Blog-Wettbewerb zur OpenCon2017 in London

To coincide with our OpenCon London satellite event (opencon2017.org/opencon_2017_london) on 21st November, Know-Center, Digital Science and ScienceOpen are excited to team up with Authorea to announce an essay competition for short blog posts on this year’s Open Access Week theme of “Open in order to …”. This theme is an invitation to answer the question of what concrete benefits can be realized by making scholarly research outputs openly available. “Open in order to…” serves as a prompt to move beyond talking about openness in itself and focus on what openness enables—in an individual discipline, at a particular institution, or in a specific context; then to take action to realize these benefits.

Your post, of no more than 750 words, should tell us what drives you towards open practices. What does openness help you to achieve that you couldn’t do otherwise? “Open in order to increase the impact of my scholarship.” “Open enables more equitable participation in research.” “Open helps to improve public health.” These are just a few examples of how this question can be answered – we hope you’ll come up with many other interesting answers!

Submissions will be via Authorea: https://www.authorea.com/users/111970/articles/206557-announcing-opencon2017-london-blog-competition

The deadline is 10th November 17.00 CET, so that all submissions will be open online for the kick-off of the main OpenCon event in Berlin. Voting will then take place for 10 days via a Google Form. The winner will then be announced on November 21st at OpenCon London, and awarded a cash prize (made up of all the money received from the nominal entrance fee we’re charging to try to make sure those who sign up turn up!)

Please spread the word – and if there are any questions, please ask!

Elsevier schlägt Geoblocking für “Open-Access-Artikel” vor

Elsevier hat wieder einmal recht originelle Vorstellungen davon, wie die wissenschaftliche Welt aussehen sollte. Die neuesten Ideen sind in einem Traktat namens Working towards a transition to open access veröffentlicht worden. Am besten selbst lesen. Und dann den Kommentar von Björn Brembs. Wer Zeit sparen möchte (der Elsevier-Text ist allerdings wirklich nicht lang), hier ist die Kernaussage:

Europe is a region where a transition to fully gold open access is likely to be most cost-neutral and, perhaps for this reason, where gold OA currently has the highest policy focus. This is in stark contrast to other research-intensive countries such as the US, China and Japan, which on the whole have pursued the subscription/green open access path. Therefore one possible first step for Europe to explore would be to enable European articles to be available gold open access within Europe and green open access outside of Europe.

“Klar wollen wir Open Access. So ein bißchen. Also für die, die gut zahlen können.” Elsevier versucht hier wieder einmal dreisterweise, den Begriff Open Access zu verbiegen, verformen und in die eigenen Geschäftspläne einzupassen. Es ist hier wiederholt festzustellen, dass es ganz klare Definitionen gibt, was Open Access ist. In Details mögen sich diese Definitionen widersprechen. Aber ganz klar ist, dass freie Verbreitung und Wiederverwendung essentieller Bestandteil jeder Open-Access- Publikation ist. Diese Verbreitung auf einen eh wirtschaftlich privilegierten Raum einzuschränken, ist zynisch.

Suchmaschine für frei lizenzierte Bilder: Visualhunt

Visualhunt ist eine Suchmaschine für frei lizenzierte Bilder, die die Nachnutzung vereinfachen möchte. Die Filter sind nicht wirklich akkurat. Sucht man nach Public-Domain-Bildern zum Suchbegriff “Research”, so findet man u.a. ein Bild auf Flickr (hier die Anzeige auf Visualhunt), das unter der Lizenz CC BY-NC 2.0 steht. Wer sich nicht auskennt und auf Visualhunt verlässt, steht rechtlich im Regen.

Ich wollte hier eigentlich ein Bild von einer im Regen stehenden Person einfügen, aber der Lizenzfilter funktioniert dermaßen schlecht, dass ich frustriert aufgab. Da kann man schon mal wütend werden. Dazu habe ich auch ein CC0-Bild gefunden:

Angry lioness in savannah (license: cc0)
Verärgerte Löwin in der Savanne (Lizenz: CC0)

[via Bibfobi]

Open Access im Ersten Nationalen Aktionsplan 2017-2019

Verpflichtung 13 des Ersten Nationalen Aktionsplans 2017-2019 (PDF) der Bundesregierung zu Open Government (“Grundsteine für offenes Regierungs- und Verwaltungshandeln”) widmet sich der “Förderung des freien Zugangs zu wissenschaftlichen Publikationen („Open Access“)” (S. 30f). Messbare Meilensteine seien die “Sammlung und Bewertung der im Rahmen des Ideenwettbewerbs zur Umsetzung von Open Access eingereichten Projektskizzen” bis Oktober 2017 und der “Beginn der Projektförderung” bis Anfang 2018. Die Ambition der Verpflichtung wird folgendermaßen definiert:

Die Verbreitung von Open Access soll als ein Standard des wissenschaftlichen Publizierens in der deutschen Wissenschaft verankert werden. Publikationen aus öffentlich geförderter Forschung sollen der Allgemeinheit möglichst frei zur Verfügung stehen.

