Thomson Reuters will “IP and science business” abstoßen

Thomson Reuters to auction IP and science business hieß es schon im Februar in der Financial Times. 3 Milliarden Dollar sollen erzielt werden. Viel Geld, dafür gibt es aber auch viel, der Bereich IP & Science Business umfasst folgende Bereiche und Produkte:

Government & Academic Research

Intellectual Property

Life Sciences

Blogs

Training

Project Neon

Wessen Hochschule setzt komplett auf Endnote? Wer plant oder hat ein Converis-Forschungsinformationssystem? Wer verlässt sich auf den Derwent World Patent Index? Hier werden komplette Märkte aufgemischt. Und es droht ein gutes Beispiel für potentiell fatale Effekte eines Vendor-Lock-In zu entstehen.

Neue Zitier-Norm: DIN ISO 690:2013-10

DIN ISO 690 ist da und löst die allseits bekannte und mancherorts sogar genutzte Norm DIN 1505-2 ab. In beiden Normen geht es ums Zitieren. Der Titel der neuen DIN ISO 690: Information und Dokumentation – Richtlinien für Titelangaben und Zitierung von Informationsressourcen (ISO 690:2010).

Der Beuth-Verlag ist für seine Schnäppchen bekannt. In diesem Fall ist die Norm (47 S. inkl. Titelblatt und Inhaltsverzeichnis) für nur 112,10 EUR verfügbar. 1) Bevor man das Geld ausgibt, lohnt allerdings ein Blick in Perinorm. Einige Bibliotheken bieten Zugang zum Volltext dieser Norm.

Die Norm enthält mindestens einen etwas ärgerlichen Punkt zu Zeitschriftenabkürzungen (S. 16):

Titel von Periodika, für die kein ISSN-Titel verfügbar ist, dürfen nach ISO 4 abgekürzt werden. Besteht ein Risiko der Mehrdeutigkeit, sollte der Titel vollständig angegeben werden.

Wie genau erkennt man, ob ein Risiko der Mehrdeutigkeit besteht? Woher soll man das als Zitierender wissen? Und warum sollte man sich damit beschäftigen müssen? Zeitschriftenabkürzungen stammen aus dem Postkutschenzeitalter und sollten möglichst gar nicht verwendet, erlaubt oder sogar empfohlen werden. Begründete Gegenmeinungen zu diesem Thema würden mich sehr interessieren.

In Citavi wurde die DIN-Norm noch nicht als Zitierstil umgesetzt, jedoch, wie in anderen Literaturverwaltungsprogrammen auch, eine ältere Fassung; hier die ISO 690:2010. Zotero bietet (via Citation Style Language) verschiedene Fassungen (slowakisch, litauisch) an, die deutsche Umsetzung gibt es noch nicht. Auch Endnote hat nur eine englische Fassung.

Achtung: Die in der Norm verwendete Typographie und Interpunktion ist ausdrücklich(!) nicht verpflichtend:

Um die Wichtigkeit der Konsistenz hervorzuheben, wird in den Beispielen in dieser Internationalen Norm ein einheitliches Interpunktionsschema verwendet. Dieses Schema dient nur der Veranschaulichung und stellt nicht Teil der Empfehlungen dar.

Gerade heute hatte ich ein Gespräch über die fürchterlichen Kapitälchen im Citavi-DIN-1505-2-Stil. Dies muss nicht sein, man kann also auch hübschere Interpretationen anfertigen.

References   [ + ]

1. Bevor man das Geld ausgibt, lohnt allerdings ein Blick in Perinorm. Einige Bibliotheken bieten Zugang zum Volltext dieser Norm.

Ergebnisse der TIB/UB-Umfrage zur Literaturverwaltung

Vor drei Monaten war u.a. hier im Blog die Umfrage der TIB/UB Hannover zum Thema Literaturverwaltung angekündigt worden. Herausgekommen ist ein Einblick in die aktuellen Kenntnisse und Bedürfnisse von Literaturverwaltungs-Benutzern, der seinesgleichen sucht. Es sind nicht weniger als 1.000 Antworten eingegangen. Die Rohdaten der Antworten finden Sie hier; eine interaktive HTML-Seite, um ad hoc eigene Filtersets auszuprobieren, hier. Ich freue mich über jede Auswertung oder Darstellung der Daten durch interessierte Dritte!

Mehr – u.a. auch eine Einordnung der Ergebnisse – im Blog Literaturverwaltung & Bibliotheken.

BibTex & Endnote im SWB Online-Katalog

Der SWB-Katalog wurde wieder einmal frisiert. Nun findet sich dort nicht nur ein Linkserver, mit dem auf Wikipedia-Einträge verwiesen wird, in denen dieses Buch als Quelle angegeben ist. Nun ist auch der Export bibliographischer Daten möglich.

Angeboten werden drei verschiedene bibliographische Formate:
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