Twitter-Account umbenennen?

Die “Bibliothek der Fachhochschule Hannover” heißt seit einiger Zeit “Bibliothek der Hochschule Hannover”. Daher müssen nun einige Accounts umbenannt oder umgezogen werden. Zum Beispiel unser Twitter-Account. Das Vorgehen:

  1. Blogposting schreiben, in dem der Hintergrund der Umbenennung beschrieben wird.
  2. Den alten Twitter-Account umbenennen.
  3. Schnell einen neuen Account mit dem alten Benutzernamen anlegen.
  4. Auf dem neuen und dem alten Account bekannt geben, dass eine Umbenennung stattgefunden hat und auf die Hintergründe im Blog verlinken.
  5. Den alten Account so einrichten, dass man über Erwähnungen etc. per E-Mail informiert wird, um eventuelle Anfragen abfangen zu können.

So wurde aus @fhh_bib nun @hsh_bib.

[Inspiriert von Jon Bishop und Amit Agrawal]

Kurrently: Suchmaschine für Twitter & Facebook

Jürgen Plieninger macht in Netbib nicht nur auf die Bibliojobs-Debatte aufmerksam, sondern erwähnt auch Kurrently als geeignetes Werkzeug, die Debattenbeiträge zu verfolgen.

Sucht man dort nach dem Begriff Bibliojobs, erhält man Ergebnisse aus Facebook und Twitter. In Facebook wird aber entweder nicht über das Thema diskutiert, oder es wird in Kurrently nicht alles angezeigt. Falls hier jemand mitliest, der seinen Account noch nicht gelöscht hat, wäre ich für Erkenntnisse aus einem kleinen Versuch dankbar.

Akademische Öffentlichkeitsarbeit mit Twitter und Blogs

Times Higher Education berichtet über einen Versuch, die Sichtbarkeit des eigenen akademischen Oeuvres zu steigern:

Six months ago, Melissa Terras decided to investigate whether putting her past research papers in University College London’s free repository and publicising them via blog posts and Twitter would help them find a wider audience than they would get from journal publication alone.

Die Zugriffszahlen sind durch Öffentlichkeitsarbeit von (vermutlich täglich) ein bis zwei Downloads auf über 70 gestiegen. Terras selbst hat ausführlich über ihren Versuch gebloggt.

Trend Nr. 1 für 2011: Peer-to-Peer (P2P)

Teil der Operation Frühjahrsputz, in deren Verlauf angefangene und nie beendete Postings einfach so veröffentlicht werden. Dieses Posting finde ich aus bloghistorischer Sicht besonders interessant. Ich lag übrigens mächtig daneben mit meiner Prognose.

Mit meiner Trend-Ansage für 2010 lag ich einigermaßen richtig. Linked (Open) Data ist wirklich ein Dauerthema geworden. Immer noch auf dem aufsteigenden Ast, aber inzwischen im bibliothekarischen Bewusstsein verankert. Auch beim anderen prophezeiten Trend, mobile Bibliotheksanwendungen, ist noch Luft nach oben. Thema waren sie jedoch auch jeden Fall. Daher wage ich es, auch für das nächste Jahr eine Prognose abzugeben.

Trend Nr. 1 für 2011 werden Peer-to-Peer-Anwendungen (P2P) verschiedenster Art sein. Verschiedene Vorgänge der jüngeren Vergangenheit haben auch Laien drastisch vorgeführt, wie fragil digitale Kommunikation ist. In Ägypten wurde das Netz kurzerhand abgeschaltet

Zentral Dezentral
Twitter Identi.ca
Facebook Diaspora
Google Yacy

http://webzwonull.ishp.de/allgemein/amazon-facebook-twitter-und-das-hausrecht-in-der-cloud/

http://annalist.noblogs.org/post/2011/01/08/us-justiz-holt-die-netze-ein/

http://derstandard.at/1289609196058/P2P-DNS-Pirate-Bay-Gruender-unterstuetzt-alternatives-Domain-Name-System

P2P-DNS

PS: Der erste Monat des Jahres ist schon wieder herum, und dieses Posting harrte immer noch der Fertigstellung. Daher ist es nun in nicht so ausführlicher Form wie ursprünglich geplant.

"Some real nasty things" auf Twitter

Hey, so some real nasty things are being said about you here http://abc.xy i cant believe what was said..

Sollte diese Nachricht via Twitter als Direktnachricht (DM) hereinkommen, den Link nicht anklicken! Da ich diese DM inzwischen auch von mehreren Bibliotheken erhalten habe, verweise ich direkt zu jemandem, der einschlägige DM-Texte gesammelt hat.

"Can Tweets Predict Citations?"

Eysenbach et al: Can Tweets Predict Citations? Metrics of Social Impact Based on Twitter and Correlation with Traditional Metrics of Scientific Impact
DOI: http://dx.doi.org/10.2196/jmir.2012

Aus dem Abstract:

Conclusions: Tweets can predict highly cited articles within the first 3 days of article publication. Social media activity either increases citations or reflects the underlying qualities of the article that also predict citations, but the true use of these metrics is to measure the distinct concept of social impact. Social impact measures based on tweets are proposed to complement traditional citation metrics. The proposed twimpact factor may be a useful and timely metric to measure uptake of research findings and to filter research findings resonating with the public in real time.

[via The Atlantic]

Google Search Plus = Antitrust?

Danny Sullivan hat auf Searchengineland.com eindrucksvoll dargelegt, welchen Einfluss Google+ auf die Suchergebnisse hat. Und wie relevant es für Unternehmen wird, künftig auf Google+ vertreten zu sein. Eric Schmidt behauptet allerdings etwas anderes:

Did he [Eric Schmidt, Anm. des Verf.] think Google was favoring itself too much with the suggestions of Google Plus?

