ORCID_DE-Konsortium im Aufbau

Das Projekt “Open Researcher and Contributor ID” (ORCID DE) der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Technische Informationsbibliothek (TIB) unterzeichnen Memorandum of Understanding zum Aufbau und Betrieb eines ORCID-Konsortiums für wissenschaftliche Einrichtungen in Deutschland.

Die eindeutige Zuordnung von Autorinnen und Autoren zu den von ihnen geschaffenen Werken zählt zu den großen Herausforderungen des Publikationsmanagements in der Wissenschaft. Das DFG-Projekt ORCID DE nimmt sich dieser Herausforderung an und hat die deutschlandweite Förderung der Open Researcher and Contributor ID (ORCID), einer eindeutigen Kennung für Forscherinnen und Forscher, an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen zum Ziel.

[…]

Die Bildung des Konsortiums für wissenschaftliche Einrichtungen wurde im Rahmen des Projekts „ORCID DE” angestoßen und kann nun durch die Gewinnung der TIB für die administrative Führung des ORCID Deutschland Konsortiums realisiert werden. An einer ORCID-Mitgliedschaft interessierte wissenschaftliche Einrichtungen sind eingeladen, sich dem ORCID Deutschland Konsortium anzuschließen. Hierzu steht interessierten Einrichtungen ein Kontaktformular unter http://www.orcid-de.org/konsortium/ zur Verfügung.

Der Projektantrag wurde open access veröffentlicht unter: http://doi.org/bdbw

Weiterführende Informationen zum DFG-Projekt ORCID DE unter: http://www.orcid-de.org

Zur Pressemitteilung auf IDW-Online.

Hauck, Reingis et al.: Der Umgang mit Forschungsdaten an der Leibniz Universität Hannover

Hauck, Reingis; Kaps, Reiko; Krojanski, Hans Georg; Meyer, Anneke; Neumann, Janna; Soßna, Volker: Der Umgang mit Forschungsdaten an der Leibniz Universität Hannover : Auswertung einer Umfrage und ergänzender Interviews 2015/16

Im Kontext des Projekts „Entwicklung eines institutionellen Konzepts zum Forschungsdatenmanagement an der Leibniz Universität Hannover“ wurden 2015/16 eine universitätsinterne Online-Umfrage und ergänzende Interviews durchgeführt. Deren Ergebnisse ermöglichen einen Einblick in den derzeitigen Umgang mit Forschungsdaten und eine Abschätzung des Bedarfs an Beratung, Schulung und technischer Infrastruktur seitens des wissenschaftlichen Personals. In diesem Bericht werden die Daten präsentiert und ausgewertet.

Hier geht es zum Volltext.

Neuer Open-Access-Fonds der Leibniz-Gemeinschaft

Die Leibniz-Gemeinschaft hat einen von TIB, ZB MED und ZBW gesteuerten Publikationsfonds eingerichtet. Bedienen können sich dort die 18.000 Mitarbeiterinnen in den Leibniz-Einrichtungen. Aus dem TIB-Blog (in dem sich noch viele weitere Infos dazu finden):

Die Förderbedingungen des Publikationsfonds ähneln den Kriterien, die für viele DFG-geförderte Publikationsfonds an Hochschulen gelten (auch den Förderkriterien des Publikationsfonds der Leibniz Universität Hannover). Ein wesentliches Kriterium ist die Beschränkung der Förderung auf Veröffentlichungen in Open-Access-Zeitschriften – eine Förderung von Open-Access-Optionen in Subskriptionszeitschriften („hybrid“) ist nicht möglich. Andere Kriterien beziehen sich auf die Qualitätsstandards der Zeitschrift und auf die Erteilung von Nachnutzungserlaubnissen für Repositorien (LeibnizOpen). Die Kosten für Open-Access-Artikel werden übernommen, wenn die Gesamtkosten 2.000 EUR nicht übersteigen. Liegen die Kosten höher, ist unter bestimmten Bedingungen eine anteilige Finanzierung mit Kostenbeteiligung von Autorin/Autor oder Institut möglich.

Für die 18.000 MitarbeiterInnen (davon 9.000 WissenschaftlerInnen) stehen im Fonds 200.000 Euro zur Verfügung.

Kostenlose DOIs für akademische Einrichtungen

Das nenne ich mal eine schöne Nachricht! Aus der Pressemitteilung der TIB:

Die Vergabe der Digital Object Identifier, kurz DOI, die die dauerhafte Zitierbarkeit von elektronischen Publikationen und Forschungsdaten gewährleistet, ist ab diesem Jahr für akademische Einrichtungen kostenfrei. Dies haben die deutschen Mitglieder der internationalen Non-Profit-Organisation DataCite e.V., das GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften, die Technische Informationsbibliothek (TIB), die Deutsche Zentralbibliothek für Medizin (ZB MED) und die Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft (ZBW), auf ihrer Mitgliederversammlung im Dezember 2012 beschlossen.

Ein Ziel von DataCite ist es, Forschungsdaten im Internet dauerhaft verfügbar und zitierbar zu machen. Möglich wird dies durch das Digital-Object-Identifier-System (DOI). Bei DOIs handelt es sich um eindeutige und dauerhafte digitale Identifikatoren für digitale Objekte. Sie sind mit den ISBN für Print-Publikationen vergleichbar. In Deutschland vergeben die vier deutschen DataCite-Mitglieder – GESIS, TIB, ZB und ZBW – DOIs.

