Kritik an Altmetrics

Teil der Operation Frühjahrsputz 2016, in deren Verlauf angefangene und nie beendete Postings einfach so veröffentlicht werden.

Erste Meldung:

Scholar urges delegates at conference in the Netherlands to use measures like Twitter to measure public engagement, rather than turning them into new metrics

Ähnliches Thema:

Open access papers ‘more likely to be cited on Twitter’

Articles that are free to view are also more frequently shared on Facebook, new research finds

Right Relevance

Alte Knochen aus dem Biblioblogwesen erinnern sich vielleicht an Googles Blogsuche oder sogar noch an Technorati, eine damals revolutionäre Blogsuchmaschine. Twingly & andere Nachfolger konnten die Lücke nach ihrer Schließung (bzw. Verkümmerung) nicht schließen. Nun macht sich mit Right Relevance ein neuer Kandidat mit einem vielversprechenden Ansatz auf den Weg, interessanten Nischen-Content auffindbar zu machen. RR über sich selbst:

Right Relevance is the quickest and simplest way to search and discover highly relevant deep topical content.
We mine the social web to identify and rank topical influencers. The inherent trust of the influencers communities is applied to finding the most relevant articles and conversations.

Social Web heißt hier in erster Linie (oder sogar ausschließlich?) Twitter. Und die Ergebnisse sind zumindest bei meinen Stichproben relevant und interessant. Ob zum Mars, zu Open Access, R oder VW, es finden sich überall interessante Neuigkeiten. Eine klassische Suchmaschine ist RR zwar nicht, aber ein interessantes Werkzeug, um neue Quellen zu verschiedenen Themen zu finden. Leider noch nicht auf Deutsch verfügbar, deutsche Quellen werden aber auch aufgeführt.

Ein paar Hintergrundinfos zu RR gibt es hier.

Twitter-DMs zur Zeit nicht nützlich

Vor einiger Zeit war mir (und anderen) schon aufgefallen, dass Links mit Subdomains nicht mehr per DM (direct message) in Twitter verschickt werden konnten. Nun scheint es noch weiter zu gehen. Es war mir gerade nicht möglich, einen DOI-Link per DM zu versenden. Aha, dachte ich mir, da war ja diese lästige Sperre von Subdomain-Links. Nun, dann probiere ich es halt ohne das “dx”, der Empfänger weiß schon, wie der Link letztendlich aussehen soll.

http://doi.org/blablabla ging allerdings auch nicht. Ich fand gerade einen Hinweis, dass der Hintergrund dieser Sperre der Schutz vor DM-Spam sein soll. Leider ist das System dann so sicher, dass es für die Kommunikation drastisch an Attraktivität verloren hat. Im Twitter-Hilfe-Center steht dazu:

We’re restructuring back-end elements of our direct message system. As a result, users may be unable to send some URLs in direct messages. We apologize for the inconvenience.

Vielleicht tut sich ja bald noch etwas.

#OAI8 mit TAGSv5

Karen Smith und Shanifa Nasser haben eine vereinfachte Anleitung für Martin Hawkseys TAGSv5 verfasst. Mit TAGS kann man – wie hier schon beschrieben – in Windeseile ein Tweetarchiv zu jeder beliebigen Twittersuche anlegen. Die neue Anleitung habe ich mit dem Hashtag zum CERN Workshop on Innovations in Scholarly Communication (#OAI8) ausprobiert.

Die Daten des Archivs kann man dann an das TAGS Archive oder den TAGS Explorer (Achtung, ist recht ressourcenhungrig) weitergeben.

Historiker.de pausiert wegen des #LSR

Historiker.de, der “Nachrichtendienst für Historiker” befindet sich im “Wartungsmodus”:

aufgrund des am 1. März 2013 in Kraft getretenen Leistungsschutzrecht für Presseverleger müssen wir den Betrieb des Nachrichtendienst für Historiker nach 17 Jahren vorerst einstellen.

Die unklare Lage bezüglich der Textlänge für Snippets (siehe auch: Leistungsschutzrecht für Presseverleger bei Wikipedia) zwingt uns zu diesem Schritt.

Ob und wie dieser Dienst weiter zur Verfügung gestellt werden kann, können wir erst nach den ersten klärenden Urteilen zur eher unsicheren Ausgestaltung des Gesetztes sagen.

Wollen Sie über die weitere Entwicklung informiert werden, so möchten wir Ihnen einen Besuch unserer Facebookseite ans Herz legen: Nachrichtendienst für Historiker auf Facebook

Rivva will weitermachen, hat aber neben den durchs Leistungsschutzrecht verursachten Unannehmlichkeiten auch noch Ärger mit den Twitter Display Requirements. Tweetdeck wird gestorben, die API wird eingeschränkt, dann auch noch diese “Display Requirements”… Es wird Zeit, Alternativen zu Twitter zu finden und zu nutzen!

[u.a. via Archivalia]

Twitter tötet Tweetdeck!

Frei nach Southpark: “Oh My God! They killed Tweetdeck!” Was nun? Ich habe Tweetdeck in der AIR-Variante lange genutzt. Die anderen Varianten empfinde ich nicht als komfortabel. Was sind die Alternativen?Janetter habe ich nun ausprobiert. Abgesehen davon, dass die Eintragung der Konten ein Krampf ist, finde ich es auch nicht besonders chic.