“No.”

Da bleibt nur noch, sich MG Siegler anzuschließen:

How on Earth is Google going to avoid antitrust inquiries with their new Search+ features announced today? If Facebook, Twitter, etc, have any decent presence in DC, the ball began rolling a few hours ago.

Die juristische Aufarbeitung der Browserkriege könnte hier einen Nachfolger finden.

Update: Ich sehe gerade, dass mit “Social Network Wars” bereits ein Name gefunden ist.

#lib2011: Live-Visualisierung mit OpenCPU & R

Jemand (Najko Jahn?) hat im Libreas-Blog kürzlich vorgestellt, wie man OpenCPU nutzen kann, um sich ein eigenes Tweet-Archiv anzulegen und dies auch gleich zu visualisieren. Er/sie tat dies am Beispiel #oebt11. Hier ein anderes Beispiel, die aktuell durchgeführte Library 2.011:

CSV dazu:
http://beta1.opencpu.org/R/call/store:tmp/8f81a308a4f8898f0aff6ba41bead5e4/csv?tag=”lib2011″

Einige Tweets sind tatsächlich mit dem Datum 26. – 30.11. versehen. Wo der Fehler liegt, vermag ich nicht zu sagen.

Update, siehe Kommentare:

Wozu man Shortlinks nicht benutzen sollte!

Es wurde schon wiederholt erwähnt, nun aus aktuellem Anlass 1) Der aktuelle Anlass besteht aus Links aus etwa zwei Jahre alten Tweets, deren Ziel mir nur durch weitere Recherchen zugänglich war. noch einmal ganz explizit: Wozu man Shortlinks nicht benutzen sollte!

Shortlinks sind praktisch, wenn man sie in Medien nutzt, in denen man auf jedes Zeichen angewiesen ist. Prominentestes Beispiel ist natürlich Twitter. Dort hat man 140 Zeichen. Wenn man dort auf http://www.llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogoch.co.uk/ verweisen möchte, bleibt nicht mehr viel Platz, um die Qualität des dortigen Aufenthalts zu erläutern. Alles kein Problem, ab in den URL-Shortener.

Auch wenn man es sich nicht vorzustellen vermag: Sogar Webdienste sind vergänglich! Möchte man also in einem Blog, in einer Mailingliste, einem Forum oder in einem anderen Medium auf eine Webseite hinweisen, sollte man sich bei der Verwendung eines URL-Shorteners darüber klar sein, dass man seine Informationen auf wacklige Füße stellt.

Die Risiken sind längst bekannt, dennoch werden weiterhin Shortlinks auch an Stellen verwendet, wo sie einfach nichts zu suchen haben. Dass der längst eingestellte Dienst tr.im weiterhin von Spambots bei Twitter benutzt wird, ist irrelevant. Dass solche Dienste auch in Mailinglisten und Blogs (auch von “Information Professionals”, die es eigentlich besser wissen sollten) genutzt werden, ist äußerst nervig.

Wirklich bescheuert (und mir fällt wirklich kein schmeichelhafteres Wort dafür ein) ist jedoch die Verwendung von URL-Shortenern in Büchern und Zeitschriften. Beispiele gefällig?

Gab’s das schon einmal, dass das Literaturverzeichnis eines Buches durch den Aufkauf eines Start-Ups komplett wertlos werden kann?

Ein paar Links zu URL-Shortenern:
Techcrunch: URL Shorteners Slow Down The Web – Especially Facebook’s FB.me
Hilary Mason: A Data-driven Look at the Realtime Web
David Weiss: The Security Implications of URL Shortening Services
Alexander Neumann, Johannes Barnickel, Ulrike Meyer: Security and Privacy Implications of URL Shortening Services

Zum Datenschutz-Aspekt aus dem Paper von Neumann, Barnickel und Meyer, S. 5:

A shortening service can extract much data from the request for shortened URLs. This data includes the requested URL, time of request, requesting browser version, HTTP referrer, and the IP address of the user’s machine. The latter allows for discovering different Internet connections of a user and often also the user’s physical location using a Geo IP database.

In addition, like other web servers, many shortening services set a unique cookie in the user’s browser. The browser then transmit the cookie to the service every time a short URL is requested. While identifying users is not necessary for the shortening service to function, setting a unique cookie enables the service to track the user without much effort. When the validity period of the unique cookie is long enough, the service can over time build a history of accessed URLs and mine interesting data.

Medienkompetenz beinhaltet nicht nur die Fähigkeit, Dienste nutzen zu können. Sondern auch das Wissen darüber, wann man dieselben Dienste nicht nutzen sollte.

References   [ + ]

1. Der aktuelle Anlass besteht aus Links aus etwa zwei Jahre alten Tweets, deren Ziel mir nur durch weitere Recherchen zugänglich war.

Twitter for Newsrooms

Vera Bunse weist im Kooptech-Blog auf Twitter for Newsrooms hin:

Twitter gibt mit Newsroom for Journalists übersichtliche Tipps und Hinweise, wie Journalisten ihre tägliche Arbeit mit Hilfe des Microblogs gestalten oder verbessern können. Als Einstieg ist die Zusammenfassung bestens geeignet, und einige der genannten Tools sind vielleicht noch nicht jedem Twitterer bekannt.

Sieht als Einstieg auch für Bibliothekswesen und andere Nicht-Journalisten in die Twitterei ganz nützlich aus.