Wenn in der Ambition schon Fluchtwege wie “soll” und “möglichst frei” vorbereitet werden, dürfen sich alle Wissenschaftler, die gerne für sich und den engsten akademischen Freundeskreis “publizieren”, weiterhin sicher sein, dass sie ihre Forschung vor der Öffentlichkeit geheim halten dürfen. Vielleicht bewahrheitet sich meine Befürchtung auch nicht. Der Rest der Verpflichtung klingt gar nicht so schlecht. Ich hatte mir aber erhofft, dass auch gesetzgeberische Aktivitäten auf dem Plan stehen. Und vielleicht die Maßgabe, alle Publikationen aller Bundeseinrichtungen unter eine freie Lizenz zu stellen und mit persistentem Identifier in einem mit offenen Schnittstellen versehenen Repository in einem nachnutzbaren Format mit Versionierung zu veröffentlichen.

[via Heise]

Mäqädat: DIY-Buchscanner

Heise.de:

Der Verein “mäqädat” konstruiert seit der ersten Maker Faire in Hannover einen Buchscanner für den Eigenbau, der Seiten automatisch umblättert. Jetzt gibt es Konstruktionsdaten für die jüngste Version des Scanners zum kostenlosen Download.

Hier geht’s zur Projekthomepage, hier kann man den Stand des Projektes auf der letztjährigen Maker Faire betrachten:

Pixabay wechselt von CC0 zu proprietärer Lizenz

Wo kürzlich, wie am Beispiel eines Reptilienbildes zu sehen ist, noch eine CC0-Lizenz zu finden war, ist nun nur noch ein Verweis auf eine ominöse “Pixabay-Lizenz” zu finden:

  1. Das Bild jetzt.
  2. Das Bild (ohne Bild) in der Wayback-Machine vom 10. Juli 2017.

Der Hintergrund wird im Pixabay-Forum erläutert. Die bisherige CC0-Lizenzierung ist m.E. nicht zurücknehmbar, und sie kann glücklicherweise durch das Internet-Archiv in sicherlich den meisten Fällen nachgewiesen werden. Pixabay erweist sich durch diese Maßnahme als a) unzuverlässig und in der Folge b) unbenutzbar.

Bei kommerziellen Diensten ist erhöhte Vorsicht geboten. Sollte man vielleicht vollständig von der Nutzung kommerzieller Dienste als Infrastruktur für frei lizenzierte Inhalte absehen?

Regierungsprogrammentwurf der SPD zu Open Access

Bildung und Wissenschaft sollen die Chancen der Digitalisierung stärker nutzen können. Wir wollen die offenen Kanäle für wissenschaftliche Kommunikation und Publikation fördern (Open Access). Für die Verwertung und Nutzung von Daten wollen wir Rechtssicherheit für alle schaffen und eine solide Vergütung der Urheber sowie eine angemessene Beteiligung der Verlage gewährleistet. In Forschung und Lehre sollen digitale Methoden legal genutzt werden können. Beispiele hierfür sind Text- und Datamining, also die Auswertung digitaler Datenbestände.

So schreibt die SPD in ihrem “Entwurf des Leitantrags der Programmkommission für das Regierungsprogramm 2017” in Zeile 350-356, und skizziert damit so etwas wie den sich abzeichnenden Minimalkonsens unter den Parteien. Text- und Datamining, legale Nutzung für Forschung und Lehre, Open Access. Ob und wie das dann in die Praxis umgesetzt würde, bleibt anzuwarten. Die bisherige Praxis im Bund und den Ländern spricht nicht gerade dafür, dass dieses Thema irgendeiner Partei tatsächlich wichtig wäre, dass man über einen Minimalkonsens hinaus ginge oder so sogar eigene Ideen entwickeln würde.

Nun ja, in einem Bundestagswahlprogramm werden alle Themen nur sehr kurz angeschnitten, übermäßige Kritik ist an dieser Stelle also nicht angebracht. Abzuwarten ist, wie sich das Schattenkabinett zusammensetzen wird und wer wie für diesen Bereich in die Bresche springen wird.

Scholia – Forschungsprofile aus Wikidata generieren

Scholia baut Forscherprofile aus in Wikidata vorhandenen Informaionen. Zum Beispiel werden bibliographische Informationen für die Darstellung von Koautorschaften genutzt. Scholia sieht mehr wie ein proof-of-concept aus, das Potential von Wikidata als zentralem Lieferanten von (nicht nur) Normdaten wird aber sofort klar ersichtlich.

