Hemmschwelle recht niedrig ist, Github ist schließlich inzwischen nicht nur in Enwicklerkreisen ein gängiges Werkzeug. Der Nachteil dieser Lösung ist, dass man sich unnötigerweise von einem weiteren Dienst abhängig macht. Github ist ein kommerzieller Anbieter. Streicht dieser die Segel oder ändert er seine Geschäftsbedingungen, steht w3id.org vor großen Schwierigkeiten.

Langer Rede, kurzer Sinn: Das Internet Archive betreibt Purl.org seit September, wie im dortigen Blog bekannt gegeben wurde. Der Dienst kann also wieder genutzt werden.

References   [ + ]

Katja Rother: Potenziale von Linked Open Data in Öffentlichen Bibliotheken

Katja Rother: Potenziale von Linked Open Data in Öffentlichen Bibliotheken

Abstract:

Das Thema Linked Open Data hat in den vergangenen Jahren im Bereich der Bibliotheken viel Aufmerksamkeit erfahren. Unterschiedlichste Projekte werden von Bibliotheken betrieben, um Linked Open Data für die Einrichtung und die Kunden nutzbringend einzusetzen. Ausgangspunkt für diese Arbeit ist die These, dass Linked Open Data im Bibliotheksbereich das größte Potenzial freisetzen kann. Es wird überprüft, inwiefern diese Aussage auch auf Öffentliche Bibliotheken zutrifft und aufgezeigt, welche Möglichkeiten sich daraus ergeben könnten. Die Arbeit führt in die Grundlagen von Linked Open Data (LOD) ein und betrachtet die Entwicklungen im Bibliotheksbereich. Dabei werden besonders Initiativen zur Behandlung bibliothekarischer Metadaten und der aktuelle Entwicklungsstand von LOD-fähigen Bibliothekssystemen behandelt. Danach wird eine Auswahl an LOD-Datensets vorgestellt, die bibliothekarische Metadaten liefern oder deren Daten als Anreicherungsinformationen in Kataloganwendungen eingesetzt werden können. Im Anschluss wird das Projekt OpenCat der Öffentlichen Bibliothek Fresnes (Frankreich) sowie das LOD-Projekt an der Deichmanske Bibliothek Oslo (Norwegen) vorgestellt. Darauf folgt ein Einblick in die Möglichkeiten, welche durch die Verwendung von LOD in Öffentlichen Bibliotheken verwirklicht werden könnten sowie erste Handlungsempfehlungen für Öffentliche Bibliotheken.

Hier geht’s zum Volltext.

Electronic-Ressource-Management-Systeme: AMSL und SemperTool RMS

Die Verwaltung von elektronischen Ressourcen und der dazugehörigen Lizenzen etc. spielt in Bibliotheken eine immer größere Rolle. Ein von der, bzw. für die UB Leipzig auf Linked-Data-Technologie entwickeltes System auf Ontowiki-Basis nennt sich AMSL:

Projektziel ist die Bereitstellung einer skalierbaren, nachnutzbaren Web-Applikation zur Verwaltung elektronischer Ressourcen in sächsischen Hochschulbibliotheken. Die Software nutzt Linked-Data Technologien und integriert alle für das ERM benötigten Daten in RDF. Notwendige Transformationsprozesse werden auf der Datenmanagement-Plattform formuliert, ausgeführt und in das ERM-System überführt. Ablaufprozesse, Datenmodelle und Abfragen können auf einer systembibliothekarischen Ebene erstellt und konfiguriert werden. Als generisches Werkzeug sind die Empfehlungen der DLF ERMI zu berücksichtigen.

Ein weiteres, zumindest von der UB Mannheim (PDF) eingesetztes Tool ist das dänische SemperTool Resource Management System (RMS).

The SemperTool Resource Management System (RMS) is a tool that provides all of the core functionality critical for managing library collections: including all features of an Electronic Resource Management System (ERM), as well as the ability to manage physical holdings on the library shelf.