Public Lab

Das Public Lab will Wissenschaft demokratisieren. Dazu entwickelt es (offene) Software und (bezahlbare) Geräte.

The Public Laboratory for Open Technology and Science (Public Lab) is a community which develops and applies open-source tools to environmental exploration and investigation. By democratizing inexpensive and accessible Do-It-Yourself techniques, Public Lab creates a collaborative network of practitioners who actively re-imagine the human relationship with the environment.

Zu den Werkzeugen gehören MapKnitter, Infrarotkameras, Kartographie-Ballons und das Public Lab Archiveopen data from balloon and kite photography.

[via @recology_]

Ausleihe von Strommessgeräten

Das Umweltbundesamt (UBA) möchte Bürgern Strommessgeräte ausleihen und dafür auf Bibliotheken als “Verleihstationen” zurückgreifen.

Das UBA stellt Bibliotheken […] ab sofort 500 „Energiesparpakete“ zur Verfügung. Dieses können interessierte Bibliotheksnutzerinnen und -nutzer ausleihen und damit die häuslichen „Stromfresser“ entlarven. Das Paket enthält neben einem Strom-Messgerät und einem Verlängerungskabel mit Ein-/Ausschalter eine ausführliche Bedienungsanleitung, wichtige Informationen zum Energiesparen und einen Aufsteller zum Bewerben des Angebotes. Ein kleines Messgerät zeigt – zwischen Steckdose und dem zu untersuchendem Gerät gesteckt – den Stromverbrauch eines Elektrogerätes an. So sieht man, ob die Waschmaschine zum Beispiel auch im ausgeschalteten Zustand Strom zieht. Mit dem Messgerät lassen sich auch die jährlichen Betriebskosten des Kühlschranks ermitteln, was eine gute Entscheidungshilfe für eine eventuelle Neuanschaffung schafft.

Diese Dienstleistung ist für Bibliotheken kostenlos. Das UBA gibt die Strommesspakete kostenlos an Bibliotheken aus. Die Kontaktdaten findet sich auf der Webseite mit der UBA-Pressemitteilung.

Bibliothekare entdecken bisher unbekannten Vordenker des deutschen Naturschutzes

Im zweiteiligen Posting “Bibliothekare entdecken bisher unbekannten Vordenker des deutschen Naturschutzes” (1: Naturschutzteil, 2: Bibliotheksteil) erklärt Gerhard Hachmann, wie er in Zusammenarbeit mit seinem Kollegen Rainer Koch die bisher als Begründer des deutschen Naturschutzes geltenden Ernst Rudorff, Wilhelm Wetekamp und Hugo Conwentz vom Sockel stieß und Philipp Leopold Martin emporhob.

Kein einziger deutscher Historiker kannte bisher Martins überragende Bedeutung für den deutschen Naturschutz.

Im bibliothekarischen Teil wird der methodische Weg beschrieben. Soviel sei hier erwähnt: Googles nGram-Viewer spielte eine herausragende Rolle. Weiteres in den oben verlinkten Postings!

Ich zitiere meinen eigenen Kommentar: Diese beiden Postings sind eine schöne Demonstration, was sich mit Daten (und Digitalisaten) alles anstellen lässt, wenn man sie mal genauer unter die Lupe nimmt. Eine Perle der Biblioblogosphäre!

Agroforestree Database

Möchte man herausfinden, welche Baumarten wo zu welchem Zweck angepflanzt werden können, kann man die Agroforestree Database nutzen.

The database provides detailed information on 670 agroforestry tree species in order to help field workers and researchers in selecting appropriate species for agroforestry systems and technologies. For each species, the database includes information on identity, ecology and distribution, propagation and management, functional uses, pests and diseases and a bibliography.

Zusätzlich lässt sich noch nach “einheimischen” und “exotischen” Pflanzen filtern. Ist man also auf der Suche nach zur Produktion von Futter geeigneten Baumarten in Uganda und möchte Neophyten vermeiden, kommt man schnell auf eine Vielzahl von Arten, unter anderem Dalbergia melanoxylon, Vitellaria paradoxa oder Warburgia ugandensis (PDF-Dateien).

Manche Staaten sind in der Datenbank wesentlich besser erschlossen als andere. Uganda oder Kamerun sind mit vielen Einträgen dabei, Estland dagegen kaum. Getragen wird die Datenbank vom British Department for International Development (DFID), der Europäischen Union und dem World Agroforestry Centre.

Greenpilot.de

Frisch online: Greenpilot, die Virtuelle Fachbibliothek für Ernährung, Umwelt, Agrar (GREENPILOT) soll die wissenschaftlichen Informationen der Fächer Ernährungs-, Umwelt-, und Agrarwissenschaften bündeln und über ein Portal den interessierten Nutzern zur Verfügung stellen.

Die Suchmaske kann in andere Seiten eingebunden werden.

greenpilot

GREENPILOT



Albernerweise ist eine Selbstbeschreibung des Projektes nur als langatmiges MP3-File auffindbar. Ein paar Hintergrundinfos gibt es auf der Projektseite der ZBMed.

Green Library Blog

Die grüne Bibliothek hatten wir hierzublog ja schon das eine oder andere Mal. Diesem Thema hat Gerry McKiernan erfreulicherweise nun ein ganzes Blog gewidmet: The green library blog.

The Green Library blog is devoted to documenting significant activities, events, literature, and projects that focus on ” … increasing the efficiency with which buildings use resources — energy, water, and materials — while reducing building impacts on human health and the environment during the building’s lifecycle, through better siting, design, construction, operation, maintenance, and removal” of and by libraries.

[via Web4Lib]

Klimaskeptiker reingelegt

Im Fischblog ist es nett beschrieben:

Wie im Nature-Blog „The Great Beyond“ zu lesen ist, hat der Brite David Thorpe[1] eine auf den ersten Blick ziemlich eindrucksvolle Fake-Website zusammengestellt. Auf dieser präsentierte das nichtexistente Journal of Geoclimatic Studies ein Paper mit dem Titel „Carbon dioxide production by benthic bacteria: the death of manmade global warming theory?“[2], zu deutsch: „Kohlendioxid-Produktion durch benthische Bakterien: Der Tod der Theorie von der menschengemachten globalen Erwärmung?“.

[1] David Thorpe ist nach eigenen Angaben nur der Webdesigner und scheint mit dem Hoax selbst nichts zu tun zu haben.
[2] Die Website scheint seither vom Netz gegangen zu sein, deswegen nur der Link zum Google Cache.

Diese Theorie wurde von Leuten wie US-Senator James Inhofe, der Klimaschützer gerne mal mit Nazis vergleicht, gerne und unkritisch aufgegriffen. Und dies, obwohl es sich gerade die selbsternannten Skeptiker auf die Fahne schreiben, der Klimapanik mit wissenschaftlicher Objektivität entgegen zu treten.

Weitere Infos:

Doch keine stromsparenden Webseiten

Google im kleinen Schwarzen wird es vorerst nicht geben. Auf die Idee, Energie dadurch sparen zu wollen, da schwarze Webseiten Monitore weniger Strom verbrauchen lässt, antwortet Google im Googleblog:

We applaud the spirit of the idea, but our own analysis as well as that of others shows that making the Google homepage black will not reduce energy consumption. To the contrary, on flat-panel monitors (already estimated to be 75% of the market), displaying black may actually increase energy usage. Detailed results from a new study confirm this.

Warum, steht eben dort. Schade. Dafür gibt es immerhin noch ein paar Tipps, wie man beim Computern wirklich Strom sparen kann.