Tweets & Co. als Kommentare zu Blogpostings einbinden?

Bei ReadWriteWeb wird der Tod des Blogkommentars ausgerufen. Blogkommentare führen auf den meisten Blogs eh ein recht kümmerliches Leben. Hier auf Infobib haben wir bei 1,477 Postings zum jetzigen Zeitpunkt genau 1,156 Kommentare erhalten. Wenn man bedenkt, dass Infobib jeden Tag etliche hundert “Visits” hat, ist das keine sehr hohe Quote.

Im ReadWriteWeb wird davon ausgegangen, dass Twitter und Co. die Kommentare in Zukunft ersetzen werden. Wenn es denn so ist: sollten Blogs darauf reagieren und automatisiert auf Tweets und Friendfeeds verweisen, in denen auf ein Blogposting verlinkt wird? Falls ja: Gibt es schon ein Plugin, dass dies kann? Ich habe auf den ersten Blick leider nichts gefunden. Vielleicht könnte man so etwas mit BackTweet erzeugen?

Update: Einbindung eines Backtype-Widgets


Hier werden Tweets gezählt, in denen dieses Posting auftaucht. Wenn man auf das Twitter-Icon klickt, bekommt man die einzelnen Tweets angezeigt.

Inetbib 2008: Evolution des Internets

Eröffnungsvortrag: Zur Evolution der Internetdienste von Prof. Dr. Phuoc Tran-Gia Prof. Dr. Phuoc Tran-Gia (Universität Würzburg).

Tran-Gia berichtet über die Grenzen des internet protocol, über Skalierungsprobleme und den “drohenden Kollaps” des Internets. Er prognostiziert eine evolutionäre Weiterentwicklung des Internets, da ein Neuanfang nach tabula rasa ohne alten Ballast zwar wünschenswert, aber nicht durchsetzbar ist.

Trends in Schlagworten: Multi network services, Edge based Intelligence & Platforms, Service Discovery Engine.

Die Entwicklung geht so schnell, dass meine Vorstellung nicht reicht, um Dinge vorauszusagen.

P2P sorgt für ca. zwei Drittel der Netzauslastung.

Kleine Zwischenbemerkung: Neben mir wird eifrig getwittert.

P2P, besonders BitTorrent ist jetzt schon unverzichtbar für die Verteilung großer Datenmengen, Beispiel neue Linuxversionen.

Anwendungen entstehen am Netzrand

Quality of service: Wie schnell finde ich ein Buch im Katalog? Messbare Qualität.
Quality of experience: Wie zufrieden bin ich mit einer Dienstleistung? Subjektive Empfindung.

Höhere Dienstgüte durch granulare Dienste.

Sehr guter Einführungsvortrag!

Micro-Blogging for Science & Technology Libraries

Wer sich mit Micro-Blogging beschäftigt, mag sich für folgenden Artikel interessieren:

Murphy, Joe (2008) Better Practices From the Field: Micro-Blogging for Science & Technology Libraries. Science & Technology Libraries 28(4).

Mir bleibt der Sinn der Angelegenheit zumindest für Bibliotheken nach wie vor schleierhaft. Eine mir bislang bekannte Anwendung im Bibliothekskontext ist die Einsatz von Twitter für Neuerwerbungslisteb: http://twitter.com/FHB_Bibliothek. Wobei ich keinen Vorteil zu herkömmlichen RSS-Feeds wie z.B. diesem hier sehe.

Hier geht’s auf jeden Fall zum Volltext.

Micropublishing für Bibliotheken

Mit dem Begriff Micropublishing (oder Micro-Blogging) bezeichnet man das Veröffentlichen sehr kurzer Mitteilungen wie es zum Beispiel bei Twitter der Fall ist. Oft handelt es sich dabei um eine Art SMS an die interessierte Weltöffentlichkeit.

Der Fischmarkt beendet nun eine kleine Artikelserie über Micropublishing mit einem Posting über Micropublishing für Institutionen. Für Bibliotheken und andere Informationseinrichtungen ist daraus nicht viel zu entnehmen, höchstens:

Gruppen, Projekte, Unternehmen und Institutionen müssen genauso wie andere erst herausfinden, wen und was genau sie mit Micropublishing erreichen können.

Aha, dankeschön! Passend dazu schreibt auch der Webworkblogger Oliver Ueberholz: Alle sind sie im Twitter Wahn, aber viele wissen nicht so recht wozu.. Er selbst ist da schon etwas weiter und bietet eine Menge Anwendungsmöglichkeiten, von denen ein paar beispielhaft erwähnt und in den Bibliothekskontext gestellt seien. Der Einfachheit halber gehe ich im Folgenden von Twitter als Standardapplikation aus.
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Marketingtrend: Twitter statt Second Life

Der Second-Life-Hype geht so langsam dem Ende entgegen. Endlich. Im Heise-Ticker ist zu lesen:

Produkte erfolgreich zu verkaufen sei auf dem virtuellen Marktplatz Second Life ebenso schwierig wie im echten Leben, stellt die Westküsten-Times fest. Erste Firmen überdenken ihre Pläne für den neuen Vertriebskanal und lassen vereinsamte Repräsentanzen als Mahnmal ihrer Erfolglosigkeit zurück. Eine Hotelkette macht ihren virtuellen Laden dicht und spendet das zurückgelassene Grundstück einer gemeinnützigen Organisation. Auch die Filialen anderer Unternehmen – darunter Dell und Sun Microsystems – leiden unter dem Desinteresse der Second-Life-Einwohner, während sich die zahlreichen Rotlichtbezirke großer Beliebtheit erfreuen.

Gibt es eigentlich schon eine halbwegs seriöse Evaluation der ganzen Bibliothekspräsenzen in Second Life?

Der Trend geht jetzt angeblich in Richtung Twitter. Noch ein Dienst, dessen Sinnhaftigkeit sich mir abseits eines eventuell vorhandenen Spaßfaktors absolut nicht erschließt.