Bundesrat stimmt UrhWissG zu: Entwurf eines Gesetzes zur Angleichung des Urheberrechts an die aktuellen Erfordernisse der Wissensgesellschaft

Der Bundesrat stimmt dem Entwurf eines Gesetzes zur Angleichung des Urheberrechts an die aktuellen Erfordernisse der Wissensgesellschaft weitgehend zu (vgl. Beschlussdrucksache BR 312/17(B), PDF). An einigen Stellen, besonders bezüglich der Veröffentlichung von Abbildungen musealer Objekte, fordert der Bundesrat eine weitergehende Offenheit:

Bislang dürfen Museen ihre kulturellen Schätze, die noch dem urheberrechtlichen Schutz unterliegen, nur sehr eingeschränkt im Internet zeigen. Erlaubt ist dies nach Unionsrecht – und ihm folgend nach § 58 Absatz 1 UrhG – bislang nur, soweit und solange dies der Förderung aktueller Ausstellungen dient.
§ 60f Absatz 1 in Verbindung mit § 60e Absatz 1 UrhG-E enthält die grundsätzliche Erlaubnis für Museen, Werke aus ihrem Bestand oder ihrer Ausstellung für Zwecke der Zugänglichmachung zu vervielfältigen. Die anschließende öffentliche Zugänglichmachung kann nach § 60f Absatz 1 in Verbindung mit § 60e Absatz 4 UrhG-E indes weiterhin nur museumsintern erfolgen oder – ent-sprechend dem fortgeltenden § 58 Absatz 1 UrhG – ausschließlich zur Förde-rung aktueller Ausstellungen.

§ 60f Absatz 1 in Verbindung mit § 60e Absatz 3 UrhG-E sieht für die Museen vor, dass diese lediglich körperliche Vervielfältigungsstücke in Zusammenhang mit öffentlichen Ausstellungen oder zur Dokumentation ihrer Bestände verbreiten können. Zu begrüßen ist zwar durchaus, dass ein zeitlicher Zusammenhang mit der Ausstellung anders als in § 58 Absatz 2 UrhG nicht mehr zwingend erforderlich ist.

Diese gesetzliche Erlaubnis muss aber auf die öffentliche Zugänglichmachung der elektronischen Vervielfältigungen der geschützten musealen Ausstellungs-und Bestandswerke ausgeweitet werden, damit insbesondere Museen ihren kulturellen Auftrag in zeitgemäßer Weise erfüllen können:
Museen sollten zum einen auch beendete Ausstellungen weiterhin im Rahmen ihres Online-Angebots dokumentieren können. Zum anderen sollten auch Bestände, die nicht Gegenstand einer Ausstellung waren, auf Grundlage einer gesetzlichen Erlaubnis im Internet gezeigt werden dürfen. Eine gesetzliche Erlaubnis würde es gerade auch kleinen Museen erlauben, ohne bürokratischen Aufwand zur Verbreitung kulturellen Wissens beizutragen.

In diesem Zusammenhang müssen die Interessen und Rechte der Künstlerinnen und Künstler entsprechend berücksichtigt werden.

Der letzte Satz birgt Sprengstoff, denn was eine “entsprechende Berücksichtigung” bedeutet, ist interpretationsfähig.

Eine eingehende Exegese durch Irights, Netzpolitik, Wisspub, das Aktionsbündnis Urheberrecht und andere übliche Verdächtige steht vermutlich bevor.

 

Wiki loves earth – Wikipedia-Fotowettbewerb rund um Naturschutz

„Wiki Loves Earth“ ist ein von der Wikipedia durchgeführter Fotowettbewerb, der sich um Naturschutzgebiete aller Art dreht. Er fand erstmals 2013 in der Ukraine statt, seit 2014 wird er gleichzeitig auch in anderen Ländern abgehalten.

Dieser Wettbewerb soll dazu beitragen, die Vielfalt der Natur zu dokumentieren. Die Initiatoren hoffen, so das Bewusstsein für den Naturschutz in unserer Umgebung fördern zu können.

Die „deutsche Ausgabe“ von Wiki Loves Earth 2017 kooperiert mit der Deutschen UNESCO-Kommission (DUK).

Es sollen Bilder von Nationalparks, Biosphärenreservaten, Naturschutzgebieten, Landschaftsschutzgebieten, Naturdenkmälern, Naturparks, ausgewiesenen Geotopen, geologischen Objekten in zertifizierten Geoparks, Bannwäldern oder Naturerlebnisräumen gesammelt werden. Listen mit einer Auswahl geeigneter Schutzgebiete sind auf dieser Website unter Objektlisten verlinkt.

Hier gibt es weitere Informationen.