Gefragt sind:

  • Verwaltung mehrerer Accounts.
  • Suchmöglichkeiten nach Hashtags, Personen und möglichst eine Volltextsuche.
  • Sollte möglichst unter Windows und Ubuntu laufen (also ein Desktop-Client).
  • Wenn man den Client farblich gestalten kann, wäre das ein Sahnehäubchen.

Die einschlägigen “Alternative zu”-Webseiten sind mir bekannt. Ich würde mich über Empfehlungen freuen.

Twitter schaltet Posterous ab

Posterous wird zum 30. April 2013 abgeschaltet:

Posterous launched in 2008. Our mission was to make it easier to share photos and connect with your social networks. Since joining Twitter almost one year ago, we’ve been able to continue that journey, building features to help you discover and share what’s happening in the world – on an even larger scale.

On April 30th, we will turn off posterous.com and our mobile apps in order to focus 100% of our efforts on Twitter. This means that as of April 30, Posterous Spaces will no longer be available either to view or to edit.

Eigenes Hosting ist leider nicht jedem möglich und für manche Zwecke mit zu viel Aufwand verbunden. Das hier ist die Kehrseite der Bequemlichkeit.

Hashtag des Jahres: #overlyhonestmethods

Ja, das Jahr ist noch jung. Aber die Tweets zum Hashtag #overlyhonestmethods sind dermaßen mannigfaltig und unterhaltsam, dass eine Steigerung schwierig wird! Selbst wer keinen Twitter-Account hat und nichts damit zu tun haben will, sollte einmal einen Blick darauf werfen.

Worum geht’s? Robert T. Gonzales beschreibt es folgendermaßen (und hat auch schöne Beispiele gesammelt):

Have you ever conducted scientific research? Are you familiar with the less-than-glamorous (and sometimes surprisingly slipshod) ways of the world’s overworked, underpaid, and severely caffeinated scientists? Then #overlyhonestmethods is probably the funniest thing you’ll read today.

Es begann (wenn ich nichts übersehen habe) mit diesem Tweet von @dr_leigh. Und dann ging’s los. Und hört seitdem nicht mehr auf. Ein paar aktuelle Beispiele?

Ein paar weitere Sammlungen gibt es hier, hier, hier, hier, …

PS: Inzwischen gibt es auch #overlyhonestreviews.

Archiviert und visualisiert: die Tweets zum #cch12

Dieses Jahr konnte ich ausnahmsweise nicht zum #cch12. Daher zeige ich jetzt hier, was ich eigentlich dort in einem Session vorstellen wollte. Es geht um die Visualisierung von Twitterkonversationen. Und bevor man Daten visualisieren kann, muss man sie erst einmal sammeln. Dies kann man hervorragend mit R machen. Es gibt aber auch einsteigerfreundlichere Wege.

Von den mir bekannten Tools ist Martin Hawkseys TAGS v3 (Twitter Archiving Google Spreadsheet) eines der einfachsten. Er selbst beschreibt sehr gut, wie man Tweets automatisch in ein Google Spreadsheet archiviert. Der Vorteil dieser Lösung gegenüber R oder anderen Desktoplösungen ist die Verfügbarkeit des Dienstes unabhängig davon, ob der eigene Rechner läuft. Twitter erlaubt via API zur Zeit den Abruf von maximal 1500 Tweets gleichzeitig. 1) Things Every Developer Should Know: Clients may request up to 1,500 statuses via the page and rpp parameters for the search method. Daher können umfangreiche Konversationen nachträglich oft nicht archiviert werden. Lässt man die Applikation jedoch während eines Events laufen, ist die Archivierung weitaus größerer Tweetmengen möglich. Hier ein paar Screenshots, die den Leistungsumfang der Anwendung andeuten:

Martin Hawksey ist ein begnadeter Frickler und stellt zusätzlich zu seinem Archivierungstool (das auch ein paar einfache Analysefunktionen mitbringt) auch eine Visualisierungskomponente zur Verfügung: den TAGSExplorer, dessen Output im ersten Screenshot zu sehen ist. Auch diesen und dessen Anwendung beschreibt er Schritt für Schritt.

Für das folgende Filmchen (Dauer: ca. 1 Minute, unbedingt als Vollbild ansehen!) habe ich die Replay-Funktion einer Twitterkonversation genutzt. 2) Kleines Schmankerl für mitlesende Biblioblogger ist der zum Schluss in die Bildmitte baumelnde @lambo. Die Darstellung ist zufällig und bei jedem Durchlauf anders. Das war allerdings ein First Take, den ich sofort genommen habe. ;o)

Wer selbst mit den Daten herumspielen möchte, kann gerne meine Backup-Version herunterladen. Da ich ab und an mal aufräume, kann ich nicht dafür garantieren, dass die Daten unter dieser Adresse beliebig lange verfügbar sein werden. Hinweise auf angefertigte Derivate nehme ich gerne entgegen!

#SWIB12 habe ich übrigens auch aufgezeichnet. Ich hoffe, das ich mich damit in Kürze etwas näher beschäftigen und noch 1-2 andere Tools vorstellen kann.

References   [ + ]

1. Things Every Developer Should Know: Clients may request up to 1,500 statuses via the page and rpp parameters for the search method.
2. Kleines Schmankerl für mitlesende Biblioblogger ist der zum Schluss in die Bildmitte baumelnde @lambo. Die Darstellung ist zufällig und bei jedem Durchlauf anders. Das war allerdings ein First Take, den ich sofort genommen habe. ;o)