PEER-UP: Relevanz der Publikationsleis­tung für Effizienzmessung im Hochschulbereich

Im BMBF-Projekt PEER-UP soll an der TU Dresden über die Relevanz der Publikationsleis­tung für Effizienzmessung im Hochschulbereich geforscht werden. Aus der Pressemitteilung:

Hochschulen nehmen in modernen Innovationssystemen unbestritten eine Spitzenstellung in der Wissensproduktion ein. Die Unabhängigkeit der Universitäten wird dabei im Wesentlichen durch eine Grundfinanzierung aus öffentlichen Mitteln sichergestellt. Entsprechend hoch ist das öffentliche Interesse, dass Universitäten die verfügbaren Mittel möglichst effizient zur Erbringung ihrer Kernaufgaben (Forschung, Lehre, Transfer) einsetzen.

Das Projekt hat schon ein Blog (hier ist eine Kurzbeschreibung des Projekts), in dem es in Zukunft hoffentlich viel aus dem Forschungsalltag zu lesen geben wird. Das Thema ist hochrelevant, da die quantitative Bewertung eines m.E. nur qualitativ in vollem Umfang zu erfassenden Gegenstands zwangsläufig zu Unschärfen und Verzerrungen führen muss.

Ethical and privacy issues in the application of learning analytics

Abstract:

The large-scale production, collection, aggregation, and processing of information from various learning platforms and online environments have led to ethical and privacy concerns regarding potential harm to individuals and society. In the past, these types of concern have impacted on areas as diverse as computer science, legal studies and surveillance studies. Within a European consortium that brings together the EU project LACE, the SURF SIG Learning Analytics, the Apereo Foundation and the EATEL SIG dataTEL, we aim to understand the issues with greater clarity, and to find ways of overcoming the issues and research challenges related to ethical and privacy aspects of learning analytics practice. This interactive workshop aims to raise awareness of major ethics and privacy issues. It will also be used to develop practical solutions to advance the application of learning analytics technologies.

DOI: https://doi.org/10.1145/2723576.2723642

OA: http://oro.open.ac.uk/42347/1/p390-drachsler.pdf

Acatech ohne Open Access im digitalen Zeitalter der Wissenschaftskommunikation

Der Sammelband Perspektiven der Wissenschaftskommunikation im digitalen Zeitalter ist nun online verfügbar.  Leider ist der Beitrag meiner Kenntnis nach nicht Open Access, wie von Mitherausgeber Andreas Wenniger getwittert wurde. Zumindest habe ich nirgendwo eine Lizenzangabe finden können, die Weiterverbreitung etc. erlaubt, wie es die Open Definition und natürlich die Berliner Erklärung verlangen. Bei einem Band, der sich mit digitaler Wissenschaftskommunikation auseinander setzt, hätte ich schon mehr erwartet.

Auch ist es für mich verwunderlich, dass die herausgebende Körperschaft, die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften (acatech), offenbar über kein eigenes Repository verfügt und offenbar auch kein anderes für Publikationen nutzt. So ist die Publikation in der Reihe Materialien der acatech erschienen, die wie alle anderen Publikationen einfach irgendwo ins Typo3 geworfen wird. Der Pfad zur Datei sieht demnach so aus:

http://www.acatech.de/fileadmin/user_upload/Baumstruktur_nach_Website/Acatech/root/de/Projekte/Laufende_Projekte/WOEM2/Perspektiven_der_Wissenschaftskommunikation_im_digitalen_Zeitalter.pdf

Sieht das nach einem persistenten Link aus? Sieht das auch nur aus, als ob die File-Location das nächste Typo3-Update ganz sicher überstehen würde? Liebe Akademie, Ihr müsst kein Repository betreiben, keine Angst. Aber wenn Ihr das nicht machen wollt, sorgt bitte für freie Lizenzen und eine Veröffentlichung in einem geeigneten Repository. Eine freie Lizenz würde auch dafür sorgen, dass engagierte Bibliothekswesen sich der Publikation hätten annehmen und sie eigenständig in einem ordentlichen Repository veröffentlichen können.

Die Publikation sieht dessen ungeachtet erste einmal interessant aus. Umso trauriger, dass sie so lieblos und eher dem Stand der digitalen Frühzeit gemäß ins Netz geworfen wurde.

Weingart, Peter; Wormer, Holger; Wenninger, Andreas; Hüttl, Reinhard F. (Hg.) (2017): Perspektiven der Wissenschaftskommunikation im digitalen Zeitalter. Velbrück. Weilerswist: Velbrück

[via Archivalia]

Report: Blockchain for Research – Perspectives on a New Paradigm for Scholarly Communication

Digital Science Report: Blockchain for Research – Perspectives on a New Paradigm for Scholarly Communication / Joris van Rossum. November 2017.