„Die DOI-Vergabe ist ab sofort für akademische Einrichtungen in Deutschland kostenlos“, berichtet Jan Brase, Geschäftsführer von DataCite. „Wir möchten dadurch die Forschung und vor allem die einfache Bereitstellung und Zitierbarkeit von Forschungsdaten in Deutschland weiter fördern. Wir hoffen, dass immer mehr Forschungseinrichtungen ihre Daten im Internet veröffentlichen und dauerhaft zitierbar machen.“

URN als permanente Identifier sind international unbekannt und werden übersehen. DOIs werden m.E. deutlich eher genutzt. Dazu kommt, dass viele Altmetrics-Dienste die Nutzung von DOIs voraussetzen. Ich bin sehr angetan und hoffe, dass dies bald in OPUS integriert wird!

[via @nowakman]

TIB/UB eröffnet Open Science Lab

Lambert Heller im Blog der TIB/UB Hannover:

An der TIB Hannover nimmt 2013 ein neues Team seine Arbeit auf, das Open Science Lab. Hier sollen neuartige Webanwendungen für ForscherInnen in enger Abstimmung mit überregionalen Benutzer-Communities erprobt und (weiter-)entwickelt werden. Alle Ergebnisse sollen schnell öffentlich zugänglich gemacht werden, auch dann, wenn es sich um vorläufige oder experimentelle Anwendungen handelt. Das Lab strebt vielfältige Kooperationen mit anderen Interessierten (einzelnen Softwareentwicklern, Verlagen, Bibliotheken etc.) an und will Drittmittel für neue Entwicklungen einwerben.

Untersucht werden sollen u.a. der Umgang mit publizierten Rohdaten oder alternative Publikationsarten. Die Ergebnisse sollen konsequenterweise unter freien Lizenzen veröffentlicht werden.

Ergebnisse der TIB/UB-Umfrage zur Literaturverwaltung

Vor drei Monaten war u.a. hier im Blog die Umfrage der TIB/UB Hannover zum Thema Literaturverwaltung angekündigt worden. Herausgekommen ist ein Einblick in die aktuellen Kenntnisse und Bedürfnisse von Literaturverwaltungs-Benutzern, der seinesgleichen sucht. Es sind nicht weniger als 1.000 Antworten eingegangen. Die Rohdaten der Antworten finden Sie hier; eine interaktive HTML-Seite, um ad hoc eigene Filtersets auszuprobieren, hier. Ich freue mich über jede Auswertung oder Darstellung der Daten durch interessierte Dritte!

Mehr – u.a. auch eine Einordnung der Ergebnisse – im Blog Literaturverwaltung & Bibliotheken.

TIB-Katalogdaten zum Download

Die TIB hat Ihre Katalogdaten halbfrei zum Download bereit gestellt.

Sämtliche von der TIB für den Katalog erfassten bibliografischen Daten werden unter der CC-Lizenz Namensnennung – keine kommerzielle Nutzung – Deutschland 3.0 bereit gestellt und können heruntergeladen, modifiziert und für eigene Zwecke genutzt werden.

Durch die gewählte Lizenz ist eine umfassende Nutzung der Daten leider unmöglich, vgl. die Prinzipien zu offenen bibliographischen Daten:

Darüber hinaus empfehlen wir – insbesondere öffentlich finanzierte – bibliographische Daten und Sammlungen bibliographischer Daten explizit in die Public Domain zu geben durch die Nutzung der Public Domain Dedication and Licence oder des Creative Commons Zero Waivers. Dadurch werden die Nachnutzungsmöglichkeiten maximiert, ganz im Sinne des allgemeinen Ethos des Teilens im Bereich öffentlich geförderter Gedächtnisinstitutionen.

Aber eine Lizenz kann ja auch noch geändert werden, siehe Koblenz.

[via @nowakman]

Wertvolle TIB/UB Hannover

TIB/UB Hannover, CC: BY-SA von Manfred Nowak
CC: BY-SA von Manfred Nowak

Die niedersächsische Wissenschaftsministerin Johanna Wanka zeigt sich beeindruckt vom volkswirtschaftlichen Nutzen der TIB /UB Hannover. Wie einer Pressemitteilung der Bibliothek zu entnehmen ist:

Aus jedem Euro öffentlicher Finanzierung generiert die TIB 3,80 Euro Mehrwert. Damit schafft sie für ihre Kunden einen 3,8 Mal höheren Nutzen als sie kostet. Aus 23 Millionen Euro jährlicher Förderung erwirtschaftet die TIB 87 Millionen Euro für die deutsche Wissenschaftsgesellschaft.

Errechnet wurde der Wert mit Hilfe der Contingent-Valuation-Methode. Die vollständige Studie ist als PDF verfügbar.

Update am 26. November: Ich wurde gerade aus der TIB informiert, dass die Studie nur die TIB betrifft, nicht den die /UB Hannover. Obwohl nur die TIB untersucht wurde, halte ich den Rest der TIB/UB Hannover dennoch für wertvoll und belasse es daher bei der bisherigen Überschrift.

Open Access für Bildungsmaterialien – Diskussion am 15.12.2009

Sollten Informationen und Bildung als offene Güter im weltweiten Netz zur Verfügung stehen? Oder findet die eigentliche Bildung nach wie vor nur im Hörsaal statt?

Diese Fragen sollen bei einer Podiumsdiskussion in Hannover am 15. Dezember geklärt werden. Diskutieren werden Holger Brenner (Uni Osnabrück), Doris Bambey (peDocs) und Robert A. Gehring (u.a. Herausgeber des Open-Source-Jahrbuchs) unter der Moderation des Telepolis-Redakteurs Peter Mühlbauer. Da die Veranstaltung von der TIB/Uni Hannover und der elsa organisiert wird, gehe ich davon aus, dass es wieder einen Podcast geben wird. Wie schon bei der Vorgängerveranstaltung im Rahmen der Open Access Week (zur Aufzeichnung).

Mehr Informationen zum Podium und zur Veranstaltung insgesamt gibt es im Hobsy-Open-Access-Blog.