Noch freie Plätze: VIVO-Workshop 2017 in Hannover

In etwa drei Wochen, am 28. September 2017, findet in Hannover an der Technischen Informationsbibliothek der VIVO-Workshop 2017 statt. Wer sich genauer über VIVO informieren möchte oder sich mit den VIVO-Akteuren im deutschsprachigen Raum vernetzen möchte, ist herzlich eingeladen. Hier ist das fast vollständige Programm, eine Möglichkeit zur Registrierung besteht auch. Noch sind freie Plätze verfügbar, sie schwinden allerdings.

2. VIVO-Workshop am 28. September in Hannover

Willkommen zum VIVO-Workshop 2017, dem zweiten deutschsprachigen Workshop zum freien und community-basierten Forschungsinformationssystem VIVO. Wir möchten Sie herzlich einladen zu einem Austausch unter VIVO-Interessierten.

Unter dem Motto „Forschungsinformationen in der Praxis“ diskutieren wir gemeinsam den Einsatz von VIVO im deutschsprachigen Raum. Im Fokus stehen dabei Projekt- und Werkstattberichte. Aber es besteht auch Raum für Berichte über Eigenentwicklungen und generell rund um VIVO als Software, Ontologie oder offene Fragen und Herausforderungen zur Implementierung an einer Institution.

Weitere Informationen finden sich auf der Workshop-Webseite, auf der man sich auch registrieren kann. Angesichts begrenzter Teilnehmerzahl empfiehlt sich eine frühzeitige Anmeldung.

VIVO an der TIB

Wer sich fragt, was ich an der TIB denn so treibe, kann einen kleinen Einblick bekommen in meinem ersten Blogbeitrag für das TIB-Blog. Darin geht es erst einmal um die VIVO-Mitgliedschaft, der neue VIVO-Prototyp und der Mitschnitt unseres VIVO-Webinars wird aber auch erwähnt.

Übrigens bin ich beim Bibliothekstag in Frankfurt und biete da mit meinen KollegInnen ein “Hands-on-Lab” zur Einführung in VIVO an. Vielleicht sehen wir uns da?

VIVO-KDSF-Integration

Um den Kerndatensatz Forschung (KDSF) in VIVO nutzen zu können, muss zwar noch mehr gemacht werden. Die Anpassung des KDSF-Datenmodells an die VIVO-Ontologie ist jedoch eine notwendige Voraussetzung. Mit dem ersten Entwurf, der nun auf Github veröffentlicht wurde, sind wir jetzt einen Schritt in diese Richtung gegangen. Es ist noch einiges zu tun, wie man den (nicht vollständigen) Issues entnehmen kann. Wenn etwas auffällt: Bitte ergänzen!

Elena Liventsova: Mapping und Erweiterung der Ontologie des Forschungsinformationssystems VIVO

Elena Liventsova: Mapping und Erweiterung der Ontologie des Forschungsinformationssystems VIVO

Die Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der Ontologie des Forschungsinformationssystems VIVO. In der Arbeit wird der Versuch unternommen, die Ontologie an die Besonderheiten des deutschen Wissenschaftsbetriebs anzupassen, mit dem Ziel, die Einführung des Systems für eine deutsche Einrichtung zu erleichtern. Das Mapping und die Erweiterung sind auf die Bereiche „Positionsbezeichnungen“ und „Organisationseinheiten“ beschränkt. Der theoretische Teil behandelt das Thema der Forschungsinformationen und deren Implementierung in ein Forschungsinformationssystem. Unter anderem werden auch die Tendenzen der Standardisierung in dem Bereich beleuchtet. Bei der Darstellung von VIVO als eine Semantic-Web-Anwendung steht die Ontologie, als Grundlage für die Funktionalitäten des Systems im Vordergrund.

Zum Volltext auf SerWisS.

Die Arbeit leistet einen wichtigen Beitrag zur Lokalisierung von VIVO, ist sie doch ein Versuch, Fragen wie “Wie übersetzt man Fakultät?” zu beantworten. Eine schöne Diskussionsgrundlage und auch ein ergiebiger Steinbruch für VIVO-Lokalisierungsprojekte!