Abstract:

This report zooms in on the potential of blockchain to transform scholarly communication and research in general.

By describing important initiatives in this field, it highlights how blockchain can touch many critical aspects of scholarly communication, including transparency, trust, reproducibility and credit. Moreover, blockchain could change the role of publishers in the future, and it could have an important role in research beyond scholarly communication.

The report shows that blockchain technology has the potential to solve some of the most prominent issues currently facing scholarly communication, such as those around costs, openness, and universal accessibility to scientific information.

Validierung und Reasoning von SKOS mit Skosify

Protege und die mitgelieferten Reasoner befolgen von Haus aus keine SKOS-Regeln, z.B. kann in einer SKOS-Datei aus skos:broader nicht automatisch die inverse Beziehung skos:narrower geschlussfolgert werden. 1)  Außerdem funktioniert Protege bei mir auf dem Arbeits-PC unter Windows 8.1 zur Zeit insgesamt eher unzuverlässig. Wer dies aber benötigt, kann Skosify von Osma Suominen, Jakob Voß, Dan Michael  O. Heggø und  Sini Pessala einsetzen, dessen Einsatzgebiet mit “validate and improve SKOS vocabularies” benannt wird. Man kann Skosify selbst installieren, es gibt aber auch eine online zugängliche Demo-Version (max. 20 MB Dateigröße), die für meine Zwecke bisher völlig ausreichte.

Skosify in Aktion
Skosify in Aktion

Aus demselben Stall stammt auch Skosmos, das hier in Kürze noch einmal Erwähnung finden wird.

References   [ + ]

Phantomzitat in den Medien

“Nie geschriebenes Paper wurde in 400 Fachartikeln zitiert”, schreibt der Standard. Leider ist dem nicht existierenden Artikel keine DOI zugeordnet, sonst könnten wir jetzt zusätzlich beobachten, welch erstaunlichen Altmetrics-Zahlen der Artikel erreicht. Es handelt sich um folgende Zitation:

Van der Geer, J., Hanraads, J.A.J., Lupton, R.A., 2000. The art of writing a scientific article. J Sci. Commun. 163 (2) 51–59.

Weitere Infos gibt es von Anne-Wil Harzing, inklusive einer Analyse der zitierenden Artikel: The mystery of the phantom reference.

[via @FHB_Bibliothek]

Survey on Research Information Management Practices

OCLC Research und EuroCRIS führen gemeinsam eine Umfrage zu Forschungsinformationsmanagement in der Praxis durch. Sie richtet sich sowohl an Einrichtungen, die schon ein Forschungsinformationssystem einsetzen, als auch an solche, die dies erst überlegen.

The Survey on Research Information Management Practices provides an opportunity for research institutions to share information about their practices so that we can understand and report on the state of RIM activities, drivers, and practices worldwide. We are interested in learning more about any institutional effort to collect a registry or bibliography of local research activity, for any purpose, and we are particularly keen to learn more about library activities to support RIM. Widespread participation in this survey will help your institution know more about what other institutions are doing, why they are doing it, and how many resources they are allocating.

Survey findings and data will be published CC-BY in 2018.

 

Die Umfrage endet im frühren Januar 2018.

Linkurious, das Analyse-Tool hinter den Paradise Papers

In einem Video auf Twitter erwähnt eine Redakteurin der Süddeutschen Zeitung das Tool Linkurious, das offenbar zur Analyse der Informationen in den Paradise Papers (hier ein Überblick) genutzt wurde.

Linkurious ist ein Tool zur Analyse und Visualisierung von in Graphen dargestellten Daten. Es gibt eine öffentlich zugängliche Demo-Version und eine Dokumentation. Es scheint auf Neo4J aufzusetzen oder zumindest gut gemeinsam zu funktionieren.

 

Journal-basierte Forschungsevaluation marginalisiert bestimmte Regionen und Themen

Many research evaluation systems continue to take a narrow view of excellence, judging the value of work based on the journal in which it is published. Recent research by Diego Chavarro, Ismael Ràfols and colleagues shows how such systems underestimate and prove detrimental to the production of research relevant to important social, economic, and environmental issues. These systems also reflect the biases of journal citation databases which focus heavily on English-language research from the USA and north and western Europe. Moreover, topics covered by these databases often relate to the interests of industrial stakeholders rather than those of local communities. More inclusive research assessments are needed to overcome the ongoing marginalisation of some peoples, languages, and disciplines and promote engagement rather than elitism.

Mehr Infos im LSE-Blog, aus dem dieser Auszug stammt. Dort wird auch auf die DORA-Deklaration und das Leiden-Manifesto verwiesen.