Kerndatensatz Forschung offiziell veröffentlicht

Aus der Pressemitteilung des Wissenschaftsrats:

Mit seinen „Empfehlungen zur Spezifikation des Kerndatensatz Forschung“ legt der Wissenschaftsrat einen Standard vor, der es Hochschulen und anderen Forschungseinrichtungen ermöglicht, ihre Forschungsaktivitäten künftig in einheitlicher Weise zu dokumentieren. Damit wird für alle forschenden Einrichtungen, die regelmäßig und teils mit großem Aufwand für unterschiedliche Adressaten Berichte über ihre Tätigkeiten zusammenstellen müssen, der Arbeitsalltag deutlich einfacher werden.

Das ist nicht nur, aber auch für die VIVO-Gemeinde ein wichtiges Dokument. Die Spezifikationen lassen sich hier (PDF) einsehen. Der Kerndatensatz Forschung ist übrigens unter CC BY-SA 4.0 lizenziert, wie dem Ergebnisbericht (PDF) entnommen werden kann.

Hauschke/Liventsova: Erstellung wiederverwendbarer RDF-Geodaten mit Google Refine

Gemeinsam mit Elena Liventsova habe ich meinen ersten Informationspraxis-Artikel veröffentlicht: Erstellung wiederverwendbarer RDF-Geodaten mit Google Refine.

Abstract:

Das Forschungsinformationssystem VIVO bietet als Linked-Data-basiertes System die Möglichkeit, Daten aus anderen Quellen wiederzuverwenden. In der Praxis kann man dabei auf Konvertierungsprobleme stoßen. Oft liegen Daten nur in tabellarischem Format vor, z.B. als CSV-Datei. Zur Konvertierung dieser Daten existieren verschiedene Werkzeuge, viele dieser Werkzeuge erfordern jedoch entweder spezielle technische Umgebungen (oft Linux-Systeme) oder sie sind in der Bedienung sehr anspruchsvoll. Im Artikel wird ein Workflow für die Konvertierung von Daten aus GeoNames für VIVO mit Google Refine beschrieben.

Das Ergebnis des beschriebenen Vorgangs wurde schon hier im Blog erwähnt und ist auf Zenodo und auf Github zu finden.

Es war übrigens sehr aufschlussreich, den Informationspraxis-Veröffentlichungsprozess einmal aus Autorensicht zu erleben. Und nun kann ich die Veröffentlichung dort auch als Autor durchaus empfehlen – was vermutlich niemanden überraschen wird. Das nicht-anonyme Peer Review empfand ich als sehr konstruktiv. Schwächen des Artikels konnten behoben werden, und dadurch, dass die Begutachtung nicht anonym war, konnten direkte Rückfragen die Bearbeitung des Artikels erheblich beschleunigen. Meine Erfahrungen decken sich an dieser Stelle mit dem Feedback, dass wir bislang von anderen AutorInnen bekommen haben. Wer das auch erfahren möchte: hier geht es lang!

VIVO implementieren

“Planning a VIVO Implementation” heißt ein relativ neuer und vor allem neu überarbeiteter Bereich im VIVO-Wiki. Dort gibt es viele, viele Informationen, wie man solch ein Projekt angehen kann. Das Timing für diese Überarbeitung ist fantastisch, denn das Interesse an VIVO in Deutschland ist gerade sehr groß, wie der VIVO-Workshop „VIVO als Forschungsinformationssystem in der Praxis“ kürzlich zeigte. Die Folien meines Vortrags finden sich übrigens auf Zenodo.

WheatVIVO

Die Agrarwissenschaften sind eine umtriebige und innovative Sparte. Neben AgriVIVO – das anscheinend jetzt AgriProfiles heißt – gibt es mit WheatVIVO nun den Anlauf zu einem zweiten Fach-VIVO aus dem Agrarbereich, das in diesem Fall die weltweite Forschung zu Weizen zusammenführen möchte. Bisher gibt es nur eine Infoseite, aber da wird sicherlich noch mehr